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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 188

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 3
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 188 (sequence 9)
Language
German
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188 Gottesmann, der . ויאמר אני. Nur II S 220 Bist du doch Asahel! — .ויאמר אנכי. Fängt dagegen der Satz mit אני an, so ist der folgende Name und die Person dem anderen bereits längst bekannt und der Redende will dem Angeredeten nur zum Bewußtsein bringen, mit wem er es zu tun bat, und damit die folgende Rede verständlich machen, z. B. Gen 4ö3: Ich bin Joseph (אני יוסף)! ihr kennt mich ja, Ex 186 1 ,אני חותנך יתרו בא אליך s 126 ich bin das Weib (אני האשה), das hier bei dir stand, weißt du noch? Gen 2732 antwortet Esau auf die Frage des Vaters: מי אתה, Wie, kennst du mich denn nicht mehr? אני בכך בכולך עשו ich bin ja dein Sohn, dein Erstgeborener (den du besonders liebst), Esau(cfr. 222). Hingegen Jakob, den der Vater zweifelnd gefragt hatte: wer bist du, mein Sohn (d. h. welcher von meinen .Söhnen)? אנכי עשו בכורך;;(ähnlich I S 918f. Sage mir doch, wo ist das Haus des Sehers? — Du brauchst nicht weiter zu fragen אנכי הרואה), und als er weiter fragt: ,bist du mein Sohn Esau? wie oben ויאמר אני (v. 18 ff.). Während daher der Satz mit nachgestelltem אנכי die Rede notwendig beginnen, muß, könnte derjenige mit vorangestelltem אני sie ebensowohl schließen, als Bekräftigung und Besiegelung, wie die Selbstbezeichnung des Schreibers am Anfang oder Ende •eines Briefes oder Befehls. Was insbesondere der Satz 'אני יי bedeutet, ist aus zahlreichen Beispielen so klar, daß nicht der mindeste Zweifel daran sein kann. Niemals besagt es: Hiermit teile ich dir, da du dies noch nicht weißt und noch nie zuvor gehört hast, mit, daß mein Name Ihvh ist, daß ich Ihvh heiße, sondern daß ich Ihvh bin. Bedenke also, mit wem du zu tun hast! Vergiß nicht, was das für dich bedeuten muß! Die beiden Worte appellieren an das bekannte, durch den Namen auf gerufene und vorgestellte Wesen Ihvhs und seine Eigenschaften. An welch besondere Eigenschaft in dem einzelnen Falle appelliert wird, hängt von den jedesmaligen Zusammenhängen ab, so daß eine Kombination derselben eine förmliche Theologie ergeben könnte. So sollen die einem Gebot oder Verbot vor- oder nachgesetzten Worte 'אני יי (Lev 18—22) den gebieterischen Charakter des Gesetzes durch die Erinnerung verstärken, daß Ihvh es ist, der dahintersteht, aus dessen Wesen, z. B. als des Heiligen und das ihm Heilige Wahrenden, es fließt und der gegen die Beobachtung seines Gesetzes nicht gleichgiltig sein wird. Haben die Worte: ich bin Ihvh! noch einen Zusatz z.-B. ״euer Gott“, so ergibt sich noch ein besonderer Nachdruck aus diesem bestimmten Verhältnis. Immer aber ist (Ti) 'אני יי eine Ueberschrift oder Unterschrift, die eine göttliche

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