Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 3 (5.3.1937)
- Date
- 1937-03-05
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung Nummer 3 zen Artikel auch nur annähernd Erschöpfendes zu sagen. Diese Zeilen sollen nur auf das hinweisen, was eingangs angedeutet wurde: Es ist die Verbindung des Künstlerischen und Wissenscli.iftliclien mit dem Religiösen zu einer Einheit, wie man .sie leider heute nur selten mehr findet. Wir wünschen dem Jubilar noch viele glückliche Jahre mit der gleichen Tatkraft wie bisher zum Segen unseres Judentums! A. Müller. Literarisches Die Wanderbücherei des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Berthold Levy Verlag, Berlin, 1937. Während des letzten Jahres ist die Wanderbücherei mit ihren rund 3000 Bänden vielen Gemeinden im Reich zugänglich'gemacht worden. Die Auswahl zu treffen war, namentlich auf dem flachen Lande, mit Schwierigkeiten verbunden. Der Landesverband' hat sie durch Schaffung eines neuartigen Kataloges zu beseitigen versucht. Der stattliche Band — er umfaßt 180 Seiten — ist in den letzten Wochen versandt worden. Das Eigenartige und — so darf gesagt werden — das besonders Wertvolle an dem Katalog sind die Kurzreferate, die jedem Buch mitgegeben wurden. Sie ergehen sich nicht in oberflächlichen Lobhudeleien, sondern sie sagen schlicht und prägnant das Charakteristische des jeweils genannten Werkes aus. Dabei klingt dort, wo es als gegeben erachtet wurde, die kritische Note durch. Und da auch die Titelangaben — soweit wir sehen konnten — sorgfältig erfolgten, so haben wir hier nicht nur einen Katalog über 800 Bücher vor uns, sondern auch ein wertvolles Stück jüdischer Bibliographie. Chinuch, Führer durch das hebräische Schul- und Erziehungswesen in Palästina; herausgegeben vom Paläst'naamt. zu Berlin. Preis 90 Pfennig. Wir lesen in jüdischen Zeitungen nicht selten Aufsätze über das Schulwesen in Palästina aus der Feder von Menschen, die die übliche Reise hinter sich haben und die an EISSTOI'F-SilMMIillKti OER. £7i?discheu (Winter-kil-fe* Hand von Notizen, im Fluge durch das Land eingetragen, ihre Eindrücke wiedergeben. So reizvoll auch derlei Impressionen zuweilen sein mögen, so wenig sachlichen Wert tragen sie in sich. Das spürt niemand stärker als der jüdische Lehrer, der für sich und andere ein klares Bild zu gewinnen wüns-ht. Hier wird es ihm endlich gegeben. Die beiden Verfasser Jakob Sandbank und Curt Normann leben im Lande und übersehen deshalb am deutlichsten die Sachverhalte, um die es geht; sie sind auch in der Lage, sich jede Auskunft rasch und zuverlässig zu verschaffen. So ist eine Broschüre entstanden, die w.rklich gründlich und allseitig informiert. Nach einer Abhandlung über die Geschichte und den Aufbau des hebräischen Schulwerks in Palästina befaßt sich die Schrift mit den praktischen Möglichkeiten der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Lehrpläne, Angaben über Atisbildungskosten und dergleichen, ein vollständiges Adressenverzeichnis für alle öffentlichen und privaten Kindergärten und für die Volks- und höheren Schulen bilden zusammen eine Fundgrube des Wissenswerten. Es fehlen auch nicht notwendige Mitteilungen über das Fachschulwesen, über die Jugendbewegung, über Erwachsenenbildung und im Zusammenhang damit über die Universität. Wir empfehlen jedem Lehrer, sich d ese Broschüre zu beschaffen. Jim H. Croner-Johannesburg: Südafrika. Jüd. Buch- und Zeitschriftenverlag, Berlin 1937. Ein Buch/das Auswanderungsbereite über alles Wissenswerte unterrichten soll. Es geschieht das in einer lebendigen, allzu subjektiv gehaltenen Schilderung, der wir freilich mehr nüchterne Sachlichkeit gewünscht hätten, und auch ein bißchen mehr Sorgfalt im Sprachlichen. Mußte diese Stilblüte Seite IS stehen: „Der Verkäufer ohne sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten aber ist im wahrsten Sinne ein Kind ohne Kopf. Und : dieses bleibt bekanntlich zeitlebens ein Krüppel"? Die Photos sind charakteristisch und gut. ,S. B. Im neuesten Heft der Monatschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums setzt A. Lewkowitz seine Auseinandersetzung mit der neueren Denkbewegung fort. Besonders aufschlußreich ist die Besprechung des Verhältnisses Bubers zu Jaspers' Gedankengängen, im gleichen Heft entwirft Peter Gradenwitz ein groß angelegtes Programm für die-planmäßige Bearbeitung der Geschichte der jüdischen Musik. Er nimmt gleichzeitig die Erforschung einiger vernachlässigter Teile dieses Stoffgebiets in Angriff und weist insbesondere nach, n welchem Sinn die jüdische Musik des Mittelalters von der nichtjüdischen Umwelt als eigenartig empfunden wurde. Bernhard Heller setzt seine Uebersicht über die jüdische Sagenforscluuig fort. Ihre FamilienanzeiQß oeliört in die ]üd. Schulzeitung Aufträge nimmt entgegen: > Gebrüder Neubauer, Ludwigshafen a. Rh., Schulstr. 14. Vornehme FAMILIEN¬ DRUCK SACHEN stellt her Buchdruckerei GEBRÜDER NEUBHÜER Ludwigshafen am Rhein Qegründet 1893 Telef. 62318, 62.U9 Süddeutscher Privatsammler sucht gegen bar i und auch Jüdische Antiquitäten (Sedergeräte, Becher, Bsomimbüchsen, Chanukkaleuchter, hebr. beschriftete Gläser usw.). Angebote unter Chillre Nr. 181 an die Geschäftsstelle ds. BI. Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, Hauptschriftleiter, Köln-Sülz, Unkelerstraße «7. Für die Anzeigen verantwortlich: Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-A. 4.Vj. 725 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936.