Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Synagogale Poesie
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 9)
- Language
- German
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115 und bedeutsam waren diese zu den Beilagen; ein Teil davon war bereits in den ״Ritus“1 gedruckt es. 234—45), er ist zusammen mit weiteren Nachträgen und den dort in Aussicht gestellten Ergänzungen und Berichtigungen der neuen Ausgabe ein verleibt, so daß die Beilagen um 25 Seiten bereichert sind. Wiederholt, unter anderem von. Stobbe2, war der Mangel beklagt worden, daß Zunz die beiden geschichtlichen Abschnitte ״Leiden“ und ״Zwei neuere Jahrhunderte“ ohne Quellenangabe gelassen hatte. Der Herausgeber hat sich darum bemüht, die Quellen aufzufinden und ״es ist ihm in den meisten Fällen gelungen, eine Quelle angeben zu können, zumeist auch die von Zunz benutzte“. Für die zahlreichen gelungenen Nachweise (S. 550—584) wird jeder Benutzer des Buches Dank wissen, vielfach freilich würde er die Originalquelle der angegebenen Literatur vorziehen3. Ebenso wird der Leser noch immer für manche geschichtliche Angabe außerhalb der genannten beiden Kapitel die Quelle vermissen. Zu begrüßen ist es, daß in den Nachweisen häufig auch auf Irrtümer hingewiesen ist, zu denen Zunz durch seine Vorlage verleitet würde. Zu Zunz* alphabetischem Verzeichnis der übersetzten Gedichte (S. 513 ff.) hat Freimann in dankenswerter Weise die hebräischen Anfangsworte hinzugefügt, nach denen allein man sie auffinden kann. Hinzugekommen sind ferner drei Register: Ein Namen- und Sachregister (S. 517 ff.), ein Register der hebräischen technischen Ausdrücke (S. 540 ff.) und schließlich ein Register der zitierten und übersetzten Poesien (S. 543—549). Für letzteres war der Herausgeber ״bemüht, stets wenigstens eine gedruckte Quelle mitzuteilen“. Wenn diese Ergänzungen eine häufig beklagte Lücke ausfüllen, so wird der Benutzer des Buches sich noch immer nicht ganz befriedigt fühlen und für zahlreiche Poesien, aus denen gelegentlich kleinere Stücke zitiert werden, auch fernerhin die Quelle vermissen4. Poesien, die in den von Freimann benutzten Quellen nicht gedruckt sind, wird er auch fernerhin nicht unterzubringen wissen. Das von Freimann als Desiderat bezeichnete Corpus Hymnorum Judaeorum, das man für die Kenntnis der ״Synagogalen Poesie“ als unentbehrlich bezeichnen darf, ist, wenigstens so weit es sich um gedruckte hebräische Dichtungen handelt, von Israel Davidson in New York 1 Seltsamerweise hat Fr. unterlassen das zu bemerken, wahrscheinlich weil er das vollständigere Material in Zunz1 Randbemerkungen benutzte. 2 Die Juden in Deutschland, S. 182, Anm. “״ 8 Quellen und Literatur gehen stark durcheinander; in vielen Fällen sind die später veröffentlichten Quellen durchweg angeführt,, wie die hebr. Kreuzzugsberichte oder Salfelds Martyrologium, in anderen nicht. Statt jüngerer Literatur wie z. B. Scherer und Amador de los Rios zu S. 38, Z. 20 hätte die Quelle angegeben werden müssen. Zu Bösing (richtiger Pösing) S. 55, Z. 18 ist keine Quelle angegeben, obwohl sie uns jetzt 1m Journal Josel von Rosheims vorliegt REJ. XVI 90, vgl. auch MS. XXXVIII, 1894, S. 427 ff. 4 Z. B. S. 35, 58 u. ö., wo die Verf. nicht genannt sind, aber auch z. B. S. 130, wo Zunz die als bekannt vorausgesetzten hebr. Anfänge nicht angegeben hat. Leider ist das Verzeichnis auch nicht frei von Fehlern, gleich der zweite Titel beruht auf einem Druckfehler, den Zunz selbst S. 159 übersehen hat; S. 546 steht richtig אנשי, אסונה אבדו. Auch anderwärts sind trotz der sorgsamen Korrektur Druckfehler stehen gebliehen. 8*