Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 15-16 (30.4.1921)
- Date
- 1921-04-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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NR. 15—16____ Ana den erhaltenen Berichten der Gewerkschaitsräte ist zu ersehen, daß die Hauptaufmerksamkeit bei der Produktionspropaganda in der verflossenen Periode auf ihren organisatorischen Aufbau gerichtet war. Von sehr vielen Gouvernements sind Bureaus für Propagandazwecke und von den Lokalorganisationen ebenfalls entsprechende Or-. gane zu diesem Zweck errichtet worden. Die Prochiktionspropaganda, die nicht bloß die Hebung der Produktionstechnik, sondern auch die Erziehung der Arbeiteru'nd Bau«rnmassen einschließt, indem sie die letzteren in den Produktionsprozeß hineinzieht, dann auf verschiedene Weise und nach verschiedenen Methoden belehrt. Laut Berichtön der Gewerkschaftsräte sind folgende Methoden als die wirksamsten zu bezeichnen: 3. Die mündliche Produktionspropaganda: a) Berichte über den Gang der Produktion, über das Produktionsprogramm, über die Rolle des Betriebes in der Gesamtwirtschait U3W. b) Produktionskonferenzen, c) "produktioiis-propagandistische Versammlungen, d) JProduktionskongresse. 2. Die schriftliche Produktionspropaganda: a) Herausgabe von speziellen Zeitungen, von Flugblättern, Broschüren, Plakaten, Diagrammen, b) Ausnützung der Sowjet- und Parteipresse. 3. Produktionspropaganda mittels darstellender Kunst, durch Kino, Theater, Musik usw. 4. schwarze und rote Tafeln, 5. Auszeichnung der Helden der Arbeit, 0. Organisierung von Ausstellungen, 7. Inszenierung von Prozessen. Das Bureau für Produktionspropaganda des Neubaugebietes Veranstaltete im Februar allein 24 allgemeine Pro- FREIE TRIBÜNE duktionskonferenzen. In Krasuojarsk wurden 21 Betriebsversammlungen über die Frage der Anbaukampagne durchgeführt, 55 mündliche Zeitungen organisiert, 35 Prozesse inszeniert und 3 parteilose Arbeiterkonferenzen abgehalten usw. usw. Das allrussische Bureau für Produktionspropaganda steht im engen Kontakt nichd nur mit den Gouvernements- Gewerkschaftsräten, sondern auch mit den . Zentralkomitees der Gewerkschaflsverbände. Die organisatorische Arbeit nähert sich gegenwärtig ihrem Abschluß. Jetzt beginnt das zweite Arbeitsstadium — die Feststellung der Methoden und Erfolge der Produktionspropaganda in 'den einzelnen Produktionszweigen. * Die Lederfabrik in Rostow am Don hat im Laufe von fünf Monaten ihr Produktionsprogramm um 130 Prozent überschritten. „Iswestia" schreibt: In NWorukolajewsa (Gouvernement Omsk) haben die Lastträger im Jänner und Februar 2,400.000 Pud Lasten ein- und ausgetragen. Auf jeden Lastträger entfielen täglich 250 Pud, wodurch die Friedensleistung üb'ertroffen wurde. * Die tüchtigen Arbeiter des Salzbergwerkes Usolje im Ural, 3000 an' der Zahl, haben trotz der schwierigen Bedingungen, ihr Programm um 20 Prozent übertroffen. Da das Hauptkomitee für Brennstoffe und das Hauptkomitee für Arbeit ihnen — zur Zeit der Brennstoffkriso — nicht rechtze tig Holz liefern konnte, führten die Arbeiter, ohne die Prodi fction eiuzucchräuken, selbst L'3.000 JwHfc3aschen Holz. SEITE 5 Konferenzen der Kommunisten der nationalen Minderheiten in Bulgar en. Gleichzeitig mit der Konferenz der bulgarischen Kommunistischen Partei, die am 6. und 7. Mai stattfindet, wird auch eine Konferenz der jüdischen Kommunisten abgehalten. Diese Konferenz wird sich mit folgenden Fragen beschäftigen : 1. Die jüdischen Institutionen in Bulgarien. 2. Agitation, Propaganda und Organisation der jüdischen Arbeiter in der bulgarischen kommunistischen Partei. 3. Die jüdische Sprache und Kultur. Die Konferenz der türkischen Kommunisten Bulgariens ist für den 10. und 11. Mai einberufen worden und hat folgende Tagesordnung: 1. Die Frage des Ostens. 2. Der Kommunismus und die nationalen Minderheiten. 3. Agitation, Propaganda und Organisation der türkischen Arbeiter und armen Bauern in der bulgarischen kommunistischen Partei. 4. Die türkischen Institutionen in Bulgarien. Zum Iii. Kongreß der Komm. Internationale. „Kommunistitscheski Trud" schreibt: Dem Verlangen des letzten Kongresses der russischen kommunistischen Par.- tei Rechnung tragend, beschleunigte das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale die Einberufung des dritten ordentlichen Kongresses und setzte ihn für den 1. Juni in Moskau fest. Dieser Beschluß kommt sehr gelegen, da infolge der ungeheuren Ausbreitung dfer kommunistischen Bewegung auf der ganzen Welt zahlreiche Fragen spruchreif geworden sind», die eine dringende Lösung erheischen- Da» zu gehört zum Beispiel die Frage von der italienischen Sektion, wo sich die Fraktion Serrati weigert, die 21 Punkte der „Moskauer" Bedingungen vorbehaltlos anzuerkennen; und mit den Reformisten nicht brechen will, trotzdem aber offiziell erklärt, daß sie an den dritten Kongreß der Kommunistischen Internat onale appelliere und sich dessen Entscheidung fügen werde. Aufgabe des Kongresses wird es sein, die Erklärungen Serratis zu prüfen und ihnj endlich zu zwingen, sich entweder zu unterwerfen oder auf jede kommunistische Maskierung zu verzichten,. Der kommende Kongreß wird ohne Zweifel nicht nur die innere Tätigkeit der Kommunisten in der ganzen Welt, sondern auch das Erstarken de:r Bewegung im letzten Jahre festzustellen haben. Wenn der erste Kongreß eine Versammlung der Vertreter von propagandistischen Vereinigungen xind! Gruppen darstellte, wenn auf dem zweiten Kongreß die bedeutendsten Parteien der Welt über ihrem Anschluß verhandelten, so, wird der dritte Kongreß ein Kongreß wirklicher Massenorganisationen sein, die das politische Leben der Mehrzahl der europäiSchen-Länder entscheiden. Im letzten Jahre sind zu uns kommunistische Massenorganisationen in Frankreich, Deutschland und Italien gestoßen. In allen diesen Ländern bilden die Kommunisten die stärkste politische Partei^ die den ganzen politischen Kampf dieser Länder bestimmt. Hiev sind die Parteien fest mit der Arbeiterklasse selbst verbunden und von der Erringung der politischen Führung der Massen, um die im Vorjahre gekämpft worden ist, gehensie zur Eroberung der Gewerkschaften über, dieser letztem Zufluchtsstätte der Sozialverräter der Zweiten Internationale. Iii der letztem Zeit brachte der Telegraf zahlreiche Nachrichten über den Eintritt von neuen Kämpfern in die Reihen der Kommunistischen Intemaliohale. Die Minderheit der englischen Unabhängigen Arbeiterpartei spaltete sich von der Partei ab und schloß sich der kommunistischen..Partei Englands an. Der Kongreß der linken sozialdemokratischen Partei Schwedens erklärte sich für die Rote Internationale und nahm den Namen der kommunistischen Partei Schwedens an. Selbst in den Kolonialländern« nimmt die koinmuv nistische Bewegung zu. Die Föderation der Gewe kschaftsverbände Südafrikas beschloß auf ihrem dritten Kongresse, der Dritten Internationale beizutreten. In Mexiko fand eine Konferenz der bis Jetzt opportunistisch-sozialistischen Partei statt, die ihren Anschluß an die Dritte Internationale und ihre Verschmelzung mit der kommunistischen Partei Mexikos beschlossen hat. In allen Ländern; der Welt herrscht ein gewaltiger elementarer Drang der Arbeitermassen zum Kommunismus. Moskau ist das Zentrum geworden, das die Arbeiterbe wcgung der ganzen Welt leitet. Der kommende Kongreß wird die ganze Stärke der Bewegung aufzeigen und noch einmal beweisen, daß die Versuche der Verständigungssozialisten und der Zentristen, die Aufmerksamkeit der Massen von der Revolution abzulenken, zum Mißlingen verurteilt sind. Der mit solchem Aplomb verkündete Wiener Kongreß der 2l/2-Internationale hat gar keino Resultate gezeitigt. Selbst Serrati lehnte den Anschluß an diesen ab. Unsere Sozialrevolutionäre und Menschewiki gehörten zu den! stärksten Organisationen, welche die Wiener Arbeitsgemeinschaft beschickt haben. Wenn man noch Otto Bauer hinzufügt, so ist dies alles, was das Organisieren imstande war. Man .muß annehmen, daß Wien gerade so rasch zusammenbrechen wird, wie die gelbe Internationale, und! daß seine schlechteren Teile zu der Internationale Scheidemanns und Vanderveldes und die besseren zur kommunistischen Internationale stoßen werden. Der Kommunistische Kongreß wird diesen Prozeß nur beschleunigen und endgültig die Tatsache feststallen, daß die Massen hinter der Kommunistischen Internationale otehen und von irgendwelchen Surrogaten absolut nichts wissen wollen. AUS DER INTERNATIONALE. Der Verzweiflungskampf der englischen Bergarbeiter. Die Machthaber der „siegieirhen" Entenlestaa'.en versuchten es glaubhaft zu machen, daß ihre UebarlegenhelE über die Zentralmüchte in poli-iicher, militärischer und wirtschaltlioher Beziehung, die durch allerlei Frwedenstraklate verbürgt würde, Wirlsch'aitlUie Krisen unmöglich machen Werde. Hatten do:li die Weltmachihaber alle Gewaltmittel?n Händen, uim die Kosten des Wjeüerauibaues von den Besiegten auspressen zu können, bedurfte es doch scheinbar nur e'isißs Winkes von Marschall Fach, um die Arbeitssklaven Mitteleuropas zur Hebung des' Wohlstandes in den glücklichen, friedijJhen Ententeländern zu veranlassen. ( j i VMM Allein der goldgierige imperialistische Kapjtaljsmus wurde durch die Last des eigenen, scheinbaren Uebergev/iohtes erdrückt. Statt der beabsichtigten Vemiehlung der deutschen Industrie, statt der Ausbeutimg der deutschem Kohlenvorräte und der eigenen Bereicherung muß die Emtentebourgeoisle die Lahmlegung der eigenen Industrie verzeichnen, dia infolge Ueberflutung des Weltmarktes mit billige.* deutscher Kclh.'e und der eigenen Konkurrenzunfähigkeit wegen des toh'en Valuatstandes eiingetnilen ist. Ihre Profite kann sie nur durch Herabminderung des Arbeitslohnes erhalten. Daher rüstet nun das Kapital Engiaudisl siir Oifemsive gegen das Proletariat, ohne von der demokratiscli-iortsthiitiliihsten aller Regierungen, von LloLjd George und Comp., auch nur im geringsten behelligt zu werden. Die Löhne sollen um 50 bis 70-Prozent reduziert, zahlreiche Arbeiter entlassen werden. Das Proletariat dagegen verlangte Festsetzung einer e.(tiheitlc'hen Lohnskala iür den gemen Staat, welche dem „Standard ~ol life" (Lebensstand) aller englischen Arbeiter entsprechen sollte, um' die Arbeiter d„r minder ertragreichen kleineren Bergwerke, denen durch Zusammenschluß mit den größerem und durch gerechte Proiitve.-teP.ung die weitere Betrfebsffiligl'eit verbürgt würde, vor Entlassung zti schützen. Eetn Widerseizien sich nun die Unternähme:-, die von der Regie:un.3 unterstützt werden. Es entstand d e größle Streikbewegung, dte 'die Geschi-'hte der Arbeiterbewegung in England kennt. Seil vier Wochen nun stehen in England nahezu zwti Antonen Bergarbeiter im Ausstand. Um ihn zum entsendelendei Sieg zit iühren, erklärten sich die ELcibahsier and Transportarbeiter -bereit, den Solidaritätsstreik zu proklamieren. Fünt mm<m®n Arbeiter sollten in den Ausstand treten, um d.e Bourgeoisie zu zwingen, den ge echten Forderungen der Arbeiter nachzugeben. Allein da ersciue.n.n den Unternehmern rettende Engel, zuerst in Gestalt von Regjorungssoldaten, die die Bergwerke vor dem Ersäuien bewahrten, dann als „Führer" de; englischen Proletariats! Fra.uk Hodge, der Sekretär der Bergarbeiter, Thomas, der gewählte Führer des Eisenba,h'nei Verbandes, Helen beschwingten Fußes von der geiben Amsterdamer Gewerkschaltskonferenz in die Heimat, um das englische Proletariat im Kampfe mit seiner Eourge^i Le zu ve.-ralen, um den proklamierten Generalstreik hin (anzuhalten. Die hohen Gewerkschaltsfunktonäre wollten eben nicht, Englands Bergarbeiter stehen nun vereinsamt im Kampi. Die Unternehmer beharren weiter auf dem Distnidiohnsijstem, wollen von einem Nationallohn nichts wissen. Hier sei auf die widerspruchsvolle Verwicklung dos modernen Kapitalismus himcewie:en, di> so weit ceht, daß dfe Arbeilersehatt der kleineren, kcnkuire-uuililhigen Bergwe i.e in ihnen elgenei Forde:trage» so:ar die Interesren ihrer Unterlübbewahmm nt. >doutf dje 5 hu kl des AUßli'igens des Generalstreiks kann nicht dem va.rSferljräicii Ve hal ei der Cewe k-£chaitsiüh.ier a i i e i n aigeiciiricbe/i. Sie liegt euch teliweii.e da.tn, daß dfc Arbeiter Englands allzusehr aui ihre besonde en B eru i's interassen, die sie augenblicklich nicht zum Aufnehmen eine; Streiks zwangen, bedacht wa.cn, und dabei die höheren Interessen der ganzen Klasse nicht beachteten und vergaßen. Eijnzig und allein die Arbej ter von Süd-Wales, di.e für die englische proletarische Bewegung dieselbe Bedeutung haben, wlic die sehte ischem. Weiber iür die An änge der europaischen Arbeiterbewegung, hielten die ievolutionäre Linie des Sozialismus aufrecht. Sie wußten, daß das Schicksal der englischen Bergarbeiter innig und: folgenschwer mit dem der übrigen Arbeiterschaft verbunden sei. l" Nicht nur die englische Arbeiterschalt wird sfeh jetzt die Lohnicduktion ge-allen lassen müssen, die Niederlage' der englischen Bergarbeiter würde die Bourgeois« aller Länder stärken. Schon ikommen Nachrichten, daß die deutschen Textilunter nehmer eime erhebliche Lohinreduktjon uns Werk setzen wollen. Sie nehmen sich ein Beispiel an den englischen Unternehhierra, die mit so gewaltigen und kapitalkräftigen englischen Gewerkschaften aufkamen, die am deutlichsten die Aktionsuintähigikei-t und Mangel ain revolutionärer Energie der britischen Gewerkschaltsungetüme herausspürten. und ausnützten. Die englischen Arbeiter, di> si:'h gegen 'hre Ausbeuter verzweifelt wehren, stehen nun ganz vereinsamt im Kampfe da. Der Arbeiterschaft des industriell und. politisch fortgeschrittensten Landes, die nach der Theorie dier Sozialdemokraten sozAali'stliCher ,sei als SowjetruBJand selbst, dieser mächtig organisierten Arbeiterserhaft ist nun aus dem Verrat der Gewerkschailsfüihrer der Eisenbahner und Transportarbeiter eine katastrophale Niederlage erwaeh.en, die auch dem gesamten Proletariat Europas zur Last fällt. Aber solche Niederlagen sind Etappen auf dem' Wege zum Siege. Ein iempiind|ch wirksamer Anschauungsunterricht! Das Pioietariat wird tegrei en lernen, daß nur nach ^Eroberung der-politischen Macht heilsame Wjrkch'aüsrerormen durchge.üh'rt werden können. Es sieht, daß diejenigen, die die Erlüllung (proletarischer Forderungen an den Slimmztettel kleben, sein Interesse bewußt oder unbewußt verraten. Es erkennt, daß die Befreiung von der Bourgeoisie vor allem die /usnottung der kriecherisch-feigen Kabimettspolitik, die Befreiung vom Opportunismus In den<b lgancn Reihen bedeutet. 0 8 Wahlen in den Moskauer Siswjöf. Bis heuto sind 16G8 Deputierte, davon 1322 Kommuni.--ton, 321 Parteilose, 25 verschiedener Parteien gewählt worden. Diese Zahlen drücken klar und deutlich die Stimmung der Wühler der Moskauer arbeitenden Bevölkerung aus. Ganz klar drückt der Mißerfolg der Menschewiki, der rechten und linken Sozialrevolutionäre und Anarchisten aus, daß alle Schichten der Bevölkerung keine schöpferische Kraft diesen mehr zutrauen. Dia Zahl der Parteilosen, die 19 Prozent der Gewählten ausmacht, ist ziemlich bedeutend. Soweit diese Gruppe aus wirklichen Arbeitern besteht, kann man ihren Anschluß au dio Sowjets mu ..egj vße./. WinhHrj ist das Ergebnis der Wahlen bei den Studenten. Diese Kreise der Intelligenz stelltön sich geradezu feindlich oder doch zumindest indifferent dem Kommunismus gegenüber. Jetzt haben sie nicht nur einmütig den Menschewild eine Absage erteilt, sondern sind geschlossen für den Kommunismus eingetreten. So gehen die Kommunisten, 79 Prozent der Delegierten, als geschlossene Masse in den Sowjet; ihnen wird die Führung obliegen, wobei sie die Gruppe der wirklich Parteilosen zur energischen Mitarbeit und Unterstützung heranziehen werden- Maifeier in Rußand. Ganz Rußland bereitet sich zur würdigen Feier des 1. Mai vor. Die Feier des 1. Mai fällt mit den russischen Ostern zusammen. Die Bauern werden das Osterfest zugleich mit dem Fest der internationalen Solidarität der Arbeiter feiern. Der 1. Mai in Rußland soll die Vereinigimg der Arbeitenden der Stadt und! des Dorfes bedeuten.