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Freie Tribüne · 1920-02-07 · 6 (7.2.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
6 (7.2.1920)
Date
1920-02-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SEITE 4 Mg wird sodann eine von Gen. Müller eingebrachte und toe der Exekutive einstimmig angenommene Resolution der YoMrersammlung vorgelegt, die sich in scharfen Worten gegen den Abbau der A. R. durch die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaftsführer wendet und auf den Be- •ükluß des K. A. R. vom 13. 6. 1018 hinweist, daß nur der Wiener A. Ii. dazu berufen sei, Aktionen des gesamten Wiener Proletariates '/.u beschließen und durchzuführen. Die Vertrauensmännerkonferenz ist nicht berechtigt und nicht kompetent, im Namen aller Richtungen des Proletariates irgend welche Beschlüsse zu fassen. Die Resolution fordert alle revolutionären Arbeiter auf, weiterhin energisch für den Bestand des A. R. /ai kämpfen und in ihren Betrieben dahin aufklärend zu wirken. Nachdem Gen. Dr. Maurer die Entstehung des A. R. und den herrlichen Kampf des Proletariats, seit dem Jännerstreik für den Bestand der Arboiterräte schildert, wird die Resolution einstimmig angenommen. Bs werden sodann noch die Antrüge über die Abhaltung von Urwählerversammlungen und Unterstützung des Z. K. Wer Arbeitslosen einstimmig angenommen. Bin Antrag der komm. Partei über die Bewaffnung der A. R. wird dem Ordnerausschuß überwiesen. Döbling. In der am 24. Jänner d. .1. abgehaltenen Vollversammlung des B. A. R. Döbling erschien auf Einladung der Exekutive der Vorsitzende des Soldateuraies, Gen. Frey, um 4e>m Plenum über die — durch Genossen Deutsch in der Nationalversammlung eingebrachte — Wehrgesetzvorlage Bericht zu erstatten. In einer längeren Rede begründete er die Notwendigkeit der eingebrachten Gesetzesvorlage, die — sogar seiner Meinung nach — nicht wenig verwässert ist. Als er über die politischen Verhältnisse in unserer Wehrmacht zu sprechen kam, unterzog er auch die, in der Polizei Berr.schöndfcn Verhältnisse einer sowohl eingehenden wie sachlichen Kritik. Nach der Berichterstattung der Exekutive und den Komjoissionswahlen, in welche sämtliche Mitglieder unserer Fraktion gewählt wurden und nach Erledigung laufender Angelegenheiten, wobei sich mehrere Mitglieder unserer Fraktion •ifrig beteiligten, kamen zwei Resolutionen: der kommunisti. sehen und unserer Fraktion zur »Sprache. Gen. Steinig, der unsere Resolution vertrat, wies auf die, mit tragischer Ironie ins Auge stechenden Gegensätze, die in der heutigen großen Not zwischen den Bewohnern einer und derselben Stadt zu Tage treten: auf der einen Seite — hell erleuchtete -»ud gut beheizte Bars, Varietes und Vergnügungslokale der Bourgeoisie, auf der anderen — kalte und nasse Keiler- und Dachmohnungen dos Proletariates, Spitäler und Kranke uhänser ohne Wärme und Licht. Die Resolution: „Unter den gewaltigen Entbehrungen, von denen die Wiener arbeitende Bevölkerung heimgesucht wird, ist wohl die Kohlen- und Lichtnot am empfindlichsten. Während Säuglinge und Kinder hinsterben, unterhält die Bourgeoisie zahlreiche, gemütliche Stätten, wo sie das durch Schieberarbeit ergatterte Vermögen bei Licht und Wärme verpraßt. Die Arbeiter in Tschechien, wo die Not bei weitem nicht der unseren gleichkommt, haben diese soz. Ungerechtigkeit erkannt und die Schließung sämtlicher bourg. Vergnügungslokale gefordert. In diesem Sinne fordert nun auch die heutige Vollversammlung des Döbl. Arbeiterrates den Kreisarbeiterrat auf, mit allen Mitteln die Schließung aller Vergnügungsstätten durchzusetzen, wurde einstimmig angenommen. Die Resolution. der komm? Fraktion gegen die Reaktion, für eine radikale Vermögensabgabe usw., wurde einer dreigliedrigen paritätischen Kommission (Soz. Dem.: II ö r m a n n, Poale-Zion: Lara m, Korn.: Katz)izur Beratung übergeben. Unser Antrag über die Einberufung einer Massenversammlung in Döbling, den Gen. Lamm, vertrat, wurde einstimmig angenommen. Die Bezeichnung des Zeitpunktes und die sonstige Ausführung wurde der Exekutive überlassen. GLOSSEN. Unsere neue Wehrmacht. *) Das Heer ist bestimmt zum Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen der Republik sowie überhaupt zur Aufrcchterlialtung der Ordnung und Sicherheit im Innern. Ueber das Heer verfügt die Nationalversammlung ... Beim Antritt des Präsenzdienstes leistet der Heeresangehörige folgenden Eid: „Ich schwöre als Mann, ais Bürger der Republik Oesterreich und als Soldat, daß ich zu jeder Zeit und an jedem Ort das Vaterland verteidigen werde, daß ich den von der Vertretung des Volkes, der Nationalversammlung, beschlossenen Gesetzen, den gesetzmäßigen Behörden, insbesondere der von der Nationalversammlung bestellten Regierung sowie den mit der Befehlsgewalt betrauten Vorgesetzten Treue und Gehorsam leisten, daß ich allen ihren Weisungen 'folgen und im Interesse des Wohles und der Sicherheit meiner Mitbürger nach bestem Wissen und Gewissen, mit alien meinen Kräften dem Lande Oesterreich und seinem Volke dienen werde." .....Äls Einrichtung des Staates ist das Heer von jeder parteipolitischen Betätigung und Verwendung unbedingt fernzuhalten. ...Im Dienste ist auch den" einzelnen Heeresangehörigen jede parteipolitische Betägigung untersagt. Die Abhaltung von politischen Versammlungen in den Unterkunftsräumen der Heeresangehörigen ist verboten ... Der angeworbene und der präsenzdienstpilichtige Wehrmann dürfen sich nicht verehelichen. Für die Wahrung der Interessen der Wehrmänner wählen diese für jede Befehls- und Verwaltungsstelle des Heeres Vertrauensmänner (Soldatenräte). Eine B2einlrächligung der Kammandogewalt durch die Vertrauensmänner darf nicht stattfinden ... Die Mandatsdauer der Vertrauensmänner beträgt ein Jahr... Bestellung eines eigenen Oberbefehlshabers ist mit Rücksicht auf den Hauptzweck des Heeres — Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Innern — für die Zeit des Friedens nicht in Aussicht genommen. (Aus den Bestimmungen der Wehrvorlage.) *) Wir bringen die Auslührungen des Gen. R. G. zur Wehrmacht zum Abdruck, wenn wir auch nicht mit allen Einzelheiten und dem pazifistischen Geiste desselben einverstanden sind. Uns interessiert die Wehrvorlage nur insofern, inwiefern sie die Gegensätze in der Koalition verschärft, den Klassenkampfstandpunkt hervorkehrt und die brennendste Frage der Wehrhaftmachung des Proletariates in ihrem ganzen Umfange aufrollt. Die Redaktion. Nun wären wir nach Not und Tod, Weltuntergang und Revolution wieder am Ausgangspunkt der Entwicklung angelangt. Unser liebes Miniaturvaterland kann einer Miniaturarmee nicht entbehren. Das Deutschmeisterideal hat sich stärker erwiesen als die Auffassung der revolutionären Zertrümmerer des Kriegsgötzen und so bleibt uns nach dem großen Kehraus, als letztes Tnventarstück des alten Oesterreich die Wehrmacht erhalten. Denn Avie töricht ist es, wenn Sozialisten die Notwendigkeit dieses Operettenheeres von uniformierten Faulenzern damit begründen, daß die neue Armee in dem neuen proletarischen Geiste erzogen und die Avantgarde im Kampfe gegen die Reaktion sein werde. Ks hat noch nie ein stehendes Heer von Berufssoldaten gegeben, das für irgend ein fdeal gegen seinen Selbstzweck gekämpft hätte. Stehende Söldnerheere dienen dem, der besser zahlt, der ihrem Drang 'zu herrschen mehr entgegenkommt, und das sind In unserem Falle die Monarchisten, welche dieT raditionen Radetzkys fortsetzen und am liebsten wieder einen Weltbrand entzünden möchten. So sehen wir unter der Patronanx der volksfremden. Koalition einen neuen Hort der rcstaurationslüsternen „Kaiserlichen" erstehen. Geht doch aus den eingangs erwähnten Bestimmungen der konservative Charakter der zu gründenden Wehrmacht mit großer Deutlichkeit hervor. Als Zweck ist die Aufrechterhaltung der Ordnung im Innern, natürlich der kapitalistischen „Ordnung", die gegen sich das' arbeitende Volk und für sich nur die Bajonette gedungener Söldner hat. Wir können ja an dem Beispiel in «Berlin erfeehen, wie willig die Söldnerschar in den Händen einiger OfhViersabenteurersich gegen die unbewaffnete Arbeiterschaft verwenden läßt. Jeder in die neue Wehrmacht eintretende muß schwören, daß er den. Befehlen der von der Nationalversammlung bestimmten Regierung Gehorsam leisten wird. Auch die regiei'nlngsfrömmsten Sozialdemokraten worden nicht behaupten, daß die Koalitionsregiererei, wie sie jetzt besteht, von langer Dauer sein kann. Was nun, wenn die gegenwärtige, von einer neuen klerikal-bourgeoisen Koalition! abgelöst wird? Hat der Fahneneid dann seinen Wort verloren und muß der Soldat dann nicht mehr den Befehlen der von der Nationalversammlung bestellten Regierung unbedingt Folge leisten? I Es ist vom sozialistischen Gesichtspunkt ganz unzulässig, daß Vertreter der Arbeiterschaft der Gründung eines derart unproduktiven, reaktionären Gebildes, wie v es die neue Wehrmacht darstellt, Vorschub leisten. Wir können es absolut nicht zugeben, daß diesem Zwergstaat einer ausgesogenen Bevölkerung eine solche Last aufgebürdet werde, die seine besten Säfte aufzehren muß. Die Ausgaben für die neue Wehrmacht müßten jedes Ergebnis der Vermögensabgabo weit überschreiten. Alle Maßnahmen zur Linderung unserer Not, zur Hebung unseres kulturellen Niveaus müßten schließlich daran scheitern, daß wir ein Heer von 30.000 Faulenzern mit einem ganzen theatralischen Kriegsapparate zu erhalten haben. Wenn aber dennoch das Unwahrscheinliche wahr werden sollte und uns der Wechselbalg einer Operettenarmee von der hochwürdigen Nationalversammlung aufgebürdet wird, dann gibt es allerdings nur eines: Hinein in die neue Wehrmacht, um sie von innen, heraus zu revolutionieren und den sich ebenfalls meldenden Bauernsöhnen die Wage zu halten. Die sicherste Gewähr aber gegen jede Reaktion sehen wir nur in der Stärkung des proletarischen Klassenbewußtseins, in der Bewaffnung der Arbeiterschaft und ihrer Erziehung zur Wehrhaftigkeit. R. G. Stricken Die jüngste Rede des ersten und einzigen Vertreters des jüdisch-nationalen Bürgertums gegen die Börsepresse und die verbrecherischen Finanzmachinalionen uer Haifische des Geldmarktes hat eine gute Presse gehabt. Ein vollgerüttelt Maß Lob von der linken Seite. Es ist heute gut von der Seite gelobt zu werden. Giftstechende Angriffe wildumherschwirrender Wespen, in deren Nest der Held der Abend- und Kaffeehausger spräche so tapfer hineingegriffen hat, zielten gegen ihn von der andern Seite. Es ist heute gut von der Seite angegriffen zu werden. Und e r ist unleugbar, ein unerschrockener temperamentvoller und geistreicher "^vann, der Abgeordnete Stricker. Sein Zugriff zeigte von Mut. Und die Ueberfülle von auszeichnendem Lob und nicht minder auszeichnendem Tadel mag er nach getaner Pflicht zu den anderen Lorbeeren stecken. Allerdings muß er nur zusehen, daß er sich nicht eines schönen Tages, — er, den die hochgehenden Wogen des jüdischen Nationalismus in die Kampffront als den heißgeliebten und heißumstrittenen Führer hinaufgetraaen haben, — wie ein neuartiger Don Quixote im Kampfe gegen die Windmühle der sogenannten öffentlichen Meinung findet. Führer der jüdischen Bourgeoisie, die unter der Flagge des Alljudentums segelt, muß er angestrengt zusehen, daß er ja nur die gemeinsame Linie wiederstreit endster Interessen einhält. Er eilt unerschrocken gegen die kapitalistische Presse, die der Börse aus innerster Naturnotwendigkeit dienen will und dienen muß, in die Schranken urteil denkt nicht daran, daß er Chefredakteur der „Wiener Morgenzeilung" ist, der man „lobend" nachsagt, daß sie in Finanzkreisen das meistgelesene Blatt sei. So häufen sich die eigenartigen Wiedersprüche. Notwendigerweise! Denn die erbarmungslosen Räder der vorwärtstreibenden sozialen Revolution zersprengen doch die, vom nationalistischen Dusel in eine Form gegossene Masse seiner Anhänger. Die Klassendiflerenzierung innerhalb seiner Reihen muß ihm langsam den Boden unter den Füßen unsicher machen. All seine Unerschrockenheit, sein Temperament und sein politischer Geist werden ihm über die Tatsache nicht hinweahelten, daß das Vorhandensein der Börsepresse, von der bürgerlich enGesell schafts ordnungb edin gt sei; daß diese Presse nur gemeinsam mit der Gesellschaftsordnung ausgetilgt werden kann; und daß schließlich die Tendenzen seiner Partei mit logischer Folgerichtigkeit zur Erhaltung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, also auch der verbrecherischen Börsemanöver, — der Presse die sie anführt, und der Börsenhaye, die sie beherrschen, führen muß. Wir wünschen Klarheit: Ist sein Kampfeifer gegen das Gift der Börsepresse ehrlich genug und weitblickend genug um den endgilligen Erfolg: die v ö 1 Ii g e V er n ic htung derselben, sich als Ziel zu setzen, dann wird auch Herr Stricker den Mut linden, um seinen Kampf an den Wagen des kämpfenden Proletariates der ganzen Welt anzukoppeln.____ Ist dieser Kampfeifer jedoch nur ein Temperam ausbruch aus der Ueberfülle eines Herzens in der G: kenträgheit einer zurückgebliebenen Weltanschauung, tut es uns um seinen Mut leid, leid um den nutzfus pufften Kampfestrotz. Das Lob jedoch und den Tadel, kurzum d i e Presse gönnen wir ihm vom ganzen Herzen. lUi- Verband der jüdischen sozial. Arbeiterjugend. Sonntag, den lä. Februar 1920, um 4 Uhr luoiim, findet ein £3@vo3u&icmär@r BC.a8ns^Wa_hro8ttÄ;xj; statt. Zum Vortrage gelangen Dichtungen von Peter B- 1 :«•. Albert Ehrcnstoin, Leonhard Frank, Dawid Edelstntt, Morris Roscnfeld, Meilech Rawicz u. a. Am Klavier > -in Rosenblüth. Ort: Arbeiterheim IL, Blum auergas so L Regiebeitrag t IC. Vortragskalender. ~~ Die Genossen werden aufmerksam gemacht, da f. die Veranstaltungen und Vorträge der Bezirksorganisationtn.! i und XX in jiddischer, der Bezirksorganisation ' in deutscher Sprache abgehalten werden. Dienstag, J0.Feber,6U!ir Sokal Die Vcrmöp :;;;- abends, Bez.-Org. H. abgäbe Mittwoch,ll.Feber,6Uhr Steinhardt Sowjetrußbn abends, Bez.-Org.I. Samstag, 14.r eher, 6 Uhr Wattenberg Unser Pandabends, Bez.-Org. 1. progiamm (II. Teil.) Sonntag, 15. Feher, 4 Uhr nm., Verband jüd.-soz. Arbeiterjugend Revolutionärer Kunst- Nachimtfag Wo .sonst nichts angegeben, Ort: Arbeiterheim, II. Bezirk. Blumauergasse 1; Zeit: G Uhr abends. Bezirksorganisation, Wien, XX., W,.i,üensteiustraße Nr. G2. Sonntag, den 3. Februar, 3 Uhr nachm., im eigenen Lokale M i t g 1 i e d e r v e r s a m m 1 u n £ mit der Tagesordnung: Gründung eines Arbeiterheimes. Vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder Pflicht. Legitimationen mitbringen. Akad. Verband jüd. Sozialisten „Poaie Zion" Sonnt ag, den 8. Februar, um halb 3 Uhr nachmittags: Vortrag des Gon. Kandel über ,,Die soziale Bewegung in Frankreich von 1014 bis 1920,;. Ort: Verein \>;r .lud. Exp.-Akad., Wien, IL., Taborstraße 1. Achtung Parteigenossen! Die Refcrcnteusehule beginnt Freitag, den 13. I'eber. Neuanmelduugen können nur noch an diesem Tage um 6 Uhr abends im Kurszimmer dos „Arbeiterheimes" entgegengenommen werden. Momentan werden wöchentlich zwei Parallelkurse geführt. Montag Zyklus Bloch: ..Einführung in die Nationalökonomie und Grundlagen des Marxismus. Freitag: Zyklus Sokal: „Theorie und beschickte des Poale Zionismus". Beginn pünktlich halb 7 Uhr a b e 11 d >. Genossen und Genossinnen 1 Die Kulturkommission hat beschlossen, einen Arlmtei- Ghor zu begründen, der unter bewährter musikalischer Leitung der Pflege jüdischer Volks- und revolutionärer Lieder obliegen und der eventuell zu einem jüdische n. Arbeitergesangs-Vereine erweitert werden soll. Genossen und Genossinnen, die über Stimmittel verfügen, melden sich in der ersten Februarhälfte im „Arbeiterh»im" bei Gen. Klipper. Freie jüdische Volksbühne. Samstag, den 7. d. M. wird im Bürgertheater um 2 Uhr nachmittags zum zweiten* Male „Der Stimmer*, Drama in 4 Akten von A. Weiter aufgeführt. Mitglieder, die noch keine Freikarten erhalten haben, beheben ihre Freikarten im Teroinslokal zwischen 0 und S Uhr abends. 14. d. M.: „Der Dorfsjing", Drama in 4 Asten voa. L. Kobrin. . . 21. und 28. cl. M.: „Eisik Scheitel-', Drama 111 o A*ccr von D. Pinski._______ Konsumgenossenschaft flh* jüdische Arbeiter und angestellte in Wien, IL, Taborstraße 44 (Eingang Btaaiauergasse) Fernsprecher Nr. 44.189. Die Verkaufszeit ist von S bis halb 12 und von halb'J bis halb 5 Uhr. _ Wir erwarten vom Solidaritätsgeluhl ao r Mitglieder für die Angestellten, deren Arbeitszeit sich sonst ins" Uligemessene ausdehnt, daß sie rechtzeitig erscheinen. , . . Nach Eii_laßsperre Erscheinende worden nicht eingelassen! Zur Abgabe an Mitglieder gelangen: Heringe, Marmelade, türkische Erbsen, Feigen- und Fraaxtkaffee, ferner Gewürze, wie Pfeffer, Kümmel, Rosinen und Lorbeerblätter. Vormerkungen für llolübezug werden entgegengenommen. (Lieferung Ende Februar.) * Weiters können Mitglieder noch Textilwaren beziehen (solange der Vorrat reicht)., und zwar Trikotagen, Woftwesten, Stoffe, Socken etc. Wir ersuchen alle Mitglieder, die noch ausständigen Anteile an unserer Kassa zu erlegen, damit im Warenbezug keine Unterbrechung eintritt.____ Jüdische Ärbeiterkiiche, II., Bforaauergasse 1. Die Wochenbezugsscheine für die laufende Woche werden folgendermaßen ausgegeben: am Freitag, von Nr. 1—300 am Samstag, von Nr. 301—600 am Sonntag, von Nr. C01-1000 Die Wochenbezugsscheine, die an den betreffenden Tagen jicht abgeholt werden, können für die entsprechende Woche Jucht mehr bezogen werden. [bonnenten RbonneRten-Blotiis uns Samnelb^en im Mtitäriiimti, ii, gfotagass«! lr. 6, Tür W Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Arnold Deutsch. „Adrk Druck- und Verlagsgesellschuft in. b. iL, Wien, IL, Taborstraße

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