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Freie Tribüne · 1919-10-18 · 39 (18.10.1919) · page 2

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Journal
Freie Tribüne
Volume
1 (1919)
Issue
39 (18.10.1919)
Date
1919-10-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Fröre Tflbtiffle Nr. 39 unseres %'ttVerfchndes Mfäcrer ^eftbeiVcÄg v'#f!- kbmmen jft^re<|teiid. tk ckrn Mfttoent äBer. äh die sbriarffilSie \^cft fh 'Ätfei, fcfeXveilejv fefodlfctfe, Lager fÄffen würde und in den . Refften unseres Weltverbäfides* über jö» Wesen des Klassenkampfes; slomit über den InMft unserer Bewegung zwei eihander beklagende Anschauungen geboren wurden, konnte die ursprüngliche, unHer wesentlich' anders gearteten geschichtlichen .Voraussetzungen entstandene Öf^rife^ioÄrth üim mpk Vbtt entere dien. Nachdem wir iktaft diäiekfösch'er Denkürigsärt den Fetisch einer für alle Ewigkeit unantastbaren Organisations'Poiin — und sei es diejenige des Weltverbandes > als unmarxistisch abgelehnt Waben, müssen wir gleichviel, ob es den Genossen von redhb angenehm! ist oder nicht — .klar erkennen, daß heutzutage ein einheitlich1 organisierter und geleiteter Weltverband tatsächlich nicht existiert. Und es ist ganz und gar überflüssig, die Notwendigkeit eines' sitraff organisierten Weltverbante vor Augen zu führen. Wir sind die Letzten, die diese Notwendigkeit verkennen. Nun meinen die Genossen von rechts, den alten ^ettv^fbänd dädufdh zu Heuern Leben erwecken zu ^onneh, indem' sie, wie folgt, argumentieren: „Da wir. jüdischen Sozialisten äußer den dllgeüpifen sozialis^s^eh Problemen noch mit speziell jg5Äeh"^^Ü^ti§"cle.n Pröbfefflfen „gesegriei" Sind, §6 $n$feh üntsfere Äristihküüiigen Wer die ältgemeinen'Arbeiterfragen ri^dÜi'feö (Weit auseinander gehen, wiic .können ^^^^61» . doöh' in den jüdischen ÄrDeiterfragen %\Ms^Mfltiätyehu. 1$a$>ei .verSyreiöeii-äSe auf! das jr^igrationsprobiem und 'nieinehj^daß siejibn zu dessen Losiuhg allein unser WeltverbanÜ begehen und .erhalten bleiben imüßte. Sie vergessen rJabei zweierlei: erstens, daß die «Speziellen Fragen uns'erer jüdischen Arbeiterbewegung sicli den großen Fragen der internationalen AfbeiterbeWe'gUhg jederzeit, und in jeder Hinsidht e i h-, Werth Sldlibn niöhlt u nlt: e r ordnen imüisSsen jtfwei* teils!, daßf die feetirteilüHg und die JJösuhg eben dieser efpeziell jüdisldheh Provbl'efh1!e von beiden im SlÖhtöfee Üristeres1 Verbäiides etttsfändenen AiisichaÜUngen versicMedentlieh äüffeefä ßit und angestrebt werden. ESi Wird wbM genügen, äüf1 dä& Palästina-Pro^ bfflri, wie es1 Von iirifefen ätiglb-äihierikätiis'chen ü. Hä^iMUtfk'räirilslcHfen Bfrider*Pärteieh 'äufgÜfäBft ^ifd, Mhzttweiö'en, ScTlbh gar nitfift zu reden von der Spr aefee ntfrä ge. * . . Imi . ^wme rJi<?$er iiniierer , |f.fe'enntnis grüben Mt P ar; t ei h.e>aflu hg folgende Richtlinien v^cWageri 'zu* dürfen. , r . 4 i V,. lEr^e^'r^die Partei und das ^yerfta^terP er- Ärgnf#izi^E i^ß". ^n^^^ar^ei/d^r weiten .IhteriMpiJil'e^.^njjgp angehlönl und in derselben nfcfhl^ver|reten,., . . , Meitensjc^UnisemPartei sltielt' sich1 zür Aufgabe, 0ieärru||siisjdhlrukräiniBlc!hen Bruderparteien in fljreitf Besjtreberii uhsirert Weltverband auf; dem' Boden und mi R a h m' e n der d r i 11 e n,: I n t e r n a t i o - r*a 1 e zu organisieren* zu urttersitützen. Unser Ersidheinen auf der nächsten Weltkonferenz wird daher von der grun d s! ä t z Ii "che n B e r e i t w i 1ttgMeil urisierer r ü teilsiscW.-ukrainis chlen Br,uderparteien, an der bleiben teilzuneimen, abhlängig gemacht. [Drittens,: Solange die im1, PunÄ zVirei |e- ^efee Aufgäbe mm »ere. de^ai^ Wie KBeg, iV^f^eftrs^i^tei'ijglce^t ü. c%L? niÄ e Wit! Werden kägfi, ^ereitetj, 'ürid,' wfehn "llesi irgendwie ih'oglidh, .^Wienlt unsere Partei Üften organis'atori - leiten Beitritt zur dritten Internationale. \ Viertens: Oats bestehehcle Verbandsbüro wird, ihs'ofern es-1 •bestrebtet-, .eine., vön alten Landesp'arteien besidhidkte Welmönferbnz zu organisieren, die Verbindungen und clen regel'm'äßigen Meinungsaus^äus;|ch! z\visi*Hen den ^ruderparteien aufrecht zu erharten, b'z%,. ''hferz^jelfen, und insoferne es politisldhe Aktionen üntefhihi'mft, die mit unserer Kbm'munistisidhen Anschauung nicht im Widerspruch stehen, tatkräftigst unterstützt. Wir wollen hoffen, daß es unserer Weltbewegung sehr bald gelingen wiird, aus1 der Ideenwirrni§j des: Kriegsjs,ozialis'mus! den 'Weg ins konimunistis!che Freie zu finden. Wir wollen mithelfen, daß die jüdische sbzialistisldhe Arbeiterbewegung in der ganzen Welt zurück' zu ihrem ausi reinster Quelle stammenden Ursprung — zur l n t e r n a t i o-. nale.des sozialistischen K ia ss e n k ampjes — zurückkehrt. Wir Wollen mit Hand anlegen, damit die Wi e 11 b e w e g u n g des j ü d i- .sib'h1 e n Proletariats1 für seine soziale und n a t i o n a l e Befreiung diejenige Organisationsform schaffe, die die Gemeinsamkeit der jüdischen Arbeiterintereslsen der ganzen Welt mit der höheren Gemeinsamkeit der Interessen des Weltprol'etariats — wie sie die dritte Internationale auffaßt und vertritt -- zugleidh zum Ausdruck bringt. Mit dem Weltproletariat und nur mit ihm ist unser Schicksal verbunden. Efe< lebe die dritte Internationale! m üiaft. Als Gerinn F^te'Wänder #üf der Reichsko'tffereni o*er Aröe'ftcrrlfte an che Mehrheit dfe Ffä^e riWete, w*ie ,äle ^Ch denn den Aufbau der zerstörten ^irts^ftllft vttfsftHe, da erwiderte ihr F'He'ärich Ädfer, tfifö er rtftfWt die Örtiridlehren des Sozialismus erörtern lassen "könne, die für die Delegierten Voraussetzung sein tfrüSfcen. Das heißt aber fircffts änderet, äls im großen Kreise um den Kern des PfofjlemS herumgehen. Denn in WiVkhc?fiT<eit besteht der Aufbau in sozialistischem Sinuc bei den Sozialdemokraten kaüm als Wille, gewiß aber nicht aj's Vorstellung oder als Tatsache. Es kann dies nach der ganzen geistigen Entwicklung der Sozialdemokratie gar nicht anders sein. Die Partei, welche sich bisher in den Bahnen bewegte, die ihr nicht von Marx, sondern vön seinen Interpreten vbrgezeichnet wurden, hatte sich! daran gewöhnt, jeden Oedanken eines aufbauenden Sozialismus^ angesichts des übermächtigen Kapitals Und der demselben zu Gebote stehenden Wi rtlseh afts- und Brachialgewalt, als Utopie zu verwerfen. Nun aber, da die Sozialdemokratie vor der Tatsache des1 Zusammenbruches der kapitalistischen Warenerzeugung, der Wirtschaft - liehen Zerfahrenheit und des« unsäglichen Elends und der Arbeitsilofe'igkeit der breiten Volksschichten steht, kann sfe sich nicht anders' helfen, als mit dein Gestammel von der „Notwendigkeit des' Zusammenschlusses aller Klassen der Bevölkerung, der Arbeiter.* Bürger und Bauern, zum Aufbau der zerstörten Wirtschaft/' Wir brauchen hier wohl nicht des näheren zu erörtern, Wie sehr dä& Bürgertum einer politischen Aktion abh'old is^f, die geeignet ist, den Profit zu beschneiden. Auch' die „Bauern sind togsjt' nicht melir das! „Wackere Landvolk", als' das sie vom Staatskanzler Renner angesprochen werden. iSie haben aus dem Kriegs'elend der Städte reichen Gewinn gezogen und eine bedeutende Abwanderung der Werte nadh dem' flachen Lande erzwungeh. [Die Funktion der Bürger- und der BauernklasS'e kann daher gewiß nicht , der Aufbau nach soz i a 1 i s t i & c h e n G r u n d s ä t z e n sein. Das müssen au'ch die Sozialdemokraten, durch die Sabotage der Bürger und Bauern belehrt, aHgem!aich' erkennen. {Die Not der Stunde erfordert aber zielbewußtes Handeln. Der Dilettantismus! im Aufbau,, das einmbl 'Miß und einmlaf hier, venstärkt nur die Leiden des* Volkes1, statt sie zu bannen und öffnet der Reaktion Tür und Tor.! iDie Gewinnsucht der Herre|iklaSSen ist nur ,in eiiiem1 Lande von. anbauender Wirk'ung, das duixih: ^ejne syhWelge\Hscrlje Üeppigkeit, durdh1 seine Boden- ^cfiätze. und 'Kraftquellen, Gegenstand der kapitalis^Mien Ausbeutung sein kann. — In unserem afjmen Deutsidhlölsterreichi, mit seiner Lleberbevolkerung auf einem1 sterilen jßpden, mit seinem' vollständigen Mangel an Rohstoffen und an jeglidher Arbeitsgelegenheit, können die Methoden der k^pitalistis'dhen Wirtschlaftslweise nur die Wirkung haben, daß wir audii daisf Alterletzte aus1 unserem1 armseligen A!«e»ü#at rtir ein SÄ Brot hergeben m'üsls'eh. tlüseMi ^ä'riken Wirts^bhaftskörper den bürgerlichen Volkslwlrtsichtaftern anvertrauen, hieße ^ich' in die Kur dejsl Dr. Eisenbart begeben, der steine Patienten, beklanritlidh dadurch von ihren Leiden, erlöste, daß! er Öle ins Jenseits beförderte. Die Z;twang^age der Armut, de$i Hurigers und cier Arbeiiteicjsiig^'eiti, in der sich1 däsi werktätige Volk1 von Öeufehlotelferreich befindet, kann nür dann ihr Ende finden, wenn alle Einrichtungen des .Genjipinsinns mit allen mögliehen Mitteln gestärkt und vermehrt, die Anstalten zur Auslbeutuiig der Geseilisidhaft hingegen geschWädht und vermindert werden. Angesichts der unerträglichen Notlage der Arbeiterbevölkerühg muß esf geradezu wie ein Hohn anmuten, daß einzelne Individuen im' Besitze märidhenhafter Kapitalien sind, die der Warenerzeugung entzogen und nur zur Verteuerung der Produkte durch den Zwischenhandel verwendet werden, während Aifbeiterkonsumvereine und Produktivgenossehs!chaften Wegen Kapitalsmangel unvermögend sind, sich die nötigen Waren und Rbhstöffe zu beschaffen.!Die einzige Lebensmögliehkeit für uns liegt aber hur in der Einstellung ünserer gesamten wirtschaftlichen Tätigkeit auf das' Interesse der Allgemeinheit, im präkt isichen Sozialismus. Das ist das Sdhiboleth für jeden, der an den Aufbau der Wirtsidhaft herantritt. Die Grundsätze der Gemeinwirtsichaft nicht mir in grauer Nebelferne, sondern auch im Alltag zu betätigen, ist für uns' keine Versä'm'mlungs'ph'rase, sondern eherne Notwendigkeit. Während die Bourgeoisie entschlossen ist, auch die gegenwärtige jämnierlidh'e wirtschaftlidhe Situation für ihre Profitgier auszunützen und von der verblendeten Regierung unterstützt, begonnen hat, einen schwunghaften Händel mit den Volksgütern zu betreiben, während die Bürgerk'lasse bereit ist, das V,aterlaiid als Konkursmasse an den Meistbietenden zu verkaufen, muß die Arbeiterschaft diesjem Treiben Einhalt gebieten, damit sie nicht in die km'niaÄWr^i ^r 1(äpff^fnät^te des WeWns gel&nge. Die df^chös^rfdch^elfe Wi%cihaft känn WM\ dfe BÖur^Me flicht ^»^Bäift, sKtötftfft hur W&\ mit Stumpf Um Stiel ¥e^pfodet werben. Öe^tschiosterreich Wird 'nur Wh döfföft gerettet Werdett, die es geschaffen haben, Von detn werktätigen Vöffee, das in zäher, ^eftidÄnier Arbeit Sfch sein Haus bauen wird. Damit das aber geschehe, muß Vt)r Allem der Götze Kapitalismus gestürzt Und sein ßlut, das VolksVermögen, in die Adern der gemein- Wirtschaftlichen Institutionen überführt werden. Der ge^wächte Körper der deiitsthösterreichischen Wirtschaft, kann Parasiten nidht ertragen, ohne ihnen zu unterliegen. Nun wohlan, er .befreie sich von der Schwere, die an seinem Leben zehrt und raffe sich in letzter kraftvoller Anstrengung auf zur Arbeit durch und für das werktätige Volk, zur sozialistis chen Gemeinschaft. R. G. 0fer KivÄ«ävBö{f^rat %i<fo BlscÄ|fe <M6h fti seiner Sitzung vom 11 d. mit der Wohnungsfrage. Die VerhandlttügGn zeigten, daß in den Weitesten Kreisen der iÄrbeiter- Scta über die Untätigkeit der Oehielride änf dein, ÜMeiti der Lindörniüg der Wülrfifinesnöt große Unziifiiga^nlieh herrscht, ttnd dtiß die ÄfbßiteVschalft bereit ist, wenn es io weitergeht, zur Selbsthilfe zu greifen. Die Bichtlinien, die beschlossen wurden, schaffen aber au6h keiiie Vifksame Abhilfe, da in ddnäelben kein Zeitpttrikt fut'die 'Aufnahme der Tätigkeit der 200 tVöhnMg'skommlssioneii bestimmt wuMe ürid die Gefähr besteht, daß die städtis'clfen Aemter den Zusammentritt dieser Kommissionen wie bisher verzögern wenden. Ferner Sollen die ftn'foMerbar^n Wohnungen nicht vom A.-R. könflern vom städtischen Woliüungskommissär angefordert werden, was der bürdkratisctiein Willkür Tür und Tor öffnet: f In seiner Sitzung vom 14 d. VÖrhaiidelte der fceisarbfeiterrat die politische Lage, die nach der Batifizierung des Friedensvertrag^ entsteht. Otto Bauer referierta über diese Fffege ttM Wies däräüfhln, 'daß DfetttäbliÖsterreich attf sich allein «gMbllt wirtfröttaftlich leUensttnf^Hfg, also zur Eastitttttg Beinfes nackften hmtiB 'auf KmiU » 'flem Auslättd äö^eWiöBön'sei. Die VeWiSIMisse 1h B. Ö. aber so, daß die Mtldfer vdh Wien ldrslr^b^h, in den : Ländern aber die Mehrheit der Bövörkernfig gfirisffliiäWojiial fifei. Wenn klio Üie Soz^iaenlölrMtBn «in die H6g«ng Öberüehmen, würden sie auf unüberwindlich^ SclfWieHgKfeiten *äuf Seiten m Länder s-tößto, Ültd difes mväe WliiiÜb &m Bürgerktleg füfitteh. tJbferlMh Sie SöfeMdlghiokmn % Bürgerlichen alleiir die Regierurig und träten seilet In *8ie Oppogftion.'Bö Wtirflln die BffftfcHföheh 'Ifire HäcHt'feg^n das ^rblMaWat so 'gebÄHe'n, daß es ebenIPalls '1h d«n Bürgerkrieg getrieben würde. Da nun ia^r'%^ffidkt zftm Bürgerkrieg für Öas PfÖletSriat Uifittg^g; sei, mll «ite direkte HtttfgeMbt drbtie, wedn '9as WMiU käiüe :Kr%9)te Ä Atikajif von U;«s«ittSlh'«%hÄn g^hte/blfürwbrte ei' die K«alitlbn MV «len %auelinVeilttete'rri. Ätllicli sei öie Koalttidn nur möglich, Mtn nicht' eihe fcöbeti^äge des Proletariats, äeihe ÖTÄÄtfrechte ütid seine felllre "glÄrm iseien. ^All#di&|8 ^ei %8 ja hiebt s*Är, ob '^ Ausland tftftz der Koalition Kredite g^wKhren 'weMe/Äb'er ßs ifilföse der WrsüVih t^mächt Äa'en. ITer Vertreter tier K.P. Toman weist auf ^ITeit 11 Monaten beBteheirde ^ioaliti«n hin, die für fläs Fröleteriat nichts erreicht habe. Die SöziflMemokrateii in der Regierung wär^u 'nur fix^bneht^n ffei' kapit?aHätfecheii Politik und Helfershelfer der Bourgeoisie gewesen. Deswegen beanttagt er KÜÄ'digühg "der Koalition. In der Debatte stellt Dr. Frank die berechtigte Frage, wie es köthme, daß Bauer weniger Vei trauen seitens der Bötirgebisie ffer Entente genieße als die anderen Sozialdembftraten. Die Redner der Sozialdemokraten sprechen sich insgesamt für die Beibehaltung der Koalition aus, weil das Proletariat die Machtpositionen, die es erobert habe/wie die Schule, der Verwaltung, das Heerwesen und die Sozialpolitik nicht aus der Hand geben dürfe. Der Vertreter der neugegründeten * Sozialdemokratische» Arbeitsgemeinschaft revolutionärer Arbeiterräte * gab in allgemeinen Worten eine Erklärung seiner Gruppe als Begründung der vorgelegten Resolution ab. Erklärung und Resolur tion „Grundsätze" betitelt, waren ein pathetisches Bekenntnis zur Revolution und zur Diktatur des Proletariats; sägten aber niclitg zu deu vorliegenden politischen Fragen und "begnügten sich mit der Verurteilung der „Patsöhtaktik einer Minderheit des Proletariats" und der Anerkennung eines ,planmäßigen Ausbaues des Rätesystems" als „richtigster Vorbereitung des Sieges der Arbeiterklasse". Gen. Serpow als Greneralfedner der Gegner der Koalitionsregierun führt aus: ^Idh würde beantragen, daß die Rede des Gen. Bauer in englischer u. französischer Sprache gedruckt und als Aufruf zur Weltrevolution veröffentlicht werde. Genosse Bauer hat in dieser Rede die berühmte Triotzkigeste bewiesen, über die er sich öfters abfällig geäußert hat. Heute sind Wir in einer ähnlichen Situation, wie das russ. Proletariat nach Brest-Litowsk. Damals blieben das österreichische und deutsche Proletariat stumm. Derselbe Wiener Arbeiterrat, der heute in einer so schicksalsschweren Zeit susammensitzt, hatvoriges Jahr im Jännerstreik auf Drängen des Gen. Renner abgeblasen und JÄ> Sammelt fii«» den 5000 Kronen-Fonds der „Freien Tribüne". "3M

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