Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 9 (28.2.1920)
- Date
- 1920-02-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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NR. 9 FREIE TRIBÜNE SEITE 3 n]ie üthauischen proletarischen. Parteien auf seine Plattform und nehmen dafür den. Kampf auf; 3. Erlassung eines Aufrufes an die Arbeiter, Bauern und Beamte* in welchem diese Stellung formuliert werden, soll. Der Aufruf ist einen Tag nach der Konferenz veröffentlicht worden und es sind aus diesem Anlasse neue Verfolgungen seitens der Regierung zu erwarten. Diese Verfolgungen berühren den lithauischen Arbeiter tj, f. Sein Blick auf die Ereignisse ist jedoch viel weiter und tiefer. Er schaut auf die Erscheinungen nicht bloß vom Hfiinrtptinkte seiner lokalen Interessen; er weiß es, daß sein Schicksal mit dem Schicksal des internationalen Proletariats enjr verknüpft ist. Er sieht das russische Proletariat, die Avantgarde der allweltlichen sozialen Revolution, in seinem siegreichen Zuge und dies alles verleiht ihm den Mut, schenkt ihm die Hoffnung auf seinen endgiltigen Sieg. Und mögen die schwarzen Kräfte der Reaktion noch s0 wild toben — das lithauische Proletariat wird sich von seinem vorgezeichneten "Wege ^icht wegbringen lassen. Ungarn. „Opfer fallen hier, weder Lamm noch Stier, aber Menschenopfer unerhört — — —" \ Herunter mit der Maske vom Medusenantlitz der verogenen bürgerlichen Geselschaft! die es widerspruchslos luldet, daß in Ungarn in ihrem Namen eine barbaiischeMendienjagd irn größten Stile betrieben wird, das Leben des 'rolctariers- und Sozialisten vogelfrei und beliebig schänd- >ar ist. Tausende wurden bereits brutal gemordet, weitere Pausende, darunter hilflose Frauen und Kinder, wurden wie Schlachtvieh in Konzentrationslagern zusammengepfercht, in lic menschenberstenden Kerker geworfen, hausen nicht nur ti ungeheizten, schmutzstarrenden Baracken und Kellerichern, nur mit Wassersuppen (und Prügeln gefüttert, sondern lurren in steter Angst der Hand des Schlächters, die sie irillkürlL'li herausholt, um sie hinter irgendeiner Mauer nieerzuschlagen. Und das bürgerliche Europa schweigt zu all tesen, Greueln. Wer könnte es auch anders von einer bürgerlichen Gesellschaft erwarten, deren ganze Moral auf Heuchelei aufgebaut, nichts anderes als die Zehn Gebote von Götzenpiiestern ist, die den Götzen „Profit" zum obersten Herrn erhoben haben. Wer könnte es anders von der doppelzüngigen bürrerichen Gesellschaft erwarten, die naturnotwendig zwei entgegengesetzte Anschauungen von Gut und Böse haben muß; je nachdem sie oder ihre Klassengegner deren Objekte sind. Wer könnte es anders von einer verwesenden bürgerlichen Gesellschaft erwarten, die die Heiligkeit des Menschen'ebens so lange predigt, als sie sich in der „noch niedlichen'' We't in steter Anqst vor der drohenden Masse des ausgebeuteten Volkes fürchtet, die aber den Mord sogleich heiligt, wenn sie diese Volksmassen zur blutigen Eroberung neuer Märkte in den Krieg schickt; die in ganz Europa einen Orkan der Entrüstung entfesselte, als die ungarische Räteregierung ein paar Führer eines geqenrevolutionären Aufstandes vor Gericht stellen wollte, während dieselbe bürgerliche Gesellschaft jetzt zu all den Greueln des weißen Terrors nicht nun schweigt, sondern direkt und indirekt daran mitwirkt. Nein. Niemand könnte es von der um ihre Existenz aegen die anbrau-enden Volksmassen kämpfenden bürgerlichen Gesellschaft anders erwarten. Deshalb ist auch der Notschrei der „Arbeiter-Zeitung", der sich an die Entente um Hilfe wendet, — so unsozialistisch er an und für sich auch ist — als sinn- und aussichtslos charakterisiert. Steht also das ungarische Pro'etari lt diesen unausgesetzten Schandtaten, der systematischen Vertilgung seiner Besten wi-k ich ganz hoffnungslos, schütz- und machtlos gegenüber? Gilt für'Ungarn der Satz nicht mehr, daß die Befreiung der flrheiterklasse nur ein Werk dieser selbst sein könne? Wohl, in Ungarn regiert der weiße Terror. Es herrscht weil de Sozialdemokratie die Arbeiterbewegung systematisch korrumpiert hat. Annefangen von ihrer niederträchtigen, hinterlistigen Politik während der Räteregierung, über ihre Versuche, eine „demokratische" Koalitionsregierung zu bilden (ob deren jetzt selbst der „Arbeiter-Zeitung" kontra Garami das Grausen ankommt), bis zu ihrer völligen Erniedrigung, der Teilnahme am Friedrich-Ministerium, trotz aller seiner Schandtaten, der völlig ehrlosen, opportunistischen1 Ha'.tunn der „Nepszava", die es vorzog, in niedrigster Weise mitzuhjn. statt zu schweigen. Der Stolz, das Selbstbewußtsein :1er Arbeiterklasse wurden in den Kot getreten, sie selbst völlig macht- und wehrlos zur stummen Unterwerfung gezwungen. Nicht einmal die von den Bürgerlichen erst nach Anwendung der gröbsten Mittel erzwungene Enthaltung der Sozialdemokratie von den Wahlen wurde als aktive Protestaktion, als selbständige. Handlung vollzogen. Und it das ungarische Proletariat wirk'l:h so apathisch, so macht- und wehrlos? Das offizielle „U. T. K. B." meldet, daß das Proletariat die scheußliche Ermordung des Redakteurs Somog"i m;t einer Betei igung in der Zahl von 200.000 Personen an seinem Begräbnis erwidert hat. In Wahrheit waren es also min.;e.tens ene halbe Million Menschen, die mit zusammen'e issenen Zähnen an den schußbereiten Maschinengewehren Horthys vorbeidefilierten, um gegen ihn zu denon. t ieren. Die Zahl der das ungarische Proletariat tyranni-;ierenden weißen Banditen wird aber auf im ganzen 30.000 jeschätzt. Noch rt also Unaarn nicht verloren. Gewiß, mit offiüeller sozialdemokratischer Politik ist nichts ^auszurichten. )och wi.- enn;ern uns, daß es in Rußland ganz ähnliche leiten gab, wo dennoch unterirdisch fieberhaft gearbeitet, lgitiert und organisiert wurde. Das kann natürlich nicht durch die amtlich genehmigte .Nepszava'' und die sozialdemokratischen Opportunisten eroigen. Aber auch nicht durch in Wien weilende Kommunisten m:l ein hier erscheinendes und nur in den blasigen Betrieien verbreitetes Blatt — — _ Erst wenn die physisch dezimierte, geistig aber dem | Sozialismus t eurebliebene Arbeiterschaft den Weg der Selbsthilfe, de- Se'bstbefreiung betreten hat, erst dann wird der | Appell an inte-nationale Solidarität des Weltproletariats nicht spurlos verhal'en. Dem unqarischen, aus tausend Wunden blutenden Proletariat muß der Weg der Selbstbefreiung gewiesen werden. Die e-ste befreiende Tat muß es sein: die Verräter an der Arbeitersache — die Partei Miakitsch — davonzujagen, dem Weltproletariat damit zu zeigen, daß diejenige traurigste Episode, in der die sogenannten Führer die Arbeiterschaft verraten, erniedrigt und ehrlos gemacht haben, nun endlich vorbei ist. Die verbrecherische ungarische Sozialdemokratie darf nirmt mehr Wortführerin des ungarländischen Proletariats sein. Ungarische Brüder, richtet euch innerlich auf, befreit euch von euren eigenen „ludasen", beschreitet kühn den weg, den euch Marx gewiesen — den Weg der Selbstbefreiung. Dann ruft ihr — nicht die Payars — laut an die internationa'e Solidarität — dann (kommt der Tag eurer endgiltigen ße freiung! Di« belgische Arbeiterpartei und die internationale. Brüssel, 18. Februar. — „Der Generalrat, durchdrungen von der Notwendigkeit* die Arbeiterbewegung aller Länder zu einer gemeinsamen Aktion zu vereinigen; in Erwägung, daß der Entschluß der. Unabhängigen Deutschlands, aus der II. Internationale auszutreten, den Charakter der Teilnahme dieses Landes an der allgemeinen Bewegung absolut zu verfälschen droht und anderseits die Gefahr mit sich bringt,, eine bedauernswerte Zersplitterung der sozialistischen Kräfte in dem Augenblick hervorzurufen, wo die in mehreren Ländern drohende Reaktion, mehr als jemals die Vereinigung aller Kräfte erfordert; erklärt s ch bereit, an allen Meinungsaustauschen! teilzunehmen, welche dazu dienen könnten, die gegenwärtigen Mißverständnisse zu zerstreuen und zu ermöglichen, alle jene Organisationen um die sozialistische und Arbeiter-Internationale neu zu gruppieren, welche während des Krieges ihren Grundprinzipien treu geblieben sind." Die Resolution des Generalrates der belgischen Arbeiterpartei beweist wieder einmal — wenn Beweise überhaupt noch nötig sind — daß die II. sogenannte Internationale" gründlich bankrottiert hat und sich in vollem Auflösungsprozeß befindet. Diese blutlose, verlegene und nichtssagende Resolution ist eine klägliche Grabrede. Die königlichen Minister, di eVaterlandsverteidiger und Wiederaufbauminister und prinzipiellen Burgfriedler während des Krieges und jetzt nach der Massenschlächterei reden von einer Wiedergruppierung aller Organisationen, , die während des Krieges ihren fundamentalen Prinzipien" treu geblieben sind — „im Rahmen einer mysteriösen .sozialistischen' und ' Arbeiter-Internationale 1" — Ja, Vandervelde, Henderson, Thomas und Noske können wirklich eine neue „Internationale" gründen, denn sie blieben und bleiben „ihren fundamentalen Prinzipien" treu. Das wird eine kleine aber nette Gesollschaft werden — vorausgesetzt, daß die guten Belgier sich inzwischen endlich über „die Schuld am Weltkriege" klar geworden sind. Alis diesem Grunde gingen sie doch nicht nach Bern. Aber — „edle Seelen finden sich." AUS UNSERER WELT¬ BEWEGUNG. Deklaration der Jüdischen Kommunistischen Partei (Poale Zion) Rußlands.*) fln alle jiföisdign (Weiter! Genossen! Ein erhabener historischer Moment ist eingetreten. Mit zermalmender Gewalt ist der letzte Befreiungskrieg entbrannt! Die hehren, lichterfüllten Tage der sozialistischen Revolution sind erschienen. Der Völker krieg, von der alternden kapitalistischen Welt begonnen, hat sich in einen Klassen krieg gewandelt, der uns dem nahenden, leuch* tenden, sozialistischen Frieden entgegen führt. Vor den Augen der bewundernden Menschheit erschien und erstarkte die erste proletarische Armee der Weltgeschichte und das erste internationale Vaterland des revolutionären Proletariats: die russische Sowjet-Republik. Die russische Arbeiterschaft hat endgültig den veralteten „demokratischen" Staatsformen den Abschied gegeben, die bloß die faktische Diktatur der Bourgeoisie verschleiert haben-, sie hat den Staatsapparat ergriffen, ihre eigene Diktatur errichtet und die herrlichsten Siege für die soziale Revolution erfochten. II. , In der jüdischen Wirklichkeit mit ihren besonderen, historischen und ökonomischen Bedingungen, spiegelt sich die soziale Revolution in eigenartig verzerrter Weise. Die außergewöhnliche Lage des jüdischen Volkes: seine Boden losi gkeit und der nationale Antagonismus innerhalb der bürgerlichen Gesellschaftsordnung haben die jüdische Wirklichkeit verstümmelt; die arbeitenden Volksteile verharrten in der Kleinproduktion und ein Großteil des Volkes ist dem Handel und dem Maklertum verfallen. Hat diese Anormalität schon vorher dem Klassenkampf des jüdischen Proletariats die größten Schwierigkeiten in den Weg gelegt, so macht sie sieh im Augenblicke der sozialen Revolution besonders schmerzhaft fühlbar. Folgen dieser abnormen Lage sind einerseits die erschreckende wirtschaftliche Kraft- und Haltlosigkeit der jüdischen arbeitenden Massen in der jetzigen Uebergangszeit, andererseits die schauerlichen Pogrome, die der Gegenrevolution eine Waffe abgeben, in ihrem hartnäckigen Kampfe gegen das rebellierende Proletariat. All dieser Umstände bedient sich die jüdische Bourgeoisie, um das Klassenbewußtsein des jüdischen Arbeiters zu trüben, um ihn vom siegverheißenden Angriff auf die Festungen des internationalen Kapitals abzuhalten. In dieser ungesunden, dumpfen Atmosphäre des jüdischenn Lebens entwickeln die „Erlösungs"-Pläne der Entente starke Anziehungskraft auf die erschöpfte, jüdische Masse und stößt sie in die Arme des bürgerlichen Zionismus. Zwar hat die soziale Revolution der jüdischen Arbeiterschaft weite Aussichten in den Sowjet-Staaten eröffnet, die ihr zum erstenmal ip der Geschichte der Jahrhunderte die Möglichkeit verschaffen, den Staatsapparat zur Verbesserung ihrer ökonomischen Lage durch Errichtung landwirtschaftlicher Kommunen zu gebrauchen. Aber der überwältigende Drang der jüdischen Massen zur Natur und zum Boden stößt auf ernsteste HinderniSiSe, die ein Resultat unserer ganzen historischen Entwicklung sind. Diese Tatsache vermehrt die Notwendigkeit einer konzentrierten, sozialistischen Kolonisa- *) Erst jetzt ist uns die Deklaration der J.K.P. (Poale Zion) in Rußland zugekommen, die sie anläßlich ihrer Gründung erließ. tton für die jüdischen Massen. Es wächst das Streben zum Uebergange von einzelnen kommunistischen Siedlungen zu einer kommunistischen Gesellschaft. Darum sind die jüdischen Massen unmittelbar an Palästina interessiert als an einem Lande, wo die jüdisohe Kolonisation schon in bedeutendem Maße gelungen ist. III. Der Imperialismus, der sich dem internalionalen Proletariat in den Weg gestellt hat, hat seine eiserne F:ust auch auf Palästina gedrückt. Es ist durch englisches Militär okttöpiert. Die jüdische Bourgeoisie, die sich durch einen „eigenen Staat" in Palästina zu retten hofft, hat schon ihre ungeschlachten weißblauen Legionen gebildet. Dieser „tapferen Truppe" Aufgabe ist es, die politische Macht der Engländer aufrecht zu erhalten und der eigenen Bourgeoisie die Möglichkeit ungestörter Ausbeutung der jüdischen arbeitende!» Massen zu sichern. Die Bourgeoisie möchte augenscheinlich gar zu gjrne Palästina in ein Asgl der „letzten Mohikaner" der absterbenden kapitalistischen Ordnimg verwandeln. So ist denn das Schicksal des Landes, das die jüdischen armen Masfeen als d-^s Land ihrer Zukunft ansehen, engstens mit dem Ausgan g d es Welt-Bürgerkrieges verknüpft, und die Möglichkeit, neue Formen jüdischen Lebens zu schaffen, hängt zur Gänze von den Erfolge der sozialistischen Revolution ab. All dies wurde von der alten Poate-Zion-Partei nicht gehörig eingeschätzt. Ihr Dasein, erfüllt .von Unsicherheit und unaufhörlichen Schwankungen, mußte fruchtlos bleiben. Die mannigfachen kleinbürgerlichen Elemente, c'ia ikh ihr während der Revolution angeschlossen hatten, hinderten si ,\ den wahren Inhalt und den raschen Gang der sozialen Revolution zu begreifen. Die Spaltung wurde unvermeidlich. Unsere linken Gruppen hatten sich schon vor der Novemberrevolution der bolschewikischen Bewegung angeschlossen. Schon im Jahre 1917 entstand auf dem Kiewer Parteitag eine bedeutende bolschewikische Fraktion. Vieie Organisationen und einzelne Genossen haben an der Novemberrevolution tätigen Anteil genommen und während dies ganzen Kampfes des russischen Proletariats für die Räterepublik haben unsere Organisationen an vielen Orten ihre volle Kraft eingesetzt. Aber das alles geschah unorganisiert, ohne zentrale Führung, auf eigene Verantwortung der Lokalorganisationen. Diese „Partisancn"tätigkeit unserer kommunistischen Gruppen konnte natürlich nicht lange andauern. Die falsche politische Taktik der alten Poale-Zäon-Partei beschleunigte das Ende, zwang schließlich die kommunistischen Gruppehs sich von den ewig schwankenden, ewig ängstlichen Elementen loszusagen, und auf der ersten gesamtrussischen Konferenz der kommunistischen Poale Zion vom 10. bis 14. August 1919 in Hornel wurde die Jüdische Kommunisiischja Partei (Poale Zion) geschaffen. IV. Die ]. K. P. (Poale Zion) ist eine Partei der sozialistischen Revolution, während deren sie die Interessen des jüdischen Proletariats verteidigt. Mit der gleichen Energie wird sie gegen die jüdische nationalistische Reaktion wie gegen die Liquidatoren eines selbständigen, jüdischen national-proletarischen Lebens kämpfen. Die Partei bleibt der alten poalezionistischen Auffassung der jüdischen Nation als einer allweltlichen und zwischenstaatlichen Nation treu und folgert hieraus die Notwendigkeit einer interterritorialen proletarisch-jüdischen Partei. Sie strebt aber dahin, daß diese allweltü'che Organisation nicht die gelbe Luzerner Internationale nachahme, sondern zur Waffe werde in der Hand der dritten kommunistischen Internationale, zu einem Organismus, der im Weltmaßstäbe den Kampf des jüdischen Proletariats gegen den Weltiraperiafcmus führt. Ueberzeugt, daß der einzige Weg der Sozialist!* sehen Revolution und zur sozialistischen Gesellschaftsordnung): die proletarische Diktatur in ihrer konkreten Gestalt der Rätemacht ist, sondert sich die J. K. P. (Poale Zion) atlfsr schärfste von der opportunistischen Kompromißdemokratiie. Die J. K. P. (Poale Zion) ist überzeugt, daß die russische Räterepublik den ersten Sieg und den fruchtbaren Beginn der nahenden sozialistischen Weltrevolution darstellt. Die J. K. P. (Poale Zion) führt die jüdische Arbeiterschaft zur Schaffung eines neuen Lebens, einer sozialistischen Gesellschaft in Palästina. In dem Chaos schwerster Welterschütterungen, in einem erhabenen, historischen Augenblick, in der billigen Stunde des Unterganges einer alten und der Geburtswehen einer neuen Welt wird die jüdische arbeitende Najon geboren, die jüdische sozialistische Gesellschaft. Die J. K. P. (Poale Zion) ist die einzige jüdische proletarische Partei, die ihrer Fahne treu gebieben ist, treu den Interessen der jüdischen arbeitenden Massen. Nicht als Zuschauerin, die den Ereignissen nachhiikt, sondern als entschlossene Mitstreiterin in dem rie;enhaften Kampfe, Hand in Hand mit dem Weltproletariat, führt sie die jüdische Arbeiterklasse zum Sturm auf die kapitalistische Festung. Im Einklang mit der herrlichen Vergangenheit des jüdischen Arbeiterlebens, unerschütterlich überzeugt vom nahen Siege der Weltrevolution, hebt die J. K. P. (Poale Zion) ihre Fahne empor — die Fahne des Kampfes für die nationale und soziale Befreiung.. Es lebe der Welt-Bürgerkrieg! Es lebe die dritte kommunistische Internationale! Es lebe dk Russische FöderativeSozialis ische Sowjetrepublik! Es lebe das bewaffnete Jüdische Proletariat! Es lebe die kommunistische Gesellschaft in Palästina! Moskau, September 1919. Zentralkomitee der J. K. P. (Poale Zion) in Bauland,