Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 17-18 (14.5.1921)
- Date
- 1921-05-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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NR. 17—18 FREIE TTRIBÜNEi SEITB 3 deutend ist, stellt' sicherlich' eine gefähriicffe M&ß* regäl! dar, dä ihre Tendenz zuti Wtaterhwstellüng d*s Kapitalismus nefcjt. Aber genau •genomrtren Sversprich't das Gesetz über die Kooperativen diti Zwischenhändler gänzlich auszuschalten tmd die Arbeiter» des flächen Landes und der Stadt in ditekte Bezidiüngen miteinander zu setzten. Def Vorteil besteht eben ge» rade in diesen direkten Beziehungen^ nicht bloß vom Gesichtspunkts des Austausches und des Überflusses der Produkte, die in dieser Absicht hier oder dort erzeugt werden, sondern auch vom Gesichtspunkte der Tätigkeit un,d der Initiative der Massen. IW&n ^arf acht aus dem Auge verlieren, daß, diese.ökonomische Reform gerade in dem Augenblicke stattfindet, wo eine Reihe praktischer ÜHaßreigeln die Tätigkeit und die Einflußsphäre der .Gewerkschäfts^rganisajtioneii genau bestimmen. Jn denletzteren Fällen, beispiels^ iweise sind es die Bureaux der; Gewerkschaftszentralen, welche sich mit der Tätigkeit der Kooperativen des entsprechenden Industriezweiges verknüpfen. Was afeo der Staat verliert, wird weniger durch das individuelle oder kleinbürgerliche Prinzip kis durch das Prinzip der Organisafionen der Arbeiter <!jbw.onncn. * Und auch darin' strebt die Sowjetregierung zu ihrem Ziele; das in der Erweckung und Erziehung der; praktischen Initiative der Massen besteht. ' Der doppelte Charakter und'die gefährliche Seiife der Maßre^elW, die der Stäät eben imternömmeri hat, lassen sich nicht verbergen. Eine Abweichung iii einem gewissen Sinne könnte die Republik sicherlich! in''einen Rückfall in'den Kapitalismus hineiinreißöit Die Kommunisten aber, die gegan dieses Dekret keinerlei Protest erhoben haben, wissen jn der, Tat sehr gut, .daß ,es nur?lvön; ihnen abhiäng^ daraus im ,<3e« genteiie möglichst viele und große Vorteile zu ziehen, nicht , nur für den unmittelbarem und dauerhaften materielien Wohlstand Rußlands, sondern aucW r— undv dies hauptsäenlich ^7für die Revolution, und für den Kommunismus.; Krise des Kommunismus? ■' .- II-*) "'r-V:.-:!j Während zweier1 Jahre war die Sehnsucht Levis darauf gerichtet; die revolutionäre: Mjassempartei zu schaffen, die dazu. berufen wäre, die ppöUtarischiQ Revolution zu Ende zu fuhren. Dem galt seine ganze Wirksamkeit, der Kampf .gegen die K. A. P. D.>. siein Lavieren um die U. S. P. D. herum, sowie die ZuA rückhältuing der K. P. D. von jedem ernsteren Kampfe!. Und nun war durch die Vereinigung mit' der Iinkejn U. P. D. seine Sehnsucht-erfüllt. Kein Wundet, daß für ihn diei nun geschaffene Massenpartei sich aus einem Mittel zum Selbstzweck verwandelte. Die Organisation wurde ihm alles,: sie durfte nicht gefährdet werden; EHe inneren Gegensätze wären aber zu stark; Wenn die theoretischen Diskussionen;, die sehr ba!d nach dem Vereinigungstage anhüben, die Partei nicht; sprengen sollten, so mußte, .zu Scheine afytjonen .gegriffen werden — wie es der Offene Bx/i'ef'. war. Er begriff .nicht,- daß diese.! Meinungsverschiedenheiten und Gegensätze, die ja nur dem Mangel! an konkreten Aufgaben entsprangen, sich am *)lSiehe „Fr;, Tr." Nr. 15-16, besteh jnf; Kimple jg^gen denu®6ni«n«Sinefi Geiler lösten, der; ^die* widerstteitend^ ^Ckup^n zur Solidarität zwang, Er*, glaubte,, djev Kampfe dadurch mildern zu können, iMem erste Irr der reinen Luft det'^äHePZetft^fe ddreftführte und den Schuldigen 'an <*eni £w?sf irt ^^leWei^en Deleöterten-1 der Exekutive d^r. KonimUMstischen Iriternaticmafe sucht?. So käincs, daß er die ^damals sichtetiinbegrüridete ~ Meinung, daß die Exekutive die Verdrängung der rechten Elemente, die mechanische Spaltung ^der K'. P. D. wolle, als Willkommenen Anlaß ergriff, aus der Zentrale auszuscheiden und sich der Verantwortung für die ndtwendigen Handlungen und Aktionen der Partei zu entziehen. ' Als' dann der .Märzkampf der deutschen Arbeiter ausbrach' konnte er abseits vom Kampfe, frei von jeder Verantwortung, an den einzelnen Erscheiaiungen des Kampfes herummäkeln Und im übrigen auf Grund höchst unzuverlässigen Materials sein oberstes Uttel»" fällen. ' ■ ' - '•; ' # ' .. . Man hat verschiedene Definitionen des Opportun i s m u s, wie er in den kbmmuritstischen Par* teien zum Ausdruck korfl'mt, versucht.' In der Stellungnahme Levis und in den Erklärungen aller, die ^eine Haltung t'ei'en, erkennen wir deütjich den Wesensinhalt alles Opportunismus.'0' . . ,Jn ßeinerr j-grosph^rei.-^Uni^r.'-^eg Wid^r den Putschismus''< tritt:,am .klarsten jener Gedanke zu Tage,; gegen den die/ revolutionären Gruppen innerhalb der Sozialdemokratie, seit jeher, kämpfen mußten. Es ist dies Ldie ü b e r r agen de. B e d e u iu n.g, die der-Org anisation beigemessen?wird, und als zweites Mqment';die aiiBerordentliche . W.er t s c h ä tzung, der in iftreji Kl;assen(age ges icher t en q-uäli|izierten|.Arbei terschaf t. .r Der Opportunismus war. seit jeher bereit, der Erhaltung der geschaffenen .proletarischen Organisati^nsformen zuliebe, wenn nicht auf jcd2 Aktion) zu verzichten, so doch mit äußerster Vorsicht sich der Notwendigkeit des Handelns zu unterwerfen., Wir erinnern uns noch alle' der. Motive, die klar \ausgedrückt/cderim Ünterj^wußtsein verborgen, die Führ rer der großen ^sozyaldcmokratiscnen Parteien in ihrer Taktik vor tjem Kriege bestimmten, und es ist jetzt allgemein anerkannte Tatsache, daß der Verrat der rechten Sozialdemokratie zu Ejeginri und während des iKriecjes auf diesen,,r^weggruhd zurückzuführen ist. Mit gutem Recht zog sie ihr' Gewissen zu Rate; ais^es sich ,darum handelte, zum . Zwecke eines höchst prpMerna{ischan"J Versuchs, den Krieg zu. verhindern, die Organisation der Arbeiterschaft zu geffährdeii, jenen großen Apparat,! der ihre in jahrzehntelangem Kampfe .gewonnene Macht zum Ausdruck brachte und das Werkzeug', war, der Arbeiterschaff,,einen immer größeren Rechts- und. Machtkreis zu eröffnen. Dürften sie die Gewerkschaften, Genossenschaften, den Parteiorganismus, die Presse, und damit die Mög^ lierrkeit: .der -Beeinflussung \ und",,geistigen Leitung des Proletariats dem. 1 brutalen Zugriff . des , durch das Kriegsrecht'gestärkten "Staates aussetzen? Müßten sie nicht durch eine vorsichtige Taktik, — die ja durch die staatliche-Uebermacht erzwungen war —, durch „Unterwerfung unter das Unabänderliche", alle diese Schöpfungen für die Zukunft'aüfzusparen suchen? Dabei konnten, i Sie sich darauf stützen, daß, sie sichfnicht nur zur V-olfesgesamthcit, sonder» auch zum weitaus überwiegenden Teile -des Pro.letariates in Gegensatz btächten, wenn sie in jenen, Mqmenten des Kriegsrausches eineri Versuch, des Widerstandes gemacht hätten. Und wir Lkennen ja jenes, Wort, fViH.tor Adlers, aus dem Herzen aller Opportunisten gespxochen, „die lieberrmit der Masse irren, ab; alleinstehend.-recht'Haben wollen". Wenn man van die Notwendigkeit des revolutionären Angriffes, auf die Bourgeoisie nicht glaubt oder ihn in ferner Zukunft sieht ist ein anderes Verhalten unmöglich. Nur wer den Massen deii Weg zum unmittelbaren, Kampfe weist,.-ist berechtigt, undverpflichtet, die?Werigrenze der bereits geschaffenen Institutionen und errungenen Machtpositionen aufzuzeigen und das Proletariat zu ihrer Hinopferung aufzuru fen, wenn das große Ziel; die Nähe entscheidender Kämpfe das Opfer fordert. Atl dies finden Wir wiederum als! Kern der Darlegung in /der Levi'schen Broschüre. Es ist übrigens! kennzeichnend, daß die sozusagen „ernstereji" menn schewlkischen Blätter mit besonderer Wonne gerade jenen Teil der Broschüre nachdrückten, in dem er beweist — was wir längst Wissen und was jedem Kommunisten als. notwendig: und unvermeidlich in der Zeit .vor der Eroberung dfcr politischen; Macht erscheint daß die Kommunisten eine Minderheit im: Verhältnis zum gesamten Proletariat darsteifen und in dem er behauptet, daß die - letzte Märzaktion der V. K. P. D. den Kampf der Könimuiwstengegen das Proletariat bedeutet habe, :: 1, ■ Undwelche Beweise bringt er dafür? Äußer verschiedenen Aeußerungen aus den Sitzungen des z3en,trarausschusseJs'-'der Partei, die Wahr;oder nur Trat'sch sein mögen, nichts 'als ko-i mödienhäft; aufgepützte Berichte über weinende Ar-; beitslose, die ve^uchi: hätten, die Arbeiter zum Verlassen der. Betriehe zu zwin^an und aus den Be-, trieben hinansgep'rüge'lt .worden wären.; Levi po;liemisiert.'(&i;js€iner. Broschüre, gegen, von ihm als bakunistisch1 bezeichnete, Aeußerungen Radeks, in welchtö dieser das Gfauen des'hraven"sozialdemokratischen Klembürgers1 — dasnatürlich Weiten Kreisen der kommunistischen Partei vererbt worden ist — zu dämpfen Versucht. Und .'mit einigen ddr so viel! mißbrauchten ' Marx-fengelzitate — denen man natürlich andere entgegenstellen könnte die das Lumiperiprölefa'riät als einen dauernden 'Burtdesgenbs^ sen im Kampf abl^hiien Und einigen Zitierungen! Bäkunins, die. den/'russischen Räuberh'elden verherrrichen,; will' er seihe un^erzdhllichen Angriffe gegeJn ~ sicherlich " nicht zweckentsprechende aber meistens'- dem. revolutionären Instinkte entsprungene revpItitiönäre Kampfäkte, iwie die Sprengdng von Brücken, die Requisition amtlicher ' Gelder ru. dergl'. rechtfertigen.' . , •, r : Es) ist eirf Wesenszug des Opportunismus, zu mei-, nen, daß die Revolution und' revolutionäre Kämpfe in Zentralen von überäus gescheitenLeut e n a u s g e h .e c k t werden können' und nach weisen' Plänen dieser ferteiführer sich1 abspielen müssen. Dar^ auf ist ja auch .der weite Raum zurikkzufhtiren, den er den angeblichen Verhandlungen und Plänen der Parteizentrate einräumt; Nuil H,at aber die Revol'ution die üble Gewohnheit, wenn sie erst einmal Unsere Maifeier. " "Das . 'Arbeiterheim begann sich zu b'eleböti... -'• Rotd Kokarden —1 Wahrzeichen und Söhmuclc des Tages Piirteibiätter und Flugschriften wurdeai verteilt. Auf demr iPodium übtem einige: mehr oder minder stimmbegabte .Genossen noch in letzter S<)tuide revolutionäre Lieder, wobei, ihnen ein „Tonkünstler", der sich rasch eingefuaden hatte, den Takt dazu klimperte. Als alle Genossen versammelt waren, richtete Genosse;N a,g 1er einige markige Worte an sie, worauf man sich auf der Straße in Sechserreihen zum D e m 0 n.s t r a - ti.onszuge Qrdnete. Auch die Jugend war mit ihrer Fahne erschienen; eifrige Ordner wiesen, jedem seinen Platz an. Nicht lange darauf ging es vorwärts über die Blumauiergasse, Augartehbrüeke, den Sohpttanriiig zur VotivJcijr.che. Wir marschierten zwischen den Organisationlen dl. und XX. der Kommunistischen Partei; auf dem Wege schob!, sich -eine kleine Bundistengruppe in den Zug. Auf dem Marsohe wurden jüdische und anderssprachige Freiheitslieder gesungen. Handelsangestellte mit steif gebügelten Hosenfalten, gohief auf gesetzten Hüten und dünnen Stückchen, Arbeiter, Kellner, Modistinnen und Büroangestollte, Intellektuelle, kurz jlidisohe Proletarier marschierter^ in unseren Beihen. Die Menschenmasse, die sich vo? der VotivkirchQ 'angesammelt hatje» bot mit den säftguünen Baumwi'pfeln des iia Hintergrund liegenden Parkes, den hoclifüegenden roten Bannern '.;.ml^(. goldglitz^rn(len Inschriften und . mächtig glüh^nd^a; , Sowjetsternen, ' den weijje^ 'Jpalelh mit blutvd$eä Rettern ein' ber^usöhehd buntes Bild. Verwundert blickten tUf '^atwü.Tolj^kircWttrine .'darilni'; wie eig^hartig mußten idie üi,;'den!. gotischen Spitzbö^en eiügemäüerten', an' erbau* liclje "C^oraigesänge ' gey'dpnten,' tteOigesif 4ie Klänge der „Iijt^rfiati.Oftale," anmuten, mit ^denen die Musikkapelle... die komäun^ftschs Mdiieier ^röft^ete. Was dachten sie wohT', als; sie ,T,p avanag , revolutionäre ^d^,;. die. b^eiste'rjie^. ■Worte des,.Führe*? der;,Kommunist^nen^,jf^n<J j^cli ü.l': l er, oder gar die im 4eu.tscbßja Wien, i^tzt ,wleder verjeliante tschechische Sprache' aus. D 0 le 2 a"ls Munde vernehmen mußtenpj *. ■• '< ■■].r ■'''■.: \ :\; ,J Nach der Versammlung] :ging der Zug über den Bing, vor, dessen •Käüeeh^usernr.die' -g^aflefiden. Schieber auseiaan-, derstoben, wenn sie v.on der Menge apostrophiert würden'.' Vom, Schwarz.enbergplatz, owo Heerschau über das ^revolutionäre IkoÄintsti^he ..^ö^Q^ariai' gehalten ^würdeV ' .löste» sich einzelne ßruppen lo^, um ,selctiön9weise inren .Bezirken zuzusteuern. Unsere Partei zog dann gemeinsam mit 'der ■ (II.;Bezirksorgani8,ation der kommunistischen Partei über die Aspernbrücke in . die■ ■ Leopbidstadt. Am Praters^ern trennt^ öich. unser, Zug von. dem der konununistischon Partei und bewegte sich über die enge,n Gäßchen des Leopoldstadtghettos zum Arbeiterheim in der Blumauergasse. Hier wurde Halt gemacht. Gen. Na &1 er hob in einer Ansprache die Bedeutung, des revolutionären Geistes, der sich während der Demonstration, in unseren Beihen , bekundete, hervor, bedauerte die unnütze . Zerklüftung des jüdischen kommunistischen Proletariats ineinander — papierener Besolutionen wegen —f befehdende Teile und ,schloß . mit. de,r freudigen Mitteilung' von der Grün4ung eines. Zentraibürog für jüdiBdie Anlgalegenheitea , bei der jßxe^utive der dritten Internationale die' erbebend«. Versammlung.» Um halb 4' Uhr ä'achmittagi ''Ue\i: Gen- .0 h a s c n i n ^ine herrliche' Hede, ' in der et 'diö' ^storidclitf-'iSüivrtcklung der Maifeier: aus einem Tage des*1 K a m p f e's in deij An* fangender ^b^liierböwegung,- -'ttböf'eme^' 'Tag ' "dfcr A rbeit in' der nunmehr mächtig ansetzenden Zeit 'der sozialen 'B^yplutiooi, ^zu einem'Tage des'Festes' un'd der Freude ' in der Ehoche der; Vereinigten- Welfeewietre£übliken äajf$tellfö. '. '■' " *a;_:' < AbejadS; fagd bi\ I^eiaejv, ^upikvereinssaale; eine Feier" srt^tt,. die , den. Tajg;; in' erhebender; W^e. beschipß. Nach der. feierliche^) ,Einleittuig,, .durch , «pn, wei^voUea, vqn |jeigiieT B;? a .u r; hßrrlioh .. darge|>raphte^,;/ .mi^ .•^^er^• jSrgÄnÄV a»r gehörles Qrgelk;onzert; < und-.einer- .schwungvollen . A^spr^che de-B;: Geny;N a g »l e r, l übej.« das; hPrq^ejiariat und:. (Iik unst", 8*ng f Frau i KamlUa; j E M My»: begleite^;y$n; Hewn. ^okter Pisk, mit klangvoller Stimme, und größtem^*1 ais Ideder von Wagner und als #uga-1be für '^v/' ' "' Öeifäli1 in reizeüdeir 'Weise -Sctiuberts Wohin? ". Künstlefisch' einfach 'und' darum mit: emd'ringücher Wirkung las Frau Eliaajbeth 'M arkus eine Be'ih'e revolutionärer und satirischer 'Gödichte, denen unsere. 'Genossen Vollstes' .Verständnis' '^ji^ege^braoht'enl; Mi "herzlichstem Dank bedachten sie '.di^.'"'Vörtr^ge^de'.. In fröhlichste Btitnmürig versetzten uns ieiterV Lieder, die .Herr ß'an ^le'r mit sprudelnder Laune vortrug. Der Sphäre' zu .'Übetragen'dem" GipfeT gehobener Volkskunst;' ' gehörten;die' Darbietungen. rdes' Herrn Violinvirtuosen G o 11 e & m a n n .$n, ' dessen Vortrag Von Rimski- Korsakows „Süssischen . Volksliedern" und Wieniawskis „Kujawiak" . mit. 'lebhaftestem' Beifall bedankt wurde. Den größten Jubel.. erweckten .'die . österreichischen, bayrisohen und schweizerischen Volkslieder^ die von (^rau Lina L 00 s ganz entzückend zum" Vortrag gebracht ^tvurden. Immer, wieder mußte sie sich zu einer Zugabe entschließen, Ihr (rührender, schlichter Vortrag erinnerte uns an unsere eigenen Volkslieder und trotz der fremden Sprache ^r&r es uns, als ob wir sie; mitsingen müßten;, hatte sie nicht. die.i,>Mutter uns einst vorgesungen? Nichts ist etyen;i so international wie' edhte Volkskunst I Und an ^diesem Tage internationalen Gen^ein^chaftsgefühls ^fühlten, wir;4n diesen Liedchen, über alle nationalen; >und rSprjöjohgrenzen hinweg, die ,ewige Einzig aljer Volksinassen in,ihren, ursprünglichen, elementaren, gleichen . Getühlen. Ein :la;ng naohhallender Auskiang dieses kampffroh-6chönen:: Tjage? I < ■ ' '' .',';. ■. . ,,1; .. / _ :,xj-,.i ■ j .; Als dann zu Ende 'die^Gehösöen wiöder einzeln oder in e^gerex» Gruppen den HeimWeg-' duronj - die klare, regen* feuchte^ frische' Nacht' antraten; fühlten -sie; daß; der Tag*: sie zu pfÜchtgetreuem Kampfe gestärfii'' hätte,'' daß ler; sie zu Ö'elbstb^sijp^ühg J und SelbstvertrWe'n •;anspornte; 4a. ihnen die Glut selbstaufopfernden Stfeb'ens und kühnem llofiena Ji^i | eqftf4^te) glgfs ußd' uinf U3|S| ve^ |^^geif~jB^ b'en ergriffen, Alle Sehlen mit. de^, kaum verhallten ^,evolutionsklängeh, erfülif. Ja sogar1 die"- untf^e^tönP; 'ieisom Nachthauch, erzitternden Tranpaydrahte, J^"- aü<4i: •sj|(;schie»- nW'tfaumliaft-vlD^rierön'd zu summyh: yV- Die Jnternajtipnale, , , 'h'^c- ■ ' ■ .Sie wird 'die' J^ens6ju)eli;selBw;/l'' ' 1'