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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 4 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 4
Article
Der Karäer al-Muallim (oder al-Melammed) Fadil und seine Bearbeiter
Date
1921-01-01
Page
Seite 132 (sequence 2)
Language
German
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132 Der Karäer al־Mu‘allim (od. al-Melammed) Fädil und seine Bearbeiter. wahrscheinlich wegen des fehlenden Artikels. Dessen Heimat muß nach Munk Kairo gewesen sein, weil diese Stadt immer in dem im Buche enthaltenen Kontrakts-Formularen angeführt wird. Schwieriger war, die Lebenszeit Fädils zu bestimmen. In den genannten Formularen heißt es: בשנת דד אלפים ושלש מאות וכך וכך והיא שנת^ף ותשע מאות וכך וכך למספר יונים, was auf 1589—1600 hinweisen würde. Diesem Datum widerspreche aber die Tatsache, daß das Werk Fädils schon in einem 1562 verfaßten Kompendium von Samuel al-Magribis Mursid angeführt wird. Nun macht Munk noch darauf aufmerksam, daß es einmal ושש מאות anstatt אלף ותשע מאות heiße, d. h. 1289, so daß תשע מאות vielleicht vom Abschreiber herrühre, der einmal vergessen habe, das ursprüngliche שש מאות des Fädil zu verbessern, so daß dieser in der zweiten Hälfte des XIII., oder in der ersten Hälfte des XIV. Jahrhunderts gelebt haben würde. שש מאוח steht aber wiederum in Widerspruch. mit dem angegebenen Jahrhundert der Weltschöpfung. Etwas weitere Nachrichten über unseren Verfasser erfuhren wir durch Pinsker1). Zunächst fand er ihn zweimal zitiert im 5. Abschnitt von Mursid selbst, aus Anlaß der Formulare eines Scheidebriefes und eines Ehekontrakts, dabei beidemal als 2סדור אלמלמד פאצל ן״ל). Da nun der Mursid 1434 verfaßt wurde, so ist dies, ein weiterer Beweis gegen die Lesart ותשע מאות. Pinsker versetzt ihn nun in die erste Hälfte des XIV. Jahrhunderts und hält ihn für einen Sohn des Fürsten Salomo b. David, eines Nachkommen Anans im 11. Geschlecht, der von arabisch schreibenden Autoren Abu-FFadl genannt wird und im XIII. Jahrhundert in Kairo gelebt hat3). Dann fand Pinsker לקוטי קדמוניות ף, p. 192 ,178—177 ,144 רלג. 2) Eigentlich wird Fädil im Mursid vier Mal zitiert, s. Friedmann, p. 15, n. 2. 8) Aber abgesehen davon, daß, wie wir weiter unten sehen werden, der Autor des Siddur kein Sohn Salomos gewesen ist, ist

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