Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 3 (1.3.1938)
- Date
- 1938-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 3 Jüdische Schulz ei tu ng Seite 5 \ kindertümlichen Art zusammengestellt, sowohl was den historischen Teil, z. B. der Abschnitt „In den Tagen Mattitjahus" als den erzählenden Teil anbelangt. Die kurzen, klaren, leicht faßlichen Sätze sind dem Geist der Kleinen adäquat. Besonders die „Geschichte von der Garnrolle" und die in Iwrith „Trendel zu Chanukkah" sind reizend. Solche Erzählungen fehlen und fehlten dem Deutschunterricht in der Jüd. Schule) Erzählungen, die die zahlreichen Weihnachtserzählungen des deutschen Volksschulbuches ersetzen. Das Quellenheft „Chanukkah" eignet sich sachlich und formal besser für die Oberstufe, ist auch wohl dafür gedacht. Schmarjahu Levins Beschreibung von der Herstellung eines Trendels ist auch hier aufgenommen, aber in sinnvoller Kürzung, so daß alles Schwere, das in der Veröffentlichung im „Israelit. Familienblatt" zutage tritt, hier weggelassen wurde. Dr. Alice Weil-Mendel-Freiburg i. Br. Was wird aus der schulentlassenen jüd. Jugend? In der letzten Ausgabe schrieb Hans Gärtner über die zukünftige Ausbildung der aus der Schule zu entlassenen .fugend auf der Mittleren Hachscharah. Seinen grundsätzlichen Ausführungen haben wir nichts hinzuzufügen. Hingegen drängt es uns, auch ein Wort für die Kollegen zu schreiben, die konservativen Eltern beratend zur Seite stehen sollen und müssen.Dieser gedenkt Hans Gärtner in keiner Weise, obwohl es ihm sicherlich bekannt sein wird, daß auch fürv diese in hinreichender Weise Sorge zu tragen ist und Sorge getragen wird. Sowohl der „Bachad" wie der „Noar Agudati" verfügen im In- Wie Ausland über eine Reihe von Hachscharoth und Mittleren-Haehscharoth, die in gleich guter und gründlicher Weise auf die Ausbildung in landwirtschaftlicher, handwerklicher, wie aber auch geistiger Hinsicht, ihr Augenmerk richten. Auch sei vor allem auf die Lehrausbildungsstätten in Frankfurt a. M. und München, Darmstadt, Halberstadt, von Berlin ganz abgesehen, hingewiesen. Je nach Eignung und Zukunftsabsichten, d. h. wohin, der Jugendliche auszuwandern gedenkt, wird er die landwirtschaftliche oder handwerkliche Berufsausbildung zu wählen haben. Den orthodoxen Bünden gemein ist vor allem die jüdisch-geistige Durchbildung ihrer Angehörigen.. So verlangt ganz besonders der Noar Agudati vor jeder weiteren Ausbildung ein Jahr Studium auf einer der Jeschiwoth, die im engsten Zusammenhang mit dem Bund arbeiten. Gerade diese geistige Vorschulung hat sich als gut und sehr nützlich erwiesen. Besonders verwiesen sei hier auf die Mädchenseminare des Noar Agudati. Den Mädels wird Gelegenheit geboten, sich bis zum Mittag im Privat-Haushalt — als Haustochter — zu beschäftigen, sämtliche vorkommende Hausarbeiten kennen zu lernen und am Nachmittag ihre jüdischen Kenntnisse zu vertiefen und etwas von dem wahren, echten, alt-jüdischen Geist und Milieu zu erfassen. Dieser kurze Hinweis möge den konservativen und orthodoxen Kollegen genügen; weitere Auskünfte geben die Bünde gern und jeder Zeit. , 0r. H. Ullmann, Fulda. Fortbildungstagung für Turn- und Sportlehrkräfte Die Schulabteilung der Reichsvertretung teilt mit: Es ist beabsichtigt, in der Zeit vom 3.—13. April i938 in Stuttgart für eine begrenzte Teilnehmerzahl eine Fortbüdungstagung für Turn- und Sportlehrkräfte zu veranstalten. Für den praktischen Unterricht sind vorgesehen: Leichtathletik, Turnen; Orthopädisches Turnen, Körperschule, für den theoretischen Unterricht: Methodik des. Turnens, Kampf regeln der verschiedenen Sportarten/Erste Hilfe bei Unglücksfällen (mit-praktischen Uebungen), -Musik und Rhythmik im Rahmen - des Turnbetriebes, Gegenwartskunde, - Judentumskunde. , , Meldungen zur Teilnahme sowie Anfragen sind zu richten an;den Oberrat der. Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Stuttgart, Königstraße^82. . . -.. Zum Preisausschreiben der Julius Höxter-Stiftung Die Julius Höxter-Stiftung zu Frankfurt a. M. hatte für den verflossenen Termin das Thema als Preisaufgabe gestellt; „Die jüdische Schule von heute als Vorschule fürs Leben". Doch war es gestattet, auch andere Themen zu bearbeiten. Es wurden insgesamt vier Arbeiten eingereicht; zwei befaßten sich mit der Frage, um die es sich handelte. Der Wissenschaftliche Ausschuß kam zu dem Ergebnis, daß weder die Bearbeitungen der Preisaufgabe noch die beiden andern Einsendungen den Voraussetzungen entsprächen, unter denen der Preis zuerkannt werden könne. Dagegen hielt er die Arbeit „Arbeitsplan für Purim" aus der Feder des Herrn Dr. Elieser L. Ehrmann- 'Berlin, für besonders wertvoll und beschloß einstimmig, dem Verfasser einen namhaften Beitrag aus der Julius Höxter-Stiftung zur Verfügung stellen zu lassen, um ihm die Umgestaltung des Manuskriptes und Herausgabe der Arbeit als Buch zu ermöglichen*). Das Thema zum neuen Preisausschreiben wird in einer der nächsten Ausgaben der Jüdischen Schulzeitung bekanntgegeben werden. Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Ausschusses der Julius Höxter-Stiftung Dr. Siegfried Braun. *) Die Arbeit ist unterdessen als Broschüre von der Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland herausgegeben worden. Aus dem Lehrerverband Jüdischer Lehrerverband in Preußen, Ortsgruppe Berlin. Bericht über das. Geschäftsjahr 1937 Das abgelaufene Geschäftsjahr unserer Ortsgruppe verlief ziemlich ruhig; der Besuch der Versammlungen war gering. Die Versammlungen waren zwar für jeden Monat (mit Ausnahme der Ferienmonate) festgelegt, jedoch mußten einige ausfallen. Folgende Themen wurden behandelt: 10/3. Geschäftssitzung über Organisation der pädagogischen Arbeit; Wirtschaftsfragen; Vertretung im Schulvorstand. 12/4. Nominierung der Vertreter für den Schulvorstand der Jüdischen Gemeinden. 21/6. Die neuen Richtlinien für die Grundschule (Ref. Schiratzki). 10/9. Die Neuordnung des Höheren Schulwesens und ihre Auswirkung auf die jüdischen Schulen (Ref. Alfons Rosenberg). 1/11. Laienspiel und Schultheater (Ref. Dr. Fr. Friedmann). Die Arbeit des Theaters der Schule (Ref. Dr. Thea Jakobius). Als Vertreter für den Jüdischen Beamtenverein wurde Kollege A p t nominiert. Im Anschluß an den Vortrag über die Richtlinien für die Grundschule wurden die Ausfüllen und Ihrem Briellräger mitgeben oder unfrankiert In den Briefkasten werfen POStbeStellSCheill für Neuabonnenten das Postamt (Zeitungsstelle) Hier* Ich — Wir — bestelle— hiermit zur regelmäßigen Zustellung die monatlich lmal erscheinende Jüdische Schulzeitung Verlagsort Mannheim 2 zum Preise von RM. —.75 pro Vierteljahr, zuzüglich 6 Rpl. Postzustellgebühren. Genaue Adresse des Absenders: Vor-u.Zuname:---------------...................................................................-............................... 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