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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 120

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 2
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 120 (sequence 5)
Language
German
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־" י' ■־.־■ ״"/; י־■ ■■.־־ 120 dieses Wort einer der mächtigsten Ströme des religiösen Lebens’ und der Gottesverehrung, den zu verfolgen einen nicht geringen Teil der Geschichte ׳ und Entwicklung sowohl der religiösnationalen Rede und Dichtung als des Gebetes und der Liturgie bedeutet. Denn beten heißt zum größeren Teil Gott loben1. Nicht nur sind die Worte הלל und הללויה Termini der Liturgie geworden, ein großer Teil des Psalters (der übrigens gleichfalls davon seinen Namen תחלים hat) ist nur als Ausgestaltung der Th'hilla nach traditionellen Themen und kunstmäßigen Formen zu verstehen, und auch der prophetischen Rede ist sie nicht fremd. So läßt sich z. B. bis in die ältesten Zeiten die Regel nachweisen, dem Bittgebet einen I.obpreis Gottes vorausgehen zu lassen2, wie er denn auch sonst die Einleitung zu bilden •hat3. Die elementaren Anlässe der Th'hilla sind die Ernte und die Rettungau sNot, und die Gelegenheit, bei der sie angestimmt wird, ist die Mahlzeit4, das Ernte-, Dank- und Opferfest. Hierbei erzählt man dier Th'hilla Gottes, d, h. seine Taten5. Der Inhalt der Th'hilla sind also die Taten Gottes6 7, das allgemeinste Wort dafür ist עשה und das allgemeinste Objekt 7גדולות, daneben 8פלאות;פלא und andere Synoliyma. 1 Im Nachbiblischen tritt an Stelle von הלל und תהלה das schon im späteren Hebräisch öfter erscheinende שבח mit Ableitungen (שבח oder שבח, Vorzug, Vortrefflichkeit, ך,<צבידן besser werden und machen.) 2 Eine Geschichte des jüdischen Gottesdienstes verschließt sich die Erkenntnis der Ursprünge und Anfänge, wenn sie Einrichtungen und Grundsätze|"erst von ihrer Beschreibung und Formulierung datiert, z. B. von den Nachrichten der Chronik und des Talmuds. Wenn z. B. Ber 32a erst ein Lehrer des dritten nachchristlichen Jahrhunderts (R. Simlai) den Grundsatz , ausspricht : (לעולם יסדר אדם שכחו של בקרם ואחר כך יתפלל (ישאל צרכייו vgl. ׳■ Sifre II 343) und dafür Dt 324f. zitiert, so ist dies nicht eine haggadische Anlehnung für ein von ihm ersonnenes Prinzip, sondern ein tatsächlicher Beweis, daß die Sache mindestens so alt wie Mose ist. 3 So£z. B. im Liede der Debora Ri 5 und selbst in ihm wird die Erzählung von Gottes Taten als ein altes Thema erwähnt (v. 11 'שם יתנו צדקות י־)► 4 Lev 1924, Jes 62 9, Joel 226, cfr. Ri 1624. 5 הזכיר Jes 637, 1062 ,8&6 השמיע; besonders sind es die Verba ספר und הגיד, die. mit einander konkurrieren הגיד תחלה Jes 4212, <j> 51!7, ,ספר ת Jes784 ,915 ״4 ג4321 ״j 79i3, 10222, noch häufiger mit synonymen Objekten: הגיד Ex 138, Dt 263, 327, Jes 452!, 482 , 57!2, 2232, 64lö, 71!7f., 75!g, 923.!8, 1116? 1454,|ם1פר Ri 6!3 2231, 267, 40g, 442, 5016, 7328, 752, 783. 4. 6, 88!2, 10722. 0 Die 'מעשי יי Ex 3410 (Ri 613) — •<j> 66s, 926, 10424, 10724, 1112, U817. 7 Dt 1021, 117, Ri 27, II S 721, 6 7119, 926, 106al, 1263, Hiob 59f., 9!:, 37* Neh 9i7, I Chr 1719. 8 Ex 320, 15!!, 3420י Jes 25!, <j> 72lg, 7715, 784, 98!, 105!, 1114, 118136■ ,מ* 13914, Hiob 910.

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