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Freie Tribüne · 1920-11-06 · 39 (6.11.1920) · page 3

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
39 (6.11.1920)
Date
1920-11-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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NR. 39 FREIE TRIBÜNE SEITE 3 figsten Momente der russischen Revolution, der Enteignung der aristokratischen Grundbesitzer, mit - nichten geben. Denn dadurch war der monarchistischen Bewegung in dem Widerstande der Baifern jeder Boden entzogen. Somit hatte "der Krasnoff- und r.tenüdnaufstand im Frühling 1918 trotz der tat~ lüäStigen Unterstützung des deutschen Imperialismus sich nur mit einer sehr beschränkten Spielfläche begnügen müssen, wenn ihm auch zunächst durch die Schwächung des russischen Proletariats durch den Frieden von Brest-Litowsk Vorschub geleistet wurde. Dies freilich hatte sich geändert, als der erstärkte Ententekapitalis'mus ein „größeres Interesse" m Rußlands Schicksalen zu zeigen begann. Dtnn nuiniehr wurde in der richtigen Erkenntnis für die;Vot\\endigkeit „der Demokratisierung der Konteri'jvolutiou" ein Bündnis mit den Vertretern der rus- >:sdien Großbauern, den rechten Sozialrevolutionären, schlössen und die Maskierung der Bestrebungen des Enlentckapitalismus unter den Losungen der „Konstituante" und der „Volkshcrrsehatt" zielbewußt angestrebt. Der Kampf gegen den deutschen ..Oiesarisriius" mußte hiefür das nötige Gegenstück abgeben. So wurde der „Aufstand der Tschechoslowakei' vorn Zaune gebrochen. Damit zugleich isl aber die Konterrevolution in die zweite Phase ihrer Entwicklung getreten. Episode der „Konstituante". Es kann als Gesetz der fortschreitenden Revolution gelten, daß die Klasse, die Revolutions- Irägerin ist, ihren Kampf der Reihe nach mit» allen anderen rückschrittlichen und somit ihr «ntirjcgengcsetzteii Klassen austragen muß. Der Kampf des russischen Proletariats im Jahre 1918 und 1919 liefert hielür ein treffliches Beldg. Ö.w> russisch» Großbourgeoisie, die mit ihren Zarengenerälen zu- Rächst Widerstand zu leisten versuchte, mußte alsbald ihren Platz der nächstfolgenden koulerrevolutiotiä-.en Schicht, dem Kleinbürgertum und dem Großbauerntum abtreten. Die Fahnen des heiligen Georg mußten bald vor dem Banner der „Volksherrschaft" und der „Konstituante" weichen. Wo Korniloff und Kaiedin gescheitert, sollte ein Uber und ein Minor, ein Tschajkowski und Lebedew als Führer „der Volkse ibffwegung" besseres Glück erwarten. Die neue Lage, die durch den Aufstand der Tschechoslowaken im Mai 1918 geschaffen wurde, schien für die junge proletarische Republik fast hoffnungslos zu sein. Zunächst war das getreidereiche Sibirien und das Baumwolle liefernde Turkestan von den hungernden Industriegouvernements abgeschnitten, Ural — bedroht, der Vormarsch an die Wolga vcu Orenburg aus durch den Kosakenführer Dubow angetreten. Am 1. Juni brach in Jaroslau — nur 250 Kilometer von Moskau entfernt . — ein von Sawinkaw inspirierter Aufstand aus, die Besetzung von Archangelsk und der ganzen Murmanküstedurch die Ententetruppen hatte den eisernen Ring um Moskau und Petersburg, im Anschlüsse an das weiße Finnland, fast geschlossen. Nun galt es, der durch Trotzki neu geschaffenen roten Armee zu zeigen, was sie zu leisten vermochte. Und doch1 war ihre Organisierung kaum aus den Anfängen geschritten, die Komniajidostelien waren noch zum größten Teile mit dn alten, zum Dienste herangezogen en u n d g e z w u n g e n e n Zarenoffizieren besetzt, die Ausrüstung der Truppen ließ fast alles zu wünschen übrig. Doch wiederum, wie in den schicksalsvollen Tagen des November, hatte der beispiellose Mut der kommunistischen Führer, der durch die Energie des gesamten Moskauer und Petersburger Proletariats gemacht und gingen an den Aufbau der Sowjetordnung. Sie kennen daher nicht mehr das empörende; aufreizende Schauspiel, das .sich in den Lädari und Magazinen die nahrhaftesten und leckersten Speisen, die .zweckmäßigsten und schönsten Kleider, Wüschestücke, Möbel usw. spreizen, die zu kaui'an, d. h. zu befahlen, sie .nicht imstande sind; dub aus üentschimmeinden Vergnugungslokalen das Echo wüstester Orgien in ihre dunklen, leeren Eiendshöhien dringt. Die Proletarier in Kußland gewinnen unzweifelhaft Kraft zum Leiden aus der Befriedigung des elementaren uerechtigkeitsempfjndens, daß im großen und ganzen alle die gleiclie schwere Lebensbürde tragen, daß nicht länger reiche Faulenzer prassen und schlemmen, während sich abrackernde Besitzlose und WauigerbesUze.ide am Hungertuche nagen. (Aus der ,,Roten Fahne", Berlin.) Zwei Bilder aus Moskau, Der russische Mystizismus. Ton Kreml aas ist es unmöglich, auefy mir einige Augenblicke weiter zu marschieren, ohne ulli eine Kirche zu sloßeu. Die meisten sind Kirchen-Kapellen, wo stets, ein bärtiger Pope Gottesdienst hält. Der religiöse Aberglaube ist so lief bei den Hussen eingewurzelt, daß ich es kaiun für möglich erachtete. Am Eingang jeder Kirche len eeu die Vorübergehenden unzählige Male nieder. Eine* Tages sah ich in einer kleinen Kirche einen Burscnen aus d e n 1> ü rger liehen Kreisen, der löniul vor 15 Uoiligoubildoiu niederkniete und sich ebenso oft vor iedeni» einzelnen bekreuzigte wie es auch andächtig dreimal hintereinander küßte. Den Eindruck, den er auf mich machte, war höchst peinlich. Aber alle Menschen, die ich darüber ausgefragt habe, die einfachen. Arbeiter, die Staatsmänner, bekannte Schriftsteller, alle gaben sie mir den gleichen Bescheid: der religiösu Aberglaube, der so bewußt von dem zarisoheu .Reiche gepflegt wurde, ist im entschiedenen Sinken begriffen, wenn die Kirchen auch -noch immer besucht werden. Zwei Drittel der ehemaligen Klienteln ist jedoch verschwunden. Das jugendliche Element, ohne Unterschied der sozialen; Klassen, in der freien kommunistischen Schule ertragen war, das Unmögliche zur Wirklichkeit gemacht. In drei Tagen teilte Jaroslau das Schicksal von Lyon, seines konterrevolutionären Vorgängers aus der großen französischen Revolution, der Vormarsch der Engländer stockte im Norden, die Tschechoslowaken konnten trotz der Aufstände der Großbauern sieh nur langsam an die Wolga heranarbeiten. Der neue Carnot der russischen Revolution fand inzwischen Zeit genug, die heldenmütigen Arbeiter der Zentralgouvernements zu einer von Tag zu Tag erstarkenden festdisziplinierten und opferwilligen Revolutionsarmee zusammenzuschmieden. lAueh der im Juli 1918 folgende Abfall der linken Sozialrevolutionäre, die als Repräsentanten des Dorf- Mittelstandes mit Gesetzesnotwendigkeit den anderen bolschewikifeindlichen Gesellschaftsschichten folgten, konnte an dieser Tatsache nicht rütteln. Zwar hatte er die Einnahme von Kasan (an der Wolga) durch die Tschechoslowakei! mitverschuldet, doch wurde bald das buntscheckige reaktionäre Gesindel, das; jsieh urn das Panier der Konstituante scharte, — es waren dies die linken und rechten Sozialrevolutionäre, wie auch ein Teil der Menschewiki und des „freiheitlichen Bürgertums" — durch die wuchtigen Hiebe der roten Armee um ein erhebliches Stück zurückgeschlagen. Der gescheiterte Vormarsch auf Moskau hatte die inneren Gegensätze im Lager der Gegenrevolution mit tausendfacher Kraft entfacht. Allzubald mußten die Vorkämpfer „der Demokratie und der Volksherrschaft" den Secjen der von ihnen verfochtenien Losungen am eigenen Leib erfahren. Schon irrt spälen Herbst 1918 wurde das „provisorische Komitee d£r einzuberufenden Konstituante" von der „verbündeten sibirischen Regierung" der Großgrundbesitzer und Industriellen teilweise verhaftet, teilweise zersprengt. Die Auflösung der „Volksarmee'4 der rechten Sozialrevolutionäre war durch das Vornucken der roten Armee bis an den Ural fast be-, endigt. Das zweite Kapitel des Revolutionskampfeä gegen die Pseudodemokratie und ihre DonQuichots schien somit abgeschlossen, die Giroude von 1918 im Osten erledigt zu sein. Doch harrten bereits neue Aufgaben der ersten proletarischen Armee, die auf dem siebenten Kongreß der Räte im November 1918 von Trotzki als „der neue Faktor der Weltgeschichte" mit Recht gefeiert wurde. Kampf gegen die Entente. Die deutsche Novemberrevolution hatte mit einem Schlage den im Westen stets lauernden Feind der Räterepublik beseitigt und der Ausbreitung der proletarischen Revolution Tür und Tor geöffnet. Gleichzeitig mit der Okkupation Weißrußlands und Lithauens mußte aber der Vormarsch1 in derUkraina gegen das sich unter Petljura organisierende ukrainische Großbauerntum aufgenommen werden. Dies alles hatte die Aufgaben der vorrückenden roten Armeen unendlich vergrößert, wras ihre Wirksamkeit schwer beeinträchtigte. Der Zusammenbruch des deutschen Imperialismus und der uneingeschränkte Triumpf des Bntentekapitalismus hatte jedocli eine neue internationale Lage geschaffen. Nunmehr schien es klar zu sein, daß der Kampf gegen die Konterrevo- 1 utien g 1 e i c h b e d e u t e n d mit der Herausforderung an die siegreiche Entente sei. Der Bürgerkrieg in Rußland ward nunmehr zum) Weltbür gerkrieg ausgedeiint. Das Jahr 1919 steht überall in seinem Zeichen. Die Spartakuskärnpfe in Berlin und in allen anderen Städten, wo deutsche Proletarier ihr Blutbekenntnis1 zu Rußland ablegten, die Riesenstreiks in England, zogen, wächst irreligiös heran; dia( Arbeiterklasse iss nunmehr von ganz anderen Problemen durchdrungen. Die Bolschewiken wollen, im Gegensatze zu den Jakobinern die orthodoxe Kirche nicht mit einen* Schlage vernichten. Sie stellen dem religiösen Problem mit klarer Indifferenz gegenüber. Sie halten sich dabei an die Geistosoiilstelluug von Marx:) „Die Eeiigion ist ein überwundenem; Problem." Sie sind überzeugt, daß, sobald die Klassenherrschaft aufhört, die Verbreitung der Kultur zwanglos und mechanisch fast jeden phantastischen Aberglauben der Wunder und Mysterien zerstören wird. Und in ihrer außerordentlichen Toleranz gehen die Bolschewiken so weit, dati sie es den Kindern in deiii kommunistischen Sohukuistalteu erlauben, au ihren Betten Madonnen, oder Heiligenbilder .anzubringen oder aojj Sonntag in die Kirche zu gehen. Wie es »lern auch sei,, diese äußeren Zeichen der ReligiosU.it in, den lievolutionszentren haben auch und meine Genossen in peinliche Ueberraschung versetzt. Wir-1 fragten uns: „Wo ist die Arbeitorseele, das Wort des revolutionären Proletariats Und die schmerzlichem Zweifel, daß die Verleumdungen der bürgerlichen Prosse doch am Ende wahr sein köuuten — bemächtigte sich unser.- Wir dachten] daran, ab es nicht zufällig doch der Wahrheit entspreche, daß sich die bolschewistische Regierung die Macht usurpierte,, weil ihre "bewaünete Aktionsminderheit über die Apathie der indolenten Majorität der Resignierten und Mystiker herrscht. Ahe.- ein gewaltiges Ereignis überzeugte am sehr bald, wie unbegründet unsere Zweifel waren. Die Moskauer Arbeiterklasse. Dieses Ereignis war die Eröffnung des Kongresses der komtu- Internationale, Dienstag und Mittwoch - der L!7. und L'cJ.. .Juli — waren die Tage, au dem die Arbeiter von Moskau gekommen sind, um die Kongreßmitglieder bei der großen Feier, die zu Ehren der III. Internationale stattfand, zu begrüßen. Unter den Mauern von Kreml, nu£ dem Ungeheuern „Roten) Platz"! (der Name rührt von den blutigen Hinrichtungen, die dort stattfanden) erblickte ich von den Tribünen aus* die kompakteste, diszlplimertesro und zahlreichste Arbeitermasse, die je an einem solchen Ort, bei ähnlichen Ereignissen, gesehen wurde. Der Zug dauerte Frankreich und Amerika, die von den Sozialopportunisten zum Scheitern gebracht wurden, sie alle geben den Hintergrund ab zu dem direkten Kampfe, den die Räterepublik gegen eine ganze Welt von Feinden führt. Diese scheinen mit einem utrpfaissenden Angriff den Bolschewismus vernichten zu wollen. Blockade und Drahtverhau um Rußland sind die Losungen, unter weichen ein neuer Ring konterrevolutionärer Gebilde, die, aus dem Innern des proletarischen Landes verdrängt an seinen Grenzen angelegt sind. Die „se'bstbcstimnitcn" Baltikumrepubliken Estland und Lettland, in Ihrtoni. Schölte Judenitsch, der als neue Hijdra von den deutschen Junkern großgezogen wurde, nach Süden — das „befreite, unabhängige Polen", nach Norden Finnland und weiter längs der Küsie des wcißctfi Meeres — das Expediticnsheer der Eniente bis zt» den Vortruppen Koltschaks, der als Diktator Sibiriens die Sozialrevolutionären Schwächlinge abgelöst Hot, — so bereitet sich im Frühling 1919 d e konterrevolutionäre Hydra vor, mit tausend Köpfen den roten Drachenkämpfer anzugreilen und zu zermalmen. Nicht genug hiemit! Im Süden war es — nach der Forcierung der Dardanellen — den Entemle-. generälen gelungen, Denikijn, den Nachfolger Koledins, mit Munition und Mannschaft reichlichst zu. versehen und ihn zum „Eroberer von Moskau" zu prädestinieren. Die Anstrengungen des Weltinip.rialismus sind zunächst von Erfolg begleitet, Ukraina, Weißrußland, Lettland, Wolhynien gehen verloren, Judenitsch rückt auf Petersburg vor, die Niederloge Koltschaks. der den ganzen Sommer hindurch tu Rückzüge schlägt, wird durch den Vormarsch D.1nikins auf Moskau weh gemacht, und so sieht der Herbst 1919 eine neue, noch nie dagewe^ne Krise des kämpfenden Rußland heranreifen. Die Wagschuie neigt sich bei der zweiten Jahresfeier d:r Oktoberrevolution auf die Seile des siegreichen Entcnte,- imperialismus. Fast ermangelt es der Worte, um die Loge zu schildern, die gerade vor Äiem Jahre gegeben war. Sind uns doch die Tage unvergeßlich, als die Gerüchte von dem Fall „der roten Kommune" in der Luft schwebten und das Herz auch des entschlossensten Revoluüonskämpfers erbeben ließen. Die Bourgeoisie glaubte ihrem Endsiege nahe zu sein: Judenilsiii« in den Vorstädten Petersburgs, Denikiii kaum 200 Kilometer von Moskau entfernt —, sollte das Todesurteil der Weltrevolution unterschrieben werden? Zum Siege. Das Jahr 1919 hatte eine rückschlägige Phase der russischen Konterrevolution gezeitigt. Fast schien diese auf ihren Ausgangspunkt zurückversetzt, aufs Neue im Zeichen der Restauration des Zarismus zu erstehen. Denn von einer „ursprünglichen Volksbewegung" gegen den Bolschewismus konnte nunmehr keine Rede sein. Das Auseinanderjagen der „Demokratischen Rada" im Kubangebiet durch Denikin, ebenso wie das Henkerregime "Koltschaks, der diz Telegraphendrähte der transsibirischen Bahn unterschiedslos mit den gehenkten Vorkämpfern der Kon-, stituante und der „Roten" zierte, mußte auth den blindesten Bolschewikihassern unter den Sozialrevolutionären und Menschewiki zeigen, daß ein Kampf gegen den Kommunismus ein Wiederaufrichtender zaristischen Reaktion bedeute. So mußten sie schweren Herzens ihre relative Anerkennung des Räfceregimes und den Verzicht auf die Bekämpfung des Bolschewismus mit Waffengewalt erklären., Ihr Aufruf im Oktober 1919, die proletarische Re- G Stunden ununterbrochen an. Männer, .Frauen und Kinder marschierten langsamen Schrittes in Zwöll er reihen aufgestellt, unter einem unaufhörlichen. Geschrei von Gesang- und Musikchören begleitet, einher. Das revolutionäre Moskau vvi-r da! In seinen Arbeiterinnen mit <}<m schlichten Häubchen, von denen) die roten Schleier wie Miriadon von Flammen hingen, die sich in der glorreichen Julisoaue anzündeten* in seinen Kindern, mit den niedlichen, vor Freude strahlenden Gesichtern; in' seinen ernsten und entschlossenen MUnnern, unter denen ich; nur wenige junge Lern..- bemerkte, da sie alle an der Front waren. Die Nachrichten von den letzten Siegen Uber die fliehenden Polen füllten die Luft mit sUu-iuisi-lieiu Freudenjauchzen. Die Anwesenheit — im Schatteu des Turnus ^ou .Iwan dos Großen, dessen Glocke einst nur dio Thronbesteigung eines neuen Zaren ankündigte — der proletarischen Delegierten aus der ganzen Weit, ou> zurammougelcoininen sind, um ein brüderliches Symuuüuewort dem russischen Volke auszusprechen, gibt nur Versammlung; ein feierliches Gepräge. Eine halbe Million Proletarier sprach in einer nicht mißzuverstehendeu Art ihren Glauben an die Ue- . volution, au die Disziplin, an die Methode, Fmergie, Geduld ' und an die Gewißheit ihres Triumphes aus. Und die kleinen Kirchen mit ihren bärtigen» Popen, mit ihren byzantinischen' Heiligenbildern, mit ihren kleinen, sehmut/.igeu ljauernklienten und ihrem, dein Mystizismus verfallenden Kleinbürgern, die in ihrer Seelenverwirrung die tragische llevolutiomvgröße nicht verstehen konnten, erschienen mir au'o der historischeu Perspektive ho weit und klein. Der russische MystjCi.smus wird vielleicht nicht so rasch verschwiudeu, wie. es gar viele unter den Orthodoxen Schülern des Marasmus glauben. Aber sicher ist, daß das reinste und leben ugste Pnnzrp, das es in ihm gab, sich .•uf das sozialistische ProieUt.ai, das aus dem Kommunismus einen Glauben mii re- H'.'ösom Einschlag gemacht hat, üüj'Vaivu l..it. Du*, was an oen alten, orthodoxen Kirchen >:rid Lirem b malen Glaube* geblieben ist, ist träge und leblos gewerae . und geht seiuoxvölligen Vernichtung cntgege >. (Auüf dem „Avanti" von Viuceuzo Vacin;.x, 19. September 1020. )J

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