Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 23 (5.6.1920)
- Date
- 1920-06-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SEITE 4 FR F. iE TRIBÜNE M Vorschläge zur Weitkonferenz. Polen, Die zweite Konferenz der jüdisch- ^ozialhätisohen. Arbeiterpartei (Poale Zion) Polens hat einstimmig den Beschluff gefaßt, vom VerbandLsbüro die Einladung der dem Weltverbande nooh nioht angegliederton „Sozialistischen Arbeiterpartei Palästinas (Poale Zion}'* zur Weltkonferenz zu verlangen. ' 3. $ Sonntag, den 6. Juni, um- 9 Uhr vorm., # * in der Volkshalle des Rathauses, ein I internationales Meeting | TAGESORDNUNG: SDer Krieg dies reaktionären Polens 1 gegen Sowjetrußland und , Sowjetukraine. Vollzähliges Ersdscinen PfliAt! ij i^£?.giflfliHIWffl^^ Aus der Internationale, Internationale Solidarität Nachstehend gehen wir das Manifest des , englischen Komitees „Hände weg von Rußt'a.nd"' nacri „Daily Herold" vom 20. Mai wieder: j En alte organisierten ürbeitey England. 1. Im November 1917 warfen die Arbeiter Rußlands das loch des Zarismus und Kapitaiismus von sich ah. ' ' 2. Seif dieser Zeit' haben sie unzählige Bedrückungen bei der Verteidigung ihres Ideals eines sozialistischen Staates erlitten. ' ' 3. Die Alliierten haben aut allen Fronten Krieg gegen sie geführt und halten noch eine schändliche, ungesetzliche iBlockade über sie aufrecht, die Hunger, Entbehrungen und selbst den Tod über unzählige Russische Arbeiter und ihre Familien bringt 4. Die Haltung der Alliierten im allgemeinen und die Englands im besondetien, das die russischen Gegenrevoluüohare. mit Waffen, Geld, Material und Militär-Missionen sowie mit polnischer Sympathie unterstützt hat, ist das größte Verbrechen geqert die Demokraiic, das }e die Weltgeschichte gesehen hat. 5. Trotz aller dieser Schwierigkeiten haben sich die russischen Arbeiter und Bauern durgesetzt. 6. General Judenitscb und Denilkin sind schmählich aus Rußland hinausqetrieben wordan, Die Drahtpuppe der englischen .Regierung,- Admiral Koltschak, ist mit seinen Heeren vernichtet. 7. Welche andere europäische Regierung hätte sich so lange unter so großen Schwierigkeiten am Leben halten können, wenn sie nicht den Willen der Mehrheit des Volkes hinter sich hätte? 8. Die Bolschewiki sind durch eine schmutzige Lügenkampagne in fast jeder europäischen Zeitung verleumdet worden. Diese Erzählungen sind jedoch' von jedem unabhängigen Besucher Rußlands widerlegt worden. 9. AH die Abscheulichlkeiten und Pogrome, die untejder Führung der' "geqenrevolutioxiäven Generale begangen worden sind, lassen "selbst das geringfügig erscheinen, was Bosheit der Sowietregierung zur Last getegt hat. 10. Die alliierten Regierungen imtrioieren weiter gegen die Arbeiter Von Sowjet-Rußland. So folgte z. B. auf Lord Gurions Appell an' die' Bolschewiki, die Feindseligkeiten einzustellen und die Unverletzlichkeit der Krim zu garantieren, urn weiteres Blutvergießen zu vermeiden, sofort die Offensive der Japaner in Sibirien, General Wrangels in terpartei ist, d li. verbunden mit der Masse, mit der Mehrheit der Werktätigen^ mit den Unterschichten des Proletariats und nicht nur mit dessen' Oberschicht, wenn es wirklich eine Partei ist, d. h. eine lest, ernst zusammengerschlossene Organisation der revolutionären Avantgarde, welche auf jede mögliche Art und Weise versteht, revolutionäre Arbeit in den Massen zu leisten, dann versteht eine solche Partei wohl, ihre Parlamentarier in Händen zu halten, sie zu echten revolutionären Propagandisten zu machen, zu solchen wie Karl Liebknecht und nicht zu Opportunisten, zu Verderbern des Proletariats durch bürgerliche Methoden, bürgerliche Gewohnheiten, bürgerliche rdeen, bürgerliche Ideenlosigkeit. Wenn es nicht gelänge, das in Enqland auf einmal zu erreichen, wenn außerdem cLie Einigung der Anhänger der Sowjetmacht in England unmöglich wäre, nämlich wegen dei Meinungsverschiedenheit über den Parlamente ismus und niu deswegen, so würde ich die unverzügliche Bildung zweier kommunistischer Parteien, welche für den Uebergang von dem bürgerlichen Parlamentarismus >:ur Sowjetmacht sind, für einen nützlichen Schritt vorwärts zu völliger Einigung halten. Möge eine dieser Parteien die Teilnahme an dem bürgerlichen Parlament anerkennen, die ändere ablehnen, diese Meinungs-;Verschiedenheit ist jetzt-so unwesentlich, daß es am vernünftigs'en wäre, vidi deswegeu nicht zu spalten. Aber auch die gleichzeitige Existenz zweier solcher Parteien wäre ein Ungeheurer FörtschrUt im Vergleich mit der jetzigen Lage, wäre aller ■ Wahrscheinlichkeit nach der Uebergang zu völliger Einheit und zu einem baldigen Sieg des Kommunismus. Die Sowjetmacht hat in Rußland durch die Erfahrung ▼on bereits f:ist zwei jähren nicht nur bewiesen, daß die Diktatur des Proletariats sogar in einem Agrarlande möglich ist, sondern auch, daß sie fähig ist, sich durch Schaffung einer mächtigen Armee (der beste Beweis der Organisiertheit und <jer Ordnung) unter' unglaublich, unerhört schwierigen Umständen zu halten. Die Sowjetmacht hat mehr verwirklicht: sie hat moralisch schon in der g.uizen Welt gesiegt, denn die Arbeitermasse ist über-ill, obgleich sie nur Brocken der Wahrheit über die Sowjetmacht ervährt, obgleich sie Tausende und Millionen * Klgenharter Mitteilungen über die Sowjetmacht gehört, d cr e i t s für die S o w j e t in a c h t. Das Proletariat der ganzen Weh h it schon eingesehen, daß diese Macht die Macht der Werktäüqen Ul — daß sie allein v:>r dein Kapitalismus, vor dem Joch des Kapitals, vor den Kriegen zwischen den Imperialisten reitet und zu einem dauernden Frieden führt Eben d .her sind die Niederlagen einzelner Sowjetrepubliken durch die Imperialisten möglich, aber es ist unmöglich, die Sowietbewcqunfj des Proletariats der ganzen Weit zu besiegen. Mit kommiuiistist'hera Gruß N. Lenin, der Krim und Polens ge^en Kiew Der japanische Vertreter in Sibirien, Matsudaira, verriet die wahre Bedeutung dieser Or/enriven, indem er der Öffentlichkeit mitteilte, daß Japan keine Sonderaktion unternehme, sondern daß ihre Politik die Billigung der Alliierten gefunden hatte. Dos ist allen Arbeiterji der Welt ein Zeichen, daß man keiner Erklärung eines alliierten Diplomaten trauen kann 11. Die Beispiele des Weißen Terrors in Finnland, Deutschland und Ungarn zeigen, daß hunderte und tausende von russischen Arbeitern niedergemetzelt würden, wenn die Gegenrevolution siegen würde. 12. Die trostlose allgemeine ökonomische Lage verlangt gebieterisch sofortigen Frieden zwischen den beiden Hälften Europas. Die rasch wachsenden Kosten des Lebensunterhalts sind eine direkte Folge des Krieges gegen das revolutionäre Rußland Die Gebiete von Kiew, über die jetzt die Wogen des Krieges gehen, .sind eine der größten und produktivsten Zuckerböden Europas. 13. Nach dem allgemeinen Elend, das der Krieg seit 1914 verursacht,hat, sollte die Kraft dieser Millionen, die jetzt zerstören, endlich der produktiven Arbeit gewidmet werden. W. Die Regierung hat das Parlament über Rußland belogen; jgebt acht, daß sie euch nicht auch zum Narren hält. 15. Die Sinnfehler wurden durch einen Streik befreit, ein Streik erhöhte den Lohn der Eisenbahner; die Regierung furchtet allem den Streik. 16. Die Unterzeichneten rufen euch auf, das Parlamentarische- .Komitee des Gewerkschaftskongresses und des Exekutivkomitee der Labour Party zu ersuchen, sofort eine Nationalkonfefenz einzuberufen, um einen 42stündigen Generalstreik zu erklären und den Frieden mit Rußland zu erzwingen. Der Aufruf ist von 26 Partei- und Gewerkschaftsführern unterzeichnet, darunter Lansburu, Tom Mann, Malone und We<lgwoöd. " Der 3. Allrussische Gewerkschaftskongreß. Die Russische Korrespondenz Nr. 6—7 vom April—Mai 1. J. bringt den ersten Teil des Berichtes üba die Verhandlungen des 3. "Allrussischen Gewerkschaftskongresses, d<r am 6. April I. J. mit der Ansprache de?. Genossen Tomski, als Leiter des Allrussischen üewerkschaftsrates eröffnet wurde. Den Kongreß begrüßte im Namen de* Allrussischen Exekutivkomitees, dessen Vorsitzender Genosse Kalinin, im Namen d-.:s Zentralkomitees der'Kommunistischen Partei Rußlands Genosse Buciiarin, als Vertreter des Obersten Volkswirtsciiartsraies Genosse Rykow, als Vertreter des Exekutivkomitees dvr kommunistischen Internationale Genosse Radek uud unt.r allen h<:grübungsansptachen wollen wir die des Genössen Zw i Fried Land, des Vertreters unserer Brude'rpartci der Jüdischen kommunistischen Arbeiterpartei Poale Zion So w j e t r u'ß I an ds vermerken. Ahe Redner betonten die große Wichtigkeit der Taguirg, &uf ciKwir noch zurückkommen werdtn. Genosse Muna frelf Genof-se Muna, der Führer der kommunistischen Fraktion der tschrci ischen Sozialüemokraiie, der seit vielen Mona;en in Untersuchungshaft saß, unter Anklage hochverräterischer Beziehungen zu Sowjetrußland, mußte in Freiheit gesetzt werden Er wiru nun tätigen Anteil nehmen können beim Aufbau der kommunistischen Bewegung in der Tschechoslowakei. AUS DEN ARBjEITERRÄ TEN. innere Stadt. Die VoÜversammlung vom .26. Mai war ausschließlich den Fragen des Keichaarbeiterrates gewidmet. Nach, einem .einleitenden Keferatu des tien. Dr. Alired Adler, (Soz.^, der sich vergebens bemüht hat, die bestehenden Gegensätze zu verwischen, entspann sieh eine lebhafte Debatte, in der alle Biohtungen des Arbeiterrates zum, Worte kamen. Die immer mehr steigende Badikalisieruxig der Massen kam auch Mer zum. Ausdruck. Sogar' die Öozialdemokratpn ianden scharfe Worte .(allerdings nur Worte) gegen die wachsende Heaktion im ■ Innern und verlangten die sofortige Bewaffnung der Arbeiterschaft sowie schleunigste Durchführung' der Vermögensabgabe. Die ßednei der ICommumsten, Krieger und Erz'ler,' wiesen darauf hin, daß Waiion und Kriegsgeräte noch immer an Polen geliefert werden und verlangten ferner die sofortige Aufhebung der Inhaftierung und Internierung politischer Flüchtlinge. Namens unserer Fraktion sprach Gen. S o k a 1, der Bälgendes ausführte: Wenn .auf der Reicfiskonferenz gegen das Unrecht gesprochen werden' wird,' das den fremden Proletariern durch Internienuigen, Verhaftungen und Ausweisungen zugefügt wird, dann darf nicht die Ostjudejihetze und die Behandlung der ostjüdischen Arbeiter und' Angestellten verschwiegen werden. Denn wenn es das Interesse der Reaktionäre ist, durch Entfachung . des Kassenk^mpfes vom Massen k a m p f e abzulenken' und zu diesem Zwecke me Östjudeuhetze arrangiert wird, so müssen die Proletarier dagegenvauftreten. (Zwischenruf: Auch Judeu hetzen gegen Ostjuden!) Ja wohl, es ist richtig, daß die jüdische Bourgeoisie, daß die Rothschilds, Gutmanns und alle anderen dasselbe Interesse. haben wie die Christlichsozialen oder Großdeutschen durch Entfachung des F r e m d e n. h :t s i e s .das Augenmerk der Massen von sich abzuwenden. (Zwischenruf: Sie bezahlen auch die antisemitischen, Parteien!j> Natürlich lassen sie sich das Geschäft auch etwas kosten. (Ein sozialdemokratischer Genosse ruft: Aber der Sever macht's umsonst! Hoiterkeit und Beifall.) Davor eben Will ich warnen. Dean daß die Ausweisung n u,r die, Proletarier trifft, isl heute schon Gemeinplatz. Es wird doch niemand daran glauben oder es auch nur für möglich halten, daß bei den heutigen Verhältnissen ein Schieber es sich nicht richten könnte. (Zwischenruf: Die haben .alle schon am ersten Tage Aufenthaltsbewilliguugen bekommen.) Es ist auch schade, ,da rüber und über die Praxis der Pelizei wieder Worte zu verlieren. Auf' ein Inzident nur sei der Anschaulichkeit haitier hingewiesen. Als dio erst* liuq inte in der Ausweisungsfrage "hei E 1 d o r s c h stattfand, war gerade der NStaat'sbiirgerschaftsvef/icht des Baron Reizes aktuell und da fragten wir den der Kmiuete beiwohnenden Polizeipräsidenten Schöbe r, ob er die Ausweisung nicht mit diesem „Fremden" besinnen wolle' Der Herr Polizeipräsident eilte geschäftig /um Telephon und sprach von der Ausweisung des Barons als finer selbstverständlichen, sofort zu realisierenden Tatsache. Nun, es wird niemand von Ihnen so naiv sein, auch nur zu fragen, ob Reizes ausgewiesen ist. Aber daß jüdische Proletarier ausgewiesen werden, das ist leider Tatsache und dagegen müssen Sie sich wenden. Nicht nur, weil es eine Pflicht internationaler Solidarität ist, die Sie gegenüber den jüdischen 'Arbeitern erfüllen müssen, sondern auch, weil Ihr eigenes Interesse es verlangt. To1) will, nicht etwa sagen, daß die Ausweisung Sie in" gleicher Weise wie uns trifft. Denn wir, die jüdischen Arbeiter und Angestellten spüren die AusweS' .gv an Seele und Leib, während Sie unmittelbar übetp nicht getroffen .werden. Wenn aber ein leiblicher, eiii materieller Schade nur auf unserer Seite ist, dann ist din noraÜsche Gefahr, die unter manchen von Ihnen ent^oheu kann, nicht minder groß. Denn wohin soll es führen, wenn der Antisemitismus auch das Gehirn .deutscher Proletarier benebeln, wenn der Wahnsinn des Rassenkampfes an Ste.le des Klassenkampfes wenig aufgeklärte Schichten deutscher Proletarier ergreifen wird. Aus diesem doppelten Gruna3 muß der Arbeiterrat gegen die Ausweisungen energis h Stellung nehmen. In diesem Sinne hat auch der Kreisarb.fiterrat Wien einmal einen Beschluß gefaßt, allein seither ist ein neues Argument, wenn auch ein falsches Argument aufgetaucht. Denn seit einer Zeit beruft man sich hei einer jeden Ausweisung darauf, daß, man die' autochthonen Arböi ter schützen muß. Es hieß, daß man die einzelnen Fach Organisationen über die Ausweisungen befragen wolle. Ab* wenn auch so manches gegen die Gewerkschaften vorp bracht werden kann, das eine steht fest, daß sie sich y dazu ^ergeben werden, die Ausweisung ihrer Beruiugenossen zu verlangen. Trotzdem spukt das Gespenst de«. Schutzes der bodenständigen Arbeiter vor den Fremt'^a weiter. Welcher Unsinn aber liegt darin, bei einer modern Milüonensiadt von einer „bodenständigen" und ein r „fremder" Bevölkerung su sprechen. Als ob nicht jeder Sozialist, jeder volkswirtschaftlich Denkende wissen müßte, daß eine Großstadt ebenso wie das Zusammenströmen der Kapitalien' aus allen Gegenden, die Zusammenballung von Mens^henmassen aus allen Richtungen zur Grundlage .hat. Als ob nicht jeder wüßte, daß die Hunderttausende, die Wien bevölkern, ebenso aus tschechischen Dörfern wie aus deutschböhmischen WeberorJen, wie aus galizischen Städtchen stammen. So waren ja, um Sie lücht mit zu vielen Zahlen zu beschäftigen, im Jahre 1910 in Wien in Industrie und Gewerbe nicht weniger als 6000 jüdische Angestellte. 10.000 jüdische Arbeiter und 1900 jüdische Lehrlinge in Handel und Verkehr, 14.000 Angestellte und Arbeiter. (oder Handelsgehilfen) beschäftigt. Diese jüdischen Proletariermasson haben ein Recht, zu verlangen, daß man des jüdischen Proletariates gedenkt, denn wenn1 es auch viele jüdische Arbeiter und Angestellte gibt, die sich nicht zu „erkennen" geben, so ist das jüdische Proletariat doch eine lebendige Tatsache. .Dieser lebendigen Tatsache muß der Arbeiterrat Rechnung tragen und jede Ausweisung zurückweisen.' Im Sinne dieser Ausführungen schlage ich Ihnen namens unserer Fraktion folgende Resolution vor: „Der Bezirksarbeiterrat, Innere Stadt hält es iür eine Pflicht des ReichsarbeiteiTates. die Ostjudenhetze als reaktionär zu brandmarken und im Sinne des Beschlusses des Kreisarbeiferratos Wien strikte zu fordern, das unter keinen Umständen, insbesondere nicht unter dem falschen Vorwande des Schutzes der bodenständigen Proletarier jüdische Arbeiter und Angestellte ausgewiesen werden) dürfen."1 Die Resolution wird einstimmig angenommen. Bezirksarbeiterrat Leopoldstadt, Rechtsausschuß. Dienstag, den 8. juni I. J., um 7 Uhr abends findet beim Marokkaner im Prater ein Vortrag, „Das proletarische Reqhtsidefil" statt. Die Genossen werden aufgefordert bestimmt zu erscheinen.- j Jüdisches ArJ?eijfcerheini, 11. Blumauerg 1, Wochenprbgramm vorn 7. Juni bis 14. jtini 1920. Montag: 7.Uhr abends, Arbeitetchor (Grosser Saal). 7—9 Uhr abends, Genosse Schapira: Jiddisch.V4 8 Uhr abends: Kurs des Gen. Zloczower: Staat und Sozialismus (Kurszirnmer). Dienstag: tysfj Uhr abends, Vortrag des Gen. Sokal über die Reichskonferenz der Arbeiterräte (Gr. Saal). 6 Uhr abends, Kurs des Gen. Mestel: Letzte Periode jüd. Literatut (Kurszimnier). Mittwoch: 8 Uhr abends, Lichtbildervortrag: Eine Reise durch die-vereinigten Staaten ve»n Nordamerika (Gr. Saai). 7 Uhr abends, Kurs des Gen. Singer: Scholem Aleichems Gealten (Kurszirnmer). Va 8 Uhr abends, Kurs des Gen Bloch: Einführung in,den Sozialismus (Kurszimnier). Donnerstag: Halb 8 Uhr abends: Gen. log. Schüler: Elektt itechnik (Kurszimnier). 8 Uhr abends: „Esperanto" Parterre- Saal)., Freitag: 7 Uhr abends, Kurs des Gen. Serpov: Die jüdische Arbeiterbewegung (Kurszimmei). __Bezirksorganisation XX._ Donner.stäg, den 10. Juni 1920, um 7 Uhr abends im Lokal XX., Wailensteinstraße 62 II. Diskussions-Abend über Unsere V. Weltkonferenz Referent: Gen. Alexander Von der Administration, Die Genossen und Genossinnen, die seinerzeit die „Freie Tribüne" beim Uen. J. Feldmanrj im „Arbeiterheira" abonniert haben, werden ersucht, ihre Namen und Adressen der Administration bekanntzugeben, da das Verzeichnis verloren gegangen ist. — ——:—-—y,_______,___,jjt~ —^-.,.,:...l',:aj:,i:J«ii.........n......« 1 rr .i ......w 28. Preßfondausweis. Holland: Mindlin (Amsterdam): Überschuß für Abonnements K 500.—, Gen. J. Ke)dmann gratuliert herzl. Frl. Lola Friedmann (Czenstochau) zu ihrer Verlobung mit Herrn Dawid Prasskiewicz K 25.—. Moses und Jite Hünik gratulieren herz liehst den Genossen Dr. Nagler und M. Kehn zu ihren neu geborenen Töchtern, den Gen. Zipkin und Frau und Bieiaczewaki zu Ihrer Vermählung und dem Gen. Schattner zu seiner Ver lobung^ K 20.—. Gen. Rothmann (Warschau) anläßlich seine Weiterreise nach Paris K 50.--. Brüder Fink gratulieren herzlichst Ihrer Schwester Gusti zur Verlobung mit H. S. Feld. K 15.-- Geu. Willner gratuliert herzlichst Fräulein' Gusti Fink zu.: Verlobung mit H. S. Feld K 5.—. Gen. Zitron Jakob und Weidenbaum Elias gratulieren herzlichst den Gen. A. Katz und Bielaczewski zur Vermählung K 20.—. Zusammen K 640.— Bisher ausgewiesen: K 12.691'10 Inagesamt: K 13.331.40 Qenmsenl Sammelt für den Preflfond. Herausgeber, und vexaul twortiietatf Kedstteur: Dr. Kersch Magier. „Adria* Dr~uokT-uid~ K Wien,. II., Taborstraße 52 tt