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Jüdische Schulzeitung · 1937-11-01 · 11 (1.11.1937) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
13 (1937)
Issue
11 (1.11.1937)
Date
1937-11-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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h ui zeit ung Seite 5 $f/?2. Es liegt im 'Wesen dies Hebräischen .als Konsonanten- £P/ache; daß eine getrennte Behandlung von Vokalen und Kon- Isahänten, besonders mit Rücksicht auf die stummen KonsonansföhVmicht stattfinden darf.'Daher wurde das „u" direkt, unter Masern" gesetzt. Andere Vokale wurden mit gleichem Vokal- {träger ^eingeführt, um nicht zu viel Neues zu bringen. Das %mem'f. und das „i" wurden zwar einmal getrennt betrachtet, -aber nur, deswegen, um die Einführung des Allef vorzuberei- Äi. Dabei wurde ein äußerliches Zeichen vorgeschoben' (leicht 'übersehbarer Punkt). So werden die Schüler schnell erfaßt haben, daß ein Vokal im Anlaut immer, wenigstens vorläufig, vvon einem Allef getragen ist. /.*" 3. Die Unterscheidung des langen und kurzen „i" mußte "schon frühzeitig kommen, da das „jod" als Personalsuffix sehr .^häufig vorkommt. 014. Auch .das Schluß-„mem" mußte nach obenerwähntem;Grundsatz, daß von der Sprache auszugehen sei, schon rechtzeitig gebracht werden. Die Wörter em und i-mi sind den Kin-, dern als dieselben Wörter bekannt und sollen daher auch zur -gleichen Zeit geschrieben werden. . 6 5. Zur Einführung des „schin" als zweiten Buchstaben habe ich mich deswegen .entschlossen, weil es eine ganze Reihe dem ^Kiride bekannter-.Bezeichnungen gibt, bei denen „mem" und;^,schin" zusammen vorkommen. & ' 6. Die Behandlung des „a" hat bei der vorliegenden didaktischen Ausarbeitung eine schwache Seite; denn es ist unmöglich; allein mit der Unterscheidung „lang" und „kurz" auszukommen. So wird z. B. das „a" in „schäm" kurz gesprochen, obwohl es ein Qamaz hat. Es wäre nichts einfacher, diese Schwierigkeit zu überwinden, wenn ein für alle Mal nur ein &a" geschrieben würde, denn , die Differenzierung ist in der;Volkssprache auf keinen Fall notwendig. Sie ist eine rein theoretische Frage, die beim Sprechen' gefühlsmäßig nicht auftritt. Allein die Tatsache, daß in allen gedruckten Texten der Unterschied gemacht wird, 'hat mich dazu veranläßt, ebenfalls xlie Unterscheidungen zu machen. Das he als mater lectionis HDehnlaut) kommt uns bei der Bekräftigung der Länge günstig "zustatten, ebenso der Artikel bei der Feststellung des kurzen %,a". Bei der Vokalisation des Wortes „mah" habe ich absichtlich ein Qamaz gesetzt, da es den Kindern als analog zu „schim-schah" erscheint. . 7. Das „schewa nach" habe ich, um Verwirrungen zu vermeiden, ganz ausgelassen. 8. Alle Konsonanten werden an der Tafel beim Vorschreiben in das oben erwähnte Liniensystem gesetzt. - 9. M. E. ist der Schreibunterricht nichts anderes als eine Querverbindung zum Sprechunterricht. Die Unterhaltung ist natürlich auch in der Schreibstunde so weit wie möglich hebräisch. In der vorliegenden Arbeit wurden nur solche Gespräche, die unmittelbar zum Schreiben gehören, hebräisch angedeutet. Neue Wege der Lehrerfortbildung Frankfurt a. M. Unter der Ueberschrift „Fortbildung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen (Bezirk Rhein-Main)" versendet der organisatorische Leiter der von der Reichs Vertretung, dem Preußischen Landesverband, der Isr. Gemeinde Frankfurt a. M. und dem Jüdischen Lehrerverein in Frankfurt a. M. geförderten Kurse, S t u d i e nrat Dr. Max Sa 1 o m o n - Frankfurt a. M., einen Stoffverteilungs- und Stundenplan, den er iür das Winterhalbjahr 1937 entworfen hat.' £ Wir lassen hier den Stoff plan im Wortlaut folgen: Ä. Von Herbst bis Weihnachten: 1. Iwrith: Dr. A. Rand?2- Englisch: Dr.' Max Salomon 3. Körperschulung: Turnen der Lehrer: Sportlehrer E. Stelzer Mittwoch von 7—S •4; .Einführung in Talmud und Midrasch: t . Rabb. Dr. Neuhaus Mittwoch von 4—5 Mittwoch von 5—6 Mittwoch von 6—7 5. Innere Geschichte des jüdischen Volkes von Herodes bis zur Zerstörung des Tempels: Dr. Hans Zucker Dienstag von 4—5 6. Einführung in die jüdische Volkskunde: Dr. A. Galliner Dienstag von 6—7 7. Technisches Schauen: Berufsschuldir. a. D. G. Gabriel Dienstag von 5—6 B. Von Weihnachten bis Ostern: 1. Iwrith: Dr. A. Rand Mittwoch von 5—6 2. Englisch: Dr. Max Salomon Mittwoch von 6—7 3. Körperschulung: .Turnen der Lehrer: Sportlehrer E. Stelzer Mittwoch von 7—8 4. Ausgewählte Kapitel zur Methodik des Chemie-Unterrichts: Dr. Hermann Weil . Mittwoch von 4—5 5. Behandlung sozialwissenschaftlicher Fragen in de,r Schule: Prof. Dr. jur. Kantorowicz Dienstag von 5—6 6. Uebungen im Zeichnen für verschiedene Unterrichtszwecke: , Dr. A. Galliner Dienstag von 7—8 7. Behandlung heilpädiagogischer Fragen: Dr. med. Max Meyer Dienstag vonß—7 Wir behalten uns vor, nach Ablauf des Halbjahres einen gesonderten Bericht über die hier zu leistende Arbeit zu bringen. Die -Red. * Düsseldorf Infolge des Fortgangs der jüdischen Lehrerschaft aus den allgemeinen Lehrervereinigungen fehlt es vielen Lehrern, besonders denen kleiner und kleinster Schulen an Fortbildung, an Anregung durch Beispiel, wissenschaftlichen Vortrag, B JSn die Leser unseres Blattes! Es liegt im Interesse aller am jüdischen Schulwerk beteiligten Lehrenden, daß das Verbandsorgan möglichst von allen Mitgliedern gelesen wird. Dazu kommt, daß die finanzielle Situation der „Jüdischen Schulzeitung", die ganz auf sieb selbst angewiesen ist, es notwendig macht, mit Unterstützung der Leser unseres Blattes die Abonnentenzabi wesentlich zu erhöhen. Nur so wird es möglich sein, das Blatt auch in Zukunft zum gleichen Bezugspreis zu liefern. Wir wären jedem Leser dankbar, wenn er den unten abgedruckten Bestellschein an ihm bekannte Kollegen weitergeben würde, die bisher noch nicht Leser des Blattes sind. 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