Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- I (1918-1919)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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^'qSf&psAjfa;I)er;jpfpj>tati$miis al$... kiujt^gefcfiii^tli<hc^ prpfrjkpi ~ - J99 «das vor, ^ei^en-Scfaee;^ .yerstummt^ * Qfeerras^iencje, |ast r^t$elhafte ^jefianken.i; JwJie fcpnkterv sje»-.im ..Geiste cles ..Propheten; entstehen? ^v^ll^wffl^!fn:'Sjfittr troeltsdb' dieses weltgesiiAtiiÄe Kapitel irdeß Aristjidie Or^it^ fet unschwer zu erkennen m<£ipSAmd greifen; so muß .man auf die Stimmung der Exulanten, in deretj Mitte P^uterojes^i^ wirkt, zurückgehn, Mit fiebernder Ungeduld wird der Sturz' Babyjons von der jungen, sich in^tner kraftiger entf faltenden persischen Qroßmacht und die ersehnte.Rückkehr ins Vaters land erwartet., Guthe vergleicht in seiner ßinleijung zum Bu&e Jeßaia die Erregung jener Verbannten mit der seelischen Verfassung Preußens während der napoleonischen Zeit, als die Kriegsnachrichten aus Spanien,, Österreich, Rußland eintrafen. Der Fa(j Jerusalems war im Rate Gottes beschlossen. Lange vorher hatten die Propheten das Unheil vorausgesagt. Das Volk ließ nicht ab vpn .seinen Sünden, so mußte es seine Schuld büßen. Das sündige Geschlecht aber war dahingegangen, seine Nachkommen hatten sich treu zu jahye bekannt, in Zucht und Sitten dienten sie ihrem Gott. Aber wie? Ist Jahve immer noch nicht versöhnt? Läßt er auch die Unschuldigen büßen? Triumphiert nicht täglich der Feind und ist das Leidensmaß noch nicht erfüllt? Jahr um Jahr vergeht und nirgend^ zeigt sich Jahves Hilfe? Soll die Schuld der Heiden ungesühnt bleiben? Wie diesem unfaßlichen Rätsel die Antwort finden? Deuterojesaia oder wer der Verfasser der Ehed*Jahve-Lieder sein mag, wagt sie zu geben. Israel leidet jetzt um der Völker willen, aber nicht, um durch dieses freiwillige Leiden die Welt zu erlösen, wie es ein halbes Jahrtausend später die christliche^ Lehre der Welt verkündet, sondern um auf dieser festgegründeten Erde den wohlverdienten Lohn zu ernten. »Aus der Mühsal seiner Seele stillt er Durst und Hunger. Durch sein Leiden bringt mein Knecht vielen Gerechtigkeit. Und ihre Schuld, er trägt ihre Last Darum, geß' ich ißm unter den Viefen ein Erße und mit den Starken soff er ffie Beute teifen. Dafür, daß er seine Seele zum Tode ausgoß , und zu den Missetätern sich zählen ließ, während er die Sünde der vielen trug und für ihre Missetat der Mittler ward.« Wie aber dieses Erbe beschaffen sein wird, weiß schon das nächste I£apitel in den glühendsten Farben zu schildern. Nach rechts und links wird Israel ausbrechen, sejn Same wird Völker, beerben und verödete Städte besiedeln <54, 3). Die Grundmauern werden in Malachit, die Grundrisse in Saphire^, die Zinnen aus Rubin und die Tore aus Karfunkeln erbaut sein <54, 12> Ein Triumphgesang yon der Herrlichkeit des kommenden Reiches, der jedes Maß irdischer Vorstellungen weit hinter sich läßt. So kann also die messianische Idee der Propheten selbst in •der differenzierten Form des Ebed^JahyefGedankens nicht anders gedacht werden als die unerschütterliche Hoffnung £uf die Hilfe Jahves, der sefne Getreuen, nachdem sie reuigen Herzens zu4hm zurückgekehrt sind/ ai|s tiefer Schwach zu neijer Macht ujid Grpße ,jführenl wird