Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Purim-Komödie Mekirot Josef
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 4)
- Language
- German
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297 groß reich tum erlangt / ist doch kein mensch auf diser weit / der so vil kwal un* prast ־wolt aus sten von wegen gelt / auch ist draus zu ver nemen, als man kein ver trauung sol stein in ein menschen hand / welcher nur ist als ein schaten an der wand / zwor יוסף hot gehat ale zeit got in herzen / e er sein gebot hot woln iber treten, hot er sich in gefengnus loßen anein werfen un’ hot woln leiden großen schmerzen / aber der weil er hot gefeit un’ hot gesagt, der mund schenk sol an im gedenken / *wen er wert wider vor den kenig ein schenken / hot im got der almechtig gestroft der vor / als er hot mäßen lenger sizen in gefenknus zwei jor / drum auch ir wert dises wol observiren / un’ eich den rechten weg tun firen / rdo durch wert werden eich wider bekant / das gelobte land / das heilig haus sol werden wider gebauet as zu vor / אמן, es sol werden in unsern tagen wor / An den 1. Teil, der die Motive Gen 37235־ verarbeitet, schließt sich zur Andeutung־ des Szenenwechsels der Monolog d e r lustigen Person des Stückes, Pickelhäring, Potiphars Hofmeister, an. Dieser Monolog leitet die Szene ein, die aus Gen 3736 und 39! — nach alter jüdischer Exegese nicht Dubletten, sondern Stücke einer einheitlichen Erzählung — gewonnen ist. sagt pikel hering: ach tausend iber dem, als ich bin so lang auf der heimlichen kanzlei geseßen / het ich bald meine iber tragne komande vergeßen / mein her, der hof mezger hot mich geheißen auf dem menschen marek springen / un’ im also ein wakren diner dingen / nun wil ich do vil plaudern un’ ligen / als ich gewiß einen werd betrigen / den ich wil punkte ver punkte referiren / wi mein her eine pracht un’ 1 aus haltung tut firen / erstlich macht er seine diner ale jor ein nei liwerei / aber do hot er kein heler der bei / sondern der diner mag sehen, wo ers krigt / das ist worhaftig un’ nit geligt / im ihrigen di alte montur nemt der her zu sich / un’ jagt im fort un’ sagt: was scher ich mich um dich / doch wen er bei einem diner etwas gelt spirt / macht er so lang bis er im an firt / un’ sagt: gib mir dein geld auf intreßen / do mit er auf etliche tag mecht krigen zu freßen / aber lezlich krigt man keine intereße, vil weniger das kapital / so macht ers nit alein diner sondern iber al / her noch wil ich eich sein kostpare haus haltung auch zum teil preisen / werden sich gewiß ale menschen um äisen dinst reißen / den was der her eßt, das krigen di knecht / das ist ohne zweifei ein jedem recht / ibrigens in der schißel bleiben etliche bein / tuts auch vor di diner sein / apropo ich hab noch nit gemelt / si kenen haben kafe, schoklate un’ was sie woln um ir geld / nun wil ich eins tun un’ mich noch den menschen marek lenken / un’ ale di bemelden Sachen zu oferiren un’ gedenken / do weiß ich gewiß als ich £er einen bekom als meine geselen / welche auch sonst oft haben ein dingen welen / in deme si den dinst ni mol so kostpar vor getragen / als wi ich in hir hab tun sagen / Die Erkennungsszene Gen 4518 ff. ist in dem Spiel auf künstliebe Weise verdoppelt, indem sich Joseph zuerst insgeheim seinem Bruder Benjamin zu erkennen gibt, dann erst den übrigen Brüdern. Die Darstellung ist hier stark von haggadi sehen Motiven beherrscht wie in der alten Reimbibel קהלת יעקב. An diese Szene schließt sich das Motiv Gen 4525 ff. an. Hier hat nun der Vf., vielleicht nach Monatsschrift, 66. Jahrgang. 20