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Freie Tribüne · 1920-12-11 · 44 (11.12.1920) · page 3

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
44 (11.12.1920)
Date
1920-12-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
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NR. 41 FREIE TRIBÜNE SK1TE 3 bürgerhch-zionastischeu Blätter erwirbt. Jüd. Rundschau, Berlin.) Die Neutralität ist nicht der Weg zur Einigung iu unseren lieüieu. i)»e Schahuug eines losen Yerbanaes, wie ilin die iieonten wodeu, ist gleichbedeutend mit dem Verrat uea Poalo-Zioiijsmus, uen nie ehrlichen Foale-Zion treueren nie begelion werueu. Ein einheitliener Verband jeuoeh muß sicr* nach rechts oder links entsehoiuen — und dann ist ja -wieder die öpaliuag unvermeidlich, mag man auch noch so viele Konlerenzeu abnalten. Da die „iNeutrahtäJer" ui--sga.ua gut wissen, hauen si,e, sich u(uch wohlweislich, irgendwas •davon zu verraten, wie und auf welche Weise sie die Einigkeit wieder herstellen wollen. Die Neutralität rmt eine noen größere Spaltung hervor, anstatt zweier cutsteht nach dein Alustor der internationale 27a, ein dritter Verband. Eine andere . Ursache aber bewegt die Genossen zum propagieren uer Neutralität. Sie hegt in ihrer Sympathie zum rechton Verband und ihrer negativen Haltung zum revolutionären Klassenkampf. Wer zwiseneu den teilen leseiw kann, wird wuiii verstehen, was (Jen. A. Ii. memt, wenn c uehauptot, die Linken wären zwar Anhänger einer positiven Pulaslinaai'ueit., eniueUiten jedoen aner Voraussetzungen ihr ihre Durch! Uhr ung. Wer die iuagea des Genossen Cf. übor die Einseitigkeit in der Bewegung vernimmt, wird ebenfalls den wahren Smu der sich Ider versteckt, erkennen. Dio Neutralität J.er aber haben ment den notigen Mut, dies sich selbst und anderen einzugestehen, Sto Ihhlen au^h, daß sie durch ein derartiges Eingeständnis eine abgrundtiefe Kluit zwischen sich und den poale-ZLonistisenen Massen sonahon wurden. Wir aber müssen es betonen: Neutralität predigen, heißt gegen den r o v o 1 u - näroa Poale-Zionismus sein. Aus der Erkenntnis, daß bei uns in Ü.stgalizien von einem Anschluß an den rechten \erband keine riode sein kann, woLen sie aber unbedingt deu linken Verband schwächen und propagieren „Neutralität". Noch einiges soll hier festgehalten werden: Wir wollen glauben, daß dem Genossen A. LI. die Beschlüsse der russischen Parteien und des polnischen 7a. K. luibeicaunt sind, denn sonst wußte er, was diese von seiner Neutralität halten. Baun der Umstand, daß die ganz unbedeutende Zahl von Anhängern der Neutralität in Polen in brüderlicher Eintracnt iun uuin zionistischem „Hajut" den Uui. Uubaschow, den Fuhrer der .Rechten, in seiner Agitation unterstützt hat. Bestätigt denn nicht diese Tatsache unsere Behauptungen über das innerste, wahre Wesen der Neutralität? I Jetzt, wisset ihr schon Genossen, warum man den prlnzj.pieu-taKiiscnen Kainpi totzuschweigen und vor allem die organisatorischen Prägen hervor zu heben suein. Jetzt ist Eucn Idar, warum man uns nicht sagte, welche Einheit und auf weiche Weise man sie anstrebt. ihr aber dunet eine solche Taktik nicht duiden'.,Unzweideutige, endgütige Antwort auf alle Prägen müßt ihr fordern I Rechts oder Links? Für und mit der proletarischen Revolution oder nebenhin, gegen sie? Füroine selbständige, scnopieriacne Arbeit in Palästina ouer iur die Zusaniniünarbeiü mit der Bourgeoisie m dem zionistischen Kongreß 'i fcioüen wir weitergehen den Weg des Klassenkamp los, oder uns dem jüdischen Groß- und Kleinbürgertum nachschleppen:''Bas sind die die Fragen, die eine sulüitigc, klare Antwort verlangen 1 Fraget die fuhrenden Genossen nach ihrer Stellung zur Internationale,! zu den Kampi'methouen, Paiästinaarbeitzragen und zum zionistischen Kongreß. Sie dürfen Euch d.e Autwort nicht verweigern, dürfen nicht schweigen. Genossen Ostgaüziens! Ber Moment ist da! Es heißt von Worten zu Taten übergehen. Bazu ist aber noisvendig eine klare Orienüorungslinio, ein fester, ungetrübter Blick. Wir kennen Euch und wissen, daß Euer Platz bei der wahren Poale Zion ist, im revolutionären linken Verband- Kämpfet für seine Losungen: Für die soziale Revolution || Für den proletarischen Klassenkampf! Für die sej)4=tändige, proletarische Arbeit in und für Palästina I Für den proletarischen Palästinismus l Gegen den zionistischen Kongreß I Gegen den - Opportunismus I Für den revolutionären sozialistischen Arbeiter verband „Poale-Zion" I Bazu fordern wir Euch auf, wir, Eure Delegierten zur Weltkonferenz, Eure Vertrauensmänner im Parteisckrotariat und in der Redaktion. Nüssen und Aron. Die „T.mes", Prof. Weizmann und Ing. Kapiansky verieiuigsn das Vaterland. Jawohl, die „Times", der Prof. Weizmann und der Korrespondent der „Newyorker Zeit", Ing. Kapiansky (nicht zu verwechse.n mit dem Führer der Ziouisten-Sozialisteiij verteidigen nun — ich möchte beinahe sagen — Schulter ar. Schulter die Grenzen Palästinas. Wie es dazu kam. Darüber will ich eben berichten. Bekanntlich waren für die Verlegung des Vorbandsbüros der ZicuLsten-Sozialisten nach London zwei Momente maßgebend. Zunächst sollte nach der berühmten Theorie der Achdut liaawodah der Gegner nicht gemieden, sondern in offener Schiacht gestellt werden. Und so ging das Vorbanusbüro der aus dem Weltvorbande ausgetretenen rechten Poalo Zioa nach London. Dort sollte die zionistische Bourgeoisie gestellt und geschlagen werden. Wie es wahren Klassenkämpfen! geziemt. Der zweite Beweggrund war folgender; Da, nach „klarer Voraussicht", der Anhänger der zweiten Internationale die Weltrevolution auch vor England nicht Halt machen dürfte, da iu diesem Falle die englische Aiherterpartei, wenn auch nicht nach dem Muster der Bolschewiken, so doch die politische Macht ergreifen und somit auch die Herrschaft über Palästina erlangen wird, so müssen die Poale Zion schon heute die englische Arbeiterpartei ihr den Zionismus gewinnen. Also argumentierte man, als man sich dazu entschlossen hatte, die Verwirklichung des proletarischen Zionismus auf die englische Karte' zu setzen. Wohl installierte man auch in . Wien ein Büro zur Maskierung der englischen Orientierung. Allein, diesem Büro sollte bloß die edle Aufgabe der Spaltung aller Ostparteien zufallen, während . die politische Führung in London verblieb. •■ Und siehe da. Noch sind keine zwöl: Monde verstauchen und schon . . . marschieren die „Times", Prof. Y/eiz- mann und das Haupt des nationalsozialistischen Vcrbandsbiixos Ing. Kapiansky Schulter an Schulter zur gemeinsamen Verteiuiyung ues beurohten Vateiianues. Wohl ist es bisher noen nicht gelungen, die englische Arbeiterpartei iur eine Mobilisierung zur Verteidigung der Grenzen Palästinas zu gewinnen. Aueiu .in dieser UiUMcnt kann man sieh beruhigt aui d.e ,,Times" verlassen. Auer' wozu noch weiter in liiiuoin t^neenun hören wir doen den Korrespondenten uer ,,/,uu". .A.so berichtjt er: „Dr. Uhulm weizmann, Piiioi.iOut uer ziomsäsenen Organisadon, hatte nie große Freund ucukeit, nut ihrem Korrespondenten eine Keine von trugen v.u besprechen, die die zionistische Welt berühren.* Wie nett, wie lieblich. Man uuilt beinahe, wie diese zwei Manner, Vertieter zweier ivlaaSrii, umeinander ringen. Man atmet die erinschende Luli des Kkissenit.unpies. Lud weiter: „Meine erste Frage oerabte sich mit den Grenzen Palästinas." Die einzige große Sorge der indischen Arbeiterschuft i n und außerhalb Palästinas. „Die jüdische Welt ist vor allem ernstlieh beunruhigt durch, die iNacnrioluon uer „rimes" uuer Frankreichs Stedung wegen uer Norugrenze!" Die jüdischen Massen, bekan...tucn seit jeher die eifrigsten Leser der Lonuoner „Times -, nauoa Keine anderen Sorgen, als . . . FrauKreichs tttouuug wegen der Nordgrenze. " Und Prof. Weizmann ist so freundlich zu antworten. Also sprach er: w „Die Nordgrenze, die die „Times" bezeichnet, ist das Maximum, aas Frankreich zugestehen wih." „Die JLage ist ohne Zwonei eine geiäurd»;he. Ich wende nnen uuren die „Zieh" an uie jauioetien. Veranlassen Amerikas, mögen sie wiesen, uau uas vabuland in Geiahr sei, mögen sie zu liunuerttausenden du gegen protestieren, uaß man vom Lande Jsraeis vitaio Teile abreißt." Umi vv'eizmann kann auch dronen: „Wir werden das niemals zulassen." „Wir werden machen die groute irredenta." Klingt dies nient, wie . . . uie Erlösung seli/ot. Weidmann weiu auen, wer an uiuser Uo.uhl ccnuld sei. „lAe Jlaupisehuiü ualar ia.it am uie J..deu riaatireichs." „So hatte z. B. der Großrabbiner Israel Lewi am Jörn Kipur in seiner Preuigt uouunziert den Zuonisrnus." Weizmann kennt aber auen die J^esor uer ,,/joiI" und iügt hinzu: „Die einzige Ausnahme unter den französischen Juden Uiiuet wie minier liaron li.uniuim itoiiiaomiu."' Und das alles berichtet der Korrespondent uer ,,Z.eit" ohne ein Wort der Kritdc, ja mit oiteusioutiiohum WonlwoUeii. Das nenne ich proletarischen Zionismus. Derartige Aeußerungen Weizmanns wui'den früher tclegrapluscn und.-spater brieiucn auigeuscnt und ureagetroten den aroeitenuen Massen in einer national-soziahstisclien Tageszeitung. Und das soil Arbeiterpohtik heißen. So will man KiassenKam.pi gegen das zionistische Lurgertum luluen. Es stockt der Verstand. England liegt in schwerer Fehde mit Frankreicn wegen der Aiuteiiuug der Beute im Orient. Bie „Times" benutzt den Zionismus dazu, um noen größere Teue Palästinas unter die glorreiche „Regierung seiner Majestät" zu bringen, Weizmann bläst in dieses imperialistische Horn ein und der Fuhrer der rechten Poale Zion scKägt in die große Giocke der. „Zeit": Juuen, das Vaterland ist in Geiahx. So sieht die nadonal-sozialistische Klassenpohtik aus. Darüber, wie sie von London aus das sozialistische Palästina auibaueu wollen, ein anderes Mal. Heute sei mir nur noch eine Frage gestattet: Emir Faisul wedt gegenwärtig in London als Gast der „Regierung seiner Majestät"; es heißt; daß er demnächst beim Konig in Audienz erscheinen wird. Was sagt Ben Gorion dazu. Hatte er doch auf der V. Weltkonferenz den Mut oder die Chuzpe, als Preis iur den Beitritt der Achdut tiaawodat zur III. Internationale, von der Sowjetregierung eine Acnderuug deren Orientpolitik zu verlangen. Nun, hat Ben Gorion scüon die nutigen Schritte bei Freund Henderson und Macdouald unternommen, damit diese uei der Regierung seiner niajestäc eine Aenderuug deren Orientpolitik durchsetzen. Und wird der Empfang Emir Faisuls bei König Georg nun unterbleiben. Wenn nicht, hat Ben Gorkn die in Genf versammelten „revolutionären Wiederauibauer" wissen lassen, daß die Achdut liaawodah an deren Beratungen nicht teilnehmen kann. Hat Ben -Gori> n in London ebenso viel Mut wie in Wien? Schade, daß wir darüber nichts erfahren. Es wän gut, er ließe sich von einem Korrespondenten der „Z^it" interviewen. RUNDSCHAU. Dar Gawerkscluftskongress. Ohne dia Präge der gelben und roten Gewerkschaften auueh nur des weiieren zu erörtern, kuna man vorweg mit vollen Recht behaupten: die sozialistische international gesinnte Arbeiterschaft war bis auf enige wenige Ausnahmen n London n.cht vertreten. Der Kongreß erinnerte au.h an die Tagungen der .n Gott entschla/eue i Brüsseler Intern ltionaie. Nicht nur äußerlich, sondern au: l.dem ganze n nueren We,en nach. So ihat.e m .n sich zu e:ii>ie.i Revolution.n und w chtigen Beschlüssen aurgewhwungen, ohia^ uu.h nur mit einem einzigen VVoite iu erwähn-en, w.e und wann mCin d.ese Beschlüsse du chiu.-,et;.en, gedenkt. Qharakteristisch für d e gan^e Tagung ist wohl folgendes: die ge.amte arbeilende Menschheit ersehnt den Fr.edeii, den endgültigen, tatsäclilL-hen Freden mit der rußl.indischen Arbeiterrepublik. Nun solle man gLuüeu, es gäbe k._>ne geeignetere Gelegenheit, über M Uel und Wege zur Erzwingung des Friedens zu beraten, ul; ei.ie Beleg er.entagung von nicht weniger, als 2/),r2j.(). 0 Arbeitern und Anges elt.en Bie Gewerkschaftler;;ber glaubien sich mit e ner schönen Resolution hel/en zu dürfen. „In einer dritten Resolution wird vollständiger und ■endgültiger Frieden verlangt und von den Arbc lern ausdrücklich abgelehnt, ^iAi no h e um ll verführen zu lassen unter dem Voiwand, sich liir einen letzten oder vorletzten Krieg nojlimah scliligeu zu müssen; der Kongreß erklärt derlei Verwände für Heuchelei und verurteilt alle Kricgsunternehmun- Cjea, deien Ziel ist, den Volkern gegen ihren Willen neue politische Formen aufeu^winge i." Sie belaßten sich dafür mit der Frage der Rohstoffversorgung, um nach gründlicher Beratung zum Schlüsse zu gelangen : „In Anbetta ht das Umstandes aber, döß die Arbeiter allein im Au .enbljck keiresfills in der Lage seid, die Wirtschaft u> eigener Kraft allein zu regeln und Bekfamatoae« >5n; Lee e piak isch nichts bedeuten, erschien dem Kongreß eine andeie Lösung nLht emple denswert." Nämlkh: „In der Forderung nach inte » it onaler Verteilung der hoh;,o. e insbesondere der B ennitoffe, sowe in dem Verlange i, d s Inte.aaMünak Arbc.tsamt möge durcli eine besonde e Kommisson dte Kegelöng der RohstoiiVersorgung einki.ei. Auch die So:-ialjsierungsfrage beschäftigt den Kongreß. Kur eben, daß d,e Gewerksch iftler uns nicht Terrate« wollten, durch we]v>.e Mitte! sie d CjC schönen Grundsätze zu ve wirkli.hen gedenken. An schöne Reden und Resolutionen fällt es lieu'e noch schwer, die zweite Internationale zu übertreffen. In London hat man es Zust .nde gebracht. Reschlossai ist am Gewerkschaftskongresse gar 7iel geworden. la cu von walmr Int«nutionadiät und n ch( papierne KongrcliDcach.üssc verlangt die revolutionäre Arbeiterschaft. Ein« gsachichilxhe Tagung. Zweierlei lehrt uns de geschichtliche Tagung der rer<- einigten kommun stischen Partei Deutschi nds. Voi allem, daß die deutsche Revorunon bisnun auf Irrwegen gewandelt hat. Klaiü /.etkin hat die Stmmung der Reue durch folgende tre/li.he Verse zum Ausdruck gebracht: „Mich reut, daß L-h meiine Fehd>n tat Mit schär i'i en S rei , ea rirrhi und kühia rer Tat, Mich reut die S unde d.e nicht Harnisch trug, Midi reu; der Tag, der keine Wunden schlug. Mich reut s — icn s.reu tm,:r Asche auf das Haupt, Mich reut, daß Lh n ht fester an deu Sieg gcglauibt." Zweiiellos, die illu^on einer revolutionären U.S. P. hat lange genu d.s deutsche Proletariat akuoa.ninfä rig gemä ht. Die Genoi,eai der gewesenen Lnken U. S. P. müssen es jetzt oi'.en und ehrlicu bekeunem. Die en gen Genoisen aber, die heuve noju in de.i versch edens.eci ^oJaldemokrdtis.liiQ Parteien den li ikcn Flügel b, d n. müssen nun lernen, den unau'h lt amen Pi o *B der kommunistischen Kräftevcre a gung zu bev -hleuv-i^ea AnsonsUm we-den auch Je später e.n«x Ä bereuen mwj-.eii. /iwcitens aher lehrt uns die Vcrc nigungstagung, dafl die 21 Bedingunye.i ke.inesfalls dazu ersonnen und geeignet sind, um Spahung und ^ek.ieiertum in die Reihen der Arbeiterschaft zu tragen. WcLh ein Wunder! Die 21. Bed ngungca haben in Deutschland d .s,enige vollbracht, was die re.i'e üinsicht, ja selbst die levolu ionäre Aktion nicht vollbringen konnte; nämli.jh: die E nigung aller 'kommunistischen Kräfte der Reichsdeutschen Arbeiterschaft Wie leinst im Jah.e 1916 das deutsche Proletariat durch die Spaltung der So i ldemokra e unl durjh die Ko.isülu.erung der „Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei" nicht yeschwä hl vvu.d-, ^onde n ju neuem Leuen, air revomaonären Aktion erwe.k. wurde, so wird au.h jetzt d e spjltung der U. S. P. lund die Verein.gung der Komini.n.sten d.e deutsche A bei ers-hau zu neuen Tuten erwe ke mnd für die gio;;e Ak.ion deiendgüligeu Befre.ung au.h org n^atorisch reif ma.hen. A.oskau d .rf mit Recht jubeln, denn die Dklatur des Proletariats nimmt au.h in Deutschland konkrete Form.n an. Die Gestalt der verein.gten kommunistischen Partei. Polnische Judenpogrome. Das statistische Departement erhielt kürzlich Daten über die Pogroms, die üie Polen bei ihrer Käuniung der westlichen Provinzen, liußhmds veranstalteten. So gibt ein Telegramm des wedirussischen Hüi'skomitees die Zahl der Juden, die unter den Pogroms zu leiden hatten, mit 35UÜÜÜ an. Das Keinitee verlangt Nahrung ihr 12U.UUU Kinuer und SU.UuO Erwachsene, lileidar Iur lÜÜ.OOO Kinder und GÜ.UUÜ Erwachsene, Schuhe für 6Ü.0U0 Kinder und -35.0ÜÜ Erwachsene-, Verschiedene Epidemien ziehen verheerend, durch das Land und machen medizinische Hille äußerst notwendig. Noch weiteren Angaben wurden bei den letzten Pogromen in Pinsk, Wasiiiowitschi, Uorodia, KordouoVa, Naswisch, Posooznaja, Mir, Uzda, Stolbci 13 Menschen getötet, 383 Häuser niedergebrannt und 597 Familien obdachlos gemacht. Diese Zittern sind unvollständig, weil mehrera der Orte noch keine vollständigeren Angaben machen konnten. Außerdem wurde einegro.ßc Anzahl von Leuten verhaltet und mißhandelt und in Dutzenden, von Fäden wurden Frauen geschändet. Die jüdische Bevölkerung Würde gänzlich ausgeraubt und alles, was die Pogromisien nicht wegtransportieren konnten, wurde zerstört. Eine Anzahl von Städten und Marktflecken wurden durch die polnische Armee niedergebrannt. Von den oben angeführten .Städten blieben nur Pinsk, Neswisch unversehrt, da deren Bevölkerung ihre Sicherheit durch Zahlung hoher Summen an die Polen erkauit hatte. An andeicn Orten, wie in Mir und Kojdanowo nahmen die Poicn das Geld an, sie überlieferten jedoch nichtsdestoweniger die Städte den Flammen. Es konnte eine Eeiho von Fällen festgestellt werden, in denen polnische Offiziere an der PLün'-' derung und Brandstiftung teilnahmen. Als vor kurzem wieder die Polen in einen Teil Miasker Provinz einfielen, floh die Bevölkerung, die aus der bittereu Erfahrung der Vergangenheit gelernt hatte bei ihrem Nahen. Ein Telegramm des Vertreters des Gouvernements Homol berichtet, daß die Zahl der Flüchtlinge aus den von den Polen besetzten Orten 300 betrage, die in Hömel konzentriert sind; ihre Zahl wächst täglich. Eine weitere Mitteilung aus der Ukraina spricht von Pogromen in Gorodiszczo, wo über 200 getötet und 500 verwundet wurden und in Stobiowa, wo es über 200 Gelötete trrtb. Auch in Makarowa, Kagarliko und Rakitnu wurden Pogroms veranstaltet. Die Jugendinternationale. Dio Jugondintornationalo protzt nicht mit der Znhl ihrer Mitglieder. Sie weiß, daß die Zahl der Kämpfer nicht aus den Mitgliedskarten abgelesen werden kann, sondern, daß nur (Uo akliven und tätigen Mitglieder der Jugendbewegung darunter zu verstehen sind. Aber da die zentralistischen und sozialpatriotischeu Jugendy.eitungen immer wieder behaupten^ die kommunistische Jugendinternationale sei nur ein Bcuiner Konventikel mit einigen wenigen Sektionen in den anderen Ländern, wollen wir heute darauf hinweisen, daß nuu, nachdem dio kommunistische J ugendinternationale ein Jahr besteht, schon eine große Menge J ugendarbeiter nicht mehr zu diesen Organisationen, sondern zu uns, zur kommunistischen Jugendinternationale gehört. Afs Ende November 1919 die Vertreter mehrerer rerolutionärer Jugendorganisationen durch geheime Zusammen-

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