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Jüdische Schulzeitung · 1936-01-09 · 1 (9.1.1936) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
12 (1936)
Issue
1 (9.1.1936)
Date
1936-01-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 Jüdische Schulzeitung Nummer -1 ^Dissertationen in Jeder Ausführung liefert If)nen prompi und preiswert der Verlag des Blattes. Bitte zieQen Siei uns mit in Konkurrenz, damit mir I&nen unsere Leistungsfähigkeit beweisen können. fÜifcfidriicJlerei Gebriidzr Jfteußaiier J£udn>igsfhafen am (Rhein gegr. 1893, Fernspr. Q231Ö, 6231ö;~ö2319 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii jener Zeit erst ihre Entstehung verdankt, so vor allem Berlin, wo die Oesterreicher bald in den Mittelpunkt des aufblühenden Gemeindelebens treten, ferner Potsdam, dessen erster jüdischer Bewohner „nach Kaelters Geschichte der Potsdamer Gemeinde" einer der österreichischen Exulanten gewesen sein soll, Frankfurt/Oder, Landsberg, die zwar vorübergehend auch vor 1671 Juden in ihren Mauern hatten, aber als Gemeinde erst von diesem Jahre an in Betracht kommen. Wer ein übriges zur Vertiefung und intensiveren Gestaltung für das umfangreiche heimatgeschichtliche Material tun will, mag begabtere Schüler in Form von Vorträgen zur Klasse sprechen lassen, das tun erfahrungsgemäß Schüler sehr gern. Ich kann mir die Aufzählung geeigneter Themen für solche Vorträge ersparen, sie ergeben sich aus der Lektion selbst. Die Frage, ob die fieimatgeschichte als besonderes Unterrichtsfach auftreten soll oder lediglich als Prinzip, läßt sich vom Standpunkt des Religionslehrers, wenn ih'm nicht 10 oder 12 Stunden wöchentlich für das vielseitige Gebiet seiner Unterrichtstätigkeit zur Verfügung stehen, unschwer dahin beantworten, daß man sich für das Prinzip zu entscheiden hat, wobei z. B. das heimat-, gemeinde- und provinzgeschichtliche Gebiet in den Rahmen des Religionsunterrichts ohne Schwierigkeit eingefügt werden kann, wie ich es an Hand einiger Proben in meinen Ausführungen darzustellen versucht habe. Die Lebensbedingungen der langsam entstehenden Gemeinde, ihre Einrichtungen und Organisationen (wie Verein für jüd. Geschichte und Literatur, CV., zionistische Ortsgruppe. RjF-, Chewra, Frauenverein) und deren Aufgaben, auch verdienstvolle Führer und Leistungen der Gemeinde vermitteln im kleinen ein Bild vom allgemeinen jüdischen Geschehen in Deutschland, ein Bild davon, wie deutsches Kultur- und Wirtschaftsleben vom deutschen Judentum befruchtet worden ist. So wird die Kenntnis der jüdischen Heimat, das seelische Erleben der jüdischen Jugend, das innere Ergriffensein vom geschichtlichen Geschehen vermitteln und aus Kenntnis und Erlebnis quillt das, was der jüdische Religionsunterricht als Letztes und Höchstes erstrebt, fromme Gesinnung, jüdisches Bewußtsein und religiös-sittliche Tat. Bücherzettel An den Verlag der „Jüdischen Schulzeitung" Ludwigshafena.Rh. Schulstraße 14 Aus dem Lehrerverband Im Zuge der Zusammenlegung der jüdischen Vereine inv GroßrBerlin hat die Wissenschaftliche Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen zu Berlin ihre Selbständigkeit aufgegeben und sich als Ortsgruppe des jüdischen Lehrerverbarides: in; Preußen konstituiert. Sie trägt von jetzt ab den Namen. „Jüdischer Lehrerverband in Preußen, Ortsgruppe Berlin". * Der Verein israel. Lehrer i. d. Provinz Pommern hielt wie üblich am Büß- und Bettag in Stettin seine. Generalversammlung ab. An die beiden Lehrproben: „Neuhebräisch im 1. Schuljahr" — Koll Rainowitz, Stettin und „Samuel im 4.. Schuljahr" — Koll. Weil, Stettin, schloß sich eine rege Debatte an. In der Nachmittagssitzung sprach die Wohlfahrtsfürsorgerin Frl. Hertz. ": Julius Moses, Schriftführer. © Verein israel. Lehrer in Württemberg. Württembergs Lehrer tagten am 17. November in Stuttgart. Im Tätigkeitsbericht, den der Vorstand Dir. Rothschild, Eßlingen erstattete, wurde besonders der verstorbenen Kollegen H. Uhlmann, Gmünd und Samuel Spatz, Rexingen gedacht. Beide waren über 50 Jahre Mitglieder des Vereins. — Sodann hielt Dr. Wochenmark, Gmünd ein mit lebhaftem Beifall aufgenommenes Referat über die „Forderungen der Zeit an den Religionsunterricht". Fritz Samuel, Eßlingen wurde zum Schriftführer gewählt. Zur Wahl in die Landesversammlung wurde Lehrer K a h n , Hei'lbronn (Dr. Wochenmark, Gmünd und Oberlehrer Jaffee, Stuttgart als 1. und 2. Ersatzmann) vorgeschlagen. . Fritz Samuel. Die Herausgabe der Lesehefte gefährdet? Wir hatten jüngst mitgeteilt, daß die von unserem Verbandsvorsitzenden und seinen Mitarbeitern zusammengestellten Lesehefte bald erscheinen würden. Nunmehr erhalten wir aus Berlin die Nachricht, daß die Herausgabe durch den Einspruch des Schocken Verlages gegen die Aufnahme von Stücken aus den von ihm verlegten Werken gefährdet sei. Wir bedauern diesen Zwischenfall außerordentlich und hoffen, daß sich ein Weg der Verständigung finden werde. Hebräische Sprachkurse Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland wird Anfang Januar 1936 einen für die Dauer von 5 Monaten berechneten Lehrgang zur Ausbildung von Lehrern der Hebräischen Sprache veranstalten. Es handelt sich nicht um die Ausbildung von Schullehrern, sondern von Lehiern, die außerhalb von Schulen in Bünden und Organisationen aller Art, insbesondere an Erwachsene, Unterricht erteilen wollen. In Frage kommen nur solche Damen und Herren, die über erhebliche hebräische Sprachkenntnisse verfügen und pädagogische Eignung besitzen; nur eine beschränkte Teilnehmerzahl kann aufgenommen werden. Der Lehrgang wird 30 Wochenstunden umfassen, die an 5 Tagen gegeben werden; außerdem ist häusliche Arbeit in erheblichem Umfange notwendig. Die Leitung des Kurses liegt in den Händen von Herrn Dr. Kaleko. Meldungen sind zu richten an die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Schulabteilung, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158. Der Meldung ist in zweifacher Ausfertigung, deutsch und hebräisch, ein Lebenslauf beizufügen, der ins? besondere über den Bildungsgang des Bewerbers ausführliche Angaben enthalten soll. Auf die Meldung hin werden die Aufnahmebedingungen mitgeteilt werden;" Honorar: RM 20.— monatlich. In besonderen Fällen, kann Antrag auf Honorar erlaß gestellt werden.

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