Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 11 (1.11.1936)
- Date
- 1936-11-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 11 jüdische Schulzeitung Seite 7 Chanukkaim Puppenladen; das preisgekrönte Chanukkamärchenspiel: Menorah und Tannenfee, Israel (Weihespiel mit lebenden Bildern), Oneg Schabbat, Purimgeister usw. Viele der Dichtungen erschienen in den jüdischen Zeitungen; auch in Deklamatorien und Anthologien ist mancher Beitrag von Katz enthalten. Wir wünschen dem gütigen, klugen Manne, der die Welt des jüdischen Menschen aus einem freundlicheren Aspekt her sehen und ins Poetische übertragen durfte, noch viele Jahre der Geruhsamkeit in unserm Emser Heim! Ad meo w'essrim schono! M. St. Kollege Meier L ö w e n s te i n , früher in Burgdorf, seit drei Jahren in Hannover im Ruhestand lebend, wird am 29. Oktober 70 Jähre alt. Er gehört zu den wenigen Kollegen, die ausschließlich in e'ner Gemeinde tätig gewesen sind. Beinahe ein halbes Jahrhundert hat dieser tüchtige, pflichttreue und gewissenhafte Mann in Burgdorf gewirkt. An der Seite seiner liebenswerten Gattin ließ er sein Haus zu einem echten Lehrerhaus werden, in dem Freunde ohne Zahl ein- und ausgingen. Sie bringen den beiden herzliche Glückwünsche dar. Möchte es Kollege Löwenstein und seiner Gattin vergönnt sein, ihren Sohn und ihre Tochter, die früher verantwortungsreiche Stellungen bekleideten, am rechten Wirkungsort zu wissen; möchten sie selber noch viele friedvolle Jahre durchleben dürfen! Aus dem Lehrerverband Verein jüdischer Lehrer der Provinz Brandenburg Unsere Jahresversammlung 1936 findet (vorbehaltlich Genehmigung) am Dienstag, den 17. November, 16M> Uhr in Berlin statt. (Oranienburgerstraße 29, Zimmer Nr. 32.) Außer den üblichen geschäftlichen Punkten: 1. Wissenschaftliches Gastreferat des Rabbiners i. R. Dr. Samuel (Berlin): „Neues Licht über jüdische Sekte n". (Pharisäer usw.) 2. Referat Samuel Guttmann -Potsdam: „4 0 Jahre Brandenburg und Ve re i n s z u k u n f t s f r a - gen". Gäste aus jüdischen Lehrerkreisen sind willkommen! Der Vorstand Guttmann, Potsdam. Literarisches H. R a b b i n o w i c z, Tiengen (Oberrhein): Peniel. Der Verfasser, der bereits in seinem o^n min und m smon ähnliche Vorträge veröffentlicht hat, hat hier zunächst im Manuskript 19 Vorträge gesammelt, die für das Trauerhaus bestimmt sind, sei es an Wochentagen, sei es an Sabbaten. Die Eigentümlichkeit dieser Vorträge, die übrigens in ihrer Länge sehr differieren, besieht darin, daß an der Spitze immer ein Vers aus der Sidra oder Haphtara des betreffenden Sabbats . oder sonst ein auf den Tag passender Ausspruch steht und daß dann dieser Vers zur Grundlage der Ausführungen gemacht wird. Inhaltlich entsprechen die Gedankengänge durchaus den traurigen Anlässen, für welche sie gedacht sind, auch das Hebräische, in dem s:e abgefaßt sind, ist flüssig und leicht verständlich, zumal manche selteneren Worte im Text oder am Ende der Derascha in deutscher Sprache übersetzt sind. Der Verfasser zeigt eine große Belesenheit im jüdischen Schrifttum, in Bibel und Talmud, auch bringt er manche schöne ' Vergleiche und Gleichnisse, die seine Ausführungen beleben. Der „Peniel" bedeutet eine Bereicherung der vorhandenen hebräischen Literatur ähnlichen Charakters, und es wäre wünschenswert, wenn der Verfasser seine Absicht, die ersten drei Deraschot dieser Sammlung dem Druck zu übergeben, bald verwirklichen könnte. Rabb. Dr. Caro-Köln. royn rrron Nr. 3 und 4 Nr. 3. Aus Anlaß der dritten Wiederkehr des Todestages B i a 1 i k s bringt die Zweimonatsschrift eine in Haifa gehaltene Ansprache des Verewigten „Boden und Geist", in der er in der ihm eigenen beredten, geistvollen und warmherzigen Weise für die Pflege und Förderung der hebräischen Sprache eintrat und ein na'p» pp> für den Dienst der Gelehrten und ein TiO'ii pj? für die Schriftsteller zur Bearbeitung und Fruchtbarmachung des von den ersteren gesammelten und dargebotenen Unterrichts forderte. Sodann wird durch Sew Chm uski die Diskussion über die Frage: Welches ist die „richtige" Aussprache des Hebräischen?, fortgeführt. Schwerlich dürfte die Frage positiv zu entscheiden sein. Für diejenigen, die am Leben in Erez Jisrael teilnehmen wollen, empfiehlt sich die sphardische Aussprache. — Anläßlich der Begründung einer Kulturabteilung des Nationalrats macht Dr. Eisenstadt Vorschläge zu einem Arbeitsprogramm. Aus S u t a s vom Redakteur des »Trian als wertvoll bezeichneten Buche Tann bw TiaVn 'am bringt dieser ein Bruchstück über den 1. Zyklus, der die ersten drei Schuisemester umfassen soll. — Dr. Abr. Schlesinger, Breslau erneuert seine bereits vor 9 Jahren gemachte Anregung zur Schaffung von „hebräischen Lesezirkeln" mit Einrichtung von Leseräumen und gemeinsamen Unterhaltungen über hebräische Literatur. L. J. Brecher wendet sich dagegen, daß sich viele als Lehrer des Hebräischen auftun, ohne fundierte Kenntnis des Hebräischen. Ohne der lebendigen Entwicklung der hebräischen Sprache entgegenzutreten, wäre doch eine stärkere und liebevollere Benutzung der Sprache und des Stils des T3n zu empfehlen. Nr. 4. D r. K a 1 e k o richtet einen eindringlichen Appell. an die Lehrer, ihm mit allen Kräften und an allen Orten in seinem Bemühen um „Hebraisierung der jüdischen Schule" beizustehen. Er habe ein spezialisiertes Memorandum den zuständigen Stellen zugehen lassen, gebe sich aber nicht der Täuschung hin, alsbald die „Maschine" in Bewegung setzen zu können. — In seinem Artikel „Die Bühne in der Schule" möchte S c h. Rosenhlum neben andern Momenten, daß die Schul- und Schülerautführungen der Darstellung von Stücken und Szenen jüdischen Inhalts, zur Veranschaulichung sonst abstrakt bleibender Vorstellungen vom Leben in Palästina und zur Förderung der Beherrschung des Hebräischen dienen sollen. Allerdings herrsche ein großer Mangel an geeigneten Arbeiten. Einstweilen müsse sich der Lehrer notfalls mit eigenen Dramatisierungen behelfen. Als ein Beispiel wird "ypT nsm gebracht. Der Schreiber dieser Zeilen muß gestehen, daß ihm dieses „Schauspiel" contre coeur geht. Es scheint ihm genug, wenn der Lehrer diese Erzählung im Unterricht behandelt hat. M. Abraham. * M. Abraham: Hebräische Redewendungen für den Unterricht. 1936. Frankfurt a. M. M. Lehrberger & Co. 1 RM. Immer mehr ist man bestrebt, den hebräischen Unterricht zu einem Sprach- und Sprechunterricht zu gestalten. Die. Schüler v/erden hebräisch angesprochen, und sie sollen hebräisch antworten. Da kommt mancher Lehrer in Verlegenheit. Er kennt nicht die hebräischen Redewendungen, die der Unterricht erfordert, er findet sie auch nicht in einem Lehr buche der hebräischer» Sprache. Da ist das Heft des um den hebräischen Unterricht verdienten Schulmannes M. Abraham, Berlin, sehr willkommen Es bringt alle möglichen Redewendungen, die im Unterricht vorkommen können, in gutem Hebräisch, und der Lehrer, der sich um eine hebräische Atmosphäre müht, wird sie leicht lernen und anwenden. Die Leser der Schulzeitung werden einen großen Teil der Redewendungen kennen, denn, sie sind in deutschen Lettern in der Schulzeitung zum erstenmal veröffentlicht worden. In dem Heft sind die hebräischen Wörter natürlich m hebräischen Lettern gesetzt. Abr. Reinhardt, Köln.