Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 6 (1.6.1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 6 Jüdische satz des 19. Jahrhunderts sein wird. Man kann leider nicht umhin, dieser Prognose zuzustimmen. Offenbar wird die Geschiche, entsprechend dem bildlichen Ausdruck des Verfassers, mehr eine kreisähnliche als gradlinige Bewegung haben, solange es noch Bazillen des Neides, der Bosheit und der Zerstörung geben wird. Das Buch ist auch für die breite Oeffentlichkeit leicht faßlich. Es ist dem Andenken an Ida Jefimowna gewidmet, die Lebensgefährtin des Verfassers im Laufe eines halben Jahrhunderts. Das Buch ist sorgfältig und gut herausgegeben. Es wird auch bald auf jiddisch, iwrit und in anderen Sprachen erscheinen. Man wünscht von ganzem Herzeirl ,der Verfasser möge so schnell wie möglich den zweiten Band seiner Erinnerungen, die einen so großen historischen und literarischen. Wert haben, herausgeben. Dr. I. Landmann. Aus der Vereinsarbeit - Im Verein Emden-Oldenburg sprach Moses, Aurich über Agada in Maimonides Werken. Landrabbiner Dr. Blum referierte über Maimonides Pentateuchexegese. Die Versammlung wählte anstelle des Kollegen Popper, der in den Ruhestand getreten ist, Moses, Aurich zum Vorsitzenden. Der Bezirk Ruhr-Niederrhein tagte in Duisburg. Kaiser, Essen berichtete über die vom Preußischen Landesverband geförderte Pädagogische Tagung in Essen; Rektor B u c h h e i m, Dortmund gab Kenntnis von dem Wunsch des rheinisch-westfälischen Rabbinervereins, mit der Lehrerschaft gemeinsam eine Lerngemeinschaft einzurichten. Der Plan wurde allgemein begrüßt. S t e r n - Dortmund sprach über biologische Streifzüge in der jüdischen Volksschule. Im Hamburge'r jüdischen Lehrerverein weilte vor einigen Wochen der Schulreferent der Reichsvertretung, Herr Dr. Le Schnitzer. Er gab nicht nur einen interessanten Ueberblick über die Gliederung der höchsten jüdischen Instanz im Reiche, sondern auch einen besonders wertvollen Querschnitt durch den Aufgabenbereich gerade des Schuldezernates. In Augsburg tagte die Bezirkskonferenz Schwaben. Ihr Obmann Dr. Ernst Fränkl sprach über Maimonides, und in einem weiteren Referat über, den Genesiskommentar B. Jacobs. Auf der Jahresversammlung des schlesischen Vereins, an der auch der Verbandsvorsitzende teilnahm, sprach Direktor Feuchtw-anger über die Bedeutung der jüdischen Schule. Der Vereinsvorsitzende,. Kollege Moops. Breslau, empfahl den Zusammenschluß aller jüdischen Lehrer im Verband. Es wurden denn auch in den Vereinsvorstand gewählt die Herren Direktor Feuchtwanger, Studienrat a. D. Der. Schäffer und Schulleiter Feilchenfeld. Persönliches In Niedermarsberg i. W. ist nach langem Krankenlager unser lieber Kollege Ludwig Meyerhoff im Alter von wenig mehr als 50 Jahren heimgegangen. Trotz seines Siechtums hat er alle Kraft seiner Schule und seiner Gemeinde gewidmet. Im Verein Rheinland-Westfalen betreute ier viele Jahre hindurch den Bezirk Westfalen-Ost in umsichtiger und kluger Weise. An seinem Grabe sprachen eine Reihe von Freunden und Berufsgenossen. Der Verein Emden-Oldenburg beklagt den frühen Heimgang seines Mitgliedes Landrabbiner Dr. de Haas-Oldenburg. Er hat selten einmal in den Konferenzen gefehlt, und manch wertvolle Anregung ist von ihm ausgegangen. Vielen Lehrenden hat Dr. de Haas menschlich nahe gestanden, und so war es nur natürlich, daß in dem großen Trauergefolge sich beinahe sämtliche Lehrer des Bezirkes befanden. Das Andenken der Toten sei zum Segen! mmw Die jüdischen Lehrer und Lehrerinnen im öffentlichen nichtjüdischen höheren Schuldienst in Preußen von Dr. Hermann Weil-Frankfurt a. M. In Ergänzung meines statistischen Berichtes über die Lage der jüdischen Philologen und Philologinnen in Preußen (Jüdische Schulzeitung vom 1. Juni 1934) sollen im folgenden kurz die neuesten von mir errechneten Ziffern auf Grund der neuen Uebersichten für das Schuljahr 1934-35 gegeben werden. 1. Unter 18 266 Lehrern (Philologen und Oberschullehrem) sind 34 Juden an öffentlichen höheren staatlichen oder städtischen Anstalten tätig. Das sind 0,19%. Berücksichtigt man ferner noch, daß unter den im Schuljahr 1934-35 gezählten 2148 Studienreferendaren wohl keine Juden sind, dann ergibt sich, daß zur Zeit unter 20 414 Lehrern (Philologen und Oberschullehrern) 34 Juden sind. Der Anteil der jüdischen Lehrer beträgt somit 0,17%. 2. Unter 5 020 Lehrerinnen an öffentlichen höheren Schulen (Philologinnen und Oberschullehrerinnen) sind 7 Jüdinnen. Das sind, 0,14%. Zählt man auch hier die Preußischen Studienreferendarinnen hinzu, so ergibt sich bei einer Hinzunahme von 876 Preußischen Referendarinnen, daß unter 5 896 Lehrerinnen insgesamt 7 Jüdinnen sind. Der Anteil der jüdischen Lehrerinnen beträgt somit 0,12%. 3. Zusammenfassend läßt sich also folgendes feststellen: Der jüdische Anteil an der Lehrerschaft im staatlichen und städtischen höheren Schulwesen beträgt 1,6 vom Tausend (41 jüdische Lehrer und Lehrerinnen unter 26310). Ein Lesebuch für jüdische Schulen Der Hauptschriftteiter dieses Blattes bereitet die Herausgabe eines Lesebuchs für die drei letzten Schuljahre der Volksschule vor. Er hofft, es vor Beginn des kommenden Schuljahres der Lehrerschaft vorlegen zu können. Palästina-Sonderfahrt Im Laufe des Juni wird an alle, die sich zur Teilnahme gemeldet haben, ein Schreiben ergehen, in dem über den Stand der Vörbereitungsarbeit berichtet wird. Anfragen können im übrigen nur beantwortet werden, wenn Rückporto beigefügt ist. Mitteilung! Bitte geben Sie dieses Blatt, wenn Sie es gelesen haben, an diejenigen Interessenten weiter, die ebenfalls für den Bezug der Jüdischen Schulzeitung in Frage kommen. Die Bestellung kann durch Einschicken des untenstehenden Bestellscheines bewirkt werden. Mit bestem Dank! Der Verlag. An den Verlag der Jüdischen Schulzeitung Ich bestelle hiermit ab........................................................................die monatlich lmal erscheinende (Datum) Verlagsort: Mannheim 2 Das Bezugsgeld von vierteljährlich 45 Pfg zuzüglich 6 Pfg. Postzusteil gebühren bitte ich du<*ch den Postboten einziehen zu lassen. Genaue Adresse des Absenders Voru. Zuname:________________________________________________________________________________________________...... Eigenhändige, deutliche Unterschrift erforderlich. Ort:__________________________________________________________________ Straße:......................................................................................................................... Sc hui zeitu'ng