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Freie Tribüne · 1920-11-27 · 42 (27.11.1920) · page 3

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
42 (27.11.1920)
Date
1920-11-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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/ 1 mit rief Gnöndimg einsr „nationalen Heimstätte'* gar nichts zu schatten Wabe. riaB „jetzt in Palästina — wie es sieb aus der Lcfldonc>r Konferenz ergbt — ein Klassenstaat aufgebaut weide," wahrend sie schon von „eigener Arbeit", „Ncht-Mttarbeit" u. rfergl. sprechen — beginnen unsere .,fclass«ijbt:wuRten. revolutionären", reciiten Poale-Zion erst v)ii allgemsünen nafionalcii Institutionen, Ztisamir:*ön«rbeit aller Klassen u. a. zu träumwU fliieh die gelbe Hapoel-Hazairpartei sieht bereits ein, „daß die Londoner Konferenz —r und die zionistischen Kongresse überhaupt/ ),(Zusatz Jjrjes Verfassers) — eine beispiellose Faros des absterbenden Parlamentarismus war, die Haupttragen 'abar in den PriirastgerrÄchErn der zionistischen Führer"ientschi,ed'en wurden". Unsere Amerikaner und andere Prach'texempfare,'des rechten Poale Zio-nistorus, •wollen aber durchaus ifi diesen Privatsalons die proletarischen .Klassen- Interessen verteidigen. Sie spalten proletarische Parteien, um noch an einigen „Farcen, des absterbenden Pairfameritarismus" teilncrtrncn zu können. .Anstatt nun, da der Verwirklichung des proletarischen Pa' ästinagedankens, Gefahr seitens der zionistischen Bourgeoisie droht, da es klar genug ist, -wie eng die Realisierung desArb'-iiterpalÄstinismus mit dem " Klassenkampf des jüdischen Proletariats verknüpft ist, da es offenbar wird, wie es dringend nötiö ist, die Klassengegensätze ^wischen dem1 jüdische« Proletariat und * der jüdischen Bourgeoisie in ihrer ganzen Schärfe aufzuzeigen, gerade um des P^Iästinisimis willen, den die Rechten als ihr ausschließliches Ideal usurpieren wollen —, propagieren die kongress istischen' Poale-Zion-KUissenv;efständigu'iiig und'*betreiben konsequentenweise ihre „Klai-'jisruejlpolitik". Ihre geistige Führerin und Wegweiserin, die ..^chduth-Heawodah" ist auch liier e n Muster der Konsequenz. Durch ihr Verhalten bei den Sitzungen der jüdischen Konstituante, hat sie-sich wohl auch dies* Lobes würdig erwiesen, das ihr ein Mitarbeiter der Berliner „jüdischen Rundschau" zollt: „Sie „Achdulh-HeawodahV ist auch hier ein Muster der Versöhtilichkf-it' und opferte den allgemeiiK-.n Volksinteressen zuliebe ir.ro' Parteipoliiik. So weit sind schon, unseve Rechten! Nach' dem1 Verrat der primitivsten Grundsätze des Sozialismus, (begehen sie Verrat auch an dem Paläsltnismusl Denn die Interessen des ^alastinismus stehen, wie wir oben ausführten, im schärfsten Widerspruch zu den Interessen des bürgerlidii^n Zionismus. Sich mit diesen verbinden, heißt — trotz aller mensche\vjr säseiften Bemäntelung — den* sozialistischen Aufbau .Palästinas, d. h. die einzige Realisierungsmöglichkeit des Palästinismus, erschweren und stören., «Biese - „Taktik" tüihtr aber Afrüher oder später unsere Rechten in dieselbe Sackgasse, aus der heute die' zionistische, BeWegung keinen gangbaren Ausweg. findet. Der Lauf'..der Dinge wrird früher oder später auch von ihrer kleinbürgerliehen Fratze diu sozialistische Maske hinwegreiften. Dem Zusammenbruch des bürgerlichen Zionismus folgt auch "der Bankerott fies kongreBfreundlichen, opportunistihtsen Poale-ZLonismus^ und seiner geistigen Führer in „Achduth.-Heawodah4'. Nüssen. Lemberger. R i c h U g ö i e IJ u n g. Im f . Teil dieses Artikels ^(siehe „Fr! Tv.fc Nr. .40/41} rat sich ein sinnentstellender Fehler eingeschlichen. Nach dem Saisse: „so äußert - sieh, -über dien londoner Parteitag* da.-; ienlralorgan des Hopöel Hazair usw., soll richTigerweise lachstehendes Zitat iolgon: „Man. steckt in einem System Ijnm, da» nicht mehr lebensfähig ist. das man in Formen dnzusetzen sucht, die abgestorben sind und keinen Sinn aehr haben." Der nächste, irrtümlicherweise als Zitat albgehuckte Absatz stammt vom Verfasser. — Dia Hed. ieistesjheld.' An- Wunder glaubt er nicht, aber dafür an gute Paten." Zuletzt war schon das; Einschlagen der; neuen Bichtung in seinem Schaffen bemerkbar. Eintet* seiner letzten Dramen „Oer Dibyk", ist schon eine Etappe zum neuen julüsim-mysiisehen An-ski. ' > x iii) war ein Mensch dos Lübens und wirkte auch im Leben. Während der Kriegs- und Revolutionszeit war ei1 aui' allen russischen Fronten, brachte .Hilf© der jüdischen Bevölkerung und sammelte 1-lulunes'blättei' von Jüdischem Heldenmut, und Opierwilligkeit. Die Pogrome lieferten ebenfalls reiches Material jüdischer Martyrologie... Seine Gesundheit war aber aui die Dauer den Strapazen nicht, gewachsen, seine schlanke Gestalt beugte die Last der Kümmernisse - und. Leiden, tauige Jahre schon .stand er an dter Schwelle des" Todes. Doch bis üum letzten Atemzug betätigte er sicn mit rehener Arbeitswilligkeit aui allen Gebieten c~ »ossiaien und literarischen Lobens. Im Petrograd und Moskau, in Wilna und letztens auch in Warschau,, brachte er durch seine Persönlichkeit i^itiatijve -undsäoto überall NUtxlichcfe und --Schönes fürs Volk. * Vor einem hatben, .fahre etwa zeigte mir Aurski einen liriei Von seinem .lugend- und Lebeusfreund, Dr. Obaim Behitlowi-ky. --Eine, Stelle dieses Briefesbehielt ich gaoss be-' sonders im (tedaehthisse. Es erzählt dort SeuitlowäkV v;-u «wem wunderlichen Traume, den er unlängst hatte: Au-ski »Jid er säßen zusammen aui einem Eisblock, der einsam im weiten Meer herumirrt und. von. tosenden Wogen wild wriforanst ist. Da plötzlich zerbricht eine Sturmwelie den Fisoloek in zwei Teile, auf einem bleibt Schitlowskv, den. autleren, auij dem Au-ski sich befindet, treiben die Welten weitem ioru .und äberdröJinei» das wehmütige Schreien des I'Veuudes. Ich kann; jene Stelle des Briefes nicht vergessen und als ich die Trauerkunde von Au-skis Tod vernahm, glaubte Jch deutlich zu sehen, wie Au-ski aui einem, von, wütenden Vogen gepeitschten Eisbiock steht und sich von un* in ra- *?ndei' Eile entfernt, immer weiter und weiter.... Für d'afcs Volk ^ebte'und litt er, da& Volk wird seiner Mectenken. V'll'XE \ k'lHI/N-B Die 21 Bedingungen und unser Welt verband. Als unter den Schlagen der runsiscJn-u und de« mitteleuropäischen »tevoiuiion die morsche H. iH-.e.na'.ouaLe gänziieh zusammenbrach und im Märs von Moskau der Mobilisierungsruf iür den letzten entscheidenden Iviteg ge-en' den; vöikcrmmrdeuden Kapitalismus au das Proi>ttiript. cei ganzen Welt erging, da wendete das von seinen Führern irregeleitete und desorganisierte) Proletariat seine .•««••<«• nach Moska» und horchte, mit größter Spannung mit die Lodungen und Kampfsignale, die von dort kamen. Im r/eu^r des tagtägiiehen Kampfes,, durch schwete blutige Verlüde, ilureh »ien Märtyrertod seiner oesten urfd rapiorsfen Führe,, be- .Ireitf sicli. allmählich da;< westeuropäische ProteJariut v-';v den roiormistjschon Illusionen., von pazilfcstisehen Vonweiien und wurde zur AnnaJime der kommuuistischeu Iduoiu^.c reif. fn kurzer Zeit gewannen die Grundprinzipien des Kommunismus, <üe revolutionäre Jiroberung aer -politischen Macht, die Errichtung der pi'oIotarischon Dik'.it'ur. die Crganisierung des prolH;»rischen Staates in der Komi voll Arheiterruum, llor^ und Hirn der gesamten iwoiuuoiu n u Arbeiterschaft in Mittel- und West-Europa. iNieht oloi.» i"ausende, sondern Ilunueritüu.-i. nde, ja % MüIhuumi suha.ivn rucli um das rote Banner der kominunisl«sehen lutoi u.inoi;ai.:. Durch Krfahrungtiu am eigenen Leibe «elangto u;»s wesiooropäischo Proletariat zu dei' Erkennrins, aa»i die Moskaut-r Kampimcthodeti, der kommunsstisciie Weg /.tun ^.eviabsmus. der einzige reale und mögliche, und da« jeder .jaden. Utopie und Verrat an der Kev.oludon ist. Dieser lievolutionieruugo- und Krist.aUisatioi:.-.pu>/.ej.i in der proletarischen Bewegung vollzog sich meisteiueu':- gegen den Willen der odizieden Fuhrer uud Theoretiker. So kam es zu dem merkwürdigen, in der Geschichte der p/ole'.t:Tischen. Bewegungen einzig dastehenden t'hiinomeu, naii, sfab die Massen von den) Führern, die Fahrer von-den Ma;.:seu vorwärtsgetrieben wurden. . Also gepeitscht, vom revolutionären Willen der Ma-ss.iii, dem Druck von unten folgend, .ichUmpten, sich die ^»pporfiUiistischen Führer den Massen aui inrem Wege ju»,ii >io.s- «;tu, nach. Diese Tatsache entging aber nicht dem .-.oh-icle;; Bück, der immer auf der B'itt seienden k(m*mtiui;f(.v<.'aen jJtternationate. In der klaren Winsieii'.,- »!«•;.> die jn;e: uauoiiule revolutionäre Arbeiterarmee au.-> einem Gusse go iclr.riH.Hlet sein müssu, da« der Opportunismus die grünte uefahr lür die Hevoiution, bilde, da« der Opportunismus der .'5e;i»runv ijeute Crispien, Adler, Maedonald usw. viel gelähriiciier sei, ais der offene Verrat der Sc'heidcm.inner. forderte üer zweite Kongreß der Mi. Internationale den gänzlichen, endgültigen Bruch mit ihrer opportujüstisohoj), Vergangenheit, ein,'offenes und klares Bekoraitnis zu,m Kommunismus und veriaugle als Garantie dafür, daß sie auch clanacn handein werden," die Annahme aor 21. ^Bcdiugtuigeu. Die Gefahr des Opportunismus inden eigenen Keinen, der unbeugsame Wille, nxie opportiuustisch-reformistiscii.e, Hegaag im Keime zu er-Mieken, das ist. die einzige historjsone Ursache der kl Beiiiu-i-ungen, die jetzt, auf der Tagesordnung al?er prol<;tarischen " liunte' renzen und Beratungen stolum.' Die Menschewiki aller „Sohattieruftgenuatüriicit sehen darinden Vergewaltigungsgeist des Versaüler i'tiedeusschlusses und rufen Zeter und Mordio: „die Anuahme' der Bedingungen verwand^ alle westlichen Parteien zu stumme Werkzeuge der Moskauer Gewaituanoivin den mens<;hewistischen Jammerehor stimmen .selbstverständlich auch „Unsere* Opportunisten vom roobten -Verbände ein. .Sie bcuAhau ■ sich, durch falsche Inturprclation der Beschlüsse, do < zweiten- Kongresses1 der kommuuistiaehen l.nternatioltiue unser'.' Parteien zu. desorganisieren uud den über die wahren-!Urfcsacheiii der Spaltung unserer Weltbewegung nicht genügend orientierten Genossen einzureden, daß ,„bei den gegenwärtigen Umständen den Anschluß der ' Poale-Zion-Bewegung au die FIX Internationale ideologisch uud orgaiüsatorisciT gleichbedeutend mit der voiLständigon Liquidation des Poaie- Zionismus sei- Durch die Beschlüsse'des Moskauer Kongresses,, der gleichzeitig mit unserer Konferenz tilgte, ist, der' kardinale Punkt der zur Spaltung führte, gegenstandslos geworden. '\_(B. Locker:. „Der Jüdische Arbeiter'- Nr. :iu AU diese Behauptungen jedoch sind vollständig aus der Luit gegriffen. Sie wurzeln1 in. der reformistischen Gesi'nn^ng, im opportunistischen Geist der Salondipiomnten und Parlamentspolitiker iuid bilden die organische Fortsetzung der Verleumdungskampagne gegen Sowjetruüland, die 'mit deu vielberüehtigten Artikeln Oittmmm» begonnen hat i> i e angebliche V e r g e w u i|t i g im g d e r A u l -o n o - miia ist, leer ort G e s-c h w ä t z. Die Iii. Tuter nationale sst eine eiahoitliehe Armee; ihren einzelnen Truppeuunteilun- . gen - Sektionen, gewährt sie so viel Aktionslreiheit — Autonomie, als zur Durehiiihrung der nächsten Aufgabe der proletarischen KlassenkamT)fes, der Vernichtung de:" bürge.- ucheu und Aufrichtung der proletarischen,. Macht notwendig is«. Deshalb bekämpft, auch uiie IX Internationale jeden Versuch,* unter dem Deckmantel der Autonomie,' den Opportunismus in die kommunistischen Reihen eiuzusebmu'/Meln au* das entschiedenste. x ' 1 . / in diesem Sinne i*t. auch der h). Pmiki der iSr-tGm•»uilg>.xi abgefaßt: ,.Ä 11 e Res o hl üs s^e d e >: K o n g r « s :s e d 14 ,• k o in munistis c h e u l n. I e v n a t i'o n a Te, w i a u c it d i e B e Schlüsse i h r e s E x ekiuivko m i Ve e s, s i u d iür alle, der ko m m;u n i s t i s c h e n l n t r >• - ir a t i o n a J e a n g e h ö r u n<l e « P arteie u i> i n d o a d. Die in Zeiten des schärfsten Bürgerkrieges tätige Kommunistische Internationale muß bei Weitem zentralisierter aufgebaut werden, als das in der 11. internationale dm- Fall war. Dabei m ü s s <> n s cl b s t v e r s t ä n d \ i.; u d i 0 k o m munist i s che tut e r na t i o H a 1 e u n ü 1 h r R x o k u U v Je o m i t e e in i h r e r g e s a m t e n T ä t i g - k,eit den verschiedenartige.»« Verädituiss e n R e t: h n u n g t r a g e n, u n t « r d e n e n d {<■ u i nz e 1 n e n Part e 1 e n z u k ä in p I e u u n d. / u a r;», einn 1t a b e m und B e s c h 1 ü s s e, von all g u -a V: \ u;» ,. G ü H i g k e i t, n u r i n s <> 1 c h e n F r a g » u las ,, t; u, [ •leuen solche Beschlüsse in ö g 1 i <; h sind;Vot> suis gesperrt gedruckt. Üie iied.)<j . So sieht hi Wirklichkeit der .,Gewaltg<;isider Moskauer Machthaber aus. "Nun .einige, Worte an unsere Opportunisten vom rechton Verbände. Wäre es auf unrerer Weltkonferenz :n<-iu zur Spaltung, gekommen, so müßten wir sie jetzt, nach ihrer Abschätzung; der Moskauer Beschlüsse aus' tuiseren lteiheu ausschliefxm. Fürwahr, die Annahme der Bedingungen bedeutet nicht die» Liquidation des revolutionären proletarischen Pa Iiis ei ais tu u o, (Hissen einziger Weg der Klassenkampf ist, sondern die Liquidation des opportunistischen Poalu-Z i o n i s in u s, de«; von den Konzessionen1 des englischen Imperialismus uiki der Zusammenarbeit mit der jüdischen Bouigö.';*'«, die Losung der jüdisch-proletarischen Probleme erhöht. Wir, vom Unken Verbände, begrüßen dio Br-ochlüoSe zweiten Kongresses und werden in ihrem Geiste, handeln, üi.d soibst wenn die!.![.. i>r:iTt J Internationa:.; un<;rea pioitfau.*;:<ui l:,. *h\uvc\<^ iiul bürgerTicheu re iktionäreu Zionismus erwechseln s .die. »ot ist c:> hauptsächlich die Sdhuld der opporhmistischen Führer des früheren: Verbandsbureaus, die in . .ihrer' OriehUerung dem Völkerbund und der Ii. Internationale den pro« Jefansehen *P»l»stiui«inus in den Augen der revoaiUoe.ue.ii Arbeiterelemente diskreditierten und nur eine Aufgabe - den Kampf gegen den Kommunismus in. unserer WeÜbcW.gung;' kannten, die Informienuig der J l L.. IutornaU<»\mU; über die jüdischen Arbeiterprobleme dagegen, assiniii-n'-rincher^ Kiementen unter der jüdischen Arbeiterschaft, übetäeßen. Wir sind uns dessen bewußt, daß die organisatorische1 Seile unseres Anschlusses an die III. Internationale mit ernsten Fragen verbunden ist, die der zwoiiV Kongreß .ud';h nichtendgültig gelöst hat, so z. B. das Problem de;* Orgü- •n'safionsformen dejkommunistischen Parteien in NäHont-ditji^eustaaten, das gerade für uns jüdische Proletarier von größter, Bedeutung ist. Die Tatsache, daß wir ein; Uiüoum in der A rbefterbewegung, eine internationale Partei mit Sektionen iti allen Ländern der Weh sind, erfordert eine eigene Behandlung, die aber rein, formaler, organ satirischer Natur ist. Wir sind lest überzeugt, daß die III. 'Internationale dem Geiste des obenerwähnten 10. Punkte* der Aidnahmsbcdinguugen gemäß,, d e u b' e s o u d.o r e n Yerh&l tuiss e u, u n t e r w o I c h e n unsere Partei zu kam p f e n. u tv d /. u arbeit e n h a t, R echuung trage u w i r d. x Die Beschlüsse des II. Kongresses sind wesentlich nur -notwendige logische - Konsequenzen der flauptprinzipien. die der erste Kongreß so klar und prägnant formuliert:;. Sie fordern von allen Sektionen unbedingten revolutionären Alctivismus aiü allen Prouten und Gebieten des sozialen Lebens. Wer die theoretischen Prinzipien: der kommunistischen Ideologie arierkennt, ihre praktischen Konsequenzen dagegen ablehnt, ist im besten .Kalle ein politischer Schwächling. A . . . p.. RUNDSCHAU. Der Kampf um die Internationale in h rankreich. Der Keiiu,ugyjtroze« tmd die revolutionäre i'huwick' Ii mg des westei.irojiäischen 'Proletariats jn den, „siegreichen** Ihitenteländern zieht, immer größere Kreise um sich. Der Werdegang des französischen Soziaiismus in den letzten zwei .lahreu „des Krieges . im Frieden" — von 1018 bis .1920 —< bietet hierfür manches lehrreicheKapitel. Gerade ah der Neugestaltung der revolutionären Klus.- seubewegung in Frankreich können wir zwei beu-erlconswerte Tatsachen! teststellen: Z.ituä ch st ist die Ii e v e - lutin nie r u n g des P r ö 1 e t a r' i a t s u i c h t y o n d i e s e c oder jener z u f ä-1 Ilgen, ,0 r g a n i s a - t. i i) u s I o r m a b l\ ä n g i g. An dem. Beispiel^ des der französischen Arbeiteiischaft eigentümlichen Örga nisatiunsio rjJk wird diese .Tafsache zweifellos1. Auch .der Synttiku- 1 i s tu u s, Wie sehr er auch in der -------■-kleinbürgerlichen Psychologie der französischen Arbeiter und; ui) der Geschichte ihres 'Klassenkämpfen begründet war tyid fortwirkte, konnte dem revolutionären Reifungsprozeß in Frankreich keinen Abi brach tun. Trotz der patriotisch e m E i n s t e l i u n g des Proletariats, welche durch ^den großgezogenen Haß gegen den „Erbfeind1:, durch, die Leiden und Verhetzung des W(dtkriegos wie auch durch sein siegreiches Ende bedingt war» Die zweite' Tatsache, welche uns im jetzigen französischen Sozialismus bemerkenswert erscheint, läßt sich folgendermaßen formulieren: d e r. Ii e i f u n g s p r o z e;*. des Proletariats wird am besten durch seine p o 1 i t i s c h e P a, r- 1 tei z u m 'A u s d r u c k g e b r a e h t u u d v e r w i r k - licht. Dies tritt ganz besonderM au der jetzigen Krise in der französische n sozialistischen Partei in Erscheinung. Ete ist unbedingt darauf hinzuweisen, da« die Gsstal-« Ii mg; der proletarischen "Revolution in Franki-eich nicht durch« die scheinbare Grabesstille, im syndikalistischen Üßwerk» schaftsverbande, in der Oonfed'ßratiou generale du,.Trevail^ ,wie es auf ihrem letzten Parteitage in Orleans zum Ausdrucke kam, sondern durch das tuiaufhörliche Brodeln und Kriseln in der politischen sozialistischen Partei , sich behaupten läßt. ~ Wer freilich nur die ss a h 1 e n m a ß i g e S t ä r k e-f beider Organisationen, vergleichen .wollte, würde manchen berechtigten Zweifel an1 dieser Peststellung hegen, können. Doch den genauen Kennern der Klasseiiüeweguug im Westen steht es außer Zweifel, daß der Syndikalismus als solcher niemals mehr als eine statische Ausdracksform des wirtschaftlichen, und geseUschaftlichen Getu-» ges des französischen Proletariates 'war, daß jedoch die D yw . uamik seinter Kräfte und seiner Bewegung bloß durch die politische Partei veranschaulicht werde. Gerade unter diesem Gesichtspunkte ist bloß zu verstehen, wie sich der einst ho. «evolutionäre und anarchistische Syndikalismus im dCriego' "zu der staateerhalfenden und konservativen Arbeitsgemeinschait eutwickell hat, die-sozialistische Partei allmählich immer mehr in „Kurshaltenj auf die Revolution" den Rang abgetauten l'«*i. Aus dieser Befrachtung heraus verdient die jetzige Krise in. der sozialistischen Partei Frankreichs* wie sie durch die 21 Bedingungen, von Moskau hervorgerufen wmde und durch den nächsten Parteitag in Tours wohl beendigt sein wird, eine besondere Beachtung. TSs scheinen sich aub> den, ersten Blick dieselben Geschehnisse, wie siei boi den „Uus abhängigen4* in Deutsehland gegeben1 war, zu wiederholen. Nach der Reinigung/ der Partei von den Thomas und Renaudels, die auf dem Straßburger Parteitage vollführt wtu de, hatte sich bekanntlich auch iiier der Kamp! zwischen den „Ceutristeu*:, den Anhängern Louguets und dem uubedingien Anhängern der III. Internationale, der Leningruppe', entfacht. Die 21 Bedingungen vom Moskau, die von Fros.sard und Cachhi audie 'französische Partei überbracht wurden, stellten nun »du entschieden«*-* Entweder - -oder der liisheilgen .jhavieruugspolitik der Führer" enigegen. Die AusHcidußfrage von .Longuet, .1. Fahre und anderer „Säulen des revolutionären Sozialismus, wie sie sich gern von ihren getreuen- Anhängern nennen ließen, steht, wie in D.'u's'-hh'nd, „das »Schicksal der Dittmänner'*., mit an erster cjplle. Sin.owiew hatte es im letzton Aufrufe au die französische Arbeiterschaft unverhohlen und unbeschöiiigt gesägt: „die einzige Bedingung, welche dür uns vom absoluten Werte ist, istfol- .. geude: der unbedingte und vollständige Bruch mit den re-' formistiacheu, Elementen ttndi der .vorbehaltlose Ausseinui; aller derjenigen, die sich nicht auf den Boden der proletarischen Revolution, der Diktaturdes Proletariats und des Kommunismus stellen, wollen. Dieses „Aufsetzen der Pistole auf die Brust von Longuet und Seinesgleichen*', hatte natürlich tlie letzteren nicht wenig aus dem Häuschen gebracht, wenn sie auch durch spalleulange Geiferströme det* Ironie im „Pojiulaireihre wirkliche Beunruhigung verbergen wollen. , v . . Dein außerordentlichen Parteitag in Tours werden zwei Anträge zur Frage der Internationale vorgelegt wo •.•den. i>er der unbedingten Anhänger und der „Rekonstrukteure,!. Ein - bedeutsames Vorspiel hiezu bietet die jetzt stattfindende Konferenz des hieinedepartements (jP a r i s an d U. m g e tt u \\ gj,.

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