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Der jüdische Wille · 1918-08-01 · Heft 3 (August 1918) · page 45

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
I (1918-1919)
Issue
Heft 3 (August 1918)
Date
1918-08-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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Jampef, Eine unbenutzte Waffe gegen den RafTenantifemitismus 185 hunderte hinunterverlegte, und wie.fie ferner die Motive all ihrer ethifchen Satzungen von den niedrigßen Inßinkten ableitete, das iß allgemein bekannt. Daß ferner die fpanifch^arabifche Kultur nur ein angefachter glimmender Funke der arifdien Antike war, weiß jedes Kind. Was Wunder alfo, wenn felbß die jüdifche Jugend von der neuen Raffenlehre durchdrungen iß. Selbß in orthodoxen jüdifchen Kreifen kann man es beobachten, daß hier neben dem Glauben an die Auserwähltheit Israels und feiner göttlichen Miffion auch die »wiffenfchaftliche« Überzeugung von der lahmen Natur des femitifchen Geißes herrfcht. Die Harmonie zwifchen diefen beiden fcheinbar divergierenden Anfchauungen wird hier umfo leichter hergeßellt, als man in der himmlifchen Befruchtung des Prophetismus lediglich den göttlichen Ratfchluß erkennt, der ohne das menfchliche Hinzutun herniederfährt und fomit auch einen Intellekt treffen kann, deffen Flügel in der Ohnmacht der Raffe unterbunden find und denen daher die Fähigkeit zu einem fefbßändigen Höhenfluge ab^ geht. Meines Willens hat man fich auch in zionißifchen Kreifen mit den Refultaten der Raffenlehre abzufinden gefucht, indem man hier die Exißenzberechtigung einer Raffe nicht von ihren Verdienßen um die Menfchheit abhängig macht, fondern allein von der Tatfache ihres Exißierens und ihres Willens zum Leben. Daß dies nur ein fehr gezwungener Troß iß, der überdies auch nur auf den Wellen nationaler Hochflut fich fortbewegen kann, braucht nicht erß gefagt zu werden. In Wahrheit gilt für eine Raffe von geißiger Inferiorität und moralifcher Perverfität heute noch das Urteil Noahs <I. B. M. 9> »Ein Knecht der Knechte fei er feinen Brüdern.« In Wirklichkeit erkennt man die kutturgefchichtliche Bedeutung der femitifchen Raffe erß dann, wenn man diefe Frage univerfefi und auf Grund der ganzen hißorifchen Entwicklung der Jahrtaufende zu beantworten fucht. Das Vorurteil gegen die femitifdbe Raffe hat feinen Grund darin, daß man einzelne Gefchichtsperioden hierfür als Maßfiab nehmen zu dürfen glaubt, ohne zu berüdcfichtigen, daß jede Raffe und jedes Volk Perioden hat, die als Ruhepaufen erfcheinen, in denen fie fich geißig fchlafen legen oder mindefiens eine Hirnfunktion außer Betrieb fetzen. Das deutfche Volk hat feit faß einem Jahrhundert auf dem Gebiete der Philofophie und Kunß nur noch Epigonen des Zeitalters Kants, Goethes und Beethovens hervorgebracht,- und wer weiß, wie lange es dauern wird, bis das deutfche Volk wiederum imßande fein wird, der Menfchheit folche genialen Geißer zu geben. Und wie fleht das heutige Italien, Spanien ufw. aus? Nun iß aber bis jetzt von raffenantifemitifcher Seite darauf mit großem Nachdruck hingewiefen worden, daß felbß die degenerierten arifchen Völker irgend eine große Vergangenheit aufzuweifen haben, was bei den femitifchen nicht der Fall fei. Diefe Meinung nun, die auf Grund des bis^ herigen Standes der femitifchen Altertumswiffenfchaft eine gewiffe Berechtigung hatte, iß jetzt durch die aus dem Schutte der femitifchen

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