Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- I (1918-1919)
- Issue
- Heft 6 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Rosertßcfum, Ober jüdifcbe Gemeinfdiafts^Brziehung. in Deutfchland 335 D o ch e s handelt fich nidit um einen Streit um Worte und Begriffe* Wer im Zionismus nur Partei fehen kann, der mag das Wort Zionismus in unferer Jugenderziehung* fallen laffen. Daß aber eine nationale Erziehung heute kein anderes Ziel haben kann als die Erweckung und Vertiefung jener tätigen Liebe zu Zion, iß außer Zweifel. Und diefe Liebe, dies enge Verknüpftfein mit ErezJfraef kann nur erreicht werden, indem wir ein Stück Paläßina in unferen Heimen erfchaffen. Indem wir ein neues Band der Verknüpftheit zwifchen der paläßinenfifchen und unferer Jugend ziehen. Wer einmal die Wirkung eines jungen Paläßinenfers in irgend einem nationalen Kreife miterlebt hat, weiß, wohin wir zielen! Noch iß die Zeit planmäßigen Austaufches zwifchen jungen Pa* läfiinenfern und Zionißen des Galuth nicht da. Die erfien Friedens** jähre werden uns diefe praktifche Aufgabe irgendwie löfen mülfen, um unferer Erziehung ein enges perfönliches Band mit Paläßina zu geben, damit der Paläßinenfer in allen Judenzentren, größeren wie kleineren, der ideale Erzieher der jüdifchen Jugend werde. Heute muffen wir uns behelfen, fo gut es geht,- verfuchen, ein Stück Paläßina in unfere Gemeinfchaften hineinzuverfetzen,. eine Anleihe von jener erßrebten jüdifchen Luft aufzunehmen. Geben . wir unferen jüdifchen Fefien, geben wir unferen Lebensformen in unferen Jugendgemeinfchaften einen paläßinenfifchen Klang!. Taufchen •wir an Stelle unferer Paläßinenfer paläfiinenfifche Sitten und Feße ein! Lied, Tanz, Spiel und Fefiesfeier follen einen Abglanz pa* läfiinenfifchen Lebens in unfere Heime bringen und fo auch unferem Fühlen einen paläßinenfifchen Anklang an Stelle des deutfchen Jugendbewegungsbeiklangs geben. Dazu gehört auch die Einrichtung unferer Heime. Hinaus mit allem gefchmacklos Halben! Bilder unferer Kolonien, Bezalelßücke gehören da hinein, nicht Dresdner Kunfigewerbe. Man lerne es, auch hier eine befcheidene Ganzheit einem anmaßenden Vielgebildetfein vorzuziehen. Als Ziel bleibt noch eins: eine Jügendzeitfchrift, die die jüdifche Jugend aller Länder mit* einander verknüpft, aber von der paläßinenfifchen, fchöpferifch-lebens* kräftigen ausgeht. Ein Unternehmen, das, von jeder bodenlofen Geißigkeit frei, das Problem der jüdifchen Jugend aller Länder in jugendlicher, einfacher Form zu erörtern und eine geißige Ver* knüpfung der jüdifchen Jugend aller Welt mit Paläßina herzu* fiellen hat. Es braucht nicht erörtert zu werden, in welcher Sprache diefe Jügendzeitfchrift zu IHireiben wäre. Aber ganz allgemein foll unfererh Hebräifch ein Wort gewidmet werden. Die hebräifche Sprache iß nidit nur das befie Bindeglied zwifchen Paläßina und allem jüdifchen nationalen Wollen der Qzgen* ,W$rt,; fie iß auch .die einzige Gewähr eines wirklichen Erfafl^q? (I^s