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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 6 · p. Seite 368

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 6
Article
Rochade und Notation bei Ibn Esra
Date
1921-01-01
Page
Seite 368 (sequence 4)
Language
German
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368 Rochade und Notation bei Ibn Esra. 49 Er hüte sich derweil er sitzet oder ziehet דוהר בעת שבתו וצאתו 50 Zum Streiten an der Stelle, wo er lagert" (Steinschneider) להלחם ובמקום תחנותו Abgesehen von der holprigen Schreibweise מהלך fällt die Nichterwähnung der Haupteigenheit des Königs auf, der im alten Schach wie ein Pferd springen konnte, ohne diese die alte Spielweise kaum gedacht werden kann. Wurde nun das Jugendgedicht, wie oben erwähnt, wegen der darin enthaltenen Rochade, dienachv. Linde erstgegen Ende des XV. Jahrhunderts auf kam, angezweifelt, so konnten wir hier mit eben so gutem Rechte die Autorschaft Ibn Esras wegen des Fehlens des Königs- Sprunge sinein d r i 11 es Feld, dieses Wahrzeichens im alten Schach, in Zweifel ziehen. Bei näherem Zusehen jedoch ist in den Zeilen 27—28 tatsächlich der Königszug enthalten. Wir müssen nur die Zeilen 27—28 tiefer hinunterrücken und zwischen den Zeilen 48—49 schieben. Diese Stelle würde dann lauten: והמלך מהלך על צדדיו — לכל רוחות ויעזור את עבדיו ואם ירצה ידלג בתחלה — לכל עבד שלש במפלה ויזהר בעת שבתו וצאתו — להלחם ובמקיים תחנותו Die Zeilen 27—28 stehen schon in der Oxforder Handschrift Nr. 2317 (vgl. Rosin: Reime und Gedichte Ibn Esras, Heft 3, S. 160, Anm.), hinter Zeile 34, also nicht auf den Bauern, sondern auf den Fers-Dame bezüglich. Da nun der Dreisprung des Königs noch heute in unserer Rochade enthalten ist, was ja auf dessen Wichtigkeit im alten Schach schließen läßt, scheint die Beziehung der Zeilen 27—28 auf den König vieles für sich zu haben. (Wir schließen uns daher der Leseart Steinschneiders an und lesen עבר; Rosins Leseart עבר befriedigt nicht ganz, zumal der Bauer, so er zwei Schritte tun konnte, auch ohne erst angegriffen zu haben, wie dies Rosin wissen will, das dritte Feld betreten durfte.)

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