Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 11 (1.11.1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nummer il Jüdische Schulzeitung Seite 7 y>- Der Vorsitzende des Vereins jüdischer Lehrer und Kultusbeamten in Ostpreußen, Kollege Mannheim- Osterode, hat sein Amt dem Kollegen W o 11 h e i m - Königsberg übergeben. Die gesamte Lehrerschaft dankt Herrn Mannheim für die segensreiche Arbeit, die er lange Jahre hindurch geleistet hat und wünscht ihm noch viele Jahre ungetrübter Lebensfreude. Lehrerausbildung in Breslau Als eine große Schwierigkeit bei der Vorbereitung für Berufe in Palästina hat sich das Fehlen von Institutionen bemerkbar gemacht, deren Ziel eine fachlich-hochwertige Ausbildung von Lehrkräften für Palästina ist Mit der Gründung der Lehrervorbereitungskurse in Breslau ist nun diesem Mangel abgeholfen worden. Das Wesentliche dieses Seminars ist, daß hier erstmalig der Stoff — zunächst in allen judaistischen Fächern—in hebräischer Sprache übermittelt wird. Unter der Leitung von Dr. J. R a b i n erteilen neben dem Leiter der hebräischen Sprachschule in Breslau J. Reznicov vor allem die Dozenten des jüdisch-theologischen Seminars und die ersten Fachkräfte der jüdischen Schulen in Breslau Unterricht in Hebräisch (Grammatik, Konversation, Literatur, Literaturgeschichte), Bibel, Mischna, Agada, jüdischer Geschichte, Weltgeschichte, Pädagogik, Psychologie, Naturwissenschaften, Englisch und Arabisch. Die Ausbildungszeit ist auf zwei Jahre berechnet. Das Wintersemester beginnt am 1. November. Neuanmeldungen werden noch entgegengenommen. Anschrift: Dr. J. Rabin, Breslau, Wallstraße 14. Die Palästinareise Es ist mir von sachkundiger Seite nahegelegt worden-, für die Sonderfahrt einen früheren Termin zu wählen, etwa die Zeit vom 3. März bis zum 3. April. Es wäre dann den Lehrern die Möglichkeit gegeben, die Schulen im Lande bei der Arbeit zu sehen, dem Ansturm der Frühjahrstouristen auszuweichen' und während des Pessachfestes in den Gemeinden zu amtieren. Ich bin der Meinung, es sei zweckmäßig, der Anregung zu folgen; es ließen sich so auch die Kosten verringern, weil im Lande noch die Vorsaisonpreise gelten. Ungelöst ist bisher noch die Frage, wie es zu ermöglichen sei,, einen ausreichenden Geldbetrag mitzunehmen. Viele Kollegen haben mir mitgeteilt, sie könnten bei Freunden oder Verwandten Unterkunft und Verpflegung erhalten. Infolgedessen ist es mir zunächst nicht möglich, einen Überblick über die erforderliche Gesamtsumme zu gewinnen. Ich bitte alle, die sich gemeldet haben, mir mitzuteilen, wieviel Mark sie unter Zugrundelegung von 12 RM täglicher Ausgaben im Lande ausschließlich der Fahrtkosten mitführen müßten. Erst dann kann ich weitere Schritte, unternehmen. Weiterhin bitte ich wegen der vorgerückten Zeit um eine verbindliche Anmeldung zur Sonderfahrt. Braun. Lehrerhort Am 13. November um 8 Uhr abends findet eine außerordentliche Generalversammlung im Konferenzsaale der Mittelschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gr. Hamburger Straße 27, statt. : Tagesordnung: Auflösung bzw. Eingliederung des Lehrerhorts in eine andere Organisation. An Sonderspenden für die Hilfskasse gingen ein (September-Oktober 1935): H. Löwenberg, Essen 1 M, L. Engel, Friedenau 2 M, H. Bachenheim, Uelzen 3 M, Apt, Altona 3 M, Nußbaum, Viersen 3 M, B. Sender, Neuwied 2 M, Frl. Simon, Berlin 3 M, B. Heß, Lüdenscheid 3 M, Dr. Gutmann, Berlin 5 M, G. Spier, Haiger- Ioch 5 M, S. Weinberg, Hannover 3 M, L. Meyer, Hannover 5 M, S. Friedmann, Dortmund 3 M, I. B. Levy, Frankfurt a. M. 3 M/Moses, Aurich 3 M, Salomon, Frankfurt a. M. 1.50 M, W. Freundlich, Breslau 3 M, Grünebaum, Aachen 3 M, M. Abraham, Berlin 1 M, Feiner, Blankenese 3 M, Meyberg, Oldenburg 3 M, G. Lewi, Zinten 1 M, S. Silberberg, Berlin 5 M. Zusammen 67.50 M. Den Spendern sei hiermit herzlichst gedankt. Reschke. Neue Schulbücher Im Verlag Rudolf Schick- Leipzig wird in den nächsten Wochen die neue Fibel für jüdische Schulen erscheinen, die von Cilli Marx-Köln bearbeitet wurde. Der Verlag wird je ein Exemplar den Leitern sämtlicher jüdischer Schulen mit einem Begleitschreiben zugehen lassen. * Der Verbandsgeschäftsführer teilt mit, daß die ersten Druckbogen der Lesebogenfür den Deutschunterricht vorliegen. Es kann mit dem baldigen Erscheinen der Lesebogen gerechnet werden. mmammmmmmmammmmmmammmmmmmmmmmmmmm Zur Beachtung! Ich wohne jetzt in Köln-Sülz, Unkelerstraße 17 und bitte, alle Einsendungen dorthin zu richten. Braun. «■■■■■MBHHHHHHHBaMBHHHBHHBHIH Literarisches Langenscheidts English Monthly Magazine. Unter d'.esem Titel gibt der bekannte Sprachenverlag Langenscheidt (Berlin- Schöneberg) eine neuartige, überaus interessante und reich bebilderte Monatsschrift zur Pflege und zur Förderung englischer Sprachkenntnisse heraus. Das Unterhaltende tritt bei dieser Zeitschrift in den Vordergrund; das Lehrhafte wird nicht vernachlässigt. Jedes Heft 50 Pfg., vierteljährlich 1.35 RM. » Die Kinderpflegerin. Kinderpflege und Haushaltsgehilfin. Ein Beitrag zur Berufskunde von Betty Grumach. Verlag der Arbeitsgemeinschaft Fröbelscher Kinderpflegerinnenschulen Kassel. Preis 0.90 RM. ** Das vorliegende Werkchen gibt einen Ueberblick über Geschichte, Statistik, Berufsvorbereitung, Berufsethik und volkswirtschaftliche Bedeutung des Berufs, der in den letzten Jahren an Umfang'stark zugenommen hat, Friedrich Froebels Gedankengänge verwirklichend, die der Frühkindheit entscheidende Bedeutung zuteilen. In dem Augenblick, da die jüdische Hausfrau vor einer Umstellung «teht,-vertieft sich auch ihr Interesse für einen Beruf, der ihr eine Kraft zur Seite stellt, eine jüdische Kraft, die ihr im Haushalt wie in der Pflege und Erziehung der Kinder wertvolle Dienste leistet. Ihr wie jedem Erzieher wird ein Büchlein wesentlich sein, das über Ausbildung, Arbeitsbedingungen, Sozialversicherung Auskunft gibt; auf der andern Seite wird es jungen Mädchen, die Neigung zu diesem Beruf empfinden, manches zu sagen haben, obwohl die Ausbildungsmöglichkeiten für das jüdische Mädchen nicht mehr die Mannigfaltigkeit aufweisen, die im Jahre 1932, dem Entstehungsjahr des Buches, vorhanden waren. An praktischer Ausbildung in jüdischen Heimen und Waisenhäusern wird es gewiß nicht mangeln. Vielleicht beschert uns die Verfasserin