Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- I (1918-1919)
- Issue
- Heft 3 (August 1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Arfoforoff, Nationale Autonomie und Zionismus Bauern, des Arbeiters, des Diditers, des Marktes und der Schule, Kurz, das Leben iß: unfer. Hier iß auch, der Platz für die jüdifche Autonomie, fei fie unbefdhränkt territorial-politifch, fei fie perfonalU fiifch^nationalkulturell. Hier allein darf und muß der Zionismus fie fordern. Und von diefem Blickpunkt aus entrollen fich klar vor unferen Augen auch unfere Aufgaben für die Diaspora. Sie können nur einen Sinn haben: Wiedererweckung, Vorbereitung der Diaspora für ein neues, gefundes Volksleben in> Palältina. Es darf nicht unfere Aufgabe fein, Organifationen im Galuth für das Ga(uth, Formen im Galuth für das Galuth zu fchaffen. Alles, was wir tun, muß ganz und nur eingeftellt fein auf Ziom Und wir follten erhobenen Hauptes, im bebenden Bewußtfein von des Werkes Größe an feine Erfüllung fchreiten. Wer wägt das leicht: unfere taufendjährige Kultur zu retten vor Untergang, Verfälfchung und Verflachung/ - den Willen des Volkes einigend zu richten auf die Zukunft und ihr Land, eins zu werden mit Volk und Kultur» Nur die aber find gewürdigt, den Boden der heiligen Heimat zu betreten, die reif find, feine Aufgaben zu tragen, die geläutert find vom zwiefpältigen Geilt des Galuth. Das —* Läuterung, Einigung und wachfender, reifender Wille -~ fei unfere Galuth^ arbeit. Man kann nicht in Zion und in Berlin liehen. Berfin Cßajim V. Arfoforoff