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Freie Tribüne · 1921-02-12 · 6 (12.2.1921) · page 2

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Journal
Freie Tribüne
Volume
3 (1921)
Issue
6 (12.2.1921)
Date
1921-02-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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StITE 2 FREU: TRIdÜNE jüdischen Arbeiterweltkongreß p.171 berufen soll.! Di© Aufgabe lies ersten jüdischen Arboiterkongrosses darf keineswegs "darin bestehen. Konventikelresnhitionen zu fassen nder Versommlunasproteste. zu erheben, er wird grundlegend e. r e a 1 e A r beif leisten müssen, «r muß die bleibenden InsMluth». Ut-n gründen, 71k» dir> Gefoßten TCeschlüssr» ins Lcbpn umsetzen werden- Wir sind der Meinung, daß der Arbeiter knnürcK in seiner Tätigkeit souverän sein und nnVh eigene ISn nassen seine Tagesordnung festsetzen muß. Da jedoch die Arbeiten des Kongresses die wichtigsten Probleme der jüdischen proletarischen Wirklichkeit berühren werden, weilen wir unsererseits folgende Punkte jetzt schon zur- Behandlung? vorschlagen 1. Pr n cfyu k t j v, i e r u n g der jüd.ischeri Yrdksr Massen an Ort und Stelle. 2' Regulierung der Wanderung. H. B i 1 d u n g s a r b e i t. Genossen, jüdische Proletarier! Durch unsere große Aktion muß das bleibende, mächtige Rüstzeug geschmiedet werden, dos von den gemeinsamen. Kräften des jüdischen Proletariats in «ollen Ländern gAhandhnM. mit der wirksamen U n t e r s t ü f. z u n g d e r i n 1 e mationa .1 o n Arbeiterschaft, das v 1 ö s u n g s w e r '„ d e r revolutionären, j ü rl i s r h e n A r b e i t e r vollbringen w i r d! Verbanisbüro fcs RliweltHöien jüdischen sozialisfisfen flrbelterverfcanöes Poale Zi*n. SeMon psAer Nationalität in der Slowakei und Karpathenrußland. Ohne Selbsttäuschung können wir sagen: unse;-1 Genossen in: der Tschechoslowakei haben einen großen Erfolg für Unsen--» Soehe. für die des revolutionären jüdischen ('Vfiletarintes erzielt. Denn sie haben die in seinem K-miplc. in. seiner Hevolutionsentwicklunp; w i /• k s a m s f e n Tend<"iizen und Ziolkriiftc. in eine bestimmte Fnrm und Formel' gefaßt: Sektion jüdischer Nationalität in der geeinten kommunistischen Landespartei. «»hul rhei-heluiiig behaupten wir: unserer tschechischen iJnnl' rpanr-j Krlolg ist unser eigenste v Pii ji s e h r i t i. dfr rle.utsi.hösterreichisehen, poale- Monisfiscben. Parf«'i K a in p f w e g, -Ziel u n d -B r - gebnis. Dies in doppeltem Sinne: In seiner Wii- (nmg nach außen und na eh innen, zunächst in der "Rexie'hung des jüdischen kommunistischen. Vortrupps zn der iT.'I. Internationale, sodann in der Beziehung uns<uv»r poale-zioriistischcn Bewegung zu dein j-evolutionären jüdischen Proletariat. Wohl ist dos letztere Moment das wesentlichere: denn die ßingl o- 'derung der jüdischon Re\-olufionsrruppen in, die Reihen der Kämpfer der Vv'elfrevohition ist bloß unter der Bedingung der Erhaltung und Freiwerdung ihrer spe ziiis»*hen,. jüdisch-pm loia.tischen Kraftspannung möglich. Somit unter dv-e Bedingung der Formulierung de:. k •. tu m ii u isüs c h c u P o a L e - Z i o n i s m u s. -Deshalb au<m is; das letztere. Moment die Vorauss<-?/:ung des ersteren:. .de« Verhältnisses des jüdischen koMimumstisehen Vortrupps zu der 1 III. Internationale. j>r. idoß, unter Wahrung der- \ve.sen«iche\i Eigenart der p'id.ischen Arbeiterschaft, können alle Hindernisse für ihre Kemlutionierung und Auswirkung beseitigl •'\''i-den. Unsere poale-zionisüsche Bewegung hat in der!et;:ien Zeit in verschiedenen Ländern immer deutlicher ihr Zielstreben, gezeigt, der revolutionären Enlwicktnng der jüdischen Arbeiterklasse die breite. Hecreshnhn in der Weisse, wie es unsere tschechischen (hnossen getan, zu öffnen. Doch es ist kein Zufall, dali es. ihnen zuerst gelang. : 'In dorn Lande, in welchem die Ausläufer der jüdischen Kultur sieh sehon .hart au der Marter der westeuropäische?) Assimilation stoßen, in dem frrenz gebiete H a. T b a s i e n s u n d E u r o p a. s, in weichem die jüdische Sprache an der deutschen abprallt - nicht an letzter Stelle in der Provinz des Katio naliiätenstaates, in welcher fünf Nationen um ihre Eigenart ringen, mußte der revolutionäre Kommunismus auch die Lösung des jüdischen naÜonalproletarisehen Problems finden: Sektion \ ü diso h e r X" a 1i i) n n I i t ä ( in der »Slowakei und Karpathenrußiand. Für die Schaffung der aktionsfähigen inlernationalen Kampffront des revolutionären Proletariats der Slowakei und Karpathe^riißüand.s .' Unsere tschechischen Genossen haben au? dem Vereinigungstage in Luboehni;) gu!e kommunistische Arbeit getan! Nachstehend der Beschluß des Aktionsausschusses der Tschechoslowakischen sozialdemokratischen Anieiterpartei (Linke) in der Slowakei und Karpathenrußland. (.Kins.'imimg an#Mrioimnon in der durch KongroÜdeJcgierte, Abgeordnete und Verti-ekudes Partei Vorstandes erweiterten Sitzung am!7. .lünner 1921 in Ruzomberok.) Der Aktionsausschuß nimmt den Anschluß der slowakischen Gruppen der Jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Poale Zion) und die Konstituierung der .Sektion jüdischer Nationalität zur Kenntnis, unbeschadet des Rechtes der Genossen jüdischer Abstammung, sich je nach ihrem persönlichen Bekenntnisse zu dieser oder einer anderen nationalen Sektion anzuschließen Ferner wurde festgestellt, daß grundsätzlich auch ddm jüdischen ProleLarjäte eine Vertretung im Aktionsausschüsse gebührt. In Anbetracht der vorläufigen numerischen Schwindle der jüdischen Sektion wurde jedoch von einer sofortigen direkten Vertretung Abstand genommen und beschlossen, daß die jüdische Sektion ihre Vertretung vorläufig einem, andersnaticnalen AktionsausseltuGmitgliede überträgt. i NR ti Der jüdische Arbeiterweltkongreß! tremäß nVm fJeschlusso unserer V. Weltkonfereni hat das Verbandsbüro die Initiative zur Einbernfan; eines jüdischen Arbeitei'Wfltkongres'ses ergriffen an! folgendes Schreiben an. die Zentralkomitees sämtliche jüdischen* sozialistischen Parteien und gewerkschafüi ehen sowie kulturellen Organisationen der jüdischei Arbeiterschaft gerichtet: Werte Genossen! Der Zusammenbruch des jüdischen Wirtschaft]i chen und gesellschaftlichen Lebens nimmt von Tag /.< 1xag stets grausigere Formen an. Die allgemeinen Uu Wasungen, die der Weltkrieg mit sieh gebracht, de durch die Entente in. die Länge gezogene Bürgerkrie; in, Rußland wie überhaupt der Kampf der Sowjetrt gierung mit dem räuberischen Imperialismus derBom geoisie haben die Grundlagen der kapitalistische! Wirtschaftsordnung in ganz Kuifopa von Gniiii aus untergraben. Die Krise der Weltwirtschaft mi allen ihren llcgleiterselieinungen, besonders der Massenmord und die Pogroms in ükraina. Weißrußland, Polen und Galizien haben den schon ursprünglich sehr unsicheren Bau der, jüdischen Volkswirtschaft um! -Kidtur fast gänzlich vernichtet. Der 'größte Teil der jüdischen Volksmasson, b> sonders der werktätigen, ist ohne, jegliche Existenz und Arfjoitsmögiiehkeit geblieben und sieht sich dem unabwendbaren Hungertod© preisgegeben. Von überall her, aus allen Länderjn, wo kompakte jüdische Siedlungen bestehen, erließt sich jetzt auf allen erdenkliehen. Wegen der Strom der jüdischen Arbeiterwanderung, um auf der Suche nach Arbeit unzählige Hindernisse, zu überwinden, und doch bloß am Ende das Ziel der Wanderung in unabsehbare Feme entrückt zu sehen. Auf die Tagesordnung der jüdischen Arbeiter schalt sind somit die Forderung "der konstruktiv e n Ii i 1 f s a. r b c i t für die wirtschaftlich zugrunde gerichteten jüdischen Volksraassen und die Frage flev R c g u 1 i e r xi n g. der jü,discnen "Wanderung gesteil worden. Die ganze bisherige Philanthropie der jüdische:) Bourgeoisie mit ihren ..Rettungsaktionen " hat trotz all der Phrasen von der konstruktiven Hilfe zu keinem positiven Ergebnisse geführt. Das Bürgertum mit sei neu' pMlantropischen Auffassungen und bürokratische!. System ist seiner Wesensart nach außerstande, irgend welche schöpferische Arbeit; zu leisten. Deshalb fäll! die gesamte R e 1 i e f t ä l i g k e i t. in ihiier ganzer Träg-weite ausschließlich auf die Schultern der jüdi sehen Arbeiterschaft. Eine einzelne Arbeiterpartei ist gänzlich: v-uße^ stände, diese große Reliefaktion für die überwüatigondf Meltrheit des jüdischen Volkes durchzuführen; sie kann bloß durch die vereinigten Kräfte dei gesamten Organisierfeen jüdischen Arbeiterschaft yer wirklicht werden. Wie verschieden auch, Genossen, jede einzelne jü dische Arbeiterpartei, von ihrem Standpunkte aus die Erscheinungen der jetzt gegebenen jüdischen Wirklich keit bewerten mag, wie sehr wir auch in ihrer Auflas sung und Deutung, gegensätzlicher Mei n u n g sein können, es muß der Weg der gemein samen Aktion gebunden, werdton, die die Grün dung den einheitlicher) proletarischen. Institutionen, zui Die jüdische .Intelligenz, f";jr(£um 3. Jahrestage des Todes B. Bovochows.) j Die Intelligenz ist ein Zersctzungsprodukt des KleinbürgcHuras and dov anderen Zwischenschichten der (ieseil- «rliaf«. Sie nimnit an dem. sozialen Produktionsprozesse mit ihrem Wissen, ihrer Organisaütfnserfalmmg und „gni&tigei^ Kultur" Antedl. .ü.ic^ bestimmt auclü ihre Stellung hi der Epoche des Kampfes avvfcehen dem Proletariat tiud der Ronr^eoisie. Im Besitze der „nicht exproprüerbaven Produktionsmitteli). beugt sie wich lange Zeit, nicht vor dor Macht des Proletariats;- an dou Ciehorsam gegenüber den (riiheren Mocht.habem gewöhnt, kaun und will sie nicht in den „Paria«? von gestern" ihre neuen Herren anerkennen und «reift deshalb zur Sabotage. Aber der Sieg des Prote- InHatrü, der üebergang der ganzen materiellen Grundlage do> Prodiihüo.nsprozosses, des Ackerlandes, dev Fabriken, Maschinell und Häuser in seinen liesit/. w.rhri^ht die eh.- immtare Sabotageaktion der luieUigenz. „Die [ntelligenv. auf dem Scheidewege" - dor Anzeiger der Höhe, die das Proletariat über das resistente und sti-Ts niedriger bulendr Bürgertum h'uiweg erklommen hai. IVr aligemeine Favtwirklnngsgang der Intellektuellen in der llob'ergangsperiode ist folgender: Ihre elementare Sabotage, die gleichsam den teindlichou Widerstand verkörpert, geht allmählich in Neutralitäi über,;un sich späterhin, noch in Svmpauuo und M i t a r b e i I. die nicht bloß Fron-, sondern Pilichtdiensc sein v»ill, zu wandchi. Die letzte Etappe ist dann die iVuflösmig der Intelligenz in der proletarisehon (n^oilsohait. yieiu so sind die Wege der Jüdischen InteUokineilon. Da sie. die Intelligenz eines exterritorialen Volkes bilden, die die schwersten Bedingungen im Kampfe ums Dasein -mi erfüllen hat, nehmen sie zu Beginn der Ueboigaugsopoeho schleunigst die freien Plätze der eingeborenen fiuoUigenz in Besitz, um die Lücken in dem neuen Staats - apparate des Proletariats auszufüllen. Zur „Mimikry" befähigt, schmücken sie sich rasch mit neuen Farben, stimmen den Ton auf die allgemeine Art an und gehen schließlich mit fliegenden Fahnen ins Lager der neuen Ordnung üboi. Nachdem sie materiell von der Arbeiterklasse abhängig geworden, werden sie auch zu aktiven Teilnehmern an der Organisierung ihres Sieges: ein Ehrenamt, du- Macht, Vorteil und relative Sicherheit — souül alles a)JB„ Borochow, Klassenkamp.! und nationale Frage. Wertvolle nach der Auffassung der Intelligenz bietet. Sie eignet sich in der Folge die Ideologie der herrschenden Partei an, füllt ihre Beinen aus und iührt die Assimilierung, nicht zwar in der Klasseneinteilung, wohl aber m n ationaUr Beziehung durch. In den Anfangsabsehnitten des Kampfes ist ihre Beziehung zu den jüdischen Fragen indifferent. Aber sobald die „neue" seßhafte russische Intelligenz als Mitbewerberin erschein^ siehi sie sich in ihrem Schicksale bedroht und diese Besorgnis haucht Ihr eine „jüdische Stimmung" ein. Ihre Indifferenz, verwandelt sich in eine feindliche Stellung zu der jüdischen Masse; ihre Ideologie in der nationalen Frago hat sich um dieselbe Zeit in die der Assimilation transformiert. Dio einen Intellektuellen lassen im Fortgänge des Kampfes an dieser Ideologie die Nuance des Antisemitismus, die anderen die der Philantropie deutlich erkonnen, wie sie auch der assimilierten jüdischen Großbourgeoisie in der kapitalistischen Gesellschaft eigen ist. Dies ist vielleicht der meistverbreitetste Typus des „Juden- Kommunisten", den die Pogromopfer hie und da an seine nationale Verbindung mit der Schicht erinnern, mit der er nichts gemein hat; er ist oft bereit, auf Grund seines hohen Postens, ihnen Hilfe zu erweisen. So verhält es sich mit dem „intellektuellen Juden"! Doch wie mit dem „jüdischer Intellektuellen? " Bis zur sozialistischen Revolution war er der „üaslfreimd" der jüdischen Kultur. Der Zusammenbruch, den die Revolution dem jüdischen sozialen Köx'per gebrachl, war auch für ihn gegeben. So hatte er sich der Revolution fernzuhalten bomüht; in seiner Terminologie hieß es: „die Funktion der verantwortungsvollen Opposition erfüllen". Aber als nach zwei Jahren die Revolution gesiegt hatte, und er unwillkürlich auf die Seite geschoben wurde, ha^tc die „Bekehrung" in seiner Seele einen „Riß" hinterlassen« Es fällt ilim jetzt schwer, seine alten Beziehungen zu der Schicht, die vollständig vernichtet ist, abzubrechen; noch schwerer, in die neue Gesellschaft einzudringen: daran hindern ihn die Folgen seiner Tätigkeit vor der Revolution, seine nationale Ideologie und seine Anteilnahme an den zugrnndegehenden jüdischen Volksmassen. Die Frage nach dem „Exodus", Sich-Absondern von der jüdischen Umgebung, macht ihm viel Pein; er ist zwar Kommunist, doch fühlt er sich „besser" in der jüdischen Umgebung." 2),j a); Siehe Deklaration des jüdisch-kommunistischen Verbandes in Weißrußland. Vor dem zerbrochenen Kruge der Vergangenheit, ohrk Hoffnungen . für die Zukönfi — denn er sieh* kein' für die jüdische — erleb« er die Tragödie der i*di sehen Intellektuellen der 80er-Jahre des vergangenen Jahi hunderts, als die „nene"' kapitalistische Welk ihren Tempi zerstörte. Er ist 'der Held Nachmann der klassischen Nc velle Feierbergs „Wohin". So spricht er von sich selbst „Tn unseren Partei- und IntolHgqnfiskTeisen wird oft di alte Fragje zur Diskussion gestellt, Assimilation oder Nafio nalismus; wird die jüdische Kultur in der neuen Ordnam keinen Platz linden?44 Im vorigen Jahre war ein diesbenüg lieber Artikel in einer unserer kommunistischen Zeitunge/ erschienen, in welchem der Autor voraussagte: „Der j ii dische Arbeiter assimiliert sie hu Seine Nei gungen zu dem russschen Buch wachsen stets, das jüdisch Buch, die jüdische Bildung findet bei ihm den letzten Platz. Bezeichnend ist, daß in den Briefen, die aus der Provinz i die Zentralleitung für jüdische Bildung einlaufen« oft de Gedanke wiederkehrt: wir melken Ochsen und halten eh Sieb darunter; ist es von Nutzen, epezifisoh-jüdiseke Kulti* wege anzulegen, da sie doch bald mit Unkraut verwachse] sein werden?"3) Aus einer solchen Situation ist woh schwer, einen Ausgang zu finden. Und doch wurde er „gt binden": in der Rolle des Agitators der R. K. P. ifCRm sisch Komm. Partei) im jüdischen Deben, als des Uebev setzers des Kommunismus in die jüdische Sprache: „Die jüdische Sprache ist eine ,unbezweife!bare lal sache', schreiben diese Judfcn-Kommunisten in ibren Nach richten Nr. 1, es gibt kein anderes jüdisches Problem als die Uebersetzung des Kommunismus in die jüdische Sprache. Für sie gibt es auch keine „O r g a n i s a ti o n s - fragen", sie haben dafür nur soviel Verständnis, als es gilt, die anderen jüdischen Gruppierungen zu bekämpfen. Leichten Herzens nehmen sie sogar von der „Autonomie in jüdischen Fragen" Abschied (siehe dieselbe Nummer der „Nachrichten" der jüdischen Sektion der R-K-P.") Die Frage nach dem sozialen Medium ist nunmehr von der Tagesordnung abgesetzt: sie kann ja bloß Unannehmlichkeiten schaffen. Es bleibt hiermit nur die unbezweilelbare Tatsache der Existenz der jüdischen Sprache — bis aui weiteres. Also muß man bis auf weiteres mit den jüdischen Massen in ihrer Sprache reden. Hieraus ergibt sich auch die „sprachliche" Ideologie der Jüd. Sektion und "Ihr Parteizentralismus. Zu schwach und an Zahl zu gering, um in Wirklichkeit auch bloß die Aufgabe der Uebersetzung zu erfüllen, betrachtet sie als ihre 3)*J. Heinrich, Sch.: Probleme der jüdischen Kultur.

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