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Freie Tribüne · 1919-06-21 · 23 (21.6.1919) · page 2

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Journal
Freie Tribüne
Volume
1 (1919)
Issue
23 (21.6.1919)
Date
1919-06-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 Freie Tribüne Nr. 23 er das Recht hat, es einer revolutionären Partei 2ü entwinden. Es soll hier kein Wort f ü r . das Direktorium der kommunistischen Partei gesprochen '-.werden. In ihrer Ueberheblichkeit der >U^«ipatoten .und in der selbsternannten Selbstherrlichkeit gjau^en sie sich hinwegsetzen zu dürfen über . die .^grundlegendsten Forderungen der kommunistischen 061 itik und Tßktik. Die Politik und Taktik des Direktoriums ist ebenso unerfahren und kindisch, wie leichtfertig und unverantwortlich. Aber die Kompetenzfrage des Arbeiterrates darf durch diese Tatsache nicht verdunkelt werden. Das Proletariat wird dem Rufe dieses Direktoriums nicht folgen, wenn der Arbeiterrat seine Kompetenz gegenüber der kapitalistischen Gesellschaftsordnung eindeutig geltend macht. Das haben sie, Genosse Adler und der Arbeiterrat unterlassen. Es ist daher auch begreiflich, daß sie fürchten müssen, daß die revolutionäre Bewegung ihnen über den zaudernden Kopf wachsen wird. Diese Furcht gibt ihnen jedoch nicht das Recht, gnadenlos die zu einer revolutionären Kundgebung aufgerufenen Massen den stets wirkenden reaktionären Kräften auszuliefern. Sie stellten damit nur eine Blankovollmacht aus zum blutigen Niederknüppeln der Revolution. Fällt das in die Kompetenz des Arb ei terrates? Der fireisapbelterrat Wien. Freitag, den 13. d. M. trat im Saale des Favoritener Arbeiterheimes der Kreisrat der Wiener Arbeiterräte zu seiner konstituierenden Vollversammlung ausammen. Diese Tatsache ist nioht nur deshalb von hervorragender Bedeutung, weil diese bei der Arbeiterschaft populärste Kamplinstitution, wenn auch aus einer nicht ganz einwandfreien Wahl hervorgegangen, zum erstenmal in Deutsösterreich zusammengetreten ist, sondern weil der Wiener Arbeiterrat den entscheidenden Einfluß im deutschösterreichischen Reichsarbeiterrat haben wird. Wien beherbergt ja ein Drittel der gesamten Bevölkerung Deutschösterreichs und mehr als die Hälfte des Industrieproletariats, welches bestimmt ist, der Vortrupp der arbeitenden Völker im Kampfe iur die Verwirklichung des Sozialismus zu bilden. Die Wiener Arbeiterschaft hat mit Spannung auf den Zusammentritt des Kreisrates gewartet, denn sie sahen sich in den Hoffnungen, die sie auf die Nationalversammlung gesetzt hatte, betrogen: äie Sozialisierungsarbeiten gehen nicht von statten, ja, die Nationalversammlung hat bis heute noch keine Zeit gefunden, ein Gesetz über die Vermögensabgabe zu beschließen; die Brnährungsverhältnisse sehen noch genau so aus, wie weiland in der Monarchie; die Wohnungsverhältuisse haben sich nicht im mindesten gebessert, trotzdem es ein Gesetz über die Anmeldung leerstehender Wohnungen gibt; es gibt aber keine Organe, die ernstlich die Anwendung dieses Gesetzes im Interesse der Besitzlosen gewährleisten. Wir sprechen nicht vom Iu-Gangsetzen der Produktion, von einer Sanierung der Valuta u. s. f. So wurde der Arbeiterrat die einzige Hoffnung des Proletariats im Kampfe für seine Befreiung, und — das muß gesagt werden — wenn der Ar beirerrat noch bis heute seine Tätigkeit nicht aufgenommen hat, wenn er bis heute dem Proletariat die ungeheuere Bedeutung seiner Wirksamkeit und die historische Aufgabe seiner revolutionären Mission noch nicht klar zum Ausdruck gebracht hat, so liegt die Schuld bei den sozialdemokratischen Mitgliedern des Vollzugsauschusses, der den Zusammentritt des Arjpterrates immer verschoben und verzögert hat. Umso bedauerlicher ist es, daß der Kreisarbeiterrat. bei seiner ersten Tagung keine positive, aufbauende Arbeit leisten konnte, weil er zu der für den 15. d.M. angesagten Aktion der kommunistischen Partei Stellnng nehmen mußte. Genosse Friedrich Actter sprach über die Kompetenz des Arbeiterrates. Aber aus seinem Keferat war nichts «zu entnehmen, was der Arbeiterrat tun, sondern nur, was er verhindern müsse. Seine Ausführungen gipfelten in der bekannten Kundgebung gegen die von der kommunistischen Partei geplannte Aktion. Jetzt wäre es die Pflicht der kommunistischen Arbeiterräte gewesen durch eine entschiedene Antwort über ihre Absichten den A.-R. aus den Bahnen dieser unfruchtbaren Diskussion Uber den Putsch und auf das Gebiet der positiven Arbeit z«i weisen, damit der A.-K. beweise, wer er eigentlich ist, ob er die Absicht hat positive Arbeit im Sinne des Proletariats zu leisten, ob er die revolutionäre Kampforganisation des Proletariats ist oder nicht. Diese Antwort erfolgte nicht und so hat die Ungeschicklichkeit der kommunistischen Eäte die Schuld aut sich geladen, den sozialdemokratischen Arbeireiräten die Möglichkeit gegeben za haben, ihr wahres konterrevolutionäres Gesicht hinter dem Schleier der Phrase von der „Rettung des Proletariats" noch weiter zu verbergen. Denn das müssen wir sagen, imd diejenigen, welche für die Übernahme der gesamten wirtschaftlichen und politischen Macht durch die Arbeiterräte kämpfen, müssen auf dem Standpunkt stehen, daß der A.-K. " das Recht hat, seine Mitglieder über Absichten, deren Verwirklichung von so einschneidender Bedeutung für das Proletariat ist, zu fragen und wahrheitsgemäß unterrichtet zu werden, unter Voraussetzung natürlich, daß der Arbeiterrat das wahre Bild der revolutionären Kräfte im Proletariate wiedergibt und seinem großen Aufgabenkreis sich vollauf gewachsen zeigt. Was die Kundgebung selbst betrifft, muß man sagen, daß der A.-R. durch die Annahme derselben eine Blankovollmacht für die Vorgänge am Sonntag ausgestellt und dadurch einen Großteil der Schuld auf sich geladen hat. Die Annahme der Resolution Friedländer-Frey über die Diktatur des Proletariats ist nicht zu hoch einzuschätzen, denn wir wissen, wie verschieden eine so allgemein gefaßte Resolution ausgelegt werden kann; wir erinnern uns ja, wie Kautsky die Lehre Marx von der Diktatur des Proletariats deutet. Überdies verliert die Resolution durch die Annahme des Zusatzes Frey „den Zeitpunkt bestimmen nicht anonyme Komites", gegen den Antrag unserer Fraktion ihn zu streichen vollends den Charakter einer programmatischen Erklärung, sondern bekommt vielmehr den einer Kundgebung feegen die Kommunisten. Von Bedeutung ist die Annahme des von der poalezionistischen Fraktion eingebrachten Antrages, auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, der zunächst die Gründe der Verhaftung und Mißhandlung des Genossen Michel Kohn zu untersuchen hat, und der sowohl diese, wie auch alle sonstigen im Untersuchungsverfahren,' insbesonders gegen politische Häftlinge eingerissenen Missbräuche zu erheben und zu prüfen hat. Oer blutige Sonntag im Arbeiterrat©. Die zweite Versammlung des Kreisarbeiterrates am Dienstag, den 17. d. M. war den Vorgängen am Sonntag gewidmet. Der Referent des Untersuchungsausschusses, .den die Obmännerkonferenz des Arbeiterrates eingesetzt hat, erstattete den Bericht, der mehr von parteipolitischen Gesichtspunkten, als von den des unbedingten Wahrheitssuchens geleitet war. Der Tatbestand ist folgender: 130 Funktionäre der K. P.-Vorstandsmitglieder, Bezirksobleute, Arbeiterräte, Vertrauensmänner und Zeitungsausträgerinnen sind am Abend des 14. d. M. bei einer^ Sitzung zur Organisation des Ordnerdieiwes für di-e Sonntttgskiindgebna^ von üt? Polizei it* Gewahrsam genommen und bis zum nächsten Tag in demselben behalten Warden. Als die vor dem Rathaus unbewaffnet erschienenen Massen davon erfuhren, demonstrierten sie spontan' für die sofortige Enthaftung ihrer Führer. Vor dem Landesgericht haltmachend, gewann rasch .die ruhig nnd würdig1 demonstrierende Masse die lieberzeirgnng, daß die Inhaftierten noch im Polizeigerangenenhause auf der Elisabethpromenade sich befinden müssen und der Demonstrationszug wandte sich in diese Richtung. Der Weg wurde ihnen jedoch von der Polizei und der Stadtschntzwache verweint nnd die Polizei gaben beim Zusammenstoß mehrere Salven ab. Die Folgen waren 16 Tote und bei hundert Verwundeten. Tatsache ist, daß die Polizei nicht bloß auf die anstürmende, sondern auch auf die fliehenden Massen schoß und mit dem Säbel einhieb, ebenso, daß sie auf Leute schoß-, die sich in Haustore und Kaffeehäuser geflüchtet hatten. Sie soll auch auf Verwundete geschossen und zu verhindern gesucht haben, daß ihnen Hilfe geleistet werde. Diese Tatsachen sollten vor allem von dem von der ObmUnnerkonferenz eingesetzten Ausschuß untersucht werden and die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Statt dessen hat der Berichterstatter des Untersuchungsausschusses sich ausführlich über die Vorgeschichte des Sonntag verbreitet und zu beweisen gesucht, daß die Vorbereitungen der Kommunisten in jeden» das subjektive Gefühl erwecken mußten, daß sie am Sonntag einen Putsch beabsichtigen, um die gegenwärtige Regierung gewaltsam zu stürzen. Und dies rechtfertigt die Vorbereitungen der Regierung, denn jede Regierung müsse das Recht haben, sieb, gegen Umsturzabsichten zu verteidigen. So wurde dieser brutale Uebergriff als ein Akt der Notwehr der Regierung hingestellt. Die Kommunisten haben es niemals verheimlicht, daß sie auf den gewaltsamen Sturz der Regierung hinarbeiten, und Sozialdemokraten sollten ihnen dies nicht verargen, etwas ähnliches stand ja auch einmal im Programm der Sozialdemokratie. Fraglich ist, ob dieser Sonntag dazu bestimmt war. Eine ganze Reihe von Tatsachen spricht dagegen. Wohl war es beabsichtigt den Abbau der Volkswehr mit allen Mitteln zu verhindern, aber nachdem der Abbau unterbleiben sollte, haben sich' die Kommunisten entschlossen, den Termin für die Aktion zu vertagen und am Sonntag friedlich zu demonstrieren. Davon haben sie im „Abend" Mitteilung gemacht, wo es nicht, heißt, wie der Berichterstatter sagte, „aus einem Gespräch mit einer hervorragenden Persönlichkeit der K. P.% sondern : „die Parteileitung der K. P. teilt uns mit." Wenn der Vollzugsausschuß der Arbeiterräte den entschiedenen Willen gehabt hätte, auf jeden Fall Opfer zu vermeiden, so wäre es seine Pflicht gewesen, bei der Parteileitung der K. P. anzufragen, ob diese Darstellung des „Abend" zutreffend sei. Warum hat der Vollzugsausschuß so scharfe Worte gegen links gefunden, als die Kommunisten auf die Frage, ob sie am Sonntag etwas vorhätten, nicht antworteten? Hat er es nicht für notwendig gefunden, auch, nach rechts zu warnen, nachdem die K. P. erklärte, daß sie eine friedliche Demonstration vorhabe *? Weiters spricht dafür, daß Gen. Tornau am Samstag beim Vollzugsausschuß der Soldatenräte erschienen war, um den Vorsitzenden Dr. Frey um Beistellung von Volkswehr zur Einsäumung des Demonstrationszuges zu bitten. Es war auch den Behörden bekannt, daß Gen. K o r i t s c h o n e r, der sich auf einer Agitationsreise im niederösterreichischen Industriegebiet für die Ausrufung der Räterepublik befand, Freitag nachts von der Partei durch ein Telegramm zurückberufen wurde, unter Hinweis auf die veränderte Situation. Schließlich die Versammlung der Funktionäre am Samstag abends: es mußte Feuilleton. Der Kuß. Von L. Schapira (Aus dem Jiddischen). iRejb Sdhadhlnles Glieder zitterten und er spürte auf sieiinier Zunge eintejni uMelrtrjäiglidh' bitteren Ge- BeWmadk. Er saß. im einetm1 St'uihdle und Worte das' twilidie Gesdirtei der Gasöle; uftd |djai& Klirrlen zerbrochehier Fensterscheiben. IWm sdh&elni, als1 klinge und klirrte: es' in1 seiftjetar Kopfe. So urpfötzlicW leintstand dler Pogrom, daß er keine Zeit fand1, seinen! La^ejn zw sperren, ehe er niadh Hause leilttie. Daselbst fand er niemanidieti, Schieinbar Watte Sara|W, HaW iujnd Gut zurückfasslend, Ijnit dien Küifdlern leftti yieiiteck aufgesucht. Er slelbst IdlacWtle an klein Versteck', jeiigjejniidhj daidh'te er afci hidilts, er lau&dhtie jnur d|e|mi Gasjsengjeisdhrei ukijd äpiürte die Bitterkeit auf steinje'r Ziuflgle.. Oer Piogirjo'mlär'm Worte sidh bald nählcr, bal-d weiter an (ujnd1 jerigjriff pHötzÜdh da$' Haus; von allein iviet Seiten. Die Fetnstler beganben zu klirren, Steinje IfJbgien ins Speisezimmer ujnjd plötzlich strömtet! (dluirch1 Tür und Fensltfijr1 Gojinfe anieistenjs hälbtwuchsige Jungen mit Stock ujnjd Messer, mit rotbetrunkenenj GesiChterh. Reib Sdbadhne empfanld, (diaß er etwas1 tum nuüsisle. Sdhwerfällig erhob er (sic'W vom Stuble und krodh1 vor den Augienj der IPiogiromWdIlden untieiris Bett. — Die Banjde ladhte lauit auf. — „Itotoimkbpf;," grinsüe einier unkl ertwischte seinlen Fulß, ,,'he, auf!" — Püfötzlidh kam tReb Schadhtie zur Be&ininjufciig tunjd begann vfäe ein Mernes! Kinid zui weinjefcr. „Ki^tiden," flehte er, „ich will Euch selber zeigen, wio Gold, Silber und alles andere sich; befindet, mjur midh kridhit töten, wozu mich töten? . . . . idh 'habe ja Frajui und Kinld." Doch sein Fliehein ball injidhts, sie iiahmen sielber ales! ruinld schlugen ih|n( wüteb'd kis Gesidht, in die Brust, auf den Bauch, Er weinte, uinjd flehte, dbdh sie schwingen fort. — Eineinj aus' dier Mieftgie erkannte er und an dieslelnj waWdjte er sidh uim Erbarlmeni: „Wassilienka, kiennjst Wich ja! Siehe! Deib Vater arbeitete an meinem Hiausle umjd' sbige! Beza'hHe ich ihn nidh't redflidh? Er hat Wet mitr so igut verdient! Wassilienka! Waiss^efci'ka! Hilfe.! Hilfe! Rott ,;. Ein Stoß inj die Herzgegend machte ihn verstummen. Zwei IMänn|e!r iießien sich auf i'hfci1 nieder ulnjd stemmten ihre Knie igegicn seinen Bauch. Wassilenka, |einj kleiner imiagiereir iulnjge mit knum mem Gesicht uln|d igrauienj Augen, sa$te höihinliscii' gjrinsenjd : „Hast wirkTidh bezahlt? Wie denn sonst? Der Vater hat gearbeitet natürflidh! miuißtejst Du bezahlen. Oho, idh wollte Didh gerne slehiety wenn Du nicht bezahlt Wättest!" — Trotzdem schmeichelte ihn, daß sidh Rjeb Sdhadhlnje u|m Hilfe ain ihn wainjd'te und er spradh! zu den anderen: „Btlüder, laßt genjug s|ein[ ihr sehet ja, 'daß das! Aas kaujmi mehr atmet." — Einzelweise entfernten sie sich von ihrem1 Opfer uinld begännen das Haus zu verlasslefri, unterwegs aiies vernidhtlend, was nodh unversehrt war. „Nun, Dein Lebenj mußt Du' mir dänkeh"i sprach1 Wassilienka zu Reb Sdbacth!n|e, der vor ih'm mit gesenktem Haupte, zerfleischtem Gesichte uinjd schwier ke;uchen(d stanjd. „Die Bab'dle würde Didh wahrlich (nicht versldhomit haben; wielnm idh nicht .. .'• Er wollte gehen, da ka'mi ihm tyodti plötzlidh1 ein Giedanke. „Hier" — inidem er ihm die1 Hand entgiegenst reckte — „küsise!" — Reib Sdh'adhnie hob s'eine blutuittierlaufetiein! Augeu, blickte wirr — qr versltan;d njicht rec'ht. — Wais^i'liefcikiis1 Gesiidht verfinsterte sich. ,..Hörst Du Injidhit? Küstsje^n! befehle idh." Z!wei Gesiellen standen njodh im Türrahmen, voll Iinjteriesse, wais dja glesdhiöhen werde. — Reb SChachnie bl'idkte sdhwei^ein|d auf Wassilenka. Diester wiurlde igriünj. — „Ach1, Du Judetihunid," knirisdhte ieir Unjd veirlsietzte iWm: elinen Sdhllag ins' Gesicht, ,,Du weigerst Didhi nodh'? He, Genosisenj! hiehier!" Die hei|d(en kamien heran. „Ergreifet ihn", befa'hü Wassilenjka. „Wefin. er ein s'tolzer Hieirr s'ein will, so toiuiß er nunj meinen Fuß küssen, Wietel nicht . . . ." Er warf sidh in einen Stuhl. Die zwei Gesellen erwisdhteinj Reb Sdhadhne ulnjd 'sdhlleudertenj Ihn zu Wassilenkas Füßen. „Heru|nt!erziehle:nj!" befahl diesjer uiid verlsletzte rhm! einen Fuißtritt ins Gesidht. Zogiernjd zogi Reb Sdhadlii? fdien Stief el1 von Wassitenjkas Fuß. —?,Xüsse!" .... Nun stanid'eii sich gegiejnüber: Ein roter schmutziger Fuß mit schwerem Sdhweißgeruch — unid ein wulnjd!geschllage».ies Gesicht, umrahmt von einem tHuinklieinJ ehrfurdhtlerrcgleiidien1 Bart. Zufällig hajte sidh die Bande w|ein(ig miit diesem Barte befaßt ,uiid nur an einzelnen Stellen watr ier gjeruplt. In ihm1 prägte sich der Stolz und1 die Würde einjeis bewiulßten Ju'denj aus. Von; oben herunter blicktein aus! dem grünenj •krummietni Geisidhte Wassiilenklasi groiß'e Augen. „Küslsjei! Sage idh Dir", unjd eilil zweiter Schlag begleitete diesen Befehl. Einje Weile war ales im Zimmer istumm un(d un(beweglidh. Dan'nj näherte. Reb Sdhadhne sleinie'n Kopf undl -Wassilenka stieß teinjen schrecklidhle'n olh;renbetäu!bendien Schrei aus'. Alle Ziethen uinjd ein Teil des Pultes verschwandenj in Reb Sdhadhnes Mund und beide1 Zä'bnreiheni iglriubenj sidh tief in das schmutzige, schweißige Fl'eisdb ein. — MK^ Sammelt für den 5000 Kronen-Fonds der „Freien Tribüne". "30

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