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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 5 · p. Seite 196

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 5
Article
Das französische Feldgebetbuch
Date
1921-01-01
Page
Seite 196 (sequence 4)
Language
German
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196 Das französische Feldgebetbuch, tinuez ä bien meriter de la patrie,׳ du judaisme et de 1'humanste« [Fahrt fort, Euch wohl verdient zu machen um Vaterland, Judentum und Menschlichkeit]; und derselbe damalige Groß״ rabbiner, Alfred Levy, gibt der vierten Auflage des Buches am 30. Oktober 1916 sein weihendes Wort mit auf den Weg indem er beginnt: »Mes chers enfants, En pubiiant une premiere fois ce petit rituel de guerre, nous etions loin de nous attendre qu’il nous en faudrait renouveler l’edition ä quatre reprises successives. Nous ne pouvions croire que cette lutte terribie, de la civilisation contre la barbarie aurait une aussi longue duree«. [Meine lieben Kinder, als wir ein erstes Mal dieses kleine Kriegsgebetbuch veröffentlichten, da waren wir weit davon entfernt zu erwarten, daß es nötig werden sollte, die Ausgabe in vier Folgeauflagen zu erneuern. Wir konnten nicht glauben, daß dieses schreckliche Ringen der Zivilisation mit der Barbarei eine so lange Dauer haben könne]; und er schließt mit dem Priestersegen, den er seinerFeldgemeinde erteilt. Auch das Gebet für die Kriegszeit [Priere pour le temps de guerre] und das Vaterlandsgebet [Priere pour la France] aus den Jahren 1914 und 1915, die im französischen Teil des Buches enthalten sind, tragen den Namen des Großrabbiners. Der Großrabbiner ist auch für die Feldgemeinde die zentrale Persönlichkeit des religiösen Lebens. Das Buch besteht, wie die Gebetbücher der übrigen Staaten, aus einem hebräischen und־ einem in der Landesspräche abgefaßten Teil. Aus einem Vorwort erfahren wir die Geschichte des Buches. Da wird ausdrücklich gesagt, daß das Buch sei »destine au culte prive« [bestimmt für den privaten Kultus, s. 0J, daß die französischen Gebetsüber- Setzungen und Nachbildungen unter gewissen Änderungen der Form aus zwei Gebet- und Andachtsbüchern der Groß rabbiner A. Aron und L.Wogue übernommen sind. Die Übersetzung der aufgenommenen Psalmen — es sind fast dieselben wie im deutschen und englischen Feldgebetbuch — stammt aus der »Bible du Rabbinat«.

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