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Freie Tribüne · 1920-02-28 · 9 (28.2.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
9 (28.2.1920)
Date
1920-02-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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SEITE 4 FREIE TRIBÜNE NR. 9 An die Leser der „Freien Trlbüae"! Wir ersuchen, uns die Nummer 20 des ersten Jahrganges, die vergriffen ist und für Komplette dringend benötigt wird, -einznsanden. Auf Wunsch wird der Betrag rückgezahlt. . , . . . ■__Die Administr atro*- Kreisarbeiterrat Wien, Der Wiener Kxeisarbeiterrat hat siöh in seiner Sitzung vom Dienstag den 24. d. M. mit der politischen Lage in . Deutschösterreich belaßt. Aus dem Referat Fr. Adlers könnte man lernen» wohin die Teilnahme von Sozialdemokraten in einem bürgerlichen Kabinett, bei Fortbestand des gesamten erzreaküonär und monarchistisch gesinnten Beamtenapparats führt. Nur ein oder das andere Beispiel. Die Waffenlieferungen an, Polen, durch welche diese befähigt werden, Krieg gegea Sowjetrußland zu führen, haben in weitesten Kreisen der Arbeiterschaft sehr unangenehmes Aufsehen erregt. Wie rechtfertigt Adler diese Waffenlieferungen? Er gibt zu, daß es mit der proletarischen Ehre durchaus unvereinbar sei, Waffen für einen konterrevolutionären Krieg zu liefern, ein derartiger Vertrag mit Polen sei aber noch im Oktober des vorigen Jahres abgeschlossen worden. Zwar hätte er (Adler) die politische Voraussicht gehabt, einen solchen Vertrag nicht zu schließen, jedoch sei es angesichts der Schwierigkeit des Abschlusses von Kompensationsverträgen zu versteilen, daß ein solcher Vertrag abgeschlossen wurde. Nun aber der Vertrag abgeschlossen sei, müßte er auch durchgeführt werden, weil man sonst die Vertragsfähigkeit Deutschösterreichs anzweifeln würde. Bei Behandlung des Asylrechtes bringt Adler den Fall Leviön zur Sprache: einem Münchener Staatsanwalt ist es gelungen, „den österreichischen Amtsschimmel in Trab zu bringen" und das Landesgericht und das Oberlandesgericht haben aa einem Tage die Auslieferung beschlossen. Das Staatsamt für, .Justiz hat die Bestätigung verweigert. Seitdem sitzt Levien im Landesgericht in Untersuchungshaft. Da ist zu fragen, was das österreichische Gericht zu unternehmen hat. Die Ausführungen Adlers gipfelten schließlich in einer blutleeren Revolution, in der 'zwar viel gefordert und gewüjuscht wird, aber in so allgemeinen Wendungen, daß durch deren Annahme kaum etwas Positives erreicht wird. Die Resolution fordert „die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen mit allen Staaten, insbesondere mit Sowjetrußland." Es ist ganz klar, daß die proletarische Forderung des Tages die Aufnahme von Beziehungen mit Sowjetrußland ist, und daß die Aufnahme dieser Beziehungen mit den zu den anderen Staaten nicht über einen Kamm zu scheren sind. So wird die revolutionäre Forderung abgeschwächt durch Hinzufügung der anderen Staaten, deren Verhältnis zu uns ganz anderer Art ist. Schließlich ist nicht gesagt, wer die Beziehungen aufnehmen soll. Daß es von der Regierung nicht erwartet wird, beweist das Vorschieben der Genossenschaften im nächsten, Absatz. Denn wenn die Regierung diplomatische Beziehungen aufnehmen kann, könnte sie ebenso wirtschaftliche Beziehungen aufnehmen. Schließlich wird aus der Aufnahme der Beziehungen bloß die Notwendigkeit einer Informationsreise. .Ebenso blutleer und vieldeutig ist in der Resolution die Forderung nach Einstellung der Waffenausfuhr nach Polen, die Forderung des Asylrechts für politische Flüchtlinge und der Ausweisung der konterrevolutionären Offiziere. Diese Resolution darf nicht angenommen werden. Der Arbeiterrat muß in klarer Form aussprechen, daß e r ehestens alle Vorbereitungen für die Aufnahme, der Beziehungen mit der Sowjetrepublik treffen wird. Literatur und Kunst. „Eisik Scheitel« eöa Arbeiterdrama in drei Akten von David P i n s k y. Aufgeführt in der „Freien jüdischen Volksbühne" am 21. Februar 1920. Ein Arbeiterdrama, weil die soziale Basis des arbeitenden Volkes die tragische Kollision begründet. Eine Tragödie des schöpferischen Menschen, der seinem Schaffensdrang nicht freien Ausdruck verleihen kann. In weiterer Begriffs deutung: eine Künstlertragödie: der Künstler in Konflikt mit den engen Schranken des Daseins. Das Drama enthält wenig sog. Handlung und ist wesentlich auf die Innerlichkeit des seelischen Erlebnisses gestellt. ' V Eisik ist Arbeiter, lebt in elendster Armut, ausgebeutet von seinem Brotherrn in der Fabrik, geplagt von Erhal- . fiuigssorgen in der Familie,, aber ursprüngliche Schaffens- , ,kraft und Schaffensdrang wohnen ihm inne, diese erheben ihn zeitweise über allen Jammer seines Daseins, machen ihn zum Erfüider von Maschinen. Seinem verbitterten Weibe 'dünkt es dann: „die Maschinen sind ihm teuerer als Weib und Kinder." Doch eine fatale Ohnmacht zwingt ihn bald nieder: „Ketten liegen auf meinen Händen" — stöhnt er — „schwere Lasten liegen auf meinem Gemüt, alles drückt mich, stickt mich . . ." Das soziale Verhältnis wird hier y.ur Schicksalsmacht und Eisik fällt ihr zum Opfer: durch eigene Not und Unverständnis der Umgebung ganz aus dem Gleichgewicht gebracht^ zerstört er seine Maschinen, zerstört sein Leben — — Neben dem ergreifenden seelischen Gehalt ist die Milieuschilderung die stärkste Seite unseres Dramas. Die erstickende Kleinlichkeit und Enge des jüdischen Armenlobens, die Atmosphäre der Fabrik in ihrer sozialen Abnormität — das ist mit feiner Künstlerhand herausgearbeitet. Wohl nicht jedem ist da das erschütternde Ende Eisiks beschiedon: Leiwik konnte einst nicht Maler werden — es blieb ihm in der Fabrik bloß die Sehnsucht des Resignierten; Selick dem „Komödianten" war die Schauspielerlauf bahn versagt — er ist nun lustiger Possenreißer unter den Fabriksgenossen. Aber offensichtlich ist es: gar manches Schöne und Große zerstob an den harten Schranken dieser Lebensstruktur. So klingt unser Drama — bei aller Unaufdringliehkeit <Jer Schilderung —- als ein j'aecuse gegen eine ganzo Gesellschaftsordnung. Hauptsächlich wegen dieses Dramas galt einst David Pinsky als Arbeiterdichter. Er hat diese Interessensphäre längst verlassen und eine Reihe von Dichtungen geschaffen, die von ganz anderem Pathos durchdrungen sind, aber „Eisik Scheffel" blieb künstlerisch bis auf den heutigen Tag sein bestes Werk. Herr Deutsch als Eisik tat wohl das möglichste, abor die stille Innerlichkeit Eisiks, dessen Leidenspathos, dessen stammelndes Weh, sein quaivolles Ringen um das Höchste in der Stickluft des Gemeinen — das alles entsprich nicht dßc Schauspielerindividualität des Herrn Deutsch und er hat es auch deshalb nicht erschöpfend gestalten können. Dazu kömmt nooh, daß dies eben gestaltet — nicht gesprochen — werden muß, da Pinsky seinen Eisik nur sehr spärlich zu Warte kommen läßt. — Dagegen aohien uns Frau Glücksmann — als Eisiks Frau Beile — durchaus am Platze: das xäntipenhafte Gehaben dieses durch arge Not verhetzten Weibes liegt ja von vornherein in der schauspielerischen Art Frau Glücksmanns, aber sie fand auch die weichen Untertöne verhaltener Liebe, mütterlicher Sorge, treuer Verbundenheit. — Herr Streng erhielt endlich Gelegenheit, sich in der „Volksbühne" nach Herzenslust auszutoben; sein „Komödiant" schien allerdings mit sich und der Welt ganz zufrieden zu sein. — Sehr schade, daß Herr H. Weinberg als Pinje diese Gestalt nicht in ihrem symbolischen Werte erschöpf eil kennte. Dr. L—tz. Eingelaufene Bücher.*) Äwtold Zweig: „Drei Erzählungen". Welt-Verlag. Ghft. M. 5.50, geb. AI, 8.—. Bruno Frei: „Jüdisches Elend in Wien. Bilder und Daten". R. Löwit, Verlag. Brosen. M. 9— K 20.-. Wirtschaftliche Selbsthifle. Die Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte ist das Werk der wirtschaftlich Wehrlosasten, der Wiener jüdischem Arbeiter und Angestellten. Der Zusammenschluß jüdischer Proletarier zum Zwecke der Selbsthilfe hat die alte Wahrheit von neuem erwiesen, daß Einigkeit stark macht, daß auch die wirtschaftlichi Schwächsten, wenn sie das Gefühl der Solidarität verbindet, ihren Widersachern Trotz bieten können. Damit aber die jüdischen Proletarier auch als Konsumenten zu einer organisierten EinJueit werden und mit ihren Forderungen auf den Plan treten können, ist es notwendig, daß sie wie ein Mpinn ihrer Konsumenten -Organisation beitreten, um auf genossenschaftlicher Grundlage eine wirtschaftliche Besserstellung zu erkämpfen. Besonders notwendig ist die konsumgenossenschaftliche Organisation angesichts der gegenwärtigen zerrüttetsten EmährungsveiMltnisse. Alle Notstandsaktionen rechnen nur mit den organisierten Verbrauchern. Die jüdischen Proletarier würden sich selbst den größten Schaden zufügen, wenn sie außerhalb ihrer Organisation bleiben würden. Anfangs April beginnen die Neurayonierungen für Lebensmittel. Wir fordern die jüdischen Arbeiter und Angestellten auf, die Geelgejnheit zu benützen und in iMiassen unserer Organisation beizutreten. Wenn die jüdischen Proletarier Wiens hinter uns stehen, dann werden wir den Kampf um die höhere Lebenshaltung des jüdischen Arbeiters erfolgreich zu Ende führen. Jüdische Proletarier, organisiert Euch bei' der Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte, Wien, II., Blumauergasse 1. Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte, II., TaborsferaBe 44 [Eingang Blumauergasse]. Fernsprecher Nr. «4.189. Fernsprecher Nr. 44.189. Verkaufszeit von 8—1/212 Uhr und von 1/22—V25 Uhr. An Samstagen und Sonn- - tagen findet kein Verkauf statt. In der Woche vom 23. Feber bis 1. März 1920 gelangen folgende Waren an die rayonierten Mitglieder zur Abgabe: Heringe, Bohnen, Marmelade, Feigen, Zwiebel, Frankkaffee, Gewürze, Suppenmasse, Weine, Rum, Kognak und verschiedene andere Artikel. Ab 15. Feber 1920 kommt an unsere Mitglieder Gänseschmalz oder Oe 1 zur quotenmäßigen Verteilung. * Der Preis des Holzes wurde wegen der großen Zufuhr- und Verarbeitungsspesen von der Verteilungsstelle auf K 1.20 per Kilo erhöht. Anmeldungen für Hol2bezug werden noch angenommen. * Textilien. An unsere Mitglieder gelangen noch Herrensocken, Sweater, Anzugstoffe, Trikotagen, ferner Gebrauchsgegenstände wie Fußmatten und Reibbürsten zur Abgabe. Wir erwarten vom Solidaritätsgefühl der Mitglieder für die Angestellten, deren Arbeitszeit sich sonst Ins Ungemessene ausdehnt, daß sie rechzeitig erscheinen. Nach Einlaßsperre Erscheinende werden nicht eingelassen f ( * Wir ersuchen alle Mitglieder, die noch ausständigen Anteile ann unsere Kassa zu erlegen, damit im Warenbezug keine Unterbrechung eintritt. jüdische Arbeiterküche, II., Blumauergasse 1. Die Wochenbezugsscheine für die laufende Woche werden folgendermaßen ausgegeben: am Freitag, von Nr. 1— 300 am Samstag, von Nr. 301— 600 am Sonntag, von Nr. 601—1000 Die Wochenbezugsscheine, die an den betreffenden Tagen nicht abgeholt werden, können für die entsprechende Woche nicht mehr bezogen werden. _ Avantgarde Zentralorgan des Organisationsbüros der linken Poale Zion. [in jiddischer Sprache. 1 Aus dem Inhalt: Nr. 1: Aufruf des Org.-Büros; Zur Frage der Weltkonferenz. Nr. 2: Probleme der jüdischen Arbeiterpolitik; Organisationsfragen; Palästina in unserem Programm; Das Org.-B. d. 1. P.-Z. (was man darübersagt, und was es ist); Korrespondenzen; Litauen, Amerika; etc. Probleme *der jüdischen Arbeiterpolitik. — Das O. B., was es ist. — Deklaration der J. K. P. Rußlands. — Das amerikanische Z. K. an das O. B. — Aus der Bewegung. — Ko r res pon den zen. Gründung einer Bezirksgrappe für den VII. und die umgebenden Bezirke. Donnerstag, den 4. März, findet um 6V2 Uhr abends im Cafehause, VII., Ecke Kaiserstraße— Seidengasse, die konstituierende Versammlung der Bezirksgruppe VII statt. Vortrag des Gen. Michel Koh n- Eber „Unser Pr o gramm". Die Mitglieder der B.-O. I, die an diese Gruppe angeschlossen zu werden wünschen, mögen dies Genossen N. Gerbel, VII., Seidengasse 41/54, schriftlich bekanntgeben. Die im Bezirke und Umgebung Wohnenden werden, falls es nicht ausdrücküch nicht gewünscht wird, automatisch zugetei.t. Die Genossen werden ersucht, für diese Versammlung entsprechend zu agitieren! Vortragskalender. Die Genossen werden aufmerksam gemacht, daß die Teranstaltungen und Torträge der Bezirksorganisationen II und XX in jiddischer, der Bezirksorganisation I und VII in deutscher Sprache abgehalten werden. Samstag, 28. Februar, Michael Halperin-A.Efroußi, M Okin, Bez.-Org. II. Gedenkabend J. Zipkin Sonntag, 29. Februar, Bez-Org. II. Montag, 1. März Dienstag, 2. März, Bez.-Org. II. Mittwoch, 3. März, Bez.-Org. I. Donnerstag, 4. März, Bez.-0'g. XX. Gasthaus Keßler Rauscherstrabe 5 Donnerstag, 4. März, Bez.-Org VII. Kaffeehaus: VII., Ecke Seidengasse—Kaiserstr. Preitag, 5. März, Bv'z.-Org. II. Samstag, 6 März, Bez.-Org. II. Sonntag, 7. März, Bez.-Org. II. Montag, 8, März, Bez. Org. II. Dienstag, 9. März, Bez.-Org. II. Mittwoch, 10. März, Bez.-Org. I. "Wo sonst nichts angegeben, Ort: Blumauergasse 1; Zeit: Mejlech Rawicz c„f6rencier. Nagler Autorenabend Referentenkurs Theo ie d. Poale- Sokal Zionismus Alexander Serpow Gegenwärtiger Zustand d. Poale- Zlon-ßewegung Kandel Soz. Revolution und das jüdische Proletariat Kandel Aufgaben und Ziele der jüd. Arbeiter-Bewegung Gründungsver- Michael Kohn: Sammlung der Unser Programm Bez.-Org. Referentenkurs Grundbegriffe des Marxismus Bloch Kandel Ber Horowitz Unser Kulturproblem Autorenabend Referentenkurs Theorie des Poale- Zionismus Sokal Michael Kohn Glücksmann Palästina und die Orientpolitik. Ethische Voraussetzungen das Sozialismus Arbeiterheim, II. Bezirk, 6 Uhr abends. Verband Jüd. sozialistischer flrbeiterjwgend (IL, Glokkengasse 6/17). Montag, den 1. März: Gen. Neumann: „Ziele und Zweck der Arbeiterjugendbewegung". — Dienstag, den 2. März: Gen. Glücksmann: „Bildungsweg der proletarischen Jugend*'. — Mittwoch, den 3. März: Gen. Menkes: Thema aus der jüdischen Literatur vorbehalten. —Samstag, den 6. März: Gen. Michel Kohn: „Was ist das Proletariat und Bourgeoisie?" — Anfang* aller Vorträge um halb 7 Uhr abends. — Sonntag, den 7. März, um 3 Uhr nachmittags, findet im Arbeiterheime (IL, Blumauergasse 1) eine literarische Veranstaltung der jüd. sozialistischen Arbeiterjugend statt. Näheres wird bekanntgegeben, Jüdischer Arbeitersportklnb (Wandersektion). Sonntag, den 29. Februar, finden drei Ausflüge statt, und zwar: 1. Halbtagswanderung: Nußdorf—Leopoldsberg—Kahlenberg. Treffpunkt präzise 2 Uhr nachmittags beim Schottentor (Uhr). Führer: Drach. — 2. Kalbtagswanderung: Kobenzl—Harmannskogel. Treffpunkt präzise 2 Uhr nachmittags beim Komödienhause (Haltestelle Fünferwagen). Führer: Fessel. — 3. Ganztagswanderung: Mauer—Kaltenleutgeben. Treffpunkt: 8 Uhr früh beim Schottentor (Uhr). Fübrer: Krakauer. Freie jüdische Volksbühne. Samstag, den 28. d. M., um V23 Uhr nachm., im Wiener Bürgertheater zum zweiten Male „Eisik Scheftel", Drama in drei Akten von David Pinski. — Mitglieder beheben ihre Freikarten im Vereinslokal Cafe „Rembrandt", IL, Untere Augartenstraße 11. — Im Monat März eröffnet die F. J. Volksbühne eine dramatische Schule, in welcher Dillettant-an zu Schauspie'ern herangebildet werden. Reflektanten mögen Name und Adresse bekanntgeben! Genossen und Genossinnen i Die Kulturkommission hat beschlossen, einen Arbeiter- Chor zu begründen, der unter bewährter musikalischer Leitung der Pflöge jüdischer Volks- und revolutionärer Lieder obliegen und der eventuell zu einem jüdischen Arboitergesangs-Vereine erweitert werden soll. Genossen und Genossinnen, die über Stimmittel verfügen, melden sich in der ersten Februarhälfte im ,,Arbeiterkeim" bei Gen. Klipper. 19. PreBfonds-Hnsweis. Lola Margulies geb. Schönfeld, in Stryj (Gal.), derzeit in New York (Amerika), gesucht von Dr. Jakob Moses Jekeles, Sohn der Sime Scheinfeld, Linz, Bürgerstraße 61 (Oesterreich). — Alle jüdischen Zeitungen in New York werden ersucht, die Nachricht abzudrucken. *) Besprechung vorbehalten. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Hersch Nagler. Die Genossen in der Schweiz und Frankreich haben unsere Aufforderung zur Unterstützung des Preßfonds der „Freien Tribüne" mit einer energischen und erfolgreichen Aktion beantwortet. Es ist zu erwarten, daß auch die anderen Genossen, insbesondere in den valutastarken Ländern, diesem Beispiel folgen werden.. Den Schweizer Genossen danken wir auf diesem Wege für ihre tatkräftige Unterstützung. Schweiz (Genf): 3 Genossen K 100.—, Gen. Leben als Dank für das Entgegenkommen in Wien K 103.—, 2 Gen. K 100.—, 11 Genossen als Ueberschuß für "das Abonnement K 238.-. Wien: durch Klipper: Zuschlag bei der Veranstaltung am 20. Februar 1920 K 200.—, Gen. Feldmann (für Zustellung des „Avantgarde") K 10.—, Gen. M. Bermann gratuliert herzlichst dem Gen. Dr. Nagler und Frau zur Ruth und dem Gen. Margulies zur Vermählung K 5.—, zusammen K 753.—. Bisher ausgewiesen K 6207.10, insgesamt K 6960.10. ^Ädria", Druck- und Vörlägsgesellschaft m. b. H., Wien, II., Taborstraße 52 b

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