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Der jüdische Wille · 1918-04-01 · Heft 1 (April 1918) · page 57

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
I (1918-1919)
Issue
Heft 1 (April 1918)
Date
1918-04-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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55 S. Müffer. Jüdifche Gefchichte von der Zerftörung des I. Tempels bis zur Gegenwart in Charakterbildern dargeftellt. Große Ausgabe. Mit 14 Bildniflen. Stuttgart, J. B. Metzeler. Das Herz des Verfaflers fchlägt für den Hilfsverein und die Alliance,- die Betrachtung der modernen jüdifchen Gefchichte ilt dementfprechend nach den Gefichtspunkten Antifemitismus und bürgerliche Gleichberechtigung orientiert. Immerhin bemüht er fich, objektiv zu fein, und berichtet auch vom Zionismus. Im Ganzen "eine harm- und belanglöfe Zufammenftellung deutfch-jüdifcher Herkunft. E. C. Es gibt philofophifche Sozialpolitiker' die uns das Wort entgegenhalten werden : Die Deutfchen find ein Kulturvolk, weniger berufen zum Eingreifen in die äußeren Gefchicke der Welt als zur Pflege der geiftigen Entwicklung und zur Löfung der großen Fragen der Menfchheit. Wer fich damit trottet, dem wünfchen wir die Refignation der Juden. Denn auch die Juden waren ein Kulturvolk. Zu diefer Refignation haben wir es noch nicht gebracht. Wir glauben, daß das deutfche Volk noch nicht fo tief gefurrken ilt, um lieh mit dem Bewußtfein, ein Kulturvolk zu heißen, über feine politifche Machtlofigkeit zu trotten. HokenCoBe, 1862. Denkwürdigkeiten I. 115. Zionift fein heißt einen fchrankenlofen Glauben an die Kraft und Hingebung des jüdifchen Blutes haben. Schon der Gedanke . des Zionismus : die Tatfache der Exiftenz eines folchen Glaubens beweift, daß diefes Blut von unzerftörlicher* Eigenheit ift. Bierßaum, yankeedoodlefahrt Ein wirklicher Kerl zeigte fatirifch den Humor, wenn die Wirtsvölker fich ihrer Tugenden knallig rühmen dürfen, doch Aehnliches bei ihnen <sc. den Juden) taktlofe Frechheit wird. Er zeigte mit menfehlichem Gelächter die feigen Umdeutungen zum Nachteil der Minderheit. Lexikon. Logifch fein heißt: gemütlos. Gemüt aber heißt: Weichlichkeit. Befangen gemacht heißt: ungewandt. Gewandtheit aber heißt: oberflächlich. Charakterftärke heißt: Eigenfinn. Revolutionieren heißt: Zerfetzung. Und was der Schwindel fonft umfaßt. Äff red Kerr, Befprechung von Nathanfens „Hinter Mauern"

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