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Freie Tribüne · 1919-03-21 · 10 (21.3.1919) · page 3

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Journal
Freie Tribüne
Volume
1 (1919)
Issue
10 (21.3.1919)
Date
1919-03-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 10 Freie Tribüne Seite 3 auch die politischen Parteien dieser Staaten zerrissen! uinid sie ge'zwungein> ihreibisibeirige gemeinsame Arbeit getrennt von einander in den ve|rschied|en;en Staaten; zui fuhren. Dies gilt audh für unsere Partei, die: früher das ganze Gebiet des ehemaligen Oesterreich umfaßte juind durch gemieinsam[e Interessenjüdische Proletariat aller Teile des'Staatesi eng aneinander' banöt Art Stelle; dieser einen Partei sind nun auif dlemi Boden: der neuen Staaten neue selbständige Parteien entstanden, die unter neuen und! wesentlich, anderen Bedingungen: tfiairah gehen, (ihre Arbeit getrennt von einahdier zur führe«. Dein Anfang hiezu (machten unsere DeWosSien lnivWeist;gaIizien> indem; sie schon im1 Dezember 1918 feine Konferenz abhielten» auf der sie, ihr Aussidbeiden! a'ujsi d(eimj Verbände der österreichischen Partlei und ihren (Eintritt in unsere Btfuderpartei in Polen IbesChlossenj. Unfser e Genossen in Pplen nahmien (bei ihlr'e'm^m pezem'ber 1918. stattg"efu;ndenen Parteitag dies: zur Kenntnis und proklamierten, die Selbständigkeit uMdr Einheit unserer Partei für das gesamte Gebiet des polnischen Staates. Wenige Wochen später (konstituierten auch die Gelnossen in Bönnien die selbständige Poale- Zion-Partei für das Gebiet des tschechoslowakisdhen 'Staateis. Auidh unsere Oelrios's'en in Ostgalizien uinld der Bukowina paßten;-sich bald! dem geänderten Verhältnissen am und führen ihrie Arbeiten unabhängig von den Parteien: lUimd Parteileitunigen in!jd|ein anderen Ländern. Bei dieser Gelegenheit können) fwir audh mit Freudej^konstatiejren, daß dieser; durch1 (die Verhältnisse beidingte Zerfall •uinseirjer Partei kein aieswiejgs irgend1 wie sdhädijgie|n(dh|g!eiwirkt hat, sond|erni ti'aß trotz dem1 ManigeRan geschulten Parteikräften, lilhsiere Bewegung in (djen neuen Staaten täiglidh! festerem Fuß faßt unld alle unsjere Erwartungen übertrifft. i Nun! sollen audh wir inj Wilein unld! 'Deutsidhösterrieidh idarangiehen, uinis'e'rje! selbständige Piairtei zu konstituieren (unld lunßer , Prpgraimlm! diesem' neuem Staate urid den infeiueim VerihähS jiüslsSen anzupasisleh. Diets' ist (die Aufgabe der aim 30. März abzuihallten|d|eini>(ParteibeJratüng'l. Es sollen! die' Grundsteinle flülr funsjqne Beiwielgung hier igekjgt weir dem, die bis'hieir miteinainldielr1 lose verbum- Idlejniein Gruppen und Vereine-sollien jnlun (djujrdh! st!raffe Drganüsierung zu ieimemi ieinheitlidhen Ganzen. ver* einigt werden. Un'sieir Parltieipfrogtaimlmj soll in seiften wielsieintlidhen Teilen! Iden Vie;rlhältn!isjs(en Deutslchiosterrelidhs abgepaßt wierden. Wür wollen1 zu; den siozialistisdheni Partelien iu|nfd Stlröimiungien dies'er, Zeit Stel'lüinjg nehmen1 uriid.igl'eidh'zleitä^ (die1 FormLuiieirunigl juimaerdr natioriallen FioridleiriUinig 'in: diesem' Staate Idlurdhlühreinj. VGftn worein1 aheir aulCh1 jetzt, wo es! Idariulm1 geht, den! Gejdjankeinl lejmer Heimlstätte flüir Mn(sier Volk in Palästina izu1 rlelalis'ielrien, den biüjrlgerlidhiein Zionistielri j^e[geniüjber unsere Anschauungen' Äufmt Ausdruck brinjgen, Fjür uinlsene Or;ganislatio|njein und! Ge!no;ssie[n solf ein! [geeigneter Ausbau des Partieiapparatiejs1 duirCfH geführt wieiridielm, es sollen (die Mittel für! die: g(roßen! politisdhein' Arbeliten der Partei igieschaffen und unsere Plriesise 'sowohl in'redaldionellielr als1 audhUni Imajberielleir Beziehung sidhergeBteHt und gefestigt weiri- Ideni. Eimei besondere Auifmlerksamikeit wierdien wir tfter Origanisieiriung unsere* Jiigiendgruppen zuwem- Ideml tn|üssieln> deinm nur au/s öinleir starkein; uii|d[ zielbiew;ußte|n' Jugendbewegunfg könmen lunserer Partei jemle; aktivem Kräfte jeiriwadhsein^dliie! wir* in) B'p g|roßiem| Maßei bielnötigien. 1 Die Eiglelniart des: jüjdisdhen Le:be!nfe ers'dhwert jdie politisdhiei Tätigkeit ider j!ü!d!isdhlem Parteien inj allen: Ländern, doppelt sidhWer :ie:rsioheint un^elre Arjbeit hieir iini Deuts!dhös!t|e!ririei'ch', wo wir.;nur einien; gierinlgein Bruichteil idle(r BeyiölkelrfuJnJg bilden unfcfi iwo idie Zulsa!m!m(elnsetzunig, dejr Judlein eine so .ei^enaritigie1 Äst'. Je sidhwierör jeidoidh^ülnlsieit e. 'Lagle hielri ist und je ko'mplizierteir Idie; Pirfojbl'eirn'e widrdenj, dlklßidh uinsilhier entigiegenstiellen, uimso e'her mjüis'sien wir daran gelhen, all idie Fragen zu' lös|e|n.!Es! gilt nun, alle Kraft dara|n<- zuisetzieln, um1 die deriPaftleibeiratung* gestelltem Auf- |g(a!ben zu erfüllen. Giehleini (wir imit Errist! und festeimi iWillen an diese Arbeit ^ujnjd die Pa'rteibje'natüngl wilrcf idew Bewieis erbringen1 imfüsisen; daß unserie Bewe^ g-uinig auch hier in Deiuts'dWöstierreich Wurzel faßt, Ö'aß audh (hS-er ieinie jüdis'Chie SoziaHdfe'miokratie ßtn\ (Werke ist, die für,die Lo&uinig tf(e;r Jiudenfrage aribieiitet u|nd bereit ista'mit allen revo[utionäT,en; Efemieyi-, jfcem an der Verwirklidhulnjg des Sozialisim|us' ungf am Ider baldigem Befreiung äUer cMidn's'dhiem zu arbeifen. Notizen und Glossen. Die Berliner Kampfe. Die bürge!rlidh>ein Zeitungen haben die; liet'zteW UnSruihen m Berlin als einem von ider kommunlsti- B'dhen, und der U, S. Partei vom langeir Handi vorbereitetien bewaffneten Aufruhr Idargestjellt. Da, diese! kiürdh'wegs auf Fälschungen beruihelnide Dar«stelhingi geeignet ist, jede M'asts|emaktion des1 Proletariats im) iKampfe für sieinle Befreiung! zu diskrlediti^eren1, brin- Igienj wir eine Erklärung, die Hptm1. v. Moyzysewicz vöm!Gienie,ralkommianld[o Ijuttwitz in leiner Ffriessekonferenlz abgegeben Wat. iDer^ielble führte aus: Der Generalstreik ist scharf zu trennen vom bewaff-s neten Aufruhr. Der Generalstr|eik ist durch militärische Mittel keinesfalls zu iinterdrücken, noch seine Wfederh'olung; unimöglich izu machen). Wohl abefr ist der Generalstreik1 be( - nüizt 'worden, den Aufruhr zu entfesseln. Dife Führejr unid Anhänger der Unabhängigen Waren gegien den Aufruhr, Ebenso hielten die Führer dier kommunistischen Parteii die Zeit (für den von langer Hrand vorhereifeten Aufruhr izujr Durchsetzung ihrer iZiele noch nicht für gekommfen. Der Aufruhr in Berlin wurde »getragen von bewaffneten spartakistisch geshinten Arbeitslosen, ebensolchen Arbeitern einjger Großbetriebe, dem 'Roten Soldatenjbund^ dem größten Teil der Volksmarinedivision ünd einigen Depots1 dfer republikanischen Soldatenwehr. Wie die spartakistisdhie Gesinnung ^dieser Leute ermittelt würidle, ist aus1 ^em1 Bericht nicht zu entnahmen. Ümsomehr muß' idie Tatsadh'e befremden^ daß Noske sich veranlaßt ^gesfelhien hat, dasl Erscheinen der Organe der (radikalen Partei idie! „Freiheit", die „Republik" uhd d(ie„,rote Fahne" zu verbieten. Rotes fiOrgertHin. In der deiuitsdhöstierreicrijisicihen Nationalveröa'mimlulnjg mußte dleir j^disicmnationalei/Abgeordlnete' Stridker zur Frag(e: rd[es 'Ansdhlu|s|sfeB an Dieut'sch'llany! Stellunig neihlmien. Sieinle iGeignersdh'aft1, die er tur|- stprlümjglidh offen veir|trat, ,wagtefei nidhit 'mehr glatt hleraiuls zu beikeinlnen, $o idrlüdkte eir sidh zwischen) Ja uinid' Nein. 'Er aneirkanjntie das, Seiljbslbesti'mlmüngjs'- redht idieir Oqu(t)sic!h{öB|teir,tieiqher, abjer;er g'ab zu Ibiediein'ken s Diese Zwitterstellunig wird igeiwißi nie'm'and imponieren; soll e£ alb^elr j'em'anjd'i'mponiereinl, daß! Ab(-i geordfnieter Stricke^ die Regierung! (d^r deutsöhen Mielh'rhieitssozialisten „;blaßrot" finldet» .daß (ein ßürgerlidhe^r Idas' Blaßrot ablielhinft luln'd wohl dasl „Blutrot" wiünsdht? WenW das Inidhlt Demagogie istr was' biedieutiet dann UijeSse ArgUmieintation? Nein> sie ist nur belulstilgewdj denn eineim! 3'üirgerlidWen! ist keim Sozialismus zu rot, wl(ei leinetm "Zusldhaueri kein Spiel zu Ihodhi, , : Ibf denn soll reaktionär sein? Tihrone 'stiüirlzltieln, abier idiiei Kultusigem'einde blielb. In (dien Vertretungskörpern1 iln dew Gemieindienf wurde diei politifedhq Glieichiheit aller Mlänner:1 und' Frauiew veirwiriklidht, ld!i(e Kujlt'uslglelmieinide sidhiie.ßt dfas Volk Jiodil jlmnifel* aujsi. Unld |dfe" her|r(sidheind(e| Cliquje ertedht siidh WodH auif Ihirielm Standpunkt' tzu| beWarnein,. Ihrie Wottflührier feiuchlein Idie Volksfeind-/ ödhaft miidht lein'mlal fzu viejriber^efni sje b)riü>ten teichf Imlt Ühr,. Sie: Wolfen; 'daß! \)0ahlriedht n;uiri den Steuerzahlern;;geib!en, isiei wolllen! diie Ostjüden ganz jaiug:- sldhließein:. Sind diie idiotjisldhlen Miachtiluistlinge diel4 Fels ider Reaktion vauidhl im' Staate? Nein, sile praihlemj s^nst mit1 Idetai „Fo rftllsldihr it t", ab|e[r dah!eim! pasfeie er nidht iuinJd teinleiri der; Wieisieini fragte: „Wieir slo 11 idie Ji;(n. s>io in.Bj'it, r|e' a M i (o miläfr isNeii n, we<annf niidlhft dije Klurtu'sigieiimiieiind;e?" Diese Offenheit reizt zuim' lLädhle|n> 'diiejsier Bornieitheit ist niöhtj zfuf IhelHeln). Diielsle Sdhandlef aber niluß zusam'men mit d|ein) Hierris'dhaften, diie jsfrej vierikörpern!, ein' Endiej |nieih!j 4n|en>!denn einlel jiüdisdhei Kiörpersidhaflti, ^ntdj eiwe sjoldh'e erst re'dht^ Idjairffl (nicht eine Burgi der Reaktion, sfeimi. Sie 'miuß1 (eimei Korpeirsidhaifit, IdlejS! Volkeis1 s|ein! older sie darl (üjbieirlhauipt Inüdhlt s'ein. Jüdischer KomHiunistenitreih? Von; der ' pol'nisdhlejnl Telegraphlelnagentuir, idie jede. OpjDosition1 giegen Idie! Regierung als Bolsdhewis'mus, am lieblstielni allst jiüdisdhen Bolschewismus1 ausgibt, ließ sich audh idie „Arbeiterzeitung" »ver-* führen, als siei imielidete,, in Warschau rwiäre ein Generalstreik der jüdisdWen (Ko'mlmlulnisten ausgebrodhen und 'mißlunge|n. Demgegieni'üiber sei festgestellt, daß die Arbeiterlräte!, also idlie Vertreter dies« ^elsiamtien Proletariatieis1, dels ipollnischen lijnd Idleßi jlüdisdhen, des' sbzial|dle)mbkratischjen u|nd d&si komU miunistis'dh'en, leinlein zw,e"itägigeln Genleralstrteik zum! Protest ^egein 'die reaktioniäire; Politik der Riejgieitulnig beschloslsien, Von (einem iGeinieralstreik der jüdischen Kotnimiunislten ist alsio keine Rede. Hihraismus ist BourgBoisnationalismus. Das1 wislsen, die; jiüdisichen Aribeitermassen; im| Ostern sieit lange uinid ihr Kampf fjür die jüdÜsdhe| Volksspradhe giegeni die Hebriaiistien ist nidht nur ein' Kampf des realen Lebens gegen die, romjantisdhe Sentimiehtalität, sondern audh' deir proletarischen Bedlürfnisse gegen daBi bourgieoisle Pjrotzemtum1. Wer daran nodh1 zweifelte, der hölrie, was eineT djer; Vorkämpfer des Polono-Hebräismius, Helrt Dr. Braude, auf eimer Sitzung des Jüdisdhen! Nationalraties iri Wxenj übeir seine Gymlnasien in Lodz erzählte: ,,Das gesamte Budget beider Schulen beträgt eine halbe M i 1 Ii od M ark, welche Summe aus den ejglenen Einnahmen der Schul© 'gedeckt wirdj. Die Subvention des Lodzer Magistrates im> 'Betrage von 10.000 Mark könnten wfal ibemahle entbehren, da die Lodjzer Eltjern die Schulen aus eigienert Mitteln erhalten. Das Schulgeld für die Knlablen begannt mit 500 Mark uujd jstetglt in de^a obersten Klasisen b'tsiauf 760 iMairkv Da mulß audh! ein iBlinder sehlen> daß diese poron^hebräischlen Schulten (mit ihren ungeh'eurenj Sdhulgeldern nur Anstalten der Bourgeoisie sin& idie imit dem Volk unt^ seinen kulturellen Nöten) gar keinen Zusa'mimlönlhang haben. Natürlich vollzieht feich -.eine Differenziejrutfg) des S chüleirm aterials, indem die wohilha -i b e n d en S c h |ü 1 e r!z u u n s, d,. h. in des JHerrn Dr. Brauidte'tf Schulen kommen." " })Es ist Tiatürüch sehr traurig, daß wir" heute nücht die Möglichkeit haben, unsere ersten Sdhulen der mtnderbemittel-, ten Bevölkerung 'zugänglich zu machen." Weidher Jesuitismus sfteckt darin, die Absondle^ rung von der minderbemittelten Beyölkerun.g bewußt zu vollzieihen und dann nodh 'mit frommem) Augenaufsdhlag zu bdjdiauern! ' ,Die Kosten fder Musterschulen müssen zuerst vvohlha-, bende Eltern tragen." '! Aber wo warieim diie wohlhabendem Eltern, als1 die Sohulein des Proletariats, ld|e£' arlmlen Volks1 gegründet vvurdiein? Das sinldf fr!eilioh, keine polhisßhi (hlebriäisChen Schüfen, sonldern ijüdiische, keime Gyam|- nasien, sondern Elemlentarfedhuferi. Mit diesem Anstalten!;deLs Volkes will Idje; Bourgeoisie nichts zu tun haben, sie und ihrie; geistigen Wortflührielr veraChtjen das „niedrige Volk" unld seine jüdische Spradhe un^ sie lerbauew diie pol^ nlisdh-hlebräis'chein Gyimlnasiien für „die Kinjidiei". der wohlhabenden Eltern". Aus der Bewegung.! Die Wahlliämpfß in Polen.___ Der Ausbau un|d idiiei ,Kons|oliJ(iieruln!g unserier Bnu'dierpartei in Plolien vollzidht siCh .unter IfiorC- Wäihreniden politischen Kämpfen. Kaunt sind die! Siejm1- (polnisdhie Nationalversaimimluln^f) -wah'lleW vorbei, bei idenen isie zirka 60.000 Stimimenl erzielte!, so Warrteini ihrer s'Chori in|e;u!e Kämpfe. Der1 polnische Ministerrat eintwalff iu|n(d besdhloßileinlel WaMlordinunlgl fjü3iJ Idie jüd. 'KultiUBgeimleiinjdeh utntiet bete'ondlener Bei^ tonung des religiöslen) Gharaktletr^ dersielben uridf umter Ausschaltung dlelrl Firiauienl vom1 aktiven; (unld! passiven WalMnddhtie. Mian Imlerkt IdSie^er, iWahliordina^ tiöjr, deutlich1 diei iMit|arjbleit' Mler io(rth(pd|oxien ,Vet,j tnetelr an, diei ^idh iatoidh i'mlmle(r, ideM *Geiß't|eßl d(e.r 'Zeitl zu erwielhrten! glaubein, wiehn me Viqgelistraußpolitik! treibieln;. Gegien id|e(nt' Entwurf) der noch nidht zulmj Giesletz erh'obein; ist, setzte s'ofbrt idie Aufkla!rtunig|s|4 arbeit unseiner Partei lein, welche ieinie starke Ben wegulnlg zugiunstieln! dlesi Sj-kanti^einiiWalhlriechtiesi und der Verweltlidhuinjg deir Kult!u$gietm|ein$|e hexvorrief. Ami 2. uiriid 9. März fanideln in leinler Reihie von. Städten; Gemleinderatslwalhljen, statt.;Sogar i'itm1 r,ea*ktioniären Polen — IdennJ'trotz dem1 sdhönien NaimienJ „Republik", Wat s'idh miidht Vieles wiejsjentlich gieiäml^ dert — konntieirt Idiie alten, auf Grünjd! von' Privilegien gesdhaffeneln Qeimeinidierätie nidht1 länger dem! Anistuirim: der Zeit standhaltieiti, Die jetzigen pol-* nSsdhlen Machthaber imiußteni dem immjer ungestiüu mler wieiriden'den Drlä|n|gen; Sder breiten; Volksmasserf Weidhein und das allgie!m|ein(e^ igeh'eimie,, diriekte» glei-» dhe uinid proportionie'llle^ auch auf! Frauen sich er-* streekielnlde Waihirfeldht ieinf[ührie!n. Aierdinigs1 nur iri Kongreßpole'n. Westgalizie'n' steht npch faktisdH iri sehr loselmi Zulsa'mlmeinlhönjgle mit der, Republik, ja:; seinle „Autono'mie" wurjdlei jetzt soigajri duiröh dief Eini^ ßletz!u,ng leintels1 eigemien „Statthalters" Imit ^eite'sfi;^ gehielnlden Voll'm'achteni sanktioniert. ^(Es ist sleh'r! bezeädhnierid, daß für; jdlefeen1 Rosten der ^.wesenie1 Minister für Galiziein in dier östexr. Regierung, aus-» eirsehien wurdi'e, Ritter tv. Galidcki, (öiri SzlladhzizlältleM stein! Sdhlages', ohne ld>Si ■ImNdeBlte Verstänldtnis ÜüJrl die Erfordernisse! idfer neuen;i Zeit.) Wieder entwidkeltjen alle Parteiein; desi Landlesl einle überauls rege Weirlbetätigkieit/NoCh fehlen unsi Berichte aus denl imleistien Städ^eh^ aber so viel steht schon heute fest: Der nationalistische Ta,u-< tn'el, die alleinlseliglmadhende tniational'e Phrase;, die)!<üe Wahlkampagne! 'zulml Siejm' beheirrs'Ch't hat!, beginnt leinjeiri ällmlählichien prole^äri^ sdheu Gesinnung der Arbeitermassen Platz zu machen. Die Stim'menzah'l;der .pol'nisidhen und .jüdSsohein' s'ozialistiisidhen Parteien ist in allen Städten im! Ver,-> gleich zu den Sej'miwahilen, gestiegeW. ,So häbien,' z. B. im Lüblin die P. P. S|.f der „Bund" ujn'd dieL Pbale-Zion die Majorität iinr neu gewählten! Gemein'derat und sie jgiehe|n| jetzt «fKaran, diel Veiriwaltun;^ inj eigierne Häh'de zu! nlehmen. . 1 Einen sohlweren Stand hatte — wie; so, oft1 —«i un's'ere Partei. Die j;ü'disdh-bür(gerliehen Parteiejny gewitzigt durdh unlgieheure Stimim'zersplifterung bei den Sejmwahlen, wodurch1 aber tausenjdle jüdische Stimmen verloren gingen, sdhlos^iem eineini leiniheiti lidhen „nationalen" Blodk lunld führten auch hieri deW- Wahlkamp'f unter 'deit Piatrole der „einigen Gesamt^ lüden", jede andere Tartiei djes „nJationalen" Verrats! Arbeiter und Angestellte, besucht unsere Versammlungen und werdet Parteimitglieder!

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