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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 119

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 2
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 119 (sequence 4)
Language
German
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119 beflissenen Höflinge, die vor diesem allerschönsten Weibe in serviler Fürsorge für den Pharao zu Schwärmern und Dichtern werden (,,das wäre etwas für Maj.!“); das eine Wort ist ein Gemälde. 2 S 1425: und wie Absalom war kein Mann so schön (יפה) in ganz Israel להלל מארד. Vgl. Spr 3128. 30 f., $ 7863, HL 6Ö, Spr 128. So kann התהלל ,,sich (mit Recht oder Unrecht) rühmen oder prahlen“ in Sätzen erscheinen, deren sprichwortartiges Gepräge (״es rühme sich nicht, wer . .e<1) deutlich durchblickt. Der Stolz und das Rühmen der Leute ist z. ß. ihr Vaterland, die Haupt״ stadt, ihre Größe, ihre Bedeutung, ihre Sehenswürdigkeiten1 2. Besonders die תהלה des Landes ist ein ausgebildetes uraltes Thema3. Aber die freudigste und eifrigste Berühmung ist Gott, wie er sich in Natur und Geschichte offenbart und erkannt wird. Denn auch die persönlichen und nationalen Erlebnisse werden als Taten Gottes begriffen und bekannt. In diesem Sinne fließt durch 1 I K 20]_!, <161* 9221*, י4^*י Spr 2014, 25!4, 27! u• a. 2 Jer 4.82 (cfr. Nu 2 1 27), 4925, 514I, Ez 2617, vgh 482ff. 3 Die Hauptstelle dafür ist Dt 87ff., vom Talmud mit Recht der שבח הארץ genannt. Er klingt an vielen Stellen, häufig in poetischen Umschreibungen, wieder. Am bemerkenswertesten ist, daß er als Zitat im Munde eines Aus ־ 1 ä n d e r s, des Rabsake II K 1832 (vgl. besonders das liederartige ♦ ♦ ארץ ארץ ♦ .♦) erscheint. Dieser שבח הארץ läßt sich aber als noch viel älter denn Mose nachweisen. Wir lesen ihn nämlich ganz ähnlich in dem zur Zeit Sesostris I (1980—1935) spielenden wie man annimmt um 1780 geschriebenen Romans des Sinuhe (Ranke bei Greßmann, Texte ט. Bilder p. 213): ,,Es war ein schönes Land, mit Namen Jaa, Feigen gab es darin und Weintrauben und mehr Wein als Wasser, sein Honig war reichlich und zahlreich sein Oel und alle Arten von Früchten an seinen Bäumen. Weizen gab es darin und Gerste und allerlei Herden ohne Zahl.“ Also schon Jahrhunderte vor der israelitischen Zeit war dies der traditionelle und im Auslande bekannte Lobpreis des Landes Palästina. Es muß Lieder gegeben haben, in denen die ,,Vorzüge des Landes“ b e - s u n g e n wurden. Dafür sehe ich einen untrüglichen Beweis in Gen 431ג קחו מזמרת הארץ, was nur heißen kann: von dem, womit das Land b e - s u n g e n wird. Die Vorzüge eines Landes bestehen aber für das natürliche, realistische Empfinden zuerst in seinen Produkten: Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen, Im dunklen Laub die Goldorangen glühen? . und so überall in der Welt. Ein Land ist berühmt und wird gepriesen wegen seiner Früchte. ארץ טובה ist nicht ein schönes Land im ästhetischen Sinne landschaftlicher Reize, sondern ein Land, worin es etwas Gutes gibt. Dieses heißt dann טוב הארץ (zu unterscheiden von מיטב הארץ). Andere Titel des Landes sind ארץ צבי Land der Lust, א' חמדה begehrenswertes Land. Als ein Grundschema für Aufzählungen ist die Dreiheit דגן /חירש ,יצהר anzusehen. Für die phantastischen Ausschmückungen der Haggada, zu denen vielfach Vorstellungen von Paradies und Schlaraffenland die Farben liefern, s. z. B. Sifre II 37ff.

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