Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 23 (5.6.1920)
- Date
- 1920-06-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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NR. 23 FREIE TRIBÜNE SEITE 3 ausstreckt. Die gesamte werktätige Bevölkerung der österreichischen Republik soll in Schuldsklaverei geraden, die Staatsregieruns zum Büttel der als Schuldvogtei eingesetzten Reparatidnskömmission werden. Der Brotkorb wird so hoch gehängt, daß, Jede freiheitliche selbständige Etegung im ewigen Kleinkriege um das tägliche Brot verkümmern muß. Wir gehen der vollständigen Verelendung entgegen, wenn wir uns wehrlos den Klauen des Ententokapitalismus überantworten. Den durcli das vergossene Blut aller Völker gemästeten Zwingherren des Westens ersteht aber in den Besiegten aller Nationen, der proletarischen Internationale, ein unbezwingbarer Widersacher. Das Schicksal des werktätigen Volkes von Deutschester reich ist einzig und allein davon abhängig, daß der Geist der Selbstbefreiung der Arbeiterklasse, der in Rußland zuerst zur Tat wurde, die Hirne und Herzen der Proletarier aller Länder erobert. Wenn wir auch vielleicht mqhl von heute auf morgen die Räterepublik Kruchten können, so müssen wir doch die Kraft aufbringen, um mit der heimischen Reaktion fertig zu werden und für den Tag der BeJreiung gerüstet sein! Die fünfte Weitkonfemm%. Das Organisationsbüro der Linken Poale Zion erläßt an alle ihm angeschlossenen Landesparteien, Fraktionen, Gruppen und Genossen nachstehenden Aufruf zur fünften Weltkonferenz: Genossen! Tri zwei Monaten wird die fünfte Weltkönferenz zusammentreten, ' uni über das weitere Schicksül unserer Weltbewegung zu entscheiden. Monatelang schon wird der Ideenkampf in unseren Reihen geführt. Nunmehr gilt es: Jäten! Jetzt muß jeder kommunistische Poale Zionist zeigen, daß er bereit ist, alles daranzusetzen, um unsere Weltbewegung auf den festen Grundlagen der dritten kommunistischen Internationale aufzubauen. Deshalb rufen wir euch, Poalo Zion-Kommunisten aller Länder, an die Arbeit für unsere gemeinsame Sache. Bereitet euch zur Weltkonferenz vor. Strengt alle euere Kräfte an, damit wir. so zahlreich auf der Konferenz erscheinen, daß man uns nicht mehr in Acht und Bann tun kann. Denkt daran, daß zur Revolutionierung unserer- Bewegung eine innere, zielbewußte Tat notwendig ist. Denkt daran, Genossen Kommunisten, daß jede Idee nur dann die Herrschende werden kann, wenn sie organisatorisch gut vorbereitet ist. Wer bis jetzt noch Zweifel hegte über die Notwendigkeit des organisatorischen Zusammenschlusses der linken Poale Zion, wer bis letzt meinte, daß man ohne'Fraktionen auskommen kann, der wird es .jetzt einsehen müssen', daß die Organisierung aller linken kommunistischen Kräfte in unserer Bewegung eine historische Notwendigkeit geworden ist. Wir, kommunistische Poale Zion, dürfen bei den Delegiertenwahlen keine Stimme verlieren! Das Verbandsbureau hat mit Recht die Durchfüh- ■ rung proportioneller Wahlen bestimmt. Die Genossen jeder Richtung haben sich demgemäß in Fraktionen zu organisieren, um soviel Delegierte, bezw. Stimmen zu erringen, als Hunderte von Genossen für ihre Resolution stimmen. Hundert Genossen haben das Recht, einen Delegierten zu wählen. Und was soll geschehen, wenn in einer Stadt 99 rechte Genossen 101 linken gegenüberstehen oder umgekehrt? Soll der eine Genosse von der Mehrheit entscheiden für die 99 von der Minderheit? Dies wäre eine Ungerechtigkeit und darf auf keinen'Fall vorkommen. Die Weltkonferenz muß der klare Spiegel unserer Bewegung sein! Denn keine Tagung hatte bisnun über derart grundlegende Fragen zu entscheiden, wie die fünfte Weltkönferenz. Es gilt daher klipp und klar: Sämtliche Genossen einer Landespartei, die zu einer Richtung gehören, müssen ihre Stimmen in der ganzen Partei, im ganzen Lande sammeln! Sie müssen eine einheitlich organisierte Fraktion bilden und soviele Delegierte, beziehungsweise Stimmen auf der. Weltkönferenz erringen, als Hunderte Stimmen im ganzen I finde auf ihre Resolution entfallen sind. Wir sind aber nicht nur eine Landespartei, wir sindeine Weltbewegung des jüdischen Proletariats und rüsten zur Welikonferonz. Es genügt dejshalb nicht der Zusammenschluß der kommunistischen Genossen eines Landes; die ideell gleichgerichteten Fraktionen und Gruppen aller Länder müssen sich zusammentun, müssen ihre Kräfte organisieren, damit die Weltkönferenz faktisch die realen Ideen- und Kräfteverhältnisse in unserer Bewegung widerspiegelt. Das Verbandsbüro hat dem Rechnung getragen und hat neben den proportionellen auch die Vornähme direkter Wahlen vorgeschlagen. Genossen! Ihr dürft nicht zulassen, daß die Delegierten /ur Weltkönferenz von den Zentralkomitees bestimmt werden. Ihr wißt: zu oft besteht ein tiefer Gegensatz zwischen den Führern und den Massen auch in unserer Bewegung. Die fünfte Weltkonferenz soll über das Schicksal unserer Bewegung für Jahre hinaus entscheiden. Es , ist deshalb notwendig, daß die Genossen direkt ihren Einfluß ausüben und ihre Vertrauensmänner delegieren sollen. Denkt daran, Genossen, daß der Kampf ein Icleenkampf sein muß und darf für keinen Fall zu persönlichen Angriffen führen. Für eine Ideen-' richtung oder gegen sie! So .muß der Wahlkampf, geführt werden!. Wenn kommunistische D.legierte keine Möglichkeit haben, wegen, materieller, kommunikations- oder sonstiger Schwierigkeiten bei dei* Konferenz zu erscheinen, dann dürft Ihr euch nicht mit einer Begrüßung der Konferenz zufrieden geben. Nein, jede Stimme muß auf die Wagschale unseres *Tdeeiikampfes geworfen werden! Ihr müßt daher dem „0 r g a n i s a t i o n s b ü r*o der linken Po^lo Z i o n;\ als dem organisatorischen -'Vertreter der Poale Zion-Kommunisten t e 1 e g r a p h i s c h und s c h r i f 11 i c h alle Mandate solcher Delegierten, die nicht persönlich bei der Konferenz erscheinen können, zur Verfügung stellen! Genossen! Poale Z io n - K o m m u - nisten! Die Zcit ist gekommen, in dr?r j e d "e r Genosse, der tatsächlich Komin u n i s t i s t, auch helfen m u ß, d u r c h k o nk r e t q Taten die ganze Bewegung iin Geisse der kommunistischen Internationale zu beeinflussen. Deshalb rufen wir euch allen zu: An die Arbeit Genossen! Geht von Versammlung zu Versammlung, vun Sitzung zu Sitzung, vdn Genossen zu Genossen und schafft Klarheit über die Ziele und Aufgaben des Organisationsbüros. Wiederholt es immer und immer vviedor. bis es alle begreifen: Nicht unsere Bewegung spalten, nicht unsere Organisationen au so i ii a n d e r r e i ß e n, nicht vi n?, e r <> Kräfte z erst ö r e n, will das 0.- B. Nein! Das 0. B. erstrebt den machtvollen Aufschwung u nserer Bewegung, zur großen K 1 a s - s e n b e w e g u n g des jüdischen Proletariat s! Stark und mächtig wollen wir sie sehen und alles dazu beitragen, daß sie es wird. Unsere Macht soll im reinen Klassenbewußtsein, unsere Stärke im kompromißlosen Prinzip des Internatio n a 1 i s m u s und unsere Arbeit im K 1 a s s o n k a m p f liegen. D i e s w o 11 e n w i r! Wir wollen unsere Bewegung von jeder Art Ldeen- und Organisationsgemeinschaft mit dem jüdisch-nationalen und assimilatorische« Bürgertum befreien. Unsere Weltkonferenz muß jede Beziehung zur alljüdisohen Politik abbrechen. Heraus aus der zionistischen 0 r g an i's a t i o n! Wir wollen, daß unsere Bewegung den Grundstein für die jüdische Arbeiter n'ation, für das p r o 1 e t a r i sehe S e 1 b s t b out i m m u n g a recht legt. In der Diaspora und in Palästin a. Wir wollen, daß unser Weltverband die Grundlage für ein gesundes, arbeitendes und produktives Leben der jüdischen Massen schafft. Wir wollen, daß unser Weltverband sofort daran geht, den Grundstein einer jüdischen sozialistischen Gesellschaft in Palästina zu legen. Dies alles, einzig und allein auf die realen Kräfte dos jüdischen Proletariats gestützt und einzig und allein mit den Mitteln und Methoden des sozialistischen Klassenkampfes. Wir wollen, daß unser Weltverband sich ideologisch auf den Boden der dritten kommunistischen Internationale stellt und ihr sich organisatorisch' anschließt. Dies sind die Forderungen der Parteien und Gruppen die im Organisationsbüro vertreten sind, und jeder* der dieselben Ziele verfolgt, muß bei den Wahlen zurWeltkonferenz für den kom^ m u n i s t i sehen P o a 1 e z i o n i s m u s seine »Stimme abgeben. Zur Arbe.it also, Genossen Kommu* nisten! Das Organisationsbüro' der linken Poale Zip n. Ich zweifle durchaus nicht daran, daß viele Arbeiter, die zu den besten, ehrlichsten, wahrhaft revolutionären Vertretern des- Proletariats gehören, Feinde des Parlamentarismus und jeglicher Anteilnahme an dem Parlament sind. Je alter die kapitalistische Kultur und die bürgerliche Demokratie in einem bestimmten Lande ist, desto negreiflicher ist' das, denn die Bourgeoisie in den alten parlamentarischen Ländern hat ausgezeichnet zu heucheln und durch tauser.de Handgriffe das V.!>]k zu täuschen gelernt, indem sie den bürgerlichen Parlamentarismus für „Demokratie überhaupt" oder für ..wahre Demokratie und dergleichen ausgibt, geschickt Millionen von Banden verbirgt, welche das Parlament mit der Börse und mit den Kapitalisten verknüpfen, die bestechliche käufliche Presse ausnutzt und mit allen Mitteln die Macht des Kapitals in Gang setzt. Es Unterliegt keinem Zweifel, daß die kommunistische Internationale und die kommunistischen Parteien einzelner Länder einen unverbesserlichen Fehler machen würden, wenn sie die Arbeiter von sich stoßen würden, die für die Sowjetmacht sind, jedoch nicht einverstanden \sind, an dem Kampf im Parlament teilzunehmen. Wenn man die Frage in ihrem aligemeinen Sinn, theoretisch nimmt, so ist gerade dieses Programm, d. h. der Kampf für die Sowjetmacht, für die Sowjetrepublik imstande, jetzt unbedingt alle wahrhaft echten Revolutionäre aus den Aibeirerkreisen zu vereinen und soll sie vereinen. Sehr viele anarchistische Arbeiter werden jetzt Wahrhafte Anhänger der Sowjetmacht, und wenn dem so ist, so beweist dies, daß sie unsere besten Genossen und Freunde, die besten Revolutionäre sind, welche nur aus Mißverständnis Feinde des ^Marxismus waren, oder richtiger nicht aus Mißverständnis, sondern kraft dessen, daß der herrschende offizielle Sozialismus der Epoche der 2. Internationale (1889 bis 19l4) dem Marxismus untreu wurde, in Opportunismus verfiel, die revolutionäre Lehre von» Marx und seine Lehre über die Erfahrungen der Pariser Kommune von 1871 im besonderen entstellte Ich habe darüber in meinem Buch „Staat und Revolution" ausführlich geschrieben und halte mich daher bei dieser Frage nicht länger auf. Was soll geschehen, wenn in einem gewissen Lande Kommunisten der Ueberzeugung nach und bereit, revolutionäre Arbeit zu leisten, wahrhafte Anhänger der Sowjetmacht (des „Sowjetsystems", wie die Nichtrussen bisweilen sagei.) sich nicht vereinen können wegen .Meinungsverschiedenheiten in der Frage über Teilnahme an dem Parlament? Ich' würde eine solche Meinungsverschiedenheit gegenwärtig für unwesenilieh halten, denn der Kampf für' die Sowjetmacht ist ein politischer Kampf des Proletariats in seiner höchsten, bewußleh* revolutionären Form., l ieber mit den revolutionären Arbeitern zu bleiben, wenn sie in einer einzelnen oder nebensächlichen Finge irren, als mit den „offiziellen'» Sozialisten oder Sozialdemokraten, wenn sie nicht wahrhafte, nicht feste Revolutionäre sind, die revolutionäre Arbeit unter den Arbeitermassen nicht führen wollen oder nicht zu führen verstehen, aber die richtige Taktik in diese; einzelnen Frege teilen Die Frage des Parlamentarismus ist aber jetzt e[ne einzelne, nebensächliche Frage. Rosa Luxembur g und'K ar 1 Liebknech t waren meiner Ansicht nach im Recht, als sie die Teilnahme an den Wahlen in das bürgerliche deutsche Parlament, in .die' konstituierende „Nationalversammlung" auf der Januairkonferenz der Spartakisten von 1919 in Berlin gegen die Mehrheit dieser Konferenz verteidigten Und sie waren selbstverständlich noch mehr im Recht, als sie vorzogen, mit der kommunistischen Partei zu bleiben, die einen einzelnen Irrtum beging,;ds mit den rechten Vertretern des Sozialismus in der Art von Scheidemann und seiner Partei zu gehen, oder mit jenen Lakaienseelen, Doktrinären, Feiglingen, wertlosen lleliersheifern der Bourgeoisie und Reformisten in der Tat, wie Kautskij, Haase und Däumig, dieser ganzen „Partei ' der deutschen ,.Unabhängigen". Ich persönlich bin überzeugt, daß der Verzicht auf die Teilnahme an den Parlamentswahlen ein Fehler von Seiten der revolutionären Arbeiter Englands ist, doch liebe;- diesen Fehler begehen, als die Fildung einer großen kommunistischen Arbeiterpartei aus allen von" ihnen'aufgezählten,, dem Bolschewismus sympathisierenden und wahrhaft für die Sowjetrepublik stehenden Richtungen und Elementen zu verhindern. Wenn, es z. 1'. unter der B. S. P. wahrhafte Bolschewiki gäbe, welche wegen der Meinungsverschiedenheiten in der Frage über die Teilnahme an dem Parlament sich weigerten, sich sogleich mit den Ströfrnunger unter 4, 6 uniid 7 in eine kommunistische Partei zu vereinen, so würden diese Bolschewiki meiner Ansicht nach einen tausendmal größeren Fehler machen als ein irrtümlicher Verzicht auf die Wahlen in das bürgerliche englische Parlament (es versteht sich, daß ich, indem ich dies sage, annehme, daß die } Stromtinuei 4 6 und 1 ..usauunen wirklich mit der Masse der Arbeiter in Verbindung stehen und nicht nur kleine Gruppen von Intellektuellen darstellen, wie es oft in England der Fall ist). In dieser Lcdehung sind .wahrscheinlich die Workers Committees und Shop Stewards besonders wichtig, welche, wie man meinen sollte, mit der Masse in engem Zusammenhang sind. -Das unzerreißbare Band mit der Ma:>se der Arüeiter, das Verstehen, beständig unter ihnen z.u agitieren, an jedem Streik teilzunehmen, auf jede Frage der Masse Antwort zu geben, das ist das wichtigste für die kommunistische Partei, besonders in einem solchen Lande wie England, wo bis jcL.t (wie übrigens in allen imperialistischen Ländern) an der sozialistischen Bewegung und;<n der Arbeiterbewegung überhaupt vorzugsweise enge Kreise der Oberschichten der Arbeiter, die Vertreter der Arbeiteraristokratie!eilnehmen, welche größtenteils durch und durch hoffnungslos durch den Reformismus verdorben sind, im Banne bürgerlicher und imperialistischer Vorurteile» bleiben. Ohne Kampf geyen diese Schicht, ohne Zerstörung aller ihrer Autorität unter den Arbeitern, ohne Ueberzeugung der Massen von der völligem bürgerlichenVerdorbenheit dieser Schicht kann von einer ernsten kommunistischen Arbeiterbewegung nicht die Rede sein. Das bezieht sich sowohl auf England, ah auf Frankreich1, Amerika und Deutschland. Jene revolutionären Arbeiter, weiche den Parlamentarismus zum Mittelpunkt ihrer Anfälle machten, sind prinzipie'l völlig im Recht, inwiefern sich durch diese Anfälle die prinzipielle Verneinung des bürgerlichen Parlamentarismus und der . bürgerlichen Demokratie äußert Die Sowjetmacht, die Sowjetrepublik — das hat die Arbeiterrevolution an diKe Stelle der bürgerlichen Demokratie gesetzt, das ist die Form des Uebergangs vom Kapitalismus zum Soziiiiismus, die Form der Diktatur des Proletariats Und die Kritik des Parlamentatriümus ist nicht nur notwendig als Motivierung des Ueber.iangs zur Sowjetmacht, sondern auch ganz richtig als Einsehen der historischen Bedingtheit und Beschränktheit des Parlamentarismur,, seines Zusammenhanges mit dem KapUalismuseiner (des Parlamentarismus) Progressivität im Vergleich mit dem Mittelalter und seines reaktionären Geistes im Vergleich zu der Sowjetmacht. Die Kritiker des Parlamentarismus in Europa und- Amerika sind jedoch sehr oft, wenn sie zu den Anarchisten und Anarcho,-Si>ndikalisten gehören, im Unrecht, inwiefern si& jegliche Teilnahme an den Wahlen und an der Tätigkeit im Parlamente ablehnen' iiier äußert sich einfach der Mangel 'an revolutionärer Erfahrung. Wir Russen haben im 20. Jahrhundert zwei große Revolutionenüberlebt und wissen sehr gut, welche Bedeutung der Parlamentarismus während einer Revolution sepoche überhaupt und unmittelbar während der Revolution im besonderen haben kann und tatsächlich hat. Die bürgerlichen Parlamente sollen abgeschafft und durch Sowjeteinrichtungen ersetzt werden. Dasunterliegt keinem Zweifel, letzt nach der Erfahrung Rußlands, Ungarns, Deutschlands und anderer Länder ist zweifello;, daß das unbedingt während der proletarischen Revolution geschieht. Daher ist die systematische Vorbereitung der ArbeUermasse durch vorausgehende Erläuterung der Bedeutung der Sowjetmacht für sie, durcli Propaganda und Agitation für dieselbe, alles das ist die unbedingte Pflicht jedes Ärbeiler.;, welcher ein Revolutionär in Taten sein will. Wir Russen haben aber diese Aufgabe gelöst, indem wir auch auf der Arena des Parlaments wirkten In der zaristischen verfälschten gutsherrlichen Duma verstanden unsere Vertreter revolutionäre und republikanische Propaganda zu treiben. Ebenso kann und soll in den bürgerlichen Parlamenten von innen Sowjetpropaganda getrieben werden. Vielleicht ist das in diesem oder jenem parlamentarischen Lande auf einmal nicht leicht zu erreichen, doch ist das eine andere Frage. Es muß erreicht werden, daß uie .■■revolutionären' Arbeiter in allen Ländern sich diese richtige Taktik zu eigen machen. Und wenn die Arbeiterpartei wirklich revolutionär ist, wenn sie wirklich efaie Arbei-