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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 4 · p. Seite 182

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 4
Article
Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen der Menschen
Date
1921-01-01
Page
Seite 182 (sequence 19)
Language
German
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182. Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen des Menschen. Ähnliches wird von Pharao erzählt: Pharao ließ durch Haman einen Turm erbauen. Dieser Turm war ein Gebäude, wie kein anderes in der Welt. Vom Turme aus sandte Pharao einen Pfeil gen Himmel. Dieser kam blutbefleckt zurück. Darauf sagte Pharao: ,,Ich habe den Gott Moses' getötet"1). und wird dann durch Gott getötet, Erzählung-1. Ähnlich aber heißt es von Hiram, er habe 400 Jahre im Paradiese gelebt und sei dann, als er hochmütig geworden, in die Hölle gekommen. Alphabet des Ben Sira ms., s. Schorr, He .Haluz VIII 172 Anm. 1. Vgl. Jellinek a. a. O. S. XXXIII. Nimrod, Pharao, Hiram und Nebuchadnezar haben den gemeinsamen Zug, daß sie sich für Götter hielten. Vgl. Tanch. 9 § וארא ed. Buber § 8, Ex. r. VIII 3, Hiram und Nebuchadnezar Gen. r. IX 4, vgl. B. Bathra 75.a. Nimrod vgl. Beth ha־Midr. I 25, II 119 und V 40, K. Midraschim ed. Ch. M. Horowitz I 45. Seder Eiiah zutta Kap. 25. Mid. ha־gadol ed. Schechter S. 188. Vgl. auch die folgende Anm. x) Kuran XXVIII 38 und Zamahschari z. St. vgl. Grünbaum, Neue Beiträge S. 164. Einen Turmbau Pharaos kennt auch die Agada: ,, Jeder, der sich für einen Gott ausgeben wollte, baute sich einen Palast im Wasser. Pharao baute sich einen Palast im Wasser. Er schloß die Mündungen des Nils, damit sein Wasser nicht ins Meer abfließe. Dadurch stieg das Wasser und hob den Palast in die Höhe,. Ähnlich machte es Sanherib.“ Jelamdenu in Jal. ha-Machiri Ps. 136 § 28. Auch Hiram baute seinen Palast über dem Meere. Die Einleitung ,,Jeder, der“ läßt vermuten, daß außer Pharao und Sanherib auch noch andere Personen genannt werden, die sich für Götter ausgaben und sich Paläste auf dem Wasser bauen ließen, darunter gewiß auch Hiram, wie in der Tat die beiden Tanchuma und Ex. r. die auf Jelamdenu zurückgehen, neben Pharao auch Hiram und Nebukadnezar nennen. Daß Tanch. und Ex. r. Sancherib nicht erwähnen, hat seinen Grund darin, daß das Gruppierungsmotiv נבעלו כנשים bei Sancherib nicht zutrifft. So wäre dann der Jelamdenu die Quelle der Hiramsage, die Jal. Schimeoni aus ,,Midrasch“ zitiert. Aus der Mischung Hiram-Nimrod erklärt sich auch eine andere, sonderbare Nimrodlegende: ,,Nimrod wurde in den Himmel unter die Sterne versetzt; er ist der Orion, arab. Gebar. Vgl. Ghronicon Paschale S. 36 und Munk, Guide I S. 38 Anm. 1. Diese Sage, auf die Maimuni, Möreh I 2, als auf ein Beispiel absurder Behauptung

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