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Jüdische Schulzeitung · 1934-11-01 · 11 (1.11.1934) · page 6

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
10 (1934)
Issue
11 (1.11.1934)
Date
1934-11-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite u Jüdische Schulzeitung Nummer H Rente aus der Angestellterrversicherung dieser Beamte beziehen würde, wobei die monatliche Prämienzahlung so gewählt worden ist, daß möglichste Angleichung der Altersrente an den staatlichen Pensionssatz herbeigeführt wurde. Zugrundegelegt ist bei dieser Berechnung Versicherung nach dem Tarif, der Alters- und Witwenrente gewährt. Alter bei Eintritt in die Versicherung monatliche Prämienzahlung jahrliche Altersrente unter Einschluß der Rente aus der Angestelltenversicherung 25 Jahre 12.50 RM 2342.00 RM 30 15.00 2284.00 35 20.00 2333.00 40 25.00 2271 00 45 30.00 2123.C0 51 37.50 1969.00 Wie dieses Beispiel zeigt, ist bei einem Eintrittsalter in. die Versicherung von 25 Jahren bereits bei einer gleichbleibenden Zahlung von 5% des Gehaltes das erstrebte Ziel erreichbar, beim Vierzigjährigen mit einem 10%igen Gehaltsaufwand, beim Fünfzigjährigen mit einem 15%igen Aufwand. Schon hieraus wird die Notwendigkeit erkennbar, insbesondere zu Gunsten der älteren Beamten Ausgleichsmöglichkeiten zu schaffen. Der Preußische Landesverband hat denn auch gleichzeitig mit dem Abschluß des Vertrages beschlossen, für das laufende Jahr aus besonderen Reserve-Mitteln 20 000 RM. für Prärnienankauf und Prämienverbilligung zur Verfügung zu stellen. Er wird auch in den kommenden Jahren in gleicher Weise die Durchführung des Abkommens fördern müssen. Daneben sieht das getroffene Abkommen die besondere Schaffung eines Ausgleichfonds vor. Die nach dem Vertrage abgeschlossenen Versicherungen sind dividendenberechtigt, die Ausschüttung der Gewinnanteile beginnt bereits nach einem Jahre. Die Dividenden werden einem besonderen Ausgleichsfonds überwiesen werden, dessen Verwaltung ausschließlich dem Preußischen Landesverband obliegt. Dem gleichen Fonds werden auch die Beträge zugeführt, um die im Einzelfalle Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenrenten unter Hinzurechnung etwaiger staatlicher Sozialrenten über d;e üblichen Staatspensionen hinausgehen. Die künftige Entwicklung Hier konnte im wesentlichen nur das Allgemeine der neuen Einrichtung geschildert werden. Be;. der. praktischen Durchführung erst wird sich die Fülle der mannigfaltigen Einzelfragen beantworten lassen. Es könnte gefragt werden, ob der gegenwärtige Zeitpunkt überhaupt für die Durchführung des geplanten Vorhabens geeignet sei. Darauf ist zu erwidern, daß sich gerade aus Vorkommnissen des letzten Jahres die Notwendigkeit einer Regej Porto 3 Plg. j Bestellschein U^ÜSSUl i unfrankiert in den Postkasten | werten! Porto trägt dann fin den j Empfänger. | Verlag der Jüdischen Schulzeitung Gebrüder Neubauer Ludwigshafen a.Rh, Schulstraße 14. .._..J An unsere Postabonnenten! Wir machen diejenigen Leser, die unser BJatt durch die Post zugestellt bekommen, darauf aufmerksam, daß Unregelmäßigkeiten in der Zustellung dem Briefträger zu melden sind, der verpflichtet Ut, etwa fehlende Nummern nttitttutlefern. Werden Meldungen Aber unregelmäßige Zustellung an uns. weitergegeben, so muß sich der Verlag doch wieder an die Postzeitungsstelle wenden, weil der Verlag die Gesamtauflage bei der Post aufliefert und daher allein die Post für die regelmäßige Zustellung zuständig ist. Nur in den Fällen, in welchen Anlaß zu wiederholten Beschwerden über unregelmäßige Zustellung vorliegt, bitten wir» sich an den Verlag zu wenden, damit dann von hier aus das Notwendige in die Wege geleitet wird. Der Verlag. i......,.....a,;::^'^;^^ 1 '.:;i hing zwingend ergab. Gewiß ist die wirtschaftliche Zukunftsgestaltung noch nicht übersehbar, und bei den jüdischen Gemeinden und Organisationen gilt das wohl im besonderen Maße. Aber ganz abgesehen davon, daß in dein Abkommen eine Meistbegünstigungsklausel zu Gunsten des Preußischen Landesverbandes enthalten ist, durch die veränderten wirtschaftlichen Verhältn'issen Rechnung getragen werden kann, wäre nichts verfehlter als das Warten auf eine Stabilisierung aller Verhältnisse! Die Beseitigung von Notständen erfordert neben Ueberlegung auch Entschlossenheit und Wagemut. Und es ist gewiß kein Zufall, daß nunmehr das Abkommen vom Preußischen Landesverband in verhältnismäßig kurzer Zeit herbeigeführt werden konnte, nachdem es in früheren Jahren in verschiedenartigsten1 Berattingen hin- und hergezerrt wurde und nicht verabschiedet werden konnte. An den jüdischen Gemeinden, den jüdischen Organisationen und Beamten wird es sein, den Sinn des getroffenen Abkommens zu erfüllen. Was gewollt ist, ist klar: Den jüdischen Gemeinden und ihren Organisationen bei der Durchführung ihrer.moralisch e -n Verpflichtung gegenüber ihren Beamten und Angestellten zu helfen, die jüdischen Beamten und AngesteIlten von der Degradierung zum Beihilfenempfänger zu befreien und somit beizutragen zur würdigeren Gestaltung d e s j ü d i s c h e n Lebens. Verein jüdischer Lehrer der Provinz Brandenburg Jahresversammlung 1934 Mittwoch, den 21. November (Bußtag) pünktlich 2 Uhr in Berlin, Rosenstraße 2—4: 1. Die üblichen geschäftlicher.' Punkte (u. a. Vor-. Standswahl), 2. Referat Rosenzweig (Brandenburg a: H.): „Jüdische Hei m a tgesc h ich te in der Schule." Näheres für die Mitglieder in nachfolgender Sondere i n 1 a d u n g. — A n t r ä g e zu dieser Versammlung bis 10. November an den Unterzeichneten. — Gäste willkommen. Der Vorstand: S. Guttmann, Potsdam, Wilhelmplatz 2. Hn unsere Leserl Wir bitten uns Vakanzen jeder Hrt mitzuteilen, damit ihre Veröffentlichung in der Schulzeitung erfolgen kann. Die Schriftleitung. liiiiiM

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