Mannheim
Compact Memory

Freie Tribüne · 1920-02-14 · 7 (14.2.1920) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
7 (14.2.1920)
Date
1920-02-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2827798-2827816-2827823--272-2828320
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SEITE 4 FREfF TRIBÜNE NR. 7 oi* eescfcöpfendes Ifitoil zu füllen. A h e r -i i « n o z i a - istiaoho Partei Frankreichs, die auch vr e ii orkin. mit allen proletarischen Emanzipatioaabcstrobungnn solidarisch ist, Ist der .Ansickt, daß keine der fundamentalen Erk l ä r n n g e n der Moskauer Internationale mit den wesentlichen Prinzipion dos Sozialismus in Widerspruch steht, da ß der <; r » ä d s ä, t % der Diktatur des Proletariats, leren Zweckes ist, den II e b e r g a n g der k a - \> i t a 1 i s t i s c h o n Gesellschaft zur sozialistischen Ordnung zu sichern, die Rasiri jeder rcfolutionären Auffassung ist, daß die 3'Jlnrichtung der Arboiterräte offensichti o a c i ii e s der wirksamsten Mittel zu jener /Orgreifung der M a c h t i s t. Aber sie ist auch der Ansicht, daß die sozialistischen Parteien West- und Mitteleuropas, welche in den Ländern der forteoschritlenen industriellen Entwicklung wirken und dio Yorwaltung der Dingo in die Hand zu nuhmou berufen *ei». werden, im größten Maßstab den bestehenden Arbeiterorganisationen Rechnung tragen sollen, Syndikaten, und Korporationen, sowie den günstigsten Bedingungen, diese Organisationen am Tage nach der sozialen Revolution der wirtsohaftiiehen Lage anzupassen. Sie findet daher, daß gemoiasame Beratungen zwischen diesen sozialistischen Porfoien der III. Internationale stattzufinden haben. Sie erklärt, daß d,io Parteien, die sich iCH.iiu gruppieren entschlossen sind, in erster Linie, w i o es die Moskauer Internationale getan hat, das Z u s a m m e n a i* bei« ten jeder Art mit dor Bourgeoisie und besonders die ministeriellen Koalitionen zu v e r a r t e i 1 e n haben, welche, während und «ach dem Kriege in der Mohr zahl der euroliüisohoi Länder gewirkt haben. Die französische sozialistische Partei hält mit allen Kräften an der Ucberzeugung der Unabhängigen Deutschland« fest, und versichert ihren Willen, am Wiederaufbau der VYeUehiheit des Sozialismus durch die Vereinigung aller den (Jruudsätzen des Klassenkampfes treu gebliebenen Elemente der 2. Internationale mit den konstituierenden Gruppen dor Internationale zu arbeiten. Sie verkündet gleichzeitig ihren Wunsch, ihre tätige Sympathie mit der russischen Revolution '/u manifestieren, sowie ihre Absicht, in enger Solidarität mit den Bemühungen an rerbleiben, welche das Proletariat der großen Industrieländer, und besonders Englands und Amerikas, entsprechend den historischen und ökonomischen Bedingungen tuaeht. Endlich, um die schmerzliche Situation abzukürzen, welche für alle bewußten Sozialisten aus der vorübergehenden Zersplitterung der Internationale entspringt, beschließt -sie, ohne Zögern zu handeln und fordert die Schweizer Partei auf, die Delegierten jener Parteien zu einer Vorkonferenz zusammonzuberufen, die entschlossen sind, ihre Handlungen auf die Basis der traditionellen Grundsätze des Sozialismus zu stützen, um in Verhandlungen mit den konstituierenden Parteien der 3. Internationale zu treten." Oer zweite Teil der Resolution beschäftigt sich mit den .Fragen der inneren Politik. Die Partei erklärt ausdrücklich, ihre nationalen Aktionen immer in Zusammenhang mit den internationalen führen zu wollen, sowie am Maximumprogramm festzuhalten. Koalitionen und Kompromisse werden aufs Schärfste vorurteilt. Sie erinnert an ihre feierliche Ablehnung allen Koniusionismus, jeder Taktik, welche die Verschleierung der Klassengegensätze bedingt. Infolgedessen erneuert sie in. der energischesten Weise ihre«. Willen, jede Teilnahme an der bürgerlichen Staatsgewalt zurückzuweisen, sowie jede Allianz, welche eine Vermischujig des Programms mit denen anderer politischer Parteien zur Folge haben könnte." Im v/eitoron wird zur Wachsamkeit vor der Reaktion aufgefordert, die verderbliche Politik der regierenden Klassen charakterisiert, der Zusammenbruch des Völkerbundes zur Kenntnis genommen. Die als Folge des kapitalistischen Ruins auch in Frankreich immer fortschreitende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage kommt in folgendem zum Ausdruck: „Die Sozialistische Partei, politische Vertretung der Arbeiter Frankreichs, hat die Pflicht, aus einer -wirtschaftlichen und finanziellen Lage, die sich von Tag zu Tag verschlechtert, die Schlüsse zu ziehen." Schließlich werden die augenblicklichen politischen Forderungen, aufgestellt, wie schärfste direkte Besteuerung bis zur völligen Einziehung bei Vermögen von Kriogsgowinnern, Nationalisierung der kapitalistischen Monopole, staatliche Organisation des Verkehres, die Uebernahme der Verwaltung der Immobilien durch die Stadtgemelnden zur energischen Aufhebung der Wohnungsnot. Wichtig ist noch die Feststellung, „daß die allgcmeino Situation des Landes immer mehr einen revolutionären Charakter annimmt." Die Resolution schließt mit einem Appell an die Arbeiter, die Stunde der Revolution zu beschleunigen und ist untoraeiohnet unter anderen von Marcel Cacilia, Caussy, Paul Faun}, Frossard, Paul Louis, Jean Longuet, Mayeras, Daniel Renoult, Verfeuil usw. Die Volkshilfskonferenz der amerikanischen jüdischen Arbeiter in Philadelphia, In Philadelphia fand vor kurzem eine Hilfskoiitevenv, r-,lah, die für die Hilfstätigkeit der amerikanischen .luden-;ehaft richtunggebend sein wird. Die V o l k s h i 1 f e * (p o o p i c s r e 1 i e f) -j 1 s t dio Hilfsorganisation der jüdischen Arbeiter, welche sie gegründet haben und auch führen. Außer ihr gibt es als zweite große jüdische Hilfsorganisation in Amerika das Z e n t!• a l h i 1 f s k o m i t e e, gegründet und verwaltol. von bürgerlichen .luden. Als zentrale Körperschaft, an welche beide erwähnten Organisationen ange. .elüossen sind, fungiert das Joint Distribution Committee. Ks hat den Zweck, dio Hilfsaktion zu vereinheitlichen, sie auf breiter Basis zu führen und einheitlich zu kontrollieren. Nun ist das Joint Distribution Committee, das die ganze Hilfsaktion als philantropische Angelegenheit betrachtet, in der letzten Zeit Gegenstand einer heiligen Kritik der sozialistischen jüdischen Kreise Amerikas gewesen. Die Kritik, welche besonders in der geistig sehr regsamen sozialistischen Presse Amerikas mit Elan betrieben wurde, richtete sich hauptsächlich gegen den philantropi- .schen Geist der Hilfsarbeit. Sie fand nun in der Konferenz der Volkshüfe in Philadelphia besonders starken Ausdruck. Ja, es wurden sogar Stimmen laut, welche drohten, die Volkshüfe, deren Organisation sehr kräftig und gut fundiert ist, gänzlich von dem Joint, Distribution Committee loszulösen, wenn dieses seine Methode nicht gründlich ändere. „Keine milden Gaben, sondern konstruktive, aufbauende Hilfe!" — war die Losung der Konferenz. Einmütig stellten die Delegierten auf der Volkshilfskonferenz folgende Forderungen: Durch di» Hilfsaktion muß das ruinierte jüdische Leben Europas wieder hergestellt, der Handel, die Industrie der Juden wieder belebt werden; die Hilfe der amerikanischen Juden darf nicht bloße Hilfe sein, sondern muß den Hillsbedürftigen die Möglichkeit geben, sich auf eigene Füße zu stellen; es muß eine Bank gegründet werden, welche Darlehen an Arbeitergenossenschaften gibt, Rohstoffe beschafft u. dgl. lieber die Bank wurde von der Konferenz in einer speziellen Resolution zum Ausdruck gebracht, daß sie nicht von einzelnen reichen Juden kontrolliert werden dürfe, wie es das Joint Distribution Committee geplant hatte, sondern daß sie eine wirkliche demokratische Volksinstitution sein müsse; die Aufsicht habe das vereinigte Hilfskomitee (die Vereinigung der beiden bereits erwähnten Hilfsorganisationen) j zu übernehmen. „Sollte das Joint Distribution Committee" — so heißt es in der Resolution — „diese Forderung nicht annelunen, so wird die Volkshilfsorganisation eine solche Bank aui eigenes Risiko und unter eigener Verantwortlichkeit gründen." Eine wichtige Resolution der Konferenz befaßt sich mit den jüdischen Schulen in Polen. Die Konferenz beschloß, vom Joint Distribution Committee zu fordern, daß es eiue ausgiebige allmonatliche Subvention den jüdischen Volksschulen in Polen gewähre; sollte diese Forderung beim Joint auf Widerstand stoßen, so werde die Volkshillsorganisation aus ihrem eigenen Fonds allein den jüdischen Schulen Polens eine Subvention gewähren. * Wenn wir auch bezweifeln müssen, ob es gelingen wird, gemeinsam mit der bürgerlichen Hilfsorganisation die „konstruktive, aufbauende Hilf e" tatsächlich zu leisten, so müssen wir doch diese Beschlüsse den diversen Verteilungsstellen des „Joint Distribution Committee" vorhalten, mit der dringenden Aufforderung, sich deren Grundsätze zueigen zu machen. Die öffentliche Kritik wird darüber zu wachen haben, daß es geschieht; vor allem jedoch fordern wir von den sozialistischen Vertretern in den Komitees, daß sie jede Mitarbeit an der berüchtigten philantropischen WohUäterei ablehnen sollen. Bei entsprechender Aufklärung über die Wirksamkeit der bürgerlichen Gschaftelhuber wird es hoffentlch nicht schwer sein, die proletarische Hilfstätigkeit der amerikanischen Arbeiterschaft von der bürgerlichen, zu lösen und so die gesamte Arbeit auf gesunden sozialen Prinzipien ardzuhauen. Ad notam unseren Vertretern im Joint , . . . Wieden. ■Auf der Tagesordnung der letzten VolIversaBOBHuii am 6. Fcber stand die Diskussion über die bekannt« V«rtrauensmannerversammlung. Einmütig stellte der sozialdemokratische und liom munistasche Referent fest, daß eine „Union", wie sie au Initiative der Obmännerkonferenz ohne jede Kontrolle d?i Zusammensetzung entstanden war, eine Verwässerung t\t Kreisarbeiterrates sei. .Aber es war auch sofort der unlogische Standpunkt der sozialdemokratischen Linke« erkennbar. Denn wenn sie auch die „Union" (sogar miteckarfen Worten) ablehnte, bedauerte sie dennoch, daB di« Kommunisten vor der Abstimmung die Versammlung verlassen hätten, wodurch die schwächere Resolution angenommen worden wäre. In der Resolution dei ßezirksarbeiter rates, die vorher von Sozialdemokraten und Kommunis t gemeinsam aufgestellt worden war, wurde Kompetenz «ikJ infative zu Massenaktionen mit entschiedenen Wörter ausschließlich für den Kreisarbeiterrat in Anspruch genommen und eine „Union" abgelehnt. Dieser Resolution schloß sieh die p.~z. Fraktion mit eilner kurzen Erklärung an. Sia ging aber noch weiter, indem sie beantragte, den Kreisarbeiterräten zu verbieten (in ihrer Eigenschaft) etwaige Unionsversammlungen zu besuchen, bevor der Kreisarbeiteirat hiezu Stellung genommen hätte. Für diesen Antrag stimmten nur die Kommunisten und wenige Angehörige d«r sozialdemokratischen Linken, von der Mehrheit wurde «r abgelehnt. ACHTUNGl ACHTUNG! Genossen — Mitglieder der Referendara-Kommlssäso. Am Donnerstag, den 19. Februar, 6 Uhr abends, Skidet im Parteisekretariat, II., Glockengasse 6, die erste konstituierende Sitzung der Referendum-Kommission statt. Die Mitglieder werden! ersucht, pünktlich zu erscheinen und genau ausgearbeitet? Vorschläge vorzubereiten. Die Partei leitwag. Vortragskalender. I Die Genossen werden aufmerksam gemacht, daß di« Veranstaltungen und Vorträge der Bezirksorganisationen II und XX in j i d d i s c h e r, der Bezirksorganisation I in deutscher Sprache abgehalten werden. Samstag, 14. Februar, Bez.-Org. II. Sonntag, 15. Februar, 3Uhr,Akad. Verband jüd. Sozialisten im Lokal der Ver.jüd.Handelshochsch. II. Taborstraße 1 Sonnlag, 15. Februar, 5 Uhr, Parteileitung Baruch Meter jüd.Arbeiterbewe- Palästina gung in Palästina Hollinger Der Kampf um die Kompetenz des Arbeiterrates. Sonntag, 15. Februar, 3 Uhr, Bez.-Org. XX. Privatlokal: Wallensteinstraße 62 Montag, 16. rebruar, Referentenkurs Dienstag, 17. Februar, Bcz.-Ors. XX. Mittwoch, 18. Februar, Bez.-Org. I. Donnerstag, 19. Februar, Bez.-Org. XX, Belaczevvski, Schapira Sokal J. Kandel General- Versammlnng Sokal Richtung in der jüd. Arbeiterbewe gung (Unsere Plattform II) Rosenfeld- Gedenkfete r Perez-Nachwitta^ Programm der Poale-Zio«iS3tJtit Alexander: Die poüti sehe Lage Ulücl:sin<:iin Orgaiiisationsarbeit Die Lage des jüd Proletariates Samstag, 21. Februar, Bez.-Org. II. N agier Sonntag, 22, Februar, 6 Uhr, Bez.-Org. II. Volkslieder-Abend Döbling. Pyrrhussieg de? sozialpatriotischen Gewerkscliaftsbonzen. Samstag, den 7. Februar d. J. fand eine Vollversammlung des Döblinger B.-A.-R. statt. Unsere, wie auch die Kommunistische Fraktion hatten vor Eingang im die Tagesordnung Resolutionen gegen die sog.. „Union" eingebracht. Die Sprecher unserer Fraktion, die Gen. Steinig und Lamm besprachen eingehend das Verhältnis der Gewerkschaft zum Arbciter,rat und warnten vor der kurzsichtigen «,..«. _ _ . Politik, die das Proletariat der einzigen Errungenschaft der ReVOllltSOnärCr KUtlStnaCtimitta^. rnnnpn könnt f». *• T Frau Riwa Ra witsch Prof. H. Ehrlich Wo sonst nichts angegeben, Ort: Arbeiterheim, II.. Bezirk, Blumauergasse 1; Zeit: 6 Uhr abends. „sogenannten'1 Revolution berauben könnte. Nach einer längeren Debatte, in der sozialdemokrutischerseits merkwürdige Aeußerungeri gefallen sind, wie z. B.: „bald werden wir zu geregelten Verhältnissen kommen und da werden wir schon die A.-R. abbauen" u. dgi. wurde die kommunistische Resolution rundwegs abgelehnt. Die Resolution, die unsere Fraktion einbrachte, erlebte jedoch ehi merkwürdiges Schicksal. Bei der ersten Abstimmung wurde die Resolution einsttmuaig angenommen. Aui einmal schlug ein sozialdem. „Genosse", der vorher selbst für die Resolution gestimmt hatte, einen Lärm, daß die Resolution gegen „seine" Genossen gerichtet ist und verlangte eine neuerliche Abstimmung. In einer neu entfachten Debatie erhob sogar der Sozialdemokrat Zelenka Einspruch gegen den Versuch, die Kompetenz des A.-Rates einzuschränken. Nichtsdestoweniger ist zwar bei der zweiten Abstimmung die Resolution durchgefallen, da für aner mit einer Alajorität von ... 6, — sage und schreibe sechs — Stimmen. Der B.-A.R. „Döbling" erblickt in der Schaffung einer „Union", die nach zwei Sitzungen Beschlüsse über Massendemonstrationen des Proletariats" gefaßt eine Gefahr für den A.-R. und sieht darin den Versuch, "die Kompeianz des A.-R. zumindest stark einzuengen, wenn nicht überhaupt auizuheben. Die HesoüxtiQtt der poale-zioatsUschen Fraktion. Der B.-iA.-R. „Döbling" erklärt nachdrücklichst, daß er an d e r Konferenz des A.-R. festzuhalten entschlossen sei, die Gen. F r i e d r i c h A d 1 e r a(m 13. J u n i 1919 mit den Worten: „nur d e r A. - R„ der a!*e Richtungen des Proletariats u rn faßt, sei b e r u f en , Masseaa k t i o n en d es Proletariats zu beschließen und durchzuführen!" festgelegt hat. Deshalb muß der B.-A.~R. „Döbling" diesen Vorgang der „U n i o n" betreffs der Massenaktion wie auch d i e U n#o n selbst auf das entschiedenste ablehnen und sein Bedauern darüber aussprechen, daß man in der „Unions"-Sitzung im Favoritner Arbeiterheim, gegen den einstimmig gefaßten Beschluß des Wr. Kr.-A.- Rates nachträglich Stellung nahm und aufgefordert hat, die Massendemonstration zu unterlassen. Der B.-A.-R. Döbling fordert, daß über die nächste Massendemonstration für eine radikale Vermögensabgabe sowie über alle künftigen Massenaktionen einzig und allein der Wiener K r eisar b eiterra t in seiner statutenmäßigen Form beschließen und dieselben durchführen soll." (Wegen der Roseßfeid-Gcdenkfeier wird der Revolutionäre Kuosiitachmittag verschollen. Nettankündigung erfolgt rechtzeitig. Konsnmgenorsenschait indische Arbeiter und Angestellte, II., Taborstraße 44 (Eingang Blumauergasse). ' Fernsprecher Nr. 4-'i.!89. Fernsprecher Nr. Verkaufszeit von 8—V'al2 Uhr und von I :I;'i>2— v*ö Uhr. An Samstagen und Sonn- I tagen findet kein Verkauf statt. In der Woche vom 16. bis 23. Fe her 1920 ge langen folgende Waren an die royonierten Mitglieder zu Abgabe: Heringe, Bahnen, Marmelade, Feigen, Zwiebel, Frank kaffee, Gewürze, Slippenmasse, Weine, Rum, Kognak un verschiedene andere Artikel. -- Laut Mitteilung des Staats aintes für Volksernätnutig kommt ab 15. Feber 1920 an unsen iYü teil'Uder rituelles Fett oder Oel zur quotenmäßige; Verteilung. Der Preis des Hölzes wurde wegen der großen Zufuhr- und Verarbeitungsspesen von der Vertailungsstelle auf K L2i per Ivilo erhöht. Anmeldungen für Holzbezug werden rtoci angenommen. Lieferung im März. Textilien. An unsere Mitglieder gelangen noch Herrensocken, Sweater, flnzugstoffe, Trikotagen, ferner Gebrauchsgegenstande wie Fußmatten und Reibbflrsten zur Abgabe. Wir erwarten vom SolidaritätsgefüW der Mitglieder Süi die Angestellten, deren Arbeitszeit sich sonst ins Ungemesseiie ausdehnt, daß sie rechtzeitig erscheinen. Nach Einlaßsperre Erscheinende werden nicht eingelassen! Wir ersuchen alle Atttglieder, die noch ausständigen Anteile an unsere Kassa zu erlegen, damit im Warenbezug keine Unterbrechung eiiitritt ^_____ "jjHjfccJre"'flr^^ 1^ ~" Die Wochenbezugsscheine für die laufende Woche weiden folgendermaßen ausgegeben: am Freitag, von Nr. 1-300 am Samstag, von Nr. 301—600 am Sonntag, von Nr. 601—1000 Die Wochenbezugsscheine, dio an den betreifenden Tagen weht abgeholt werden, können lür die entsprechend» Woche nicht mehr bezogen werden^_ _ lies auiJgeber und verantwortlicher Redakteur: Arnold Deutsch. „Adria", Druck- und Verlagsgeselbchaft m. b. IT., Wien, IL, Taborstraße VI b

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.