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Freie Tribüne · 1920-02-14 · 7 (14.2.1920) · page 3

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
7 (14.2.1920)
Date
1920-02-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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NK. 7 FREIE TRIBÜNE ytts&n des InteflektueUen Proletariats, des Kleinbürgertums handelt Aus diesen Tatsachen haben die kommunistosoheu p^rtrfen-wiofittge Schlüsse zu wehen. Bratens stehen sie vor rlfrf Möglichkeit, die Kämpfe um die Besserung der Lage der <"iiwainen Teile der Arbeiterklasse auszudehnen zu Kämpfen tun die 'Kontfolie der Produktion. Zweitens, indem sie dabei die Interessen der ungeheuren Mehrheit der Bevölketüng vartMm, dies ihr zum Bewußtsein führen, zeigen sie den ..(>Maa»»u arbeitenden und leidenden Volksmassen, daß es Zita. Bei der proletarischen Bewegung nicht um die Interessen der Industriearbeiter allein, geschweige denn um jdjrisüich vom Zaun gebrochene Kämpfe handelt, sondern um den Kampf um Brot, Licht, Wärme für alle arbeitenden Schichten. Gelingt es uns, durch Agitation und konkrete Aklionen dies zum Bewußtsein der Volksmassen zu bringen, so i?r/.eutfen wir eine Atmosphäre um die kämpfenden Proletarier, in der es den kapitalistischen Regierungen schwor;;,Hen wird, die Bestrebungen der Arbeiter nach Bildung von Betriebsräten, nach der Kontrollo der Produktion nieflerawboxen und niederzutrampeln. Ks gilt, den Kampf um die Betriebsräte, als die Wach- ItMder Interessen der breitesten Massen, mit voller Wucht in allen Ländern zu führen. Der Kampf iun die Betriebsräte und der Kampf der Betriebsräte um die Kontrolle der Produktion wird zu folgendem Ergebnis führen: er wird den Arbeitern und der Oeflentiichkeit zeigen, daß dem Proletariat nicht damit geholfen ist, wenn die Arbeiter in einzelnen Fabriken die Kontrolle der Produktion erzwingen. Soll diese Kontrollo einen vernünftigen Wirtschaftsplan ergeben, (ior auf Grund der bestehenden Rohstoffe und ProduktionsmiUel den möglichen Grad der Befriedigung der Masseui)iH.lürfiüsse feststellt, so müssen die Erfahrungen aller Bcitiobsräte nach Industriegruppen zusammengefaßt, zential »geglichen werden. Es genügen nicht einzelne lose, sponi:s,i arbeitende Betriebsräte, es ist ihre Organisation auf dem Gesamtgebiete des Gesamtstaates notwendig. Die Regierung, die dies zu hintertreiben sucht, will die kapitalistische Planlosigkeit, das wirtschaftliche Chaos, um die Ausplünderung der Volksmassen durch den Kapitalismus zu verewigen: Di« i-'ordwujig einer Räteorganisation, die aus den Erfahrungen des Kampfes um die Betriebsräte in jeder Fabrik hei auswachst, die in großen öffentlichen Kämpfen als Mittol der Linderung der Not konkret gezeigt wird, ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Das bedeutet nicht, daß sich die kapitalistische Regierung vor ihr beugen muß, lebt sie doch vom Kampfe gegen die Lebensinteressen der Massen. Aber os bedeutet, daß unser Kampf für die Betriebsräte, der so geführt wird, sie tief verankert in den Bedürfnissen und dem Bewußtsein der Massen. Wo er zu Erfoigan fuhrt., wo die Arbeiter auch nur lokal die Kontrolle der Produktion ausüben, einen Einblick in ihre Bedingungen erwarben, dort wird damit die wichtigste Vorbedingung für ihre spätere Rolle als Leiter der Produktion geschaffen. Sie lernen die wirtschaftlichen Betriebe kennen. Natürlich kann das nicht erreicht werden auf Wegen, die die verschiedenen Regierungen einzuschlagen bereit sind, um die nach der Befreiung (Warbeitenden Menschheit von der kapitalistischen Willkür .schreienden Volksmassen irrezuführen: indem einzelne Arbeiter in die Vorzimmer der Aufsichtsräte eventuell zugelassen werden, wo ihnen unter dem Siegel der Verschwiegenheit die Bilanzen des Geschäfts gezeigt werden. Es handelt sich darum, daß die Betriebsräte zu Organen der öffentlichen Kontrolle werden, daß sie ihre gewonnenen Erkenntnisse dazu verwenden, als Anwälte des Volksinteressea die Profitinteressen des Kapitals bekämpfen zu können. Der Kampf der Betriebsräte um die Kontrolle der Produktion wird in jedem Fall dazu führen, die Frage der Eroberung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse als die Magenfrage der Mehrheit der Bevölkerung auf die Tagesordnung zu stellen. Suchen die Regierungen dem Proletariat den Weg zur Kontrolle der Produktion zu verlogen, indem sie die Bildung der Betriebsräte erschweren, ihre Vereinigung verhindern, nun, dann machen sie der Arbeiterklasse klar, daß das Proletariat sich nicht nur die Verfügung, sondern .sogar die Aufsicht über die von ihr geschaffenen Produktionsmittel erst dann erringen kann, wenn es die Diktatur des Kapitals bricht und die Macht im Staate in die eigenen Hände nimmt. Wo aber die Arbeiterklasse die Kontrolle der Produktion erringt und in dem Maße, wie sie sie ausübt, wird sie vor die Frage gestellt: was wird nun weiter, wie setze ich durch, daß die Anarchie der Produktion überwunden wird, daß das Verschleudern von Gütern aufhört, wo es ja den Volksmassen an dem Notwendigsten fehlt. Die Frage der proletarischen Diktatur als des Weges zur Uebernahme und zur Leitung der Produktion im Interesse der Volksmassen wird so praktisch auf die Tagesordnung gestellt. Die Losung der Kontrolle der PraduMion durch die Betriebsräte, wie sehr „minimalistisch" sie auch aussieht, ist eine revolutionäre Uebergangslosung, da sie, ausgehend aus den einfachsten Bedürfnissen der Volksmassen, ihre Vorderreihen, das industrielle Proletariat als Klasse organisiert, es in das Heiligste des Kapitalismus, in seine Produktionsgeheimnisse einweiht und es zum Kampfe um die Leitung der Produktion, d. h. um die proletarische Diktatur führt. Wenn der Kampf um die Macht des Proletariats eino längere Periode bilden wird, so wird diese Losung vsur Achse der proletarischen Kämpfe, zum Sammelpunkt der Knergi« des Proletariats. Die Autoreparaturwerkstätte in Puiitigam sozialisiert! JAarx konnte den Sieg seiner Ideen nicht mehr erleben. Wie würde sein Herz geschlagen haben, hatte er die Verwirklichung des Sozialismus mitverfoigt, wie in unermüdlicher Kleinarbeit, Schritt für Schritt, die Kunsterzcjkßarei im Arsenal, die AutoreparaturwerkstatteinPuntigam usw. von unserer rührigen Sozialisienmgskommission, an daren Spifcec unser Ellbogen steht, sozialisiert werden! Doch nein. Wir wollen keinen Leitartikel der „flrbeiter-Zeitung" schreiben. 'Im Gegenteil. Wir wollen uns nur 'wieder einmal-ein wenig an ihr und dem Geiste, den sie vertritt, reiben.;Älso die Äutoreparaturwerkstatte in Puntiaam wurde sozialsiert. In eüierZefit, wo die gesamte offenW:(he Meinung von der Regierung im Sinn* der De;soziaitsieiung!der Tabakregte bearbeitet wird, wo die bürgerliche Presse das Fiasko des Staats-' und Gemeindesozialismus feiert und den Verkauf dieser Betriebe fordert, hören wir, daß sich im Schöße unserer Regierung noch immer eine Sozialisierungskommission regt. Nun zu dieser. Sie ist das kretinfische Ueberbleihsel der großen Schwindelschöpfung der Koalitionssozialdemokratie, der Sozialrsierungskommission, wie sie als Organ der „Werfertreibung der Revolution" genannt wurde und als solches die sozialistischen Tendenzen derselben auszuwirken hatte. Ja, ja, erinnern wir uns nur. Wir hatten doch damals Soziale Revolution", selbst Papa Renner brummte nicht „nein" eis er sie so, härmlos sah. Soldaten zogen mit klingertdiem Spjete und wehenden, * roten * Fahnen durch die Straßen, auf den Kasernen wehten rote Fahnen, kurzum, es w'är „soziale Revolution". Und da diese natürlich streng demokratisch und gesetzachtend „weUergetrieberT werden mußte, wiflfde unter der Initiative der Sozialdemokraten dte konstituierende Nationalversammlung auf Grund des „demokratischesten Wahlrechtes" gewählt. Diese ergab eine bürgerliche Majorität, aJsö 'die Mehrheit der konservativen gegenüber dert sozialrevolutionären Staatsbürgern, die „Willrrisänderung der Bevölkerung", daß sie keine Revolution, sondern den gesicherten Fortbestand der alten Ordnung möge. Welchen Schluß hätte die offizielle Sozialdemokratie, welche die Souveränität der demokratischen Nationalversammlung gegenüber der revolutionären Souveränität des Volkes unbedingt anerkannte, 'daraus zu ziehen gehabt? Doch sicher nur den, daß die „soziale Revolution", da sie von der „Mehrheit der Bevölkerung" nicht gewünscht werde, einfach zu liquidieren sei. Das wäre primipientreu sozialdemokratisch gewesen, der unbedingten Anerkennung der Machtverhältnisse im Parlament entsprechend. So einfach war die Sache jedoch noch nicht. Das „unmündige Volk", das sich schon zur Zeit des Jännerstreiks seinen Führern ungehorsam und ungebärdig gezeigt hatte, war nach dem glorreichen Krieg ganz und gar unzufrieden, ja sozusagen revolutionär und zur Errichtung einer ihm günstigeren Gesellschaftsordnung gewillt geworden. Den Sozialdemokraten war daher vom Bürgertum das Mandat erteilt worden, das erwachte, aufgeregte Volk im Zaum zu halten und für die „i\ufre:hterhaltung von Ruhe und Ordnung" zii sorgen. Das Bürgertum war doch noch damals vor den Kopf geschlagen und lag platt auf dem Boden. Man mußte also diplomatisch vorgehen, die Komödie der „sozialen Revolution'" auch weiterhin aufführen, obwohl man innerlich die allgemeine Situation noch längst für unreif zur wirklichen sozialen Revolution hielt. Die Nalianalversammlung mit ihrer reaktionären Majorität war also beisammen, das Bürgertum aber noch zu schwach, um den ..^Wiederaufbau" nach seiner Art durchzuführen. So wurde die Sozialisierungskomödie beschlossen, das „dumme Volk" ließ sich wirklich betören, als es so plötzlich „Bürger, Bauern und Arbeiter'', Schulter an Schulter, von der „Sozialisierung" schwärmen hörte. Vergebens wurde damals von linker Seite versucht, den Schwindel zu zerstören. Denn wenn auch damals das Bürgertum für eine gewisse Vorsichtssozialisierung, unter der es aber Verstaatlichung verstand, zu haben gewesen wäre, der Verrat der Sozialdemokraten am Sozialismus bestand darin, eben diese „Verstaatlichung" „So zi a Ii s i e r u n g" zu nennen. Selbst ihre opportunistischen Lügen, die Verstaatlichung von Betrieben läge im Interesse der Wirtschaft, konnten gegenüber der allgemeinen Erfahrung nicht stand 'halten, daß Verstaatlichung eines Betriebes bis jetzt Immer nur seine Ausschaltung aus dem ökonomischen Fortschritt, eine Schädigung seiner Arbeiterschaft bedeutet hatte. Es kann doch auch gar nicht anders sein. Verstaatlichung eines Betriebes ist Uebergang desselben in die Verwaltung des bürgerlichen Staates, einer Maschinerie, die dazu dient, die Geschäfte der regierenden Kapitalistenklasse zu besorgen, die Ausbeuten-' des Volkes zu garantieren. Das Werkzeug dfieser Maschinerie ist u. a. die staatliche Bürokratie, ei« künstlich über das Volk .gehobener, verschimmelter Beamtenkörper. Dieser übernimmt nun die Leitung des staatlichen Betriebes, das, was die Aufgabe der Organe der höheren Stufe des Staates, des Wirtschaftsstaates, sein wird, fällt in die Hände des bürokratischen V e r w a 11 u n g s s t a a t e s. Und rljlit nur da5. Der durclh die Kosten seines fmmer größer werdenden Unterdrückunysapparates, von Polizisten, Gendarmerie, stehendem Heer etc. in steter Geldverlegenheit befindtiche bürgerliche Staat wird nun zum größten Ausbeuter an seinen Arbeitern und Angestellten, die er überdies mit der ihm am nächsten liegenden Staatsmaschäne am sichersten im Schach zu halten weiß, was ja jeder Streikversuch der Arbeiter öffentlicher Betriebe zeigt. Verstaatlichung hat also mit Sozialisierungnichts zu t u n. "SozSalisierung ist die Lieberführung der Produktionsmittel in den Gernednuesitz der Gesellschaft unter gleichzeitiger Umwandlung der Warenproduktion in für die Gesellschaft betriebene Produktion,, nicht aber die Uebertragung eines Betriebes in den Besitz des bürgerlichen Staates, der. mit der Gesellschaft [nichts zu hin haf, sondern eine über der Gesellschaft stehende ibürgerlfiche Niederhaltungsmaschine ist, welche den durch Ausbeutung gewonnenen Mehrwert nunmehr direkt zur Erhaltung des der Unterdrückung des Volkes dienenden Apparates verwendet. Erst wenn der bürgerliche Staat gefallen, wenn an sej'.ne Stelle die Diktatur des Proletariates getreten,dann kann von Sozialisierung gesprochen werden, die dann allerdings nicht mehr in unermüdlicher Kleinarbeit bei der Autoreparaturwerkstätte in Puntigam, sondern In großzügigster Weise bei sämtlichen Großbetrieben beginnen wird. Bis dahin aber sind alle Sozialisierungskomrnissionen reformistischer Versuche mit untaug Ziehen Mitteln, nur dazu da, das Wort „Sozfialismus" im höchsten Grade zu diskreditieren. Deshalb ist es eine sozialistische Forderung: „Weg mit der Soz i alisl ierun gs komm i s si o n!" ( SEITE 3 Die EmährungsVerhältnisse Jßäterußlands. (Scfclaß. Siehe Freie TriMie Nr. 6.) Das Ernährungskoramissariat für Moskau konnte im testen Jahre die Versorgung der Bevölkerung nach dem aus der beiliegenden Tabelle ersichtlichen Verbältnisse durchfuhren; Die Bevölkerung erhielt im Jähre durchschnittlich: \. Kategorie 2. Kategorie 3. Kategorie Anzüge Wüsche Schuhe Galanterie Seife | 1 P. 5 Arschin 1 P. . 12 Sföekj;--------- 5 Arschin 1 I>. Für 560 Rubel mcnatl.3) Toilett- 1 -cife6Pf. gewöhnt liehe , Monatlich in Pfund: Brot Zucker») Salz Häringe Kaffee J}l[;{li;]ge| I. Kategorie 1 I Vs 2 V* "1 o 1 0:| II. Kategorie?Va Vh2 1 2 •u T: j t \ III. Kaie gorie i X\* f! 1 . 'h 32 i h & ä I Kinder Ergänzungen n weis!ing: Schwangere wie die erste Kategorie erste Kategorie Den Sozialisierungsausscbüssen der Arbeiterräte, die sich im Stadium der Konstituierung befinden, fällt nun eine doppelt schwere Aufgabe zu. Sie haben »nicht nur die Pflicht alle Probleme einer wahrhaft im proletarischen, Interesse durchgeführte!! Sozialisierurig zu beleuchten, die Möglichkeiten der^ selben zu überprüfen, die objektiven Maßnahmen, die zu treffen sind, durchzuberaten und vorzubereiten, um nach der Klarlegung 'der politischen Machtverhältnisse, den Apparat rasch aufstel'en zu können, der die iplanmäBfcge Uehernahme der sozialistischen Produktionsweise und Verteilung durchführen soll, sondern auch den Klassenstandpunkt in der Sozialisierungsfrage bloßzulegen und aufklärend über die künftigen Aufgaben zu wirken. Den Sozialisierungsausschüssen, als Organen des die Macht durch die Hrbeiterräte übernehmenden Proletariates, werden eben im Zeitpunkte ties verstärkten Widerstandes der reaktionären Klassen neben der Aufgabe der Vorbereitung noch die "der Zerstörung der sozialdemokratischen Illusionen eines Sozialismus in Koalition mit dem Bürcjertume, zufallen. Der Ruf: „Weg mit der staatlichen Sozialisierungskommission" soll verstärkt werden durch den Äusbau und die Steigerung der Aktionsfähigkeit des Ärbeiterrates. Außerdem erhielt mau fallweise Honig, Oe!, Petroleum, Fett (2 - 2Va Pfund im Monat), IFeisch (2—3 Pfund monatlich), Graupen usw. Kinder bekamen wie erwähnt Koch-l>esondere Anweisungen für Milch, Butter, Käse, Schoicolätfe und Kakao. Diese UebersicJrt zeigt uns auch, wo die Schwäche de;- Approvisionierungstätigkeit der Räte zu suchen ist. Si« liear. im gewal igen Mangel an Produkten. Die Achillesferse Rätcrußlands bildet sein Emährungskommissariat, dessen schwache Seite wieder nicht im Zuteiiungs-, sondern im Zustellung^- apparate liegt, nicht in der }\vt der Arbeit, sondern jm vorhandenen Mangel. Hier liegt der erste prinzipielle Gegensatz zwischen der kapitalistischen und der sozialistischen Wirtschaftspolitik. .Im ersten Falle entwickelt sich die Produktion auf der . Grundlage der Konkurrenz und des Interessengegensatzes zwischen den einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft; die Zuteilung und der Konsum vollziehen steh in einer äußerst ungleichmäßiger Weise und schaffen dadurch die soziale Leiter mit allen ihren Abstufungen. im zweiten Falle wirken schon die gemeinsamen Interessen der ganzen Gesellschaft. Jedes Individuum ist liier'eia Teil der Gesamtheit und die Wahrung der Interessen der Allgemeinheit ist für jeden eine Selbstverständlichkeit, wen» er um sein ei3enes Wohl bestrebt ist. Der einzelne geht hier, vollständig in der starken vereinigten Gesellschaft auf. Zum Parteitag der französischen sozialistischen Partei. - Auch in Frankreich treibt, dem Kntwickkmgsgeseta der Wehrevolution gemäß, die Verschärfung der wirtschaftlichen und politischen Situation die französische sozialistisch« Partei immer weiter nach links. Am besten kommt dies in der Resolution zum Ausdruck, die dem bevorstehenden Parteitag in Straßburg von einer Reihe der führenden Mitglieder vorgelegt und voraussichtlich angenommen werden wird. Die Resolution kritisiert ins ihrem ersten Teile die 2. Internationale, nachdem sie ihren Zusammenbruch bei Kriegsausbruch konstatiert hat, wie folgt: „Die Sozialistisch» Partei erklärt, daß die 2. Internationale in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung nicht mehr der revolutionären' Log« entspricht, die in den meisten Staaten herrscht, und die'eine neue Internationale der Tat erfordert. Die 2. Internationa]« vereinigt ferner nur einen Bruchteil der sozialistischen Arbeiter der Welt." Hierauf wird die Gründung der .3. Internationale geschildert und der Austritt der sozialisttsehen Parteien der Schweiz und der Voreinigten Staaten, «erwie der Unabhängigen Deutschlands aus der 2. Internationale festgestellt. Die Beschlüsse, welche die letzteren aul ihrem Dezember-Parteitag gefaßt haben, worden besonders erwähnt und folgende Schlüsse gezogen: „Die französische sozialistische Partei konstatiert •— eingedenk der Entscheidung der unabhängigen Sp-ziaBetea, die während des Krieges und seit der Revolution vom November 1918 der revolutionären und internationalen Tradition des deutschen Proletariats würdig gebrieben tftnd ~ in einer internationalen Organisation nicht verbleiben zw können, in welcher Deutschland bloß durch, Komplizen den Kaisers und der konterrevolutionären Manöver. Scheidemann.s und Noskes vertreten ist, Sio ist andererseits der Ansicht, daß der. Zustand der Zersplitterung der proletarischen Kräfte( der,.Welt, nicht oline Gefahr für die Arbeiterrevolution fortheBtöh.en. kann. Da in Bern und Luzern mit Hilfe der, .Linken - dieser Organisation seitens der 2. Internatjonale gemachten Verstehe au deren Abhilfe, zu vollständigem Mißlingen verurteilt au sein scheinen, erklärt die Partei, daß die Neugrupuierung der revolutionären sozialistischen Kräfte au! Basis , uei\ (traditionellen Prinzipien des internationalen Sozialismua: eine dringende Aufgabe ist. Durch das Verschulden der kapit;üisüschen Regieren, gen der Entente, ist es unmöglich, das ganze Werk jind alle Taten der russischen Revolution zu können und' der&dulolge '*)' Anstatt Zucker pflegt man oft Zuckerl od^er anders Konditoreiartikeln auszufolgen.?) Fabriksarbeiier und überhaupt physische -Arbeiter erhalten außer ihrer'Giunddotiening auch Ergäiizungskarlen. ») Die -Preise der flrtikeJ smd fest, wie < vor ^deui Kriege, mit einem Züschlage' 'für 'die Bedienung.lj Auf den Tisröi eines jeden jüdischen Arbeiters und Angestellten gehört die^ „l'risie Tribüne^

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