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Der jüdische Wille · 1919-04-01 · Heft 1 (April 1919) · page 25

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
II (1919-1920)
Issue
Heft 1 (April 1919)
Date
1919-04-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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KUP*ERBERG, GRUNDLAGEN UND AUSBLICKE 23 (einer nationalen Gemeinfchaft erlebt hat, die Bilder heraus, die zu feinem Grundideal irgendwie in Beziehung gefetzt werden können^ »die fo gleichfam durch ein geißiges Prisma Kontrollierten Eindrücke aber bereichern die Arbeit, die die einem Ideale nachgebende Gemeinfchaft teiltet, unendlich , . . . und geben ihr zuletzt den Sinn . . . Und Gemeinfchaft ift das lebensvolle Ineinanderwirken von Arbeit und Erleben«. f Diefe Konßellation im K, L V. findet ihren natürlichen Aus* druck in der im Sinne organifcher Gemeinfchaftsentwiddung linnvollen Differenzierung in Arbeitsgebiete, in der korporativen Außenarbeit» Die Sinnhaftmachung der Gemeinfchaftsarbeit, ihre Durch* dringung mit dem ätheriuhen Stoffe des Erlebens tragt gewifler* maßen ein Moment der Expanfion in ihre Sphäre hinein: die Arbeit hört auf,, den Menfchen oder die Menfchengruppe von der Umwelt abzufchließen. Die Mauer fällt die die Arbeitsgemeinfchaft um (ich ziehen mußte und zog. v Jetzt trennt die Arbeit der Gemeinfchaft eine Menfchengruppe nicht mehr vom Leben und feiner Vielgefialtigkeit, fondern fuhrt Tie im Gegenteil aus Geh heraus und bahnt eine Verbindung der verfchiedenften Gruppen und Persönlichkeiten an. So verbanden Korporationen des Kartells lieh, da der Zufluß der in organifcher jüdifcher Entwicklung herangewachfenen Jugend ßärker und ftärker wurde und die Aelteren im Kriege Gemeinfchaft erlebt hatten, mit nichtakademifchen nationaljüdifchenKörperfchaften, mit Gemeinfchaften ofijüdifcher Arbeiter/ fo nur konnte der Hechawer in das K. J. V. aufgenommen werden. Iß aber in diefer Zeit, da die alte naflonaljüdifche Generation die Stufe der erlebnismäßigen Umßellung, die he einft ubergangen hatte, nachgeholt hat, und da ferner die junge zionißifche Gene« ration fich mit fieigendem Erfolge in die Problemfioffe jüdifcher Kultur eingearbeitet, da die Einheit der zionißifchen Bewegung in Deutfchland angebahnt fcheint, iß heute die Abhaltung einer Gruppe zionifiifcher Studenten, die Bildung neuer Korporationen gerade mit ausgeprägten Sonderzielen, die Gründung des »Hechawer« <und ähnlicher Verbindungen im Reiche) gerechtfertigt und wünfchens* wert? Durchkreuzt eine folche Zerfplitterung in Gruppen, und Grüppchen den Lauf der Entwicklung nicht fiörend? > \ Zur Beantwortung diefer Frage iß es nötig, fich^ die drei Entwicklungsfiadien in der pofitiven Stellungnahme des urfprünglich individualißifdien Zionißen zu einer Gemeinfchaft, wie fie anfangs dargefiellt wurden, zu vergegenwärtigen. Es wurde gezeigt, daß der beherrfchende Gefichtspunkt in der erfien Stufe diefer Entwicklung die Überwindung des Individualismus oder die Erlangung der Fähigkeit fei, in Gemeinfchaft zu leben, in ihrer zweiten Stufe die Überwindung der Affimilation öder die Erlangung der Fähigkeit, in jüdifaier Gemeinfchaft zu leben, und in ihrer dritten Stufe die Überwindung der |jüdifch<* kulturellen Un~ Produktivität oder die Erlangung^, der Fähigkeit, in jüdifcher Gemeinfchaft zu arbeiten.

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