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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 4 · p. Seite 133

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 4
Article
Der Karäer al-Muallim (oder al-Melammed) Fadil und seine Bearbeiter
Date
1921-01-01
Page
Seite 133 (sequence 3)
Language
German
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Der Karäer al־Mu‘allim (od. al-Melammed) Pädil und seine Bearbeiter. 133 in einem ihm von Firkowitsch gelieferten Bücherverzeichnis u. a. notiert: ספר לאליהו הדיי־ן ויתבעה כתאב ללמלמד פאצל ופי אכרה שרח האזינו und glaubte unter dem כתאב eine von dem Siddur verschiedene Schrift Fädils verstehen zu müssen. Den Ausführungen Munks und Pinskers schlossen sich Gottlober3) und Fürst* 2) an, die ihrerseits, besonders der letztere, noch so manches ohne jeden Grund hinzugefügt haben. So z.B. wirdFädil die Autorschaft des Kommentars zu Haasinu beigelegt3) und dgl. Die von Munk mit־ gebrachte Handschrift ,befindet sich in der Pariser National־ bibliothek und die Angaben des Katalogs (Nr. 582) sind nur eine gekürzte Wiedergabe der Worte Munks4). Mehr Licht auf unser Werk und dessen Autor fiel erst durch die Bekanntschaft mit einer anderen Handschrift, die dazu mit der Pariser nicht ganz übereinstimmt. Es ist dies die am Donnerstag, den 8. Siwan (nach kar. Datum) 1630 beendete Berliner Handschrift or. 405, die von Stein״ Schneider (Verzeichnis II, Nr. 200, p. 48b—50b) in bekannter mustergültiger Weise beschrieben worden ist. Hier noch darauf aufmerksam zu machen, daß dieser wohl Abu-l-Fädl, aber nicht Abu-i-Fädil genannt wird (s. Steinschneider, J QR. XI, 593 ob.). Nach ihn al-Hiti (ib. IX, 434) soll Salomo 600 Heg. ( 1203/4) gestorben sein. Spätere Karäer phantasieren, daß er in Jerusalem gelebt und mit seinem Vater die Einziehenden Gottfried oder Balduin begrüßt hätte usw.; s. Hazefira II, 48, u. Deinard משא קרים, p. 14—15. 199 בקריה לתוה״ק ף (irrtümlich 209). 2} Gesch. d. Karäerthums II, 250—252. 3) Ebenso Friedmann, p. 21; doch vgl. weiter unten. 4) Die Handschrift ist in der Mitte lückenhaft und am Ende defekt. Geschrieben hat sie zu seinem eigenen Gebrauch jl^״*.** jl4Ju.il r-Ä4JI 0גי (s. Steinschneider, Kat. Berlin II, 49a, n. 19). Vielleicht ist aber zu lesen anst.jl4Jw> und der Schreiber ist mit dem Arzt und Dichter Samuel מעמאר, von dem in Ms. Berlin 198 und Br. Mus. 728 Pijutim vorhanden sind, zu identifizieren. Siehe meine Beiträge zur kar. Handschriften- und Bücherkunde I, 20, Nr. 119, und die dort zitierten Stellen.

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