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Der jüdische Wille · 1918-08-01 · Heft 3 (August 1918) · page 31

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
I (1918-1919)
Issue
Heft 3 (August 1918)
Date
1918-08-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Krojanßer, K. J. V. und Mifchehe 171 Weg zu jener Übergebung, die letzten Endes darin gipfelt, die ganze Welt an feinem Judentum genefen laßen zu wollen. Man muß fich dann mit dem Deutlchtum auseinanderfetzen, an dem die Welt bekanntlich audi nicht gern genefen will. ^Frankfurt a/M. ' Waftßer Riefe II Unfere Stellungnahme zur Mifchehe ift von weit über unferen Kreis hinausreichender Bedeutung. Das rechtfertigt ihre eingehende Diskuffion in einem für die Öffentlichkeit beftimmten Rahmen. Wir find ein Teil der zionißifchen Organifation, und wenn unfer Zu* fammenfchluß innerhalb derfelben zu einem Sonderbund überhaupt einen Sinn hat, dann befteht er eben darin, daß wir in anderem Maße als die große Organifation es kann, Menfchen mit unferen Ideen zu erfüllen und fie zu dem entfcheidend bewegenden Prinzip ihres Dafeins zu machen vermögen. Es handelt fich hier alfo nicht um einen prinzipiellen, fondern um einen praktifchen Unterfchied. Die zioniftifche Partei als eine große und unperfönliche Organifation muß fich mit den Zugehprigkeitserklärungen ihrer Mitglieder zu* frieden geben und es deren eigener Einficht überlaflen, ob fie fich im Einklang mit den allgemeinen Prinzipien der Bewegung fühlen oder nicht. Wir aber als eine Erziehungsgemeinfchaft haben dafür Sorge zu tragen, daß jedes unferer Mitglieder über das äußerliche Bekenntnis hinaus von unferen Ideen wirklich durchdrungen fei und fie durch fein Leben verwirkliche. Deshalb kann und muß von uns, als dem gefchlolfenen Kreis innerhalb der Partei, durch unfere Intenfität und unferen Verwirklichungswillen eijne befruchtende Wirkung ausgehen, durch die wir ihr gleichfam den Dank für die ungleich erleichterte Arbeitsmöglichkeit, die ihre Exiftenz uns ge* währt, abftatten. Das heißt auf die Mifchehenfrage angewandt, daß fie zwar prinzipiell für die Partei keine andere ift als für uns, daß aber praktifch nur wir die Möglichkeit haben, fie einer einheitlichen Löfung zuzuführen. Damit entfällt der Widerfpruch, den Riefe aus dem Zugeftändnis, das Pelz der Organifation im Gegen* fatz zu uns macht, herauszulesen vermeinte. Und es kann kein Zweifel fein, daß, wenn wir nur uns felblt erft im klaren find und nicht nur eine Refolution gefaßt haben, auf die es nicht an* kommt, fondern ihren Inhalt unferen Herzen eingegraben haben — daß wir dann auch auf die Organifation zurückwirken und all* mählich unfer Prinzip zu dem ihren machen werden. Damit ift. gelagt, daß es keine Frage geben kann, die mehr als diefe eine fpezififche Frage unferer Gemeinfch^ft und gleichzeitig. darüber hinaus eine höchft bedeutfame für die gefamte zioniftifche Öffentlichkeit ift. * Die Mifchehenfrage ift für uns eine doppelte. Es ift einmal die Frage nach unferer Stellungnahme überhaupt und zweitens die Frage, ob und inwieweit unfer Standpunkt durch ein allgemein ver*

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