Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 35 (9.10.1920)
- Date
- 1920-10-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Wx. X> Schipper verhandelt mit Säszynski flbfet äffe polnischjüdischen Beziehungen. ftVeim es wahr sei, was der offizielle polnische Telegraph über die sogenannten „polnisch-jüdischen Ausgicichsvernandlungenu zu berichten weiß — und sq .lange keine unzweideutige Widerlegung erfolgt, haben wir keinen Grund, daran z\\ zweifeln — dann geschieht in unserer Bruderpartei in Polen Ungeheuerliches. jTttan bedenke: zu einer Zeit, da die polnische SchLichta sich anschickt, im Dienste Frankreichs die nißläudische sozialistische Republik niederzuwerfen da der polnische Antisemitismus Pogromorgien feiert, du die polnische Regierung die revolutionäre Arbeiterbewegung unbarmherzig unterdrückt, da der Vizemiiiisterpräsident des Königreiches Polen, Daszijnski, die jüdische Arbeiterbewegung durch inquisitorische Mittel zu ersticken sucht und den „Bund" außer Gesetz stellt, zu einer solchen Zeit geht der „ßeimdeputat" Dr. Izchok Schipper .(Poale Zionist auf Urlaub) gemeinsam mit den jüdischnationalen und jüdisch - assimilatorischen Seimabgeordneten zum Vizeministerpräsidenten ,,v er h*a n de 1 n". Man bedenke: „Auf -jüdischer Seite wurde äbeiein stimmend geltend gemacht, daß noch ehe in die Betrachtung der kulturellen und organisatorischen Probleme, welche auf die Lage der Juden und ihre Organisation in Polen Bezug haben, eingegangen Wertteil könne, die erstickende Atmosphäre beseitigt werden müsse, welche in den letzten Wochen geschaffen wurde und welche ohne Rücksicht auf die unzweifelhaft loyale Haltung der jüdischen Gesamtheit während des Krieges zu dem unerhört verleumderischen V o r w u r f gegen die jüdische Bevölkerung geführt hat, daß sie angeblich ein feindseliges Verna I te n gegen -den po lnisc h en S t a a t einnehme, das beiniahe an Hochverraat grenz e. Die Resultate dieser Anwürfe haben sich bereits in überaus tragischer Weise in der Lage der Juden in den von der feindlichen Okkupation befreiten Gebieten geltend gemacht." iWelche idyllische Uebereinstirnmung zwischen den Herren Grürib'aum .(Zionist), Prilutzki (Volkist) und üowenstein .(Assimilant) auf der einen — und dem „Sevmdeputat" Schipper (Poale Zionist) auf der anderen Seite! , . . Worin stimmt Genosse Schipper mit diesen Herren überein? Etwa darin, daß das jüdische Volk — die Arbeiterschaft inbegriffen — Polen im „gerechten" Kriege gegen die rote Gefahr unterstützen muß; oder etwa darin, daß es Aufgabe der jüdischen Arbeiterschaft sei, mit dem Pan Dasztjnski in gute Beziehungen zu treten. Dann sage er dies offen. Und er wird von der jüdischen Arbeiterschaft gründlich belehrt werden, daß solche Parlamentarier wohl in der P. P. S.. keinesfalls aber in der Poale-Zion-Partei Platz haben. D r. S c h i p pe r b e i Da stz y n s'k i! Gemeinsam mit den Seim abgeordneten „aller jüdischen Parteirlchiuugen", wiies der amtliche Bericht ausdrücklich hervorhebt. Welche U u geheuerlichkei t! Die polnische Presse — von der antisemitischen „Dwa Grosza" bis zum sozialdemokratischen „Robotnik" denunzieren den „Bund" und die „Poale Zion" als die einzigen bolschewistischen Parteien in Polen; daraufhin wird der „Bund" tatsächlich außer Gesetz'gestellt, die Poale-Zion-Partei drakonisch gentaßregelt, die Zeitungen eingestellt, die Redakteure eingesperrt, hunderte Genossen in . die Gefängnisse geschleppt und Genosse Schipper geht zu Daszynski „Vferli anekln" ... über die polnisch-jüdischen Beziehungen. Die gesamte jüdische bürgerliche Presse — in Polen versucht tagtäglich das jüdische Bürgertum vor der beständig«« Pogromgefahr sich dadurch zu bewahren, indem es immer von neuem Beweise erbringt, daß „nicht alle Juden Bolschewiki wie Trotzkyu seien.. Und Genosse Schipper will in rührender Uebereinstirnmung mit den Vertretern der judischen, bürgerlichen Presse das jüdische Volk gegenüber der polnischen Regierving repräsentieren. Nein! Diese Schmach darf die poalezionistische Arbeitcrsfchai-t nicht dulden. Die Tage von Wilsondepeschen und San-Remo-Feiern sind ein für allemal vorüber. '•' > Es gilt, Dr. Schipper offen und entschieden abzu-. schütteln, so daß kein poale^ioaistischer Parlamentarier mehr versuchen wird, die Wege Schippers zu 'wandeln. Das Zentralkomitee unserer polnischen Bruderpartei hat das Wort. {Wohl ist es uns nicht unbekannt geblieben, welch schwere Mühe es dem Parteivorstand Kostet, die Vorliebe des Seimabgeordneteu Schipper für „Seitensprünge/4 zu zähmen. Ist es doch Tatsache, daß Schipper in seiner fast zweijährigen parlamentarischen Tätigkeit kein eüizigesmal von der Tribüne erklart hätte, «fr spredie als Mandatar der Poale Zion Partei. Doch die polnische Partei ist ein Glied des Weit- Verbandes. Und wir .sind berechtigt, zu fragen, was gedenkt unsere Bruderpartei in Sache S<Jh ippir-G rfinfrautn, Lö wensfein-Da-; «arynski •u tun . FRKIE TftfBONE Und noch eine Frage: Was gedenkt das Verbandsbüro in dieser Sa^ne zu tuft? Etwa abwarfien. örjer gar Informationen einholen. Nein! Die fünfte Weltkort ferenz hat eben dem Zustande des „Gewährenlassens" solcher Auswüchse ein Ende bereitet. Wir fragen laut: Was gedenkt das Verbandsbüro zu tun, damit unsere Bewegung nicht durch solche politische Aktionen wie die Schippers kompromittiert wird? Das Verbandsbüro hat das Wort. Zionistische Landespotitik, Gegenwartsarbeit genannt. „Man wäre versucht, die Geschichte dumm zu nennen....", wenn die Zionisten bei ihrer „volkstiieundliehen" Arbeit nicht immer wieder ihr antisoziales Gesicht enthüllen würden. Und das geschieht regelmäßig, wenn sie gezwungen werden, einen Augenblick von ihrer avanturistischen Zionsschwärmerei zu lassen und sich mit irdischen Dingen zu (befassen. Die Scheidemann -Republik war unserem wakkeren Stricker wenig rot; die Steuerpolitik der deutschösterreichischen Sozialdemokratie ist der zionistischen „Morgenzeitung" viel zu rot. Wenn es sich um das Land unserer Väter handelt, dann gibt es nur Juden-Brüder; ein Gott — ein Volk — eine Sprache. Sobald es aber um höhere Arbeitslöhne geht, dann stimmen die Zionisten das Lied der ChrisStlichsozialeu, vom „kleinen Mann" und vom „Mittelstand" an, so daß man wahrlich' versucht ist, ihnen den aufrichtigen Rat zu geben: sie mögen sich doch als Mosa isch -Sozia le Partei konstituieren. Kaum aber hat sich das Thema den Fragen der groEen Politik zugewendet, so hört man schon auch die Sprache des toten Benedikt. So benutzt die „Morgenzeitung" die Enthüllungen der ,,Arbeiterzeitung" dazu, um in einem Leitartikel „Wählet jüdisch" gegen Bela Kun und gegen die Methoden des Kommunismus zu zettern und die „Bestrebungen der Sowjets, den ,Daily Herold' anzukaufen, zu tadeln. Die Enthülllungen der „Arbeiter - Zeitung" an und für sich aber, die das „Bestreben" der Christlichsozialen, in Wien das Hortyregime und die permanenten Pogroms einzuführen, bloß legen, finden bei den Zionisten nicht viel Wohlgefallen. Der Leitartikel der i,Morgenztg.'- -tst-mit der ^Arbeiicrzttf," unzufrieden. Erstens deswegen, weil sie diese Dokumente „(schon seit Monaten in Händen hatte und sie erst jetzt für den Wahlkampf hervorholt"; zweitens deswegen, weil „diese Affäre sich in letzter Linie gegen den Staat selbst wendet". So wollen die Zionisten die Interessen der Wiener Judenschaft vertreten, indem sie gegen die hohen Löhne für jüdische Arbeiter und Angestellte, gegen die Sozialisierung der Großbetriebe, gegen die hohe Besteuerung des Finanz- und Industriekapitals und für das Verschweigen solch „ekliger" Dokumente, wie die ungarischen, sind. Unwillkürlich erinnert man sich an den ehrenwerten Herrn Pordes, der in den Spalten der „Wiener Morgenzeitung" sich rühmte, gemeinsam mit Huszar die Gegenrevolution in Ungarn gehegt, vorbereitet und beschützt zu haben. Wahrlich, wer weiß, wozu ein schwarz-gelber Zionistfähig ist. Aus unserer Bewegung. Dvn Mitteilungen Nr. 2 des Verbandsbüros entnehmen wir Auszug* aus den Berichten: Rußland. Obwohl die vor einem Jahre vollzogen« Purteitfpa^ung viel Unergie geraubt hat und der Bruderkrieg eine böse Wirkung au* den Stand vieler Organisationen hatte, eniwickelt sich u!ij.-iv in 1,'uOlaud immer stärker. Beide Parü.e:! «aben eigen'? Organe — die J. S. L». dou ,.Jüdischen Arbeiter" in Witobsk und den „Proletarischen Gedanken" (russisch,) in Charkov; von der J. K P. erschienen: iu Minsk der „Avantgarde und in Chartcov ,.Nukanunic" (in . russischer Sprache,'. Beide Parteien haben ihre Organisationen mob lisiort, um die rote Front zu verstärken und viele hunderte iienocson kämpfen heldenmütig in der Koten Armee. Die Mobilisierung einer großen Zahl jüdischer Arbeiter, darunter besonders aktive Genossen, bemirkte natürlicherweise eine Schädigung der eigentlichen Parteiarbeit. Sic wurde aber neu belebt durch die Befreiung wiehtigor jüdischer Massouzenrrea in Weißrußland und in Litauen; unsere Bewegaup ist dadurch wieder mit den großen Massen der jüdischen Arbc-Üorsehaft in enge Berührung gekommen. Ein Telegramm aus Moskau vom 19. Sept. besaß;:; Mitte September hat in Moskau der Partoitug der J. S. D. Poaie-Zion stattgefunden, an der 70 stimmberechtigte Delegierte und viele Gäste aus allen Teilen Bußlaudn >.owie aus den gerade befreiten Gebieten teilgenommen nahen. Zum Schlüsse der Tagung sind die zur V. WeltUnnierenz nach. Wien entsendeten Delegierten Gon. Kiwiu und Gen. Leime a^gek$mmen. Per Kampf wardo hauptsächlich gefühlt tun die Präge der Vereinigung mit der J, iv- P. liu hat sich daher tun die Namensänderung der Patiei gehandelt. Der Vorschlag» sich mit J. K. P. zu vereinigen uu* Grundlage der Plattform des Weltverbaudea und den Namen der vereinigten Partei: „Ruüländiache Sektion de» Welt verhau des." festzusetzen erhielt 39 Stimmen. 23 Stimmen waren dafür, daß die Partei sich Jüdi*e,he Kommunistische Partei nennen soll. Nach Ablehnung dieses Antrages verlieSen 23 Delegierte mit Leime und Arezfcer on SEITE 3 der Spitze d<m Pa-rtoltag. Geblieben siftd 50 Delegierte. . Die Partei bleibt bis zur Veroinigting tnit d*r J. K i\ ihrem bisherigen Namen J. 8. D. Z. In das nette Zentralkomitee wurden die Genossen S. Abramovicz (Chefoz,), N. ÄBdMtan, N. fiaru, S. Breiter, Briskmann, Ganapolski und Kiwi» gewählt. Man erwartet die baldige Ankunft der nach Bußland zu entsendenden Delegation des Verbandsbüros. Hierzu erfahren wir noch: In der J. S. D.-Partei hatte sich seit langem eine kommunistische Fraktion gebildet, mit dem Ziel, die Partei dem Kommunismus zuzulühren- In der letzten Zeit sind ganze Organisationen von der J. S. D. zur J. K. P. übergegangen. Die Ungeduld in den Keihen der kommunistischen Fraktion wuchs von Tag zu Tag, so daß es der kommunistischen Fraktion nicht mehr möglich war, in der Partei zu verbleiben. Sie wollte nur noch bis zum Parteitag zuwarten, der ursprünglich im Juli—August stattfinden sollte und auf den September verschoben wurde, um sich dann mit der Jüdischen kommunistischen Partei zu vereinigen. Nun wurde der Parteitag am 8. September in Moskau abgehalten. Scüon in der Debatte über den Bericht traten unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten hervor. Der Konflickt vorschärfte .sich, als man über den Namen der Partei verhandelte. 13a lagen drei Anträge vor: 1. Sich mit der J. K. P. f-.u vereinigen. 2. Eino kommunistische Arbeiterpartei zu schaffen. Vorläufig den Namen J. S. D. A. P. zu behalten, bis die neue vereinigte Partei geschaffen sein wird. Eis wurde mit 34; gepen 30 Stimmen beschlossen, deu alten Namen zu behalten. Die komm. Fraktion lüelt es nicht mehr für moglieh, iu der Partei zu verbleiben Sie gab eine ausführliche Erklärung ab und verließ den Parteitag. Mit ihr verließen auch alle anwesenden. Gäste den Saai. Am selben Tage uud in demselben Hause fand die erste vereinigte Sitzung de r komm. Fraktion und des Purteiriites der J. K. P. statt, tu den Begrüßungsreden wurde darauf Hingewiesen, daß alle bedeutenden Organisationen der Poaie-Zion, wi; Minsk, Charkow, Kiew, Krementschug Jckalerinoslaw, Tschomigow usw. zur J. K. P. übergetreten und nur einige unbedeutende Organisationen bei der J. S. D. verbleben sind. Bs wird die, einheitliche Jüd. Komm. Partei geschaffen. Dieses bedeutende Ereignis in der jüdischen Arbeiterbewegung Rußlands begleiten warme brüderliche. Zusammengehörigkeitagelühlo beider Teile. Die vereinigte Sitzung hörte den Bericht über die 'Weltkonferonz an und stellte sich ani deren 'Plattfovra, u d o m s i e s i c h m i t den K r k 1 ä riu n g c n der kommunistischen Fraktion der Weltkonfer e iv z solidarisiert e. Der vereinigte Parteirat beschließt, das Vorbandsbüro aufzufordern, alle jene Kiemente aus dem Vorbande auszuschließen, die offen die kommunistische Richtung im Poalo-Zidnismus bekämpfen. 13s wird eine Reihe von Beschlüssen angenommen, an deren Realisierung sofort herangetreten wird. Nach einer Reihe feierlicher Schlußreden wird der 1. Parteitag der vereinigten jüd.-komm. Partei P.-Z. 'Rußlands geschlossen. Amerika. Die iinkou hUeinenle der amerikanischen Puiue-Zion hüben Jahro hindurch einen erb tterton und unermüdlichen Kampf , aoführt, «uvi dio üowoyiufe von inneu lioruua au " ftlvolutionioren. Fast in allen Punkten der poule-zionisCisphon Thevrie und Praktik herrschten tiefe Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden .Lagern der Partei, üocii haben beide die Organisationelle Eiiüieit gewahrt, in der Hoffnung, daß sich mit der Zeit doch eine einheitlieae Ideologie herauskristallisieren wird. Dawider stand die mächtige Festuny des auiorikaniy scheu, selbstzufriedenen, goschältlichen und uiigeö ldeten .,Genossisuuis-, großgezogen und geistig wie niaiüvieH' gestützt durch dun „Vorwärts" und durch dio praktisch-nücntorne, hobräisch-rulörmisüsche, orthodox-trockene. Bewegung des amerikanischen „Sionismc'; mit selhor Unfruchtbarkeit und ITnfähigkeit irgend etwas Wirkliches und Dauerhaftes zu unternehmen. Der Poale-Zionismus wollte die Atlunosphäre reinigen, den Mut wecken, ein. Ziel,, ein Ideal aufzeigen. Utn ihn haben sich alle radikalen, Elemente gruppiert, die mit 'dem Genossismus" und „Zionismus" unzufrieden waren, alle, die nach ehrlicher gesellschaftlicher Arbeit, nach einer freien« idealistischen Alhmosphäro. gestrebt haben- Das bowirkte aber gleichzeitig, daß der Poai-.i-Zionismus in Amerika sein Rückgrat als reiji proletarischo Partei, dio immer und überall ihre Klassenihteressen und -Autgaben kennt und sich ständig einzig und allein der Methoden und Taktik des Klassenkampfes bedient, verloren hat. Den ganzen Idealismus, die Begeisterung der Genossen hat die Partei für Palästina verbraucht.. Aber auch hierin war keine revolutionär-proletarische Auffassung des Palästinisraus vorhandon, die diesen mit dou Tendenzen' der tiefsten .Erschütterung der menschlichen Gesellschaft der; sozialen RovoliiWou in Einklang bringen sollte. Es wurde daraus ein ärgerlicher, verbrecherischer Erlösungs-Zionismus mit englischen Legionen}; und lledaxl-Ovationen für ii a i - löu r und S o k o 1 o w, ein histerischer, katastrophaler Zionismus, der mit. einem Schlage mit dem zioiustischen Kongreß uud d*iin bösen Zauber des onglischeu Imperialismus über Nacht ein sozialistisches Palästina aufrichten möchte. Die linken Elemente habon ihren Kampf nicht erst bei dor 'Weltkonferenz angefangen. Wie bereits erwähnt, führten sie ihn schon jahrelang und haben in vielen Lokalurganisutionen die besten und aktivsten Genossen für sich gewonnen. Dio letzte Konferenz, die in PHtsburg vor der Weitkonferenz tagte, hatte den spezifischen Charakter dea amerikanischen iJoalc-:Zionismus mit seiner lächerüchoa Auijnachiuag vom zionistischen Kongreß, nationaler Anleihe und dgl. noch deutlicher aufgezeigt. Es wurde auch beschlossen, .mit der Tätigkeit und dem EinDusrie der Linken aufzuräumen. Schon auf dieser Konferenz hat dio linke Fraktion, dio auf der ganzen Front einen, erbitterten Kampf geführt ,und auf diese Weise dou tiefen Abgrund...'zwischen ^den zwei vurselüedeuen Auffassungen dos poale-Zionismus'uufgedevkt hat, erklärt, daß für sie nach den gefaßten Beschlüssen kein Platz mehr in der Partei sei; sie wollten jedoch das Re.iuiiut der Weltkonferonz abwarten in der Ueborzeugung daß die Weltbewegung anderer Meinung sein als dio amerikanisch* Parteimehrheit. Diese Ueberzeugung erwies sich als rinhtig und die amerikanische Delegation! d,e zu Hause alle Rechte der Mehrheit gewahrt wissen wolltö, hat in Wien uli Minderheit die Weltbewegung gespalten. Für die linken Genossen der amerikanischen Partei murde natürlicherweise durch die Weltkonferenz der einzig mögliche Ausweg geschaffen, getreu den revolutionären Beschlüssen der V. Weltkouferenz, alle Kräfte anzuwenden, um die Poale-Zion-Partei zu reorganisieren- Am £ü. August fand eine Sonderberatung dea %«atr&- len sozialdemokratischen Propagand-akomlteea sUitt* üo£ de«: unter anderem beschlossen wurde?