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Freie Tribüne · 1920-01-31 · 5 (31.1.1920) · page 3

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
5 (31.1.1920)
Date
1920-01-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 5 Freie Tribüne S?itf 3 /.•inje völlig ungenügend. So li.it zum Beispiel die Beschaff 'im.? von- Oefeamcn im Durchschnitt anderthalb Prozent der Firtfe nicht überschritten. Die, Differenzierung der Beschaffungsapparatc nach der Art der Produkte unter Hinzuziehung von Sachverständigen für jedes einzelne Gebiet — das ist der Schluß, zu dem man durA die gemachten Erfahrungen gelangt. Hierbei können, vvonrr es sich nicht um Gegenstände des direkten Konsums handelt, die besten Instrukteure flür Beschaffungen jene Industriezweige hergeben, die sich mit der Verarbeitung debetreffenden Produkte der Landwirtschaft befassen. * « ♦ * Eine noch größere Elastizität erfordert der eigentliche V r t c i 1 u n g s a p p a r a t. Ein Organ, das der Versorgung der gesamten Bevölkerung dient, kann nur von ihr selbst treschaffen werden. Ein solches Organ ist die Genossen« tfKJWaf t. Im Dekret vom 20. März ist das Prinzip des Zusammen* sCfrmsses aller an einem bestimmten Orte vorhandenen Ge nossenschaften und die e i n h e i i i i c Ii e K o n s u rn g e - ifoss ensch a f t, deren Mitglied jeder Erwachsene zu wer* den verpflichtet ist, durchgeführt. Dieser Vereinigung werden die weitestgehenden Aufgaben auf dem Gebiete der Versorgung der Bevölkerung mit Gegenständen des täglichen Bedarfes auferlegt. Den Kern der Konsumvercinigung bildet •i f.-türtich die Arbeitergenossenschaft. Die auf Grund dieses Dekretes gebildete Moskauer Konsumgenossenschaft stellt eine Kommune mit Selbstverwaltung dar, der alle nach der Räteverfassung berechtigten Bürgen mit entscheidender Stimme angehören. Statutengemäß übernimmt die Gesellschaft neben der Verordnung der Vcr*> teilung noch eine Reihe schöpferischer und kultureller Aufgaben. Sic sorgt für die Beschaffung der verschiedensten Gegenstände des täglichen Konsums und des täglichen Be-- ■darfes, organisiert landwirtschaftliche Unternehmungen, Milchwirtschaften, Gemüsegärten, schafft für die Mitglieder der Gesellschaft Organisationen zur Verbreitung von Ku tur und Bildung, betreibt das Studium der Sitten und Gebräuche der Bevölkerung usw. In der weiteren Entwicklung soll das Leben dieser Konsumgesellschaft nahezu das gesamte Leben der Residenz aufsaugen. Ein allrussischer Bund solcher Ge^ Seilschaften in Verbindung mit den Produktivvereinigungen wird den Grundpfeiler jener Organisation bilden, die berufen;s'f, an Stelle des Staates zu treten. Um einen Begriff zu machen von' dem Fundament, atr/ dem die Moskauer Konsumgenossenschaft aufgebaut wird, seien einige Zahlen zur Kennzeichnung der Entwicklung: <ler Moskauer zentralen Axbeitergenossen^ Schaft genannt. Der Umsatz der ersten sechs Monate des Jahres errerchte die Höhe von 3,5 Milliarden Rubel (während des: (ganzen Jahres 1918 belief er sich auf 1.033.000.000 Rubel). Die Mitgliederzahl betrug am ersten Jänner 1918 130-000, am ersten August 1919 321.000. Die GcnossensCchaft besitzt 147 Lebensmittelgeschäfte und 5 J^iden für Manu- JaMurwaren, außerdem noch 8 Kaufhäuser. Sic besitzt 32 Agenturen in Großrußland, Turkestan, Weilßruland und Lis leiten. Im verflossenen Halbjahre haben die Agenten der •iienossensdhaft- Waren im Betrage von 321.000.000 Rubel :jy%ekauft. Die Genossenschaft verfügt über -/.ehntausende von Dtslaiinen Land, auf dem Gemüse und Gartenbau betrieben wird, tigerte Milchwirtschaften, Oclmühlen, einige Dutzend Trocken* inhgen für Gemüse, darunter vier Werke mit maschineller Trocknung und einer Leistung von einer Million Pud. Abgesehen von den eigenen Unternehmungen bezieht die Moskauer Genossenschaft Produkte von den Arteis der Gärtner, Gemüsegärtner und Fischer, mit denen Lieferungsverträge abgeschlossen worden sind. Der nicht kommerzielle, Teil der Genossenschaft verfügt über S Gauklubs, 2 Büchereien, 6 Kinderheime und 6 Klubs für Jugendliche. Dies ist die Organisation, die nunmehr der einheitlichen Moskauer Konsumgenossenschaft zu Grunde gelegt wird. Die unvermögende Vermögensabgabe. Die früheren Machthaber in den kriegführenden Ländern haben sich nicht nur mit Blutschuld beladen, sondern den einander zerfleischenden Völkern auch eine ungeheure fi* uanzielle Schuldenlast aufgebürdet. Das spüren besonders die Proletarier in Deutschösterreich, dem' ärmsten aller bc* siegten Länder. Während die Obcrklasse selbst aus dem Zusammenbruch des Staatswesens reichen Gewinn zieht und unbekümmert um das Schicksal der Volksgenossen durch Schiebungen in ausländischer Valuta die einheimischen Werte immer mehr herabdrückt, müssen die Arbeiter mit ihren Familien in ungeheizter Stube hungern, durch ihre* Entbehr ruugen die Reichtümer der Kapitalisteuklassc verzinsen. Dieser aufreizende Gegensatz in der Lebensweise der verschiedenen Klassen des Volkes von Deutschösterreich, der jedem ausländischen Reisenden direkt auffällt, datiert aber nicht von heute. Schon gegen Ende des glorreich verlo* renen Krieges, als der Bogen schon überspannt war, suchte man den Unmut der Bevölkerung über die stetig anwach* sende Schuldenlast durch den Hinweis auf die bevorstehende Vermögensabgabe abzuschwächen. Märchenhafte Gerüchte über die von den Kriegsgewinnern zu entrichtenden Abgaben tauchten auf, durch progressive Steuern sollten die großen Vermögen derart geschröpft werden, daß die dem Volke erpreßten Kriegsgewinne zum größten Teile dem Staate zufließen und zur Tilgung der Staatsschuld Verweil* düng finden sollten. Als der Freiheitshauch der Novemberrevolution durch die Lande wehte, da war das öffentliche Interesse nicht so sehr von der progressiven Steuer wie vom Problem der Sozialisicrung beherrscht. Es galt nun, nicht mehr bloß ein Mittel zur Tilgung der Kriegschuldenlast 7.u fmde/i, sondern der gesamte unbewegliche Besitz und alle großen industriellen Unternch* miuigen sollten Eigentum der Gesellschaft werden. Das Proletariat war auf den Plan getreten, es beherrschte die Lage und eine geraume Zeit sah es so aus, a$s würde die Bourgeoisie sich diesen wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiterschaft fügen müssen, um noch radikaleren zu entgehen. Doch da kam die große reaktionäre Welle über Mittel* europa. Die ungarische Sowjetrepublik brach trotz beiden« harter Gegenwehr zusammen und die Bourgeoisien aller Länder sahen wieder ihre Zeit gekommen. Bei uns äußerte sich der Umschwung darin, daß der die Sozialisierung ernst* haft wollende Otto Bauer von der politischen Bildflächc verschwand und dem Exponenten bürgerlicher Finanzpolitik Rcisdlh Pljatz machte. Nun war nicht mehr von Sozialisicrung die Rede, sondern unter riesigem Tnm-Tam der bürgerlichen und pseudosozialistischen Presse konnte Staatssekretär Reisch der Na* tionalversammlung den völlig unzulänglichen Ersatz für die Sozialisierung, seinen Vorschlag der Vermögensabgabe, vor* legeu. Wer sich diesen Vorschlag näher besieht, muß erkennen, daß dersefbe seinen Zweck ganz und gar nicht er» füllt. Es sind wohl alle Vermögen über K 15.000. *. von progressiven Abgaben betroffen, doch in einem derart im* zulänglichen Maße, daß die besitzenden Klassen keinen allzu hohen Tribut leisten müssen. Durch die Bestimmung, die Vermögensabgabc während eines Zeitraumes von dreißig Jahren leisten zu müssen, wird die Abgabe auf eine gering*- fügige Jahrcsstcucr reduziert. Ganz besonders kraß tritt dies bei den Selbstversorgern, den Landwirten usw. zutage. So muß ein Bauer, dessen Grundbesitz K 100.000. wert ist, kaum K 100. - an jährl'ic'ier Abgabe leisten, .eine Steuer, die überdies nach dreißig Jahren aufhört. Vergleicht mau üamit die Summe, die jeder Arbeiter für seine Lebens* hallung gegenüber den Friedensverhähnissen mehr aufwenden muß, so kommt man zu dem Schlüsse, daß die berühmte» Rennerschc Definition von der Arbeiter*, Bürger* und Bauerufc'egierung in Oesterreich wohl' bedeuten soll daß der Ar*» heiter von den Bürgern und Bauern nach wie yor schrankenlos ausgebeutet werden darf. Dieser Plan der Vermögensabgabe erfüllt aber auch ^nicht den Zweck einer bedeutsamen Verminderung der- Staatsschulden, des stets wachsenden Banknotcnumlaufcs» Im allcrgünstigsten Falle verringert sich die Staatsschuldkaum um ein Siebentel!., Das bedeutet, daß die anderen sechs Siebentel der Schuldenlast auf die Schultern der werk-* tätigen Bevölkerung Deutschösterreichs abgewälzt werden: Wir Sozialisten können aber nie und nimmer einer Vermögensabgabe zustimmen, die die herrschenden Klassei* nicht wirklich trifft, während die Lebenshaltung der breiten Schichten der Bevölkerung das furchtbarste Beispiel des Votksclends darstellt. ( Wenn Deutschösterrcich schon eine Bergeslast vom Volke unverschuldeter Schulden aufgebürdet ist, so möge sie von denjenigen getragen werden, die uns indieses Meer vom Jammer hineingehetzt haben« | Gegenüber der ungeheuren Not der Arbeitenden und den» aufreizenden Verhalten der arbeitsscheuen Prasser gilt nur die Forderung: Keine Halbheiten! Keine Augena u s w i s ic h c r e i e n! Rücksichtslose Enteignung aller Werte zu Gunsten der Werte Schaffenden! Diese Forderungen aufzurollen ist Pflicht der Sozial* demok raten in der Regierung und in der Nationalversamm« hing. Sie werden damit wohl die Koalition einer schweren Bqlastiuigsprobe unterziehen. Der Klassenkampf wird bei. der Behandlung dieser Fragen entbrennen. Das Bürgertum wird den Kampf aufnehmen. Und die Sozialdemokratie wird die Arbeitersdiaft aufrufen müssen, damit sie beweise, wie sie politischen Machtverhältnisse eiegntlich liegen. So wird in den Mittelpunkt des politischen Kampfes mit der Vermögensabgabe auch der ganze Komplex der Fragen proletarischer Politik im Zusammenhang, mit der revolutionären Erscheinung der Epoche gerückt werden. Aus den Arbeiterräten. Vertrauensmännerkonferenz. Die erweiterte Exekutive des K. A. R. (Obmänner=Kon=. ferenz) hat für den 27. d. eine Konferenz aller Kreisarbei* terräte, der Vorstände der Wiener Konferenz der so'/ialde* mokratisChen Vertrauensmänner und der Gewerkschaften ein« berufen, um die Frage der beschlossenen Aktion des Proletariates u/id der Stellung der Arbeiterschaft zur Frage der Vermögensabgabe zu prüfen. -s-'., Bildung und Aufklärung zu bringen: auf das Land, in Ii) entlegene Provinz. Mannigfaltiger gestaltet sich die Arbeit in den größeren l>:rfsdiaftcn und Städten. Einerseits wird h«er noch die allgemeine, bildende, anregende, agitatorische Arbeit geführt; andererseits wird den speziellen Forderungen des Proletkultcs nachgegangen, indem1 verschiedene Gruppen gebildet werden, w:i die betreffenden Arbeiter auch selbst produktiv wirken. Crößerc Schauspieltruppen und musikalische Sektionen über, nehmen in den zahlreidien regen Veranstaltungen die Fühaag in solchen Städten. Große künstlerische Piakaie, von den Studisten verfertigt, zeigen allerlei Zerstreuung an oder aber künstlerische Feste, die immer gleichzeitig mit Refe. reden ernsten Inhalts verbunden sind. Die Arbeiter veranvutfen diese ganz aus eigener Kraft und mit eigenen Mitte'n, tro^z des Hungers, der Kälte., trofz des manchmal ■tc. Rücken stehenden Feindes. Diese geistige Vorherrschaft deir neuen Proletaricrklassc, di,e auch jeder Niditeingeweihte, wenn er nur einen kleinen Spaziergang durch die Stadt rr.jdtt, bemerken muß, ist das eigentümlichste, wundervollste Merkmal der Sowjet-Republik. In den Hauptstädten, welche eine große Zahl und verschiedene proletarische Organisationen beherbergen, hat der Proletkult wiederum eine eigentümliche Rolle. Die Konzerte, Theaterstücke und Veranstaltungen des Proletkultes zeichen sich durch Neuartigkeit und besondere Feinheit der Darstellung aus. Man merkt leicht hier das starke Begeben, neue, zu den Arbeitern eindringlicher sprechende Kunstrichtungen und Formen zu finden. So wird gründlich darüber nachgedacht, eine neue Volksbühne zu errichten, auf ganz anderen als den bisherigen Prinzipien gebaut ist. Die Produkte der verschiedenen Studiengruppen der Zentrale sind an und für sich schon ein großes Stück Arbeit ">rn Proletkult, die er in seiner kurzen Existenz, zurückliegt hat. Man glaub* sich in einem dieser Märchenlande, w«e sie die Dichter geträumt haben, wenn man die einzelnen Abteilimgen des Hauses des Proletkultes, dieser einigen!, ganz allein in der Welt dastehenden Gel^es-werk- **ätte der Arbeiter durchstreift. Da übt eine gymnastische Tanzgruppe der dramatischen Sektionen von Arbeitern und Arbeiterinneu, die in griechischen, kurzen, malerischen Gewändern, in einem hellenische pnmkhaften Saal merkwürdig anmutig sich ausnimmt,, während aus einem anderen Flügel gedämpfte Töne eines Chores und abgerissene Klänge des Ordiesters der musikalischen Studie herbeiströmen. In den Gängen des oberen Stockwerkes alle Wände voll von wuchtigen, eigenartigen Zeichnungen und Bildern, in den Ecken, auf Postamenten, Gipsfigureu, Holzschnitte von einer erstaunlich sorgfältigen Arbeit: eine proletarische Kunstgalerie. Viel Talent und Originalität spricht aus diesen Erstlingswerken der Arbeiter, ' von denen manche in früher Jugend schon große künstlerische Zukunft künden. Jn der Werkstätte der bil* denden Kunst sehen wir in Metall und verschiedenen' Stoffen ganz enorme Leistungen. Hier zeigt sich], daß die Phrase von der Vereinigung der manuellen und geistigen Arbeit in Rußland rzur Tat geworden ist. Es zeigt sich, daß die Arbeiter genau über die Beschaffenheit der Stoffe und Metalle unterrichtet sind, welche sie in ihrer täglichen Arbeit immer in Händen haben. Sie vermögen bei Behandlung derselben ungeahnte Wirkungen herauszuzaubern und mit ihren eigenen neuen Ideen sie zu erfüllen. '. ' In der literarischen Studie findet gerade die wöchentliche Besprechung der von den Arbeitern und Arbeiterinnen vorgetragenen Gedichte statt. Es wird schonungslos kritisiert, wobtei jeder die gleiche Bestrebung zeigr, noch tiefer, noch vollkommener seine Ideen und Gefühle auszudrücken. Eine große Gruppe des Referentenhauses arbeitet im behaglich, bequem angelegten Bibliothekzimmer des Herrn von gestern. Es wird hier nicht eintönig von oben herab vorgetragen. Der Leiter haft nur eine Ansprache über das betrefffende Thema mit den Kursteilnehmern. Jeder sagt frei und klar mit Sachverständnis in einer möglichst korrekten Form seine Mcinimg und so reift allmählich der vom Leiter gewünschte Grundgedanke aus. Und wo ist hier der ungebildete, schüchterne Arbeiter? Hier finden wir viel mehr Originalität und Selbständigkeit und die Methode des Lernens, wo jeder mit eigenem Verstand ziun nämlichen kommt und nicht alles fertig in den Kopf hineingelegt bekommtzeigt hier bei den Arbeitern mehr rege Tätigkeit als in so manchem Universitätsseminar. Das jg,Ieidie ist zu beob. achten in den großen öffentlichen Disputationen,, wo verschiedene Grundfragen des historischen Materialismus und der proletarischen Weltanschauung mit einer staunenswerten Gründlichkeit, mit einer genauen Kenntnis aller bürgerlichem' Philosophie kritisch von den Studisten behandelt wird. Die größte Leistung des Proletkultes ist auf dem Gebiete der Literatur zu verzeichnen. Eine wahre Flut von Dichtung und Prosa haben die literarischen Sektionen hervorgebracht (lind das sowohl in den -Hauptstädten Wie in der Provinz. Natürlich stehen nicht alle Proletarierwerke auf der Höhe der Anforderungen^ aber es gibt unter ihnen bleibende, hödist wertvolle, grandiose, wuchtige Sachen. Das sind die Dichtungen des täglichen Lebens der Proletarier, der "Werkstättc und dergleichen. Es ist fcchon eine ganze Literatur in Rußland geschaffen^ die jedenfalls ihren Platz in der Geschichte der Weltliteratur einnehmen wird. . Und so, wohin man nur blickt, in der Werkstätte des Proletkultes, überall das gleiche: Aufschwung, Begeisterung, Anfänge und Keime einer neuen proletarischen Kultur. Eine Idee, ein weltumstürzender Gedanke, ein Wunsch und Traum von tausenden Proletariern, allmählich, abseits vom grollenden Geschehen der Revolution, inmitten des furchtbarsten Krieges, des Hungers, des Frierens in aller Stille und mit Ernst in Tat umgesetzt. Möge dieses Aufwallen das russischen Geistes und Fühlens mit seinen sonnigen befruchtenden Strahlen* auf die Internationale übergreifen, mögen die Arbeiter anderer Länder, die gewiß auch schon ein Stück proletarischer Kultur geschaffen haben, nur in engste Fühlung mit dem Proletkult treten, Diese Fühlung kann ihre politische Schlagkraft nicht hemmen und stören, im Gegenteil, nur stärken und entflammen, so wie das Blühen des Geisteslebens eine Rote Armee zum Besieger einer Welt von Feinden fähig macht. Es lebe der internationale P ro I etk u 11! t ftwf den Tisch eines jeden jüdischen Arbeiters und Angestellten gehört die „Freie Tribüne". 1

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