Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 67 (1923)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Archäologische Notizen
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829915-2829919-2831862--45385-2831926- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
;;;y v;:;v.. - V v; \;■v": ע-; ■:■־.;.;־.: y 1■::, v 193 spreehung keineswegs feststeht. Man sieht vor allem, daß שמני auch aram. sein kann, wie esin Ge,thsemane offenbar vorliegt. Ich stimme nun für die von Oelfeld (bei Winer) herrührende Erklärung, daß גי (und nicht גת) den ersten Bestandteil bildet; vgl. die fertige Form גי שמנים Jes 28!. Das th nach Ge denke ich mir so entstanden, daß in גיא (neben גי) das א als Spiritus gehört und mit th ־wiedergegeben wurde. Möglich wäre noch, daß im Griechischen überhaupt nur der Abschluß des Wortteiles ausgedrückt werden soll; vgl. Elisabeth aus אלישבע, in anderer Beziehung Akeldamach für חלןל דמא, Josech für יוסי, Sirach für 1סילא. * * * Nachtrag. Obiges wurde von mir in den ersten Tagen nach Erhalt von Aptowitzers Artikel geschrieben. Da man aber jeden Tag was zulernt, habe ich nachträglich noch Folgendes gefunden, was zur Sache gehört: . 1. Das lange Haar vom Schweife des Pferdes und der Kuh wurde zum Wirken von Vogelnetzen gebraucht (Bar. b. Sabb. 90a), desgleichen die Borste des Schweines (ib.), mit der der Schuster beimNähen seinen langen Faden zog (Raschi ib,), und desgleichen wurden Dattelbaumzweige zu Geflechten verwendet (ib.). Die Borste des Schweines ist also ein Behelf zum Nähen, und von dergleichen Notbehelfen habe ich auch in der von Aptowitzer beanstandeten Stelle gesprochen. 2. Was פרוע in der Biber allgemein und speziell bei der סוטה bedeutet, sagt ganz hübsch Isaak Auerbach (auch Re i s genannt)2 in seinem Superkommentar zu Raschi3 4 Lev 106: ופרעראש האשה שהוא התר שיער הראש שהיו קשורים ואחוזים בסדר וערך ״wild machen den Kopf der Frau, das ist das Auflösen des Kopfhaares, das nämlich früher gebunden und zusammengehalten war in Ordnung und Ebenmaß". Der Gegensatz dieser Ordnung ist nun פרע oder גלה, wie derselbe Gelehrte dort ausführt, doch mit einer Wendung ins Moralische, die ich, der ich nur den Wortsinn suche, nicht mitmachen will. Zu Nun! 5I8 kommt nun J. Auerbach auf die Sache zurück und sagt: ״Er (der Priester) macht ihren (der Sota) Kopf wild (פרוע), ohne diejenige Ordnung und Gepflegtheit, die den Töchtern Israels gebührlich ist; das geschieht nun dadurch, daß er ihren Kopf entblößt, was eben nicht die Ordnung und Weise der Töchter Israels ist". Wenn nun auch J. Auerbach für mich keine Offenbarung darstellt, so hat er doch entschieden den Wortsinn gefunden, und er mag als Zeuge dienen, daß meine Behauptung doch so ״ungeheuerlich" nicht ist. Trotzdem habe ich ja in einemfort zugegeben, daß man bei der jüdischen Frau auch eine Kopfbedeckung findet, und in der Tat finden wir bei der Sota die Angabe, ״der Priester nimmt die Haube (בפה)* von ihrem Kopfe und legt sie sich unter die Füße" (Tos. Sota III, 3, p. 295). Dieser Punkt geht über Bibel und Mischna 1 Vgl. Dalman a. O. 161, A.6. 3 Siehe über ihn Jewish Enc. II, 802; sein Werk באר רחובות s. in Ben- Jacob אוצר סבריים Beth Nr. 174. 3 Ich benütze die Ausgabe des Pentateuch, Wien, Anton Schmidt. 4 S. Talm. Arch. I, 186.