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Jüdische Schulzeitung · 1937-03-05 · 3 (5.3.1937) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
13 (1937)
Issue
3 (5.3.1937)
Date
1937-03-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
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Nummer 3 J ü dische ..Sch ulzeitung Seite 7 Preisausschreibender Julius Höxter-Stiftung Gemäß Absatz 7 der Bestimmungen der Julius Höxter- Stiftimg schlägt der Wissenschaftliche Ausschuß der Stiftung folgendes Thema zur Bearbeitung vor:. Die jüdische Schule von heute als Vorschule fürs Leben. Die Arbeit, die einseitig mit der Maschine zu schreiben und mit einem Kennwort zu versehen ist, muß dem Vorsitzenden des W.A. Dr. Siegfried Braun, Köln-Sülz, Unkeler Straße 17, eingereicht werden. Letzter Ablieferungstermin ist der 31. Juli 1937. Ein Brief Umschlag, der die Anschrift des Verfassers umschließt, und der als Aufschrift lediglich das Kennwort der Arbeit trägt, ist beizufügen. Ks bleibt allen, die sich an dem Preisausschreiben zu beteiligen wünschen, überlassen, auch andre Themen zu bearbeiten und einzureichen. Einsendungen, die den hier angegebenen Vorschriften nicht entsprechen, werden vom W.A. nicht geprüft werden. I. A.: Braun. Vom jüdischen Lehrerverein Frankfurt am Main Am 8. Februar fand die Generalversammlung statt. Herr Dr. Julius Höxter, der den Verein mehr als 34 Jahre geleitet hat, lehnte die Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden ab; auch der 1. Schriftführer, Koll. Flörsheim, legte sein Amt nieder. Die Neuwahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1/Vorsitzender — Studienrat Dr. Max Salomon 2. Vorsitzende — Frl. Betty Schleifer, 1. Schriftführer — Alfred Syeier, 2. Schriftführerin — Frl. Recha Friedmann Rechner — S. Eschwege. Ueber den Verlauf der Versammlung werden wir in der Aprilausgabe d. Bl. berichten. Lesebogen Die vom Jüdischen Lehrerverband in Preußen, Ortsgruppe Berlin, herausgegebenen Lesebogen sind als Ergänzungsstoffe zu den eingeführten Lehrbüchern genehmigt durch den Herrn Staatskommissar der Hauptstadt Berlin mit der Ermächtigung des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung lt. Verfügung II B Nr. 1029/36. Wir werden auf die Auswahl zusätzlicher jüdischer Lesestoffe zurückkommen, sobald die Lesebogen, deren Erscheinen bevorsteht, uns vorliegen werden. Die Schriftleitung. Die Lesebogen werden von der Verlegerin der Jüdischen Schulzeitung, der Firma Gebr. Neubauer, Ludwigshafen am Rhein, verlegt. Sie sind durch diese Firma zum Preise von 25 Pfennig pro Stück zu beziehen. Persönliches Am 28. Januar vollendete Koll. Waldbott in Speyer sein 70. Lebensjahr. Seit 1893 war er Lehrer, Religiqnslehrer! und Kantor in Speyer. Er war auch Mitglied der Prüfungskommission für das Staatsexamen der isr. Volksschullehrer. I 26 Jahre leitete er die freie Vereinigung der isr. Lehrer und Kantoren der Pfalz und gehörte dem Vorstand des Verbands der jüdischen Lehrervereine im deutschen Reiche an. Ein j Leben voll Arbeit und Sorge, voll freudig getragener Veri antwortung! ' : Zu seinen vielen Berufsptlichten übernahm er noch eine I schwere. Arbeit, die auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand den ganzen Mann beanspruchte. Er war Mitgründer und vom Gründungstage an Schatzmeister des isr. Altersheims für die Pfalz und heute ist er dessen Leiter. Im Lehrerverein setzte er seine g;-nze Persönlichkeit für die Gründung jüdischer Volksschulen in der Pfalz ein, leider war ihm infolge mangelnder Einsicht der Gemeindeverwaltungen und des Widerstandes von Rabbinerseite ein Erfolg nicht beschieden. Bei einer ei hebenden Geburtstagsfeier in den Räumen des Altersheimes in Neustadt sprach unter vielen anderen Rednern Koll. Marx-Speyer für die Pfälzer Lehrer dem Ehrenvorsitzenden in ergreifenden Worten den Dank der Kollegen aus. Wir wünschen dem verdienten Manne noch viele frohe Jahre zur Ehre unseres Standes und zum Segen seines Lieblingskindes, des isr. Altersheimes der Pfalz. imv onwyi nxa ly Marx-Speyer. * Am 3. März wird Kollege i. R. Nathan Alexander, Krefeld, Steinstraße 78, 75 Jahre alt. Beinahe vier Jahrzehnte hat er als Lehrer an der Städtischen jüdischen Schule in Krefeld segensreich gewirkt. Als Leiter des Sekretariats und des Synagogenchors stellte Kollege Alexander seine reiche Kraft in den Dienst der Gemeinde, in der er auch heute noch ehrenamtlich tätig ist. Möchten dem rüstig Schaffenden noch viele Jahre ungetrübter Lebensfreude beschieden sein. Dbg. Kollege Steinhardt bittet, davon Kenntnis zu nehmen. daß er seinen Wohnort nach Dresden, Weißer Hirsch, Kirchbachstraße 16, verlegt hat. Der Verein Isr. Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens beklagt den Heimgang seines treuen Mitglieds, des Oberlehrers i. R. Willi Jonas. Er war über vier Jahrzehnte Lehrer und Kantor in verschiedenen Gemeinden des Sarlandes und lebte zuletzt in Trier. 'Vx't * Am 7. März wird Kollege Siegfried B e 11 a k, der nach seiner Pensionierung von Zittau nach Köln und dann in das Lehrerheim zu Bad Ems übersiedelte, 75 Jahre alt. Der geistig und körperlich rüstig gebliebene Kollege hat sich sowohl im Vorstand des Kantorenverbandes als auch als zweiter Vorsitzender des Lehrervereins der Provinz Brandenburg um die Hebung des Lehrer- und Kantorenstandes große Verdienste erworben. Mit den ungezählten Freunden wünscht die Lehrerschaft dem liebenswerten Kollegen noch manches Jahr friedvollen Daseins in der Stille des Emser Heinis! * In herzlicher Verehrung gedenkt die deutsche Kantorenwelt jenes Mannes, der als Vorbild für die Auffassung des Berufes eine überragende Stellung bei seinen Standesgenossen einnimmt. Emanuel Kirschner, dessen. Bedeutung alsScholiach Zibbur, als Musiker, Künstler, Schöpfer und Gestalter der Synagogenmusik — T'hilloß Tel eljon —, als Forscher, Lehrer und Erzieher wiederholt geschildert wurde, feierte in rüstiger Gesundheit seinen 80. Geburtstag; nicht wie einer, der sich im behaglichen Ruhestand gefällt, sondern, wenigstens was das tägliche Arbeitsmaß betrifft, wie ein Vollbeschäftigter. Sein Beruf ist ihm eine Lebensaufgabe, der er so lange dient, so lange ihm der Allgütige das Leben schenkt. Die Stimme Kirschners ist heute noch bei jedem Gottesdienst zu hören, bei dem er seine ganze Kraft einsetzt, um die Gemeinde, alt wie jung, zum Mitsingen und zur lebendigen Teilnahme anzuregen. Kirschner nimmt heute noch, ohne es zu wollen oder anzustreben, eine führende Stellung in der Kantorenwelt ein. Sein Rat, sei. es in wissenschaftlicher, künstlerischer oder anderer Beziehimg, wird selbst von fachkundigen Kreisen immer .wieder gern eingeholt. Als Anhänger des Bildimgsideals he? den Kantoren ist er stets für Verbindung des Kantormit dei" Lehrerarnte eingetreten. Die Bestrebungen des Lehrerverein' fanden in ihm stets einen eifrigen, und wenn es zu helfen gab. keine Mühe und Opfer scheuenden Förderer. Der Jüdische Lehrerverein für Bayern sprach ihm an anderer Stelle seinen besonderen Dank aus. Aber seine ganze Liebe galt von jeher der Jugend, der er auch seine „Jüdischen Gesänge'*, bestimmt für jüdische Feiern, widmete. . . Bei einer so vielseitigen und schöpferisch fruchtbaren Per- . sönlichkeit wie Meister Kirschner ist es schwer, in einem kur-

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