Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Das Feldgebetbuch für die jüdischen Soldaten und Matrosen in der englischen Armee und Marine
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
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98 Das Feldgebetbuch für die jüdischen Soldaten und Matrosen oder einzelne Feldbezw. Kriegsgebete heraus, die mehr־ oder minder bereits wieder verschollen sind. So veröffentlichte der Deutsch-Israelitische Synagogen-Verband zu Hambürg eine kleine Gebetsammlung ״Für unsere jüdischen Soldaten. Gebete während der Kriegszeit“ (Hamburg 1915). Das Büchlein hat Brusttaschen-Format und ist kartonniert. Es enthält zunächst einen von Oberrabbiner Dr. Samuel Spitzer-Hamburg verfaßten hebräischen Neujahrsgruß an die Kriegsteilnehmer anläßlich des Rausch Haschono- Festes 5676 (1915) und ein hebräisches Gebet für die Kriegszeit. Dann folgen die Psalmen 35, 57/58, 59 und 75, die während des Krieges, in den Hamburger Synagogen morgens und abends gesprochen wurden, im hebräischen Texte und ein ebenfalls hebräisches Gebet um den göttlichen Beistand für die deutsche Streitmacht und das Deutsche Reich — hierin die bemerkenswerten Worte ותהי ארצנו כבודה כבראשונה ועוד תגדל ותוסף אומץ י möge unser Land geehrt dastehen wie seither und zu noch größerer Machtfülle gelangen —* und den Beter selbst. Hieran schließt sich die Sch’maunoh Essreh mit der Ein- Schaltung Hawinenu anstelle der mittleren Segenssprüche sowie ein im Schrifttum für äußerste Notfälle bestimmtes ,,Kurzes Gebet“. Alle hebräischen Texte sind hier von einerfdeütschen Uebersetzung begleitet. Mit dieser Gebet- Sammlung verbunden ist der jüdische Kalender für das Jahr 5676 (1915—1916). Endlich sei in dieser Einleitung noch das ,,Jüdische Feldgebetbuch“ erwähnt, das die Feldrabbiner des Ostens gegen das Peßachfest des Jahres 1918 veröffentlichten. ,,Die Erfahrungen des Krieges“ — heißt es in dem kurzen Geleitwort — ״haben Form und Inhalt des Buches bestimmt.“ Im Aufträge der Feldrabbiner des Ostens hat Armeerabbiner Dr. S. Levi (A. O. K. 10) — jetzt Rabbiner in Mainz — die Herausgabe des Buches besorgt; die Uebertragungen der hebräischen Gebete ins Deutsche und die deutschen Gebete