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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 5 · p. Seite 216

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 5
Article
Die galiläischen Synagogenruinen und die Halakha
Date
1921-01-01
Page
Seite 216 (sequence 6)
Language
German
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216 Die galiläischen Synagogenruinen und die Halakha. kann ihm nicht darin beistimmen, daß' der Almemor nächst der Südwand seinen Platz gehabt habe. Der Almemor als Stelle der Vorlesung war nur dann praktisch untergebracht, wenn er so ziemlich die Mitte der Synagoge einnahm, denn anderen Teils hätten z. B. die an der Nordwand sitzenden Beter dem Vortrag nicht gut folgen können. So, mit dem Almemor in der Mitte, waren ja tatsächlich bis in die jüngste Zeit hinein die meisten Synagogen gebaut. Mir genügt diese eine Bemerkung; in die viel erörterte Almemorfrage will ich mich hier nicht einlassen. Doch hier will Grotte von gewissen Synagogen des Mittelalters auf die galiläischen Synagogen rückschließen, was ich sowohl der Sache als der Methode nach nicht gutheißen kann. Er will das an den Synagogen in Livorno, Ancona, Pesaro, Padua und Venedig beobachtet haben, und beruft sich hierbei auf Frauberger (Mitteil. d. Ges. z. Erf. jüd. Kunstdenkm.)1), so daß man meinen sollte, Fraub erg er habe dasselbe konstatiert.. Nein, das. ist nicht der Fall; F. sagt das von keiner dieser Synagogen; im Gegenteil, seine Abbildungen zeigen, daß auch diese Synagogen den Almemor in der Mitte hatten, höchstens ein wenig von der heiligen Lade her nach West verschoben2). 8. Die Basilikaform des jüdischen Gotteshauses zu erklären suchend, greift Grotte auf, das Heiligtum zu Jerusalem zurück, das in diesem Stücke als Muster gedient habe. Dies wurde in anderer Form auch von L. L ö w , von mir und anderen ausgesprochen. Grotte geht soweit originell vor, daß er speziell auf den Frauen[vor]hof des Heiligtums verweist, der (nach M. Middoth II, 5) an drei3) x) Die näheren Fundstellen s. hei Grotte. 2} Venedig (F, I Abb. 3} ist falsch; jenes Bild ist das der Syn. von Toledo! Merkwürdiger Weise zitiert sich F. selbst falsch (II, 37). Lies Abbild. 4. 3)Nicht ausgeschlossen, daß an vier Seiten; der Ausdruck ist הקיף.

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