Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen der Menschen
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 3)
- Language
- German
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166 Anteilnahme de!' physischen Welt an den Schicksalen des Menschen. leiteten und ihn mit Palmen bepflanzten? El-Mukaukis antwortete: Wir finden in den Büchern, daß er mit Bäumen, Kräutern und Obst bewachsen war, wie nur einer der Berge, und es wohnte dort el-Mukattam b. Misr, b. Peisar, b. Ham, b. Nuh; in der Nacht, als Gott' mit Moses redete, offenbarte Gott den Bergen: siehe ich will mit einem von meinen Propheten auf einem Berge von euch reden. Da erhoben sich alle Berge und streckten sich einer noch höher als der andere, mit Ausnahme des Berges von Jerusalem, denn dieser nahm ab und verkleinerte sich selbst; da redete Gott zü ihm: warum tust du dies? er wußte es freilich selbst am besten. Er antwortete: aus Hochachtung und Ehr־־ erbietung gegen dich, o Herr! Da befahl Gott den Bergen, daß jeder ihm etwas von seinen Pflanzen abgeben solle, und der Mukattam war so freigiebig, daß er ihm alle seine Gewächse hingab, so daß er selbst blieb, wie du siehst. Da sprach Gott zu ihm: siehe, ich will dir für das, was du getan hast, einen Baum des Paradieses oder einen Steckling des Paradieses geben“. 53. Bei der Offenbarung am Sinai erbebte die ganze Welt1). 54. Als Gott am Sinai, sprach: ,,Du sollst nicht den Namen des Ewigen, deines Gottes, zum Nichtigen anrufen“ (Ex. 20,7), da erbebte die ganze Welt2). 55. Als Gott seine Lehre Israel verkündete, da erbebte Himmel und Erde, flohen Meere und Flüsse, wankten .Berge und Hügel und alle Bäume beugten sich3). 1J Mech. zu Ex. 20, 2; Mech. des R. Simon S. 102; Pes. r. Kap. 20 95 a; Seder Eiiah r. Kap. 2 S. 13. 2) Toseftah Sotah VII 2, Schabuoth 39 a. 3) Pirke R. Blieser Kap. 41, Genau derselbe Wortlaut in Mechilta ed. Hoffmann S. 102. Daraus ergibt sich: 1. daß Lurjas Emendationen im Pirke nicht berechtigt sind, und 2. daß die Stelle nicht der Mechilta des R. Simon angehört.