Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Rochade und Notation bei Ibn Esra
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 3)
- Language
- German
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Rochade und Notation bei Ibn Esra: 367 Ibn.Esra kann also aus dem Grunde der früheren Nichterwähnung der Rochade keineswegs die Autorschaft des Gedichtes abgesprochen werden. Zeit und Ort, wo Ibn Esra das Gedicht verfaßte, ist uns ja nicht bekannt, es ist jedoch anzunehmen, daß an dem Orte, wo das Gedicht entstanden ist, . die Rochade bereits eingeführt war. Soviel zu dem Jugendgedichte Ibn Esras. Ein kurzer Blick in die Zeilen des von Ibn Esra im Alter verfaßten Gedichtes, beginnend mit den Worten אשורר שיד, das die alte Spielweise behandelt, zeigt uns ein wahres Durcheinander. Schon die Verszeilen 27 und 28, die vom Bauer aussagen: ואם ירצה ידלג בתחלה לכל עבר שלש ״ . .במפלהWenn er will, darf er zu Anfang springen drei Felder auf jede Seite“, sind unverständlich, weil der Bauer im alten orientalischen Schach, wie aus Wittes: kunning The gaüntlet (Einleitung, 'S. 7) hervorgeht, nur einen Schritt machen konnte. (Daß unser Dichter hier ein orientalisches Schach beschreibt, durfte schon aus der Benennung der Figuren Fil, Vers, Roch usw. hervorgehen, zumal sämtliche Namen arabischen und persischen Ursprungs sind. Schon die Benennung der. einzelnen quadratischen Schachfelder בית ,,Haus“ in diesem Gedichte weist, perspektivisch besehen, auf die unbedachten Häuser des Orients hin). Ibn Esra konnte also in diesem seinem Altersgedichte den Doppelschritt des Bauers schlechtweg nicht erwähnen. Daß ein Bauer wie eine Figur ins dritte Feld nach allen Riehtungen hätte springen können, davon ist überhaupt in keiner Chronik etwas zu finden. Beim Könige angelangt, haben wir wieder eine Schwierig־׳ keit: 47 ,,Der König schreitet nach allen Seiten והמלך מהלך על צדדיו 48 Nach allen Winden hilft er seinen Dienern ' ׳ . לכל רוחות ויעוור את עבדיו