Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 7 (1.7.1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische S c hui z e i t u n'g Nummer 7 noch wirkst und einstmals auch im allgemeinen Lehrerverein an angesehener Stelle standest, und ich schließe mit dem Wunsche: Bleib noch lang unser Goldschmidt! Dein L. Meyer-Lünen.~ . Der Verein isr. Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens schließt sich dem Wunsche des Kollegen Meyer aufs herzlichste an. Darüber hinaus aber ist es uns Bedürfnis, unserem Ehrenmitglied Konrektor a. D. Emanuel Goldschmidt-Dortmünd, innigsten Dank zu sagen für sein allzeit vorbildliches Wirken und Scharfen in Gemeinde, Schule und Verein. -'" Möge er uns noch recht lange in körperlicher und geistiger Frische erhalten bleiben. Der Vorstand des Vereins isr. Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens. Buchheim. Zu dem Äufsatz „Äuflockerung" Vom Vorsitzenden der Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a. M., Herrn Studienrat Dr. Salomon. geht uns folgende Zuschrift zu: „In der Angelegenheit Ihres Artikels „Auflockerung" in Nr. 6 der Jüdischen Schulzeitung vom 1. Juni 1937 teile ich Ihnen hierdurch mit, daß wir zur Zeit in Frankfurt a. M. bemüht sind, unsere Arbeit im Jüdischen Lehrerverein, vor allem auch diejenige der Lehrerfortbildung, in harmonischem Zusammenwirken mit allen in Frage kommenden Instanzen zu leisten. Ich halte mich zu dieser Mitteilung verpflichtet, damit nicht unnötige und die Zusammenarbeit erschwerende Mißverständnisse weiter bestehen bleiben." Persönliches KoII. Max Rhein., der mehr als drei Jahrzehnte segensreich in Rahden (Bez. Minden) als Lehrer und Kultusbeamter gewirkt hat, ist unerwartet verschieden. . An seinem Grabe sprach als Nachbarkollege und Freund, zugleich auch für den Verein Westfalen-Ost, Herr Lazarus-Lübbecke. * Wie wir erfahren, wurden bei dem vom Reichsverband j ü dis c h e r Kulturbünde erlassenen Preisausschreiben, das vier Sparten, darunter Werke für Orchester und solche für Chöre umfaßte, die eingereichten Chöre von Kantor Hugo Adler, Mannheim, preisgekrönt. Es sind dies sechs hebräische Volkslieder für gemischten Chor a cappella. Dieser Erfolg ist um so bemerkenswerter, als die Beteiligung auch in der Abteilung Chöre sehr stark war. Wir beglückwünschen unseren Kollegen. Literarisches Adolf Reifenberg: Denkmäler der jüdischen Antike. Schocken Verlag, Berlin 1937. Dieses als Doppelband Nr. 75/76 im Rahmen der Bücherei des Schocken Verlages erschienene Werk gibt uns einen Ueberblick über die künstlerischen Versuche unserer Vorfahren, beginnend bei der Frühzeit, fortschreitend durch die persisch-hellenistische Zeit, die Zeit der Makkabäer, des Herodes. hinauf zur Blütezeit der synagogalen Kunst und endend bei der Kunst der Katakomben. In einer Einführung bejaht Prof. L. A. Mayer-Jerusalem die Frage, ob es eine jüdische Kunst gebe und weist auf die Umwelteinflüsse hin, die ihre Entfaltung hemmten. Seine Darlegungen ergänzt Adolf Reifenberg in einem Schlußwort, das trotz der Knappheit doch wichtige Hinweise auf die wechselseitige Beeinflussung von jüdischer und nichtjüdischer Kunstübung enthält. 63 Tafeln mit ausgezeichneten Wiedergaben antiker Kunsterzeugnisse aus der jüdi- Parka Cafe « Konditorei Kveuzlingen U45 das gediegene gamilien-^ofe sehen Welt und von kurzem erläuterndem Text begleitet, sowie, ein Literaturverzeichnis, machen das Werkchen besonders wertvoll. , S.B. - Der Morgen. Monatsschrift der Juden in Deutschland- Philo Verlag, Berlin W 15. Jahrgang 13, Heft 1. Jahresabonne-; ment 12 RM, Einzelheft 1 RM. Wir möchten anläßlich des Beginns eines neuen Jahrgangs mit besonderem Nachdruck auf diese Zeitschrift hinweisen, die im jüdischen Leben Deutschlands eine hervorragende Stellung^ einnimmt. . Der Leitartikel des Aprilheftes „Symbolisches Handeln" geht von der Deutung einer Einzelheit des Pessachfestes aus und zeigt einen Weg. jüdischer Erziehung vor der Religion und damit zur Religion. Kurt Still schweig verfolgt die „Entwicklungslinie des Nationalismus" seit dem Mittelalter knapp und geistvoll. Mala L a a s e r fabuliert in „Die unruhigen Tage" des Vorfrühlings hinein eine phantastische Landschafts-r reise des Herzens. Um die Entwicklung des religiösen Lebens in Erez Israel kreist ein Briefwechsel zwischen Max Dienemann und Max Elk, Gerhard Scholem von der Universität Jerusalem stellt ein Programm der Kabbalaforschung auf. Fritz Benjamin zieht mit der klugen Reportage „Diesseits und jenseits vom Aequator" eine geistige Luftlinie zwischen Süd-Amerika und Palästina, zwischen altem und neuem Kulturland. In den Glossenteil sind eingestreut eine Presseschau „Die neue Türkei'*', ein Chanson von Hilde Marx, Buch- und Musikbesprechungen u. a. m. Freunde jüdischer Bildkunst werden den Aufsatz lebhaft begrüßen, den Frau Dr. Ameisen, Mitarbeiterin am Krakauer Museum, in dem soeben erschienenen Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, einer spanischen Bilderbibel aus der letzten Zeit des Mittelalters widmet. Die Analyse der Bilder, die in guter Wiedergabe beigegeben sind, lehrt insbesondere, daß auch in dieser Zeit der religiösen Hochspannung die jüdischen Künstler es nicht verschmäht haben, von der Technik ihrer christlichen Mitbürger zu lernen. Im gleichen Heft zeigt der frühere Berliner Rabbiner Dr. Bergmann, daß der Name „Epikureer" unter dem Einfluß der Gegner Epikurs zum gehässigen Schlagwort geworden ist, wie der Name „Pharisäer" infolge der urchristlichen Polemik, daß aber das rabbinische Judentum sich von dieser Vergröberung ferngehalten hat. Neben anderen Aufsätzen enthält das Heft in Ergänzung der Festschrift für Professor Dr. Eugen Mittwoch ein sorgfältiges Verzeichnis, seiner zum-Teil sehr seltenen Veröf-, fentlichungen. — Man abonniert die „Monatsschrift", indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM. an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. Bücher Jüd. Verfasser Judaica 893 zu bedeutend herab' gesetzten Preisen aus Liquidation und Restauflagen liefert soweit Vorrat nur an Mitglieder der jüd. Gemeinde. Listen kostenlos. Friedmann&Co. Berlin, W 15 Düsseldorfer Str. 69 Alle Ihre Bücher durch Buchhandlung Martin Salomon Berlin NO, 43 Neue Königstraße 79. 989 Verlangen Sie Katalog. Gummi-Stempel ■ Eigene Anfertigung B Gebr. Neubauer, Ludwigshafen/Rh. Schulstr. 14. ' Telefon 6231«, 62319. Vornehme FAMILIEN- DRUCK- SACHEN stellt her Buchdruckerei GEBRÜDER NEUBÄUER Ludwigshafen am Rhein , Gegründet 1893 Telef. 62318, 62319 Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, Hauptschriftleiter, Köln-Sülz, Unkelerstraße 17. Für die Anzeigen verantwortlich: Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-A. 2. Vj. 706 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936. , "